Liesganigstein (Wiener Neustadt)

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Liesganigstein

Der Liesganigstein steht in Wiener Neustadt (Niederösterreich) in der Neunkirchner Straße vor dem Haus 70 bei der Einmündung der Kammanngasse in einer Grünanlage. Das Denkmal erinnert an die Erarbeitung der Wiener Neustädter Grundlinie, einer geodätischen Basislinie der ersten österreichischen Landesvermessung von 1762.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Liesganigstein als volutenartig anlaufende dreiseitige Pyramidenstumpf wird von einem Globus gekrönt und trägt Inschriften, Tafeln und ein Medaillon mit dem habsburgischen Doppeladler. Zur Errichtung wird die Jahreszahl 1762 genannt, Renovierungen waren 1930 und 1954, wobei 1954 eine Verlegung auf die andere Straßenseite in eine Grünanlage erfolgte.

Im Jahre 1967 wurde ein Abbild der Säule von Wiener Neustadt auf einer Sondermarke der Post dargestellt, und zwar anlässlich 150 Jahre Grundkataster in Österreich.

Wiener Neustädter Grundlinie[Bearbeiten]

Die Triangulierung der österr.-ungarischen Monarchie für die Josephinische Landesaufnahme wurde mit dem Astronomen Joseph Liesganig durchgeführt, welcher im flachen Steinfeld von Niederösterreich die notwendige Basismessung, die Wiener Neustädter Grundlinie, begann. Die Linie verlief von Wiener Neustadt bis Neunkirchen und liegt heute parallel zur später errichteten schnurgeraden Neunkirchner Allee und wurde später durch zwei weitere Messlinien in Oberösterreich und in Tirol ergänzt.

Der nördliche Basis-Endpunkt in Wiener Neustadt in der Neunkirchner Straße an der B17 nahe der Autobahn wird von einem Denkmal als Monolith bezeichnet. Das Denkmal wurde 1857 vom K.u.k. Militärgeographischen Institut errichtet und in den Jahren 1928 und 1967 vom Bundesvermessungsamt instandgesetzt.

Der südliche Endpunkt der Basismessung, bei Neunkirchen an der B17, war bis 1856 mit einer Gedenksäule bezeichnet, welche 1856 entfernt und durch eine steinerne Pyramide ersetzt wurde, die dem ursprünglichen Aussehen des geodätischen Festpunkts nahekommen dürfte.[1]

Die Wiener Neustädter Grundlinie hat also drei Denkmäler, zwei in Wiener Neustadt und ein Denkmal in Neunkirchen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiener Neustädter Basis von Harald Hartmann

47.80616.239Koordinaten: 47° 48′ 22″ N, 16° 14′ 20″ O