Lienen
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Steinfurt | ||||
| Höhe: | 82 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 73,27 km² | ||||
| Einwohner: | 8747 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 119 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 49536 | ||||
| Vorwahlen: | 05483, 05484, 05481, 05403 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | ST | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 66 044
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 14 49536 Lienen |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Horst Murken (unabhängig) | ||||
| Lage der Gemeinde Lienen im Kreis Steinfurt | |||||
Lienen ist eine Gemeinde im Tecklenburger Land, zwischen Münster und Osnabrück. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und Teil des Kreises Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Nördlich von Lienen erstreckt sich der Naturpark TERRA.vita sowie das Holperdorper Tal. Der Westerbecker Berg im Teutoburger Wald ist mit 236 m über NN die höchste Erhebung im Tecklenburger Land, des Kreises Steinfurt und des Münsterlandes. Nach Südwesten öffnet sich die Münsterländer Parklandschaft. Die Straße zur Bauerschaft Holperdorp verläuft mit einer Serpentine zwischen dem Aldruper und Lienener Berg in ca. 202 m Höhe über den Gebirgskamm des Teutoburger Waldes. Der 206 Meter hohe Langenberg liegt noch zu einem kleinen Teil in der Bauerschaft Holperdorp, zum größten Teil jedoch im benachbarten Niedersachsen im Gebiet von Bad Iburg.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Ladbergen, Lengerich (beide Kreis Steinfurt), Hagen am Teutoburger Wald, Bad Iburg, Glandorf (Landkreis Osnabrück in Niedersachsen), Ostbevern (Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Gemeinde Lienen besteht aus den Ortsteilen Lienen und Kattenvenne sowie den außerhalb liegenden Bauerschaften Holperdorp im Norden des Teutoburger Waldes, Aldrup, Dorfbauer, Höste, Holzhausen, Meckelwege und Westerbeck im Süden.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gemeinde wurde erstmals im Jahre 1088 urkundlich als Lina erwähnt. Lina bedeutet soviel wie Ort am Abhang des Berges oder Hügeldorf am Teutoburger Wald. Im Jahr 1965 wurde „1000 Jahre Gemarkung Lienen“ gefeiert. Grundlage hierfür war eine „urkundliche Erwähnung” der Gemeinde aus dem Jahr 965 in Bezug zur 'Grafentafel', einem markanten Felsen im Nordwesten des Holperdorper Tals.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war die Gemeinde durch die Landwirtschaft geprägt. In der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert ergänzte die bäuerliche Hausleinen-Industrie das landwirtschaftliche Einkommen.
Ab 1832 setze sich, ausgelöst durch den Zusammenbruch des Hausleinen-Gewerbes in der napoleonischen Zeit und der eingetretenen Überbevölkerung, eine Auswanderungsbewegung nach Nordamerika in Gang. Diese endete erst mit dem Beginn der industriellen Revolution. In dieser Zeit lösten der Bau des Kalkwerkes in Höste und die verbesserte verkehrstechnische Erschließung durch eine Bahnlinie erste gewerblich-industrielle Impulse aus. Bis zur Kreisreform im Jahr 1975 gehörte Lienen zum Kreis Tecklenburg mit der Stadt Tecklenburg als Kreisstadt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Aufgrund des Ergebnisses der Kommunalwahlen 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
[Bearbeiten] Bürgermeister
Gewählter hauptamtlicher Bürgermeister ist Horst Murken (unabhängig).
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Silber über einem roten, mit einem silbernen Seerosenblatt belegten Dreiberg zwei rote, balkenweise gestellte Seerosenblätter.“
[Bearbeiten] Partnerstadt
St. Marys im Auglaize County in Ohio, USA
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Parks
Der Barfußpark besteht aus einem Rundweg von 2,5 km mit Wahrnehmungs- und Kneippstationen . In den Jahren 2004/2005 wurde ein Walking Park installiert, dessen Pfade durch das Tecklenburger Land führen.
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
- Duwensteine in Holperdorp
[Bearbeiten] Sport
International bekannt geworden sind die Springreiter Toni und Felix Haßmann.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Die Freiwillige Feuerwehr Lienen veranstaltet im 2-Jahres-Rhythmus die Bombeiros (portugiesisch: Feuerwehrmann) Show-Night, eine Show aus tanzenden Wassersäulen, die sich im Takt bekannter Songs bewegen. Weiterhin finden an drei Tagen auf 4 Showbühnen Veranstaltungen statt.
[Bearbeiten] Jause
Die vermutlich nördlichste Jausenstation Deutschlands ist die Waldschänke Malepartus auf dem letzten Mittelgebirge vor der Norddeutschen Tiefebene.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Hermann Kriege, Revolutionär aus reichem Elternhaus, u.a. bekannt mit Karl Marx
- Friedrich Ernst Hunsche, (1. September 1905 - 13. August 1994, geb. in Lienen-Meckelwege) Schriftsteller, Dichter, Heimatforscher, Plattdeutsche Sprache und Geschichten, Archivar, Ahnenforscher, Forschung zur Auswanderung
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
[Bearbeiten] Literatur
- Hagedorn, Adolf, Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Lienen und des Kreises Tecklenburg 1700-1815, in: Heimatjahrbuch des Kreises Tecklenburg 1925, S. 7-76.
- Hunsche, Friedrich Ernst, Lienen am Teutoburger Wald. 1000 Jahre Gemarkung Lienen, hrsg. v. d. Gemeinde Lienen, Lienen 1965.
- Hunsche, Friedrich Ernst, Auswanderer-Chronik der Gemeinde Lienen, hrsg. v. d. Gemeinde Lienen, Lienen 1990.
- Schmedt, Friedrich, Lienen in alten Ansichten, Bd. 1, Zaltbommel/NL 1978.
- Schmedt, Hanna, Lienen in alten Ansichten, Bd. 2, Zaltbommel/NL 1998.
- Spannhoff, Christof (Bearb.), Quellen und Beiträge zur Orts-, Familien- und Hofesgeschichte Lienens, Bd. I, Norderstedt 2007.
- Spannhoff, Christof, 1609 - 2009. 400 Jahre Grenze zwischen Ostenfelde und Lienen, Norderstedt 2008.
- Wilkens, Wilhelm, Lienen. Die Geschichte seiner Häuser, Lienen 1993.
- Wilkens, Wilhelm, Lienen. Das Dorf und seine Bauerschaften von der Sachsenzeit bis zur Gegenwart, Norderstedt 2004.
[Bearbeiten] Weblinks
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