Lilian Uchtenhagen

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Lilian Uchtenhagen
Lilian Uchtenhagen, 2009

Lilian Uchtenhagen-Brunner (* 7. September 1928 in Olten) ist eine Schweizer Politikerin (SP).

Lilian Uchtenhagen stammt aus einem bürgerlichem Elternhaus, ihre Eltern betrieben in Olten ein Modegeschäft. Sie selbst absolvierte die Handelsschule, machte 1947 an der Ecole Supérieure de Commerce die Matura und studierte Staatswissenschaften an der Universität Basel und an der London School of Economics und schloss mit einer Doktorarbeit über die Grenzen der Staatsverschuldung ab.

1970 trat sie der SP der Stadt Zürich bei. Veranlasst zu diesem Schritt hat sie die Aufforderung des Rektors der Kaufmännischen Schule, an der sie unterrichtet hat, ihm den Namen einer Schülerin bekanntzugeben, die an ihrer Schule ein Flugblatt verfasst hat. Sie weigerte sich dies zu tun trotz Kündigungsandrohung seitens des Rektors.

Nach Einführung des Frauenstimmrechts wurde Uchtenhagen zuerst 1970 in den Gemeinderat von Zürich und im November 1971 als eine der ersten Frauen in den Nationalrat der Schweiz gewählt. 1983 nominierte ihre Partei sie als Kandidatin für die Wahl in den Bundesrat, in dem sie das erste weibliche Mitglied gewesen wäre. Die bürgerliche Parlamentsmehrheit wählte stattdessen den nicht offiziell nominierten Otto Stich zum Nachfolger von Willy Ritschard. Lilian Uchtenhagen trat im November 1991 nach zwanzig Jahren im Nationalrat nicht mehr zur Wiederwahl an.

Lilian Uchtenhagen war von 1981 bis 1997 Verwaltungsratspräsidentin bei Coop Zürich LVZ, von 1998 bis 2003 Präsidentin von Swissaid.

Sie ist verheiratet mit dem Psychiater Ambros Uchtenhagen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lilian Uchtenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien