Lietzow
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Rügen | |
| Amt: | Bergen auf Rügen | |
| Höhe: | 5 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,39 km² | |
| Einwohner: |
248 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 18528 | |
| Vorwahlen: | 038302, 038392 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VR, GMN, NVP, RDG, RÜG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 73 049 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Markt 5–6 18528 Bergen auf Rügen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Böhnig | |
| Lage der Gemeinde Lietzow im Landkreis Vorpommern-Rügen | ||
Lietzow ist eine deutsche Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Bergen auf Rügen mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Verkehr[Bearbeiten]
Lietzow liegt rund elf Kilometer nordöstlich von Bergen. Sie liegt an einem bewaldeten Höhenrücken an der schmalsten Stelle zwischen dem Großen Jasmunder Bodden und dem Kleinen Jasmunder Bodden. Im Nordosten der Gemeinde liegt der Große Wostevitzer Teich. Die Bundesstraße 96 und die Bahnstrecken Stralsund–Sassnitz bzw. Lietzow–Binz verlaufen direkt durch die Gemeinde, Regionalbahnen fahren in der Regel abwechselnd nach Sassnitz oder Binz durch, Lietzow ist damit Umsteigepunkt. Der Straßendamm wurde bereits 1868 und der Eisenbahndamm 1891 gebaut. Der Kleine Jasmunder Bodden ist somit nur noch durch eine Schleuse mit dem Großen Jasmunder Bodden verbunden. Das Gemeindegebiet ist Teil der Halbinsel Jasmund.
Ortsteile[Bearbeiten]
- Lietzow
- Borchtitz
- Semper
Geschichte[Bearbeiten]
Lietzow geht, den Namen nach, auf eine slawische Siedlung zurück.
Der Ort erlangte aber auch Berühmtheit durch die beträchtlichen Funde aus dem Neolithikum und der nach dem Ort benannten Lietzow-Kultur. 1827 fand von Hagenow am Nordausgang von Lietzow die Feuersteinwerkstätten. 1867 u. 1886 sammelte dort Rudolf Virchow Flintspäne, Messer, Streitäxte usw. Es ist wohl die so genannte berühmte Fundstelle Augustenhof. Südlich des Ortes auf der Halbinsel liegt die größere Fundstelle. Zuerst fand A. Haas 1897 dort viele Feuersteinwerkzeuge im Kiesabbau, der Fundort wurde, wie der nördlich von Lietzow als Werkstätten interpretiert. Um 1920 fand man dort unweit der 1. Stelle viele Geweih- und Steingeräte. 1923 wurde diese Stelle systematisch von W. Petzsch untersucht und es kamen viele Geweih- und Steinwerkzeuge zutage.[2]
Der Ort war bis 1326 Teil des Fürstentums Rügen und danach des Herzogtums Pommern. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde Rügen und somit auch das Gebiet von Lietzow ein Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1815 kam Lietzow als Teil von Neuvorpommern zur preußischen Provinz Pommern.
Nach dem Bau der Bahnstrecke über den Lietzow-Damm ließ sich der Baumeister eine Villa, genannt Schlößchen Lichtenstein erbauen. Um 1892/93 wurde das ortsprägende Wohnhaus als Kopie des 1839 durch Umbau einer mittelalterlichen Burg entstandenen Schlosses Lichtenstein bei Reutlingen in der Schwäbischen Alb erbaut. Auftraggeber war der Eisenbahntechniker Bopp, der für den Bau der Bahnlinie Bergen-Sassnitz verantwortlich gewesen ist. Das Gebäude wurde zunächst als "Villa am Dorf" und seit 1896 als "Schlößchen Lichtenstein" bezeichnet. Es ist ein zweigeschossiger verputzter Bau mit Satteldach und Ziegelabdeckung, einem Treppengiebel und einem runden fünfgeschossigen Turm.
Seit 1818 gehörte Lietzow zum Kreis bzw. Landkreis Rügen. Nur in den Jahren von 1952 bis 1955 war es dem Kreis Bergen zugehörig. Die Gemeinde gehörte danach bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde im selben Jahr Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der seit 1990 wieder so bezeichnete Landkreis Rügen ging 2011 im Landkreis Vorpommern-Rügen auf.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
→ Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Lietzow
- Herrenhaus im Stil des Historismus in Lietzow aus dem 19. Jahrhundert. Architektonisches Vorbild war das Schloss Lichtenstein bei Reutlingen auf der Schwäbischen Alb.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Petzsch-1,1924; Klaus-Peter-Wechler: "Mesolithikum, Bandkeramik, Trichterbecherkultur", Beiträge zur Ur- iund Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns Band 27
Weblinks[Bearbeiten]
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