Liesing (Mur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Liesingtal ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Die Ortschaft von Sankt Michael in Obersteiermark siehe Liesingtal (Gemeinde Sankt Michael).
Liesing
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

BW

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Steiermark, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Mur → Drau → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Seckauer TauernVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 2096 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In die Mur47.3340093915.02132535596Koordinaten: 47° 20′ 2″ N, 15° 1′ 17″ O
47° 20′ 2″ N, 15° 1′ 17″ O47.3340093915.02132535596
Mündungshöhe 596 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1500 m
Länge 40 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 849 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Kleinstädte Mautern, St. Michael
Einwohner im Einzugsgebiet ~ 7.000 EWVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Liesing (vereinzelt auch Liesingbach genannt) ist ein 40 km langer Fluss im Bezirk Leoben in der Obersteiermark. Ihr Tal bildet die südlich des Schoberpasses befindliche Hälfte der Verbindung zwischen dem steirischen Ennstal und dem Oberen Murtal.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Liesing entspringt – unweit des gleichnamigen, zur Gemeinde Wald am Schoberpass gehörenden Weilers – am Fuß des 2.096 m hohen Himmelecks in den Seckauer Alpen. Bei der ebenfalls zu Wald am Schoberpass gehörenden Ortschaft Unterwald biegt sie in das über den Schoberpass führende Verbindungstal zwischen Enns und Mur ein und verläuft in der Folge in südöstlicher Richtung, bis sie rund 3,5 km vor ihrer Mündung im Gemeindegebiet von Traboch nach Süden biegt und danach bei Sankt Michael in Obersteiermark auf 596 m Seehöhe in die Mur fließt.

Zuflüsse

Die Liesing erhält über ihren gesamten Verlauf von beiden Seiten eine Anzahl von kleinen Zuflüssen aus den kurzen Seitentälern. Eines der größeren Nebengewässer ist die von Norden aus den Eisenerzer Alpen kommende Teichen, die im Gemeindegebiet von Kalwang einfließt.

Liesingtal[Bearbeiten]

Unteres Liesingtal, Gemeindegebiete von Traboch (im Vordergrund) und Kammern im Liesingtal

Das Tal der Liesing bildet den südlichen Teil des über den Schoberpass führenden Verbindungstales zwischen dem Ennstal und dem Murtal. Dieser gesamte Talverlauf wird als Palten-Liesing-Tal, zuweilen auch nur als Paltental bezeichnet, benannt nach der Palten im nördlichen Abschnitt. Eine veraltete Benennung ist Kammertal.

Gemeinden[Bearbeiten]

Im Liesingtal befinden sich vornehmlich Landgemeinden. Lediglich der im Mündungsgebiet liegende Ort Sankt Michael ist Marktgemeinde. Die Liesing durchfließt dabei (in Flussrichtung) die Gemeinden

Verkehr[Bearbeiten]

Im Liesingtal verläuft als Fernstraße eine Teilstrecke der Pyhrn Autobahn (A9), welche die Schnellverbindung der beiden Großstädte Linz und Graz bildet. Auffahrten bestehen in Kalwang, Mautern und Traboch sowie – eigentlich bereits im Murtal liegend – in Sankt Michael bei der Kreuzung mit der Semmering Schnellstraße (S6). Als regionale Straßenverbindung führt die Schoberpass Straße (B113) durch den gesamten Talverlauf. Das Verkehrsaufkommen auf dieser entspricht der wirtschaftlichen Struktur des Gebietes.

Als Eisenbahnverbindung führt im Fernverkehr, historisch gesehen, ein Abschnitt der Rudolfsbahn durch das Liesingtal. Heute ist die Eisenbahnstrecke ein Teilstück der Fernverbindungen zwischen Graz und Linz sowie Graz und Salzburg. Fernzüge halten lediglich im Bahnhof von Sankt Michael. Als regionales Angebot wird eine Lokalverbindung von Sankt Michael nach Wald am Schoberpass geführt. Als Haltestellen existieren St. Michael, Kammern, Mautern, Kalwang und Wald am Schoberpass[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schreibung nach dem ÖBB-Kursbuch Streckennummer 250 (Version vom 3. Juli 2011 im Internet Archive).