Niedersachsenlied
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Das Niedersachsenlied, oder auch Das Lied der Niedersachsen, soll Hymne und Identifikation der Kultur in Niedersachsen sein, es soll die Geschichte des Landes sowie seine Bewohner – die Niedersachsen – beschreiben. Verfasst und komponiert wurde es vor 1934, vermutlich um 1926[1] [2] von Herman Grote.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Text
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1. Von der Weser bis zur Elbe, |
3. Auf blühend roter Heide |
[Bearbeiten] Ältere Version
In Hannover wird auch eine kürzere Version des Niedersachsenliedes aus den Jahren 1920 bis 1925 gesungen:
- Wo fielen die römischen Legionen,
- wo wankte Deutschland nicht!
- In Niedersachsens Wäldern,
- stand Deutschland sein Gesicht!
- Wo lebten die großen Deutschen,
- wo schrieben sie ihre Kunst
- in Niedersachsen Stuben
- war Deutschlands Kultur daheim!
- Wo schreib der Dichter sein Lied
- wo schwor er Eid und Blut
- auf Niedersachsens Inseln
- wurd Deutschland recht geeint
- Wo kamen sie zusammen,
- zu einigen das Volk
- in Niedersachsens Städten
- schuf Deutschland sich sein Schicksal.
- Wir sind die Niedersachsen,
- Groß und treu dem Vaterland!
- Frei und mutig stehst du!
- Schützt Deutschland vor der Not!
- Wir sind die Niedersachsen,
- sturmfest und erdverwachsen
- kämpfen gegen jeden Feind
- rot, braun oder weiß.
Die dritte Strophe bezieht sich dabei auf August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, den Dichter des Deutschlandliedes, der dieses im Exil auf der damals englischen Insel Helgoland erfasste.
[Bearbeiten] Kritik
Der Klang des Niedersachsenlieds wird manchmal als martialisch, die Geschichtsperspektive als überholt empfunden. Die Originalversion wird daher kritisiert, und es sind verschiedene politisch korrekte Textversionen entstanden, die jedoch selten aufgeführt werden und von der Niedersächsischen Bevölkerung nicht angenommen werden. Beispiel:
Von der Ems bis an die Elbe, vom Gebirge bis ans Meer
reicht das Land der Niedersachsen, äckerreich und früchteschwer.
Fest wie unsre Eichen halten alle Zeit wir stand,
auch wenn Stürme brausen über unser Heimatland.
Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.
Glücklich, wer Wurzeln hier fand.
Schafe ziehen durch die Heide, in den Städten lärmt Verkehr,
auf den Strömen, auf den Gleisen geht der Handel hin und her.
Fest wie unsre Eichen halten alle Zeit wir stand,
auch wenn Stürme brausen über unser Heimatland.
Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen,
bieten einander die Hand.
Jeder Mensch braucht eine Heimat, und wir lieben unsre sehr.
Jeder Mensch braucht wache Augen, denn die Erde bietet mehr.
Deutschland und Europa knüpfen jetzt ihr Freundschaftsband.
Nur gemeinsam strebend hat die eine Welt Bestand.
Wir sind die Niedersachsen, offen und weltverwachsen,
mit allen Menschen verwandt.
Während ihrer Zeit als Funkhaus-Direktorin des NDR-Landesfunkhauses in Hannover (1991–1997) hatte die deutsche Fernsehjournalistin und Publizistin Lea Rosh durchgesetzt, dass das Niedersachsenlied nur noch ohne den von ihr als faschistoid empfundenen Text gespielt wurde.
[Bearbeiten] Wirkung
Das Niedersachsenlied wird von den Mitgliedern und Fans von niedersächsischen Sportvereinen, bei politischen Veranstaltungen, auf Landesparteitagen, von den Verbänden der CDU und der Jungen Union (JU), auf den Landeskongressen der Jungen Liberalen Niedersachsen (JuLis), den Besatzungsmitgliedern der Fregatte Niedersachsen und der NPD gesungen. Von anderen Parteien wird diese Tradition nicht gepflegt und als rückständig und national kritisiert. Viele Künstler haben das Niedersachsenlied (im Originaltext) sehr unterschiedlich interpretiert, vom Volksmusik-Sänger Heino über Gruppen wie Jazzkantine und Interpreten aus sehr unterschiedlichen Stilen wie Techno und Pop bis hin zu einer Punk-Version.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Anmerkungen und Quellen
- ↑ Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon – Ergänzungsband. Braunschweig 1996
- ↑ Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert. Hannover 1996
- ↑ Gemeint ist Karl der Große

