Lilith Love

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Selbstporträt 2011

Lilith Love ist das Pseudonym von Henriëtte Johanna Ignatia Maria van Gasteren (* 9. September 1964 in Sevenum, Niederlande), einer niederländischen Kunstfotografin und bildenden Künstlerin. Einige Themen, die in ihrem Werk zu sehen sind, sind Identität, Frauen und ihre Archetypen, Gender-Bending, Freiheit und Gleichheit.

Leben[Bearbeiten]

Lilith war die Jüngste der Familie mit zwei Kindern. Ihr Vater stellte beruflich Holzschuhe her und war Postbote. Seit ihrer Jugend liebte sie es zu schreiben, zu zeichnen und zu kochen. Zwischen 1983 und 2000 arbeitete sie als Vorstandssekretärin, ihre Ausbildung folgte sie hierfür an der Schoevers Academie in Nijmegen.

Von der Autorin zur Fotografin[Bearbeiten]

2005 nahm sie das Schreiben wieder auf. Ihre kulinarisch-erotische Geschichte „Kalfsbraadstuk op tagliatelle met een zachte saus van witte port en kaas” („Kalbsbraten auf Tagliatella mit einer milden Käsesoße und weißem Portwein”) wurde im Band der „Raadselige Roos” 2005 veröffentlicht, eine Publikation des Prosa- und Poesiewettbewerbes der „Literair Café Venray-Region”. Anschließend folgten zur Illustration und Veröffentlichung ihre Selbstporträts im Internet, die ihre Geschichten unterstützten. Zunächst mittels einer Webcam, danach mit einer einfachen kompakten Kamera. 2006 übernahmen die Fotos das Schreiben beinah vollständig. Seitdem erzählt sie ihre (Lebens)geschichte mit Spiegelreflexkamera, Stativ und Fernbedienung.

2009: Let the fork do the talking

Skandal[Bearbeiten]

Ihre Arbeit führte regelmäßig zu aufseherregenden Ärgernissen und wurde während einer Ausstellung im euregio-Haus in Mönchengladbach[1] und im Konferenzraum Rolduc (ehemaliges Priesterseminarium) in Kerkrade zensiert. Ihr Selbstporträt “Forgive me father, for….” aus der Konfessionsreihe “I could ‘ve had religion” wurde dadurch zur Titelseite des Morgenblattes Sp!ts.[2]

2012 stellte sie als eine der zehn bedeutendsten Limburgischen Künstler im Pulchri Studio in Den Haag ihre Werke aus, dies geschah gemeinsam mit Künstlern wie Ted Noten, Charles Eyck und 88Lei Molin00. Im selben Jahr wurden ihre Werke zum ersten Mal auf niederländischen Ausstellungen in den USA ausgestellt: The Wonder of Woman und FotoFestival Naarden, beide Abteilung Photoville, Brooklyn Bridge Park.

Dokumentation[Bearbeiten]

2012 begann sie mit ihrem Projekt A house is not a home. Das Dekor für ihre Selbstporträts waren fremde Häuser. Gleichzeitig wurde eine andere Form von Fotografie geboren: eine Dokumentation über die im Dorf lebende Lyme-Borreliose-Patientin Risja Steeghs, damals 21 Jahre alt. „Das Haus der Kunsten Limburg“ in Roermond unterstützte neben der Wanderausstellung auch die Publikation des Fotobuches finanziell, beide mit demselben Titel: Risja, a story by Lilith. Siebe Weide, Direktor der niederländischen Museumsvereinigung, schrieb hierfür das Vorwort. Hedy d’Ancona schrieb das Nachwort und war für die Buchpräsentation in Amsterdam verantwortlich. Künstler Lieve Prins schrieb die Einleitung. Ebenfalls nahm Frans Pollux, Schriftsteller, Journalist und Musiker, an diesem Projekt teil. Er schrieb ein Gedicht für Risja mit dem Namen De danseres' (Die Tänzerin).

Ernennungen und Preise[Bearbeiten]

  • 2009: 2. Preis Photography Masters Cup, Kategorie “Nude” mit Banquet
  • 2010: Nominiert Photography Masters Cup mit Piqued
  • 2010: Nominiert “Kunstenaar van het Jaar” (Künstler des Jahres) von Stichting Kunstweek (Niederlande)
  • 2011: Nominiert “De Gouden Grijns” mit Side-table
  • 2011: Ausgewählt für die “Zomerexpo”, Gemeentemuseum Den Haag, mit Side table
  • 2011: Nominiert Photography Masters Cup, Kategorie “Fine Art“ mit Side-table und Member of the Biking Nation
  • 2012: Nominiert Photography Masters Cup, Kategorie “Fine Art“ mit Lumps
  • 2014: Nominiert Photography Masters Cup, Kategorie "Fashion" mit Bunny in the tub
  • 2014: Nominiert Photography Masters Cup, Kategorie "Nude" mit Take these broken wings
  • 2014: Zuschauerpreis Avro's Photowettbewerb 'Das Selbstporträt' mit Singer
  • 2014: 2. Jurypreis Avro's Photowettbewerb 'Das Selbstporträt' mit Mystifier

Bücher[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • Museum van Bommel van Dam, Venlo (NL)
  • Museum für zeitgenössische Kunst Ikob, Eupen (B)
  • Limburgs Museum, Venlo (NL)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lilith Love – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katalog euregio-Haus (PDF; 1,5 MB)
  2. Publikation in die Sp!ts (PDF; 1,5 MB)