Lille
| Lille | ||
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| Region | Nord-Pas-de-Calais | |
| Département | Nord (Präfektur) | |
| Arrondissement | Lille | |
| Kanton | Chef-lieu von 9 Kantonen | |
| Koordinaten | 50° 38′ N, 3° 3′ O50.6319444444443.057520Koordinaten: 50° 38′ N, 3° 3′ O | |
| Höhe | 20 m (17–45 m) | |
| Fläche | 34,83 km² | |
| Einwohner – Unité urbaine |
226.827 (1. Jan. 2009) 1.000.900 |
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| Bevölkerungsdichte | 6.512 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 59000, 59033, 59800 | |
| INSEE-Code | 59350 | |
| Website | www.mairie-lille.fr | |
Die Alte Börse und der Belfried der Industrie- und Handelskammer vor dem Place du Général-de-Gaulle. |
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Lille [lil] ist eine Gemeinde in Nordfrankreich. Die Gemeinde ist Präfektur des Départements Nord und Hauptort der Region Nord-Pas-de-Calais. Sie trägt den Beinamen „Hauptstadt von Flandern“ und ist mit 226.827 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) – neben Roubaix, Tourcoing und Villeneuve-d’Ascq – eine Kernstadt des Gemeindeverbundes Lille Métropole Communauté urbaine, die sich aus 85 Gemeinden zusammensetzt und 1,1 Millionen Einwohner zählt. Als größte Stadt bildet sie zusammen mit den belgischen Städten Mouscron, Kortrijk, Tournai und Menen ein großflächiges Ballungsgebiet und vom Januar 2008 an den ersten Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit, die Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai, mit insgesamt zwei Millionen Einwohnern. Mit den Städten des ehemaligen Bergbaureviers von Nord-Pas-de-Calais gehört sie außerdem zur 3,5 Millionen Einwohner zählenden Metropolregion Lille.
Der altfranzösische Name L’Isle (französisch-westflämisch bzw. deutsch selten, veraltet Ryssel [ri:səl], niederländisch Rijsel [reɪsəl] von „ter Yssel“) leitet sich von ihrer ursprünglichen Lage auf einer Sumpfinsel im Tal der Deûle ab, wo sie gegründet wurde. Lille und Umgebung gehörten zur historischen Region Französisch-Flandern, dem ehemaligem Territorium der Grafschaft Flandern, das sich außerhalb des westflämischen Sprachraums befand. Vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution erlebte Lille als Garnisonsstadt eine wechselvolle Geschichte. Bekannt als meistbelagerte Stadt Frankreichs gehörte sie nacheinander zur Grafschaft Flandern, zum Königreich Frankreich, zum Haus Burgund, zum Heiligen Römischen Reich und zur Spanischen Niederlande, bevor sie am Ende des spanischen Erbfolgekrieges endgültig an Frankreich fiel. Sie wurde nochmals 1792 während des ersten Koalitionkrieges zwischen Frankreich und Österreich belagert und im zwanzigsten Jahrhundert bei ihrer Besetzung in den beiden Weltkriegen schwer mitgenommen.
Seit ihrer Entstehung war Lille eine Handelsstadt und vom sechzehnten Jahrhundert an auch gewerbebetreibend. Die Industrielle Revolution formte aus ihr eine große Industriestadt, bei der sich vor allem Textil- und Maschinenbauindustrie ansiedelten. Ihr Niedergang in den 1960er Jahren zog eine lange Krisenzeit nach sich. Erst die Umstellung auf den tertiären Sektor und die Sanierung heruntergekommener Stadtviertel in den 1990er Jahren führten zu einem Wandel des Stadtbildes. Der Bau des neuen Geschäftsviertels Euralille ab 1988, die Durchfahrt des TGVs 1993 und des Eurostars 1994, die Entwicklung zu einem Universitätsstandort mit 100.000 Studenten (Stand 2000), sowie die Einstufung als französische Stadt der Kunst und Geschichte und Kulturhauptstadt Europas, als Folge des kulturellen Projektes Lille 2004, markieren die wichtigsten Stationen auf ihrem Weg zur Neugestaltung.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Die Stadt liegt im Norden von Frankreich, im Zentrum des Départements Nord und an der Grenze zu Belgien, zwanzig Kilometer entfernt von der Region Flandern im Norden und der Wallonie im Osten.
Lille liegt am Knotenpunkt vieler großer europäischer Fernstraßen, aber auch von Eisenbahnlinien und Wasserstraßen, die in Ost-West-Richtung zwischen Deutschland, Luxemburg, Belgien und Großbritannien, sowie in Nord-Süd-Richtung zwischen den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Spanien verlaufen.
Nächstgelegene Großstadt ist Roubaix, etwa 10 km nordöstlich. Die Entfernung zur Hafenstadt Dünkirchen an der Nordsee beträgt 80 km. Die europäischen Hauptstädte Brüssel, Paris und London liegen 110 km, 205 km bzw. 242 km entfernt.
Vor dem Ende des Weströmischen Reiches ließen sich Mitte des vierten Jahrhunderts nördlich der Strecke Boulogne-sur-Mer - Köln Germanen nieder, was zur Verschiebung der Sprachgrenze südlich von Lille führte. Als Folge wurden viele Ortsnamen mit dem Toponym hem gebildet, wie z.B. Wazemmes, Vauban Esquermes oder Hellemmes.[1] Trotzdem gehörten Lille und Umgebung im Gegensatz zu Dünkirchen oder Bailleul der historischen Region Romanisch-Flandern an, die als ehemaliges Territorium der Grafschaft Flandern nicht zum westflämischen Sprachraum gezählt hat. Während der Gründung der Stadt Lille im elften Jahrhundert verschob sich die Sprachgrenze in den Westen der Stadt.[2] Folglich war Lille, entgegen einer weitverbreiteten Auffassung, nie eine flämischsprachige, sondern immer eine romanische Stadt.
[Bearbeiten] Topographie und Geologie
Die Stadt Lille befindet sich auf einer Höhe von circa 20 m[3] in einer Ausbuchtung des Deûle-Tals. An dieser Stelle tauchen die letzten, senonischen und turonischen Kreide-Aufschlüsse des Mélantois-Naturraums unter die Hügellandschaften der Weppes im Westen und des Barœul im Norden, die sich im landenischen Sand und ypresischen Ton gebildet haben. Die junge Sedimentdecke aus dem Pleistozän ist überall, entweder in Form von Löss auf Abhängen oder als Alluvialboden in den Talsohlen, anzutreffen.[4]
Die Wasserarme der Deûle verlaufen heute größtenteils unterirdisch durch die Stadt. Beschifft seit der gallo-römischen Epoche, durchfließt der in neuerer Zeit auf weiten Strecken als Kanal ausgebaute Fluss die Stadt im Südwesten, um sich weiter nördlich mit der Leie zu vereinen.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Lille bildet das Zentrum des Gemeindeverbundes Lille Métropole Communauté urbaine (LMCU), zu dem auch alle angrenzenden Gemeinden gehören. Bis auf die größtenteils ländlich geprägten Gemeinden Ennetières-en-Weppes, Capinghem, Prémesques, Pérenchies und Lompret im Westen, liegen alle anderen umliegenden Gemeinden im zusammenhängenden Siedlungsraum der Stadt. Die größten davon sind Villeneuve-d’Ascq im Osten mit 63.000 und Marcq-en-Barœul im Nordosten mit 39.000 Einwohnern. Weitere größere Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern konzentrieren sich im Norden (Lambersart, La Madeleine, Saint-André-lez-Lille, Mons-en-Barœul) und im Süden (Loos-lez-Lille, Wattignies, Faches-Thumesnil, Ronchin).
[Bearbeiten] Klima
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lille
Quelle: Météo-France
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[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Stadt Lille zählt mit den Gemeinden Lomme und Hellemmes 226.827 Einwohner (Stand 1. Januar 2009). Im Ballungsgebiet um Lille, zu dem unter anderem seine Nachbarstädte Roubaix und Tourcoing und die 1970 gegründete Trabantenstadt Villeneuve-d’Ascq gehören, leben mehr als 1,1 Millionen (1999) Einwohner. Diese Metropolregion, die Lille Métropole Communauté urbaine ist von den Einwohnerzahlen her gesehen das viertgrößte Ballungsgebiet nach Paris, Lyon und Marseille und steht bezüglich der Einwohnerdichte in Frankreich an zweiter Stelle.
Lille ist die Stadt mit dem höchsten Bevölkerungsanteil an Studenten, je nach Zählweise sind es zwischen 90.000 und 110.000 an der Université Lille Nord de France.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 |
| Einwohner | 193.096 | 190.546 | 172.280 | 168.424 | 172.142 | 212.566 | 225.789 |
[Bearbeiten] Geschichte
Der Name Lille stammt daher, dass die Stadt auf der Insel im Fluss lag (Lille = L'Île (die Insel); ndl. Rijsel = Ter ijsel (zur Insel)).
Erstmals erwähnt wurde Lille im Jahre 1054, auch wenn eine lokale Legende (um Lydéric und den Riesen Phinaert) die Gründung auf das Jahr 640 verlegt.
1214 fand bei Bouvines, unmittelbar vor den Toren Lilles, die entscheidende Schlacht zwischen den Staufern und Kapetingern auf der einen und den Welfen auf der anderen Seite statt, die der französische König Philipp II. August für sich entscheiden konnte.
Lille gehörte seit Beginn zum französischsprechenden Teil der Grafschaft Flandern, die durch das Tuchmachergewerbe eine der wohlhabendsten Landschaften Europas war. 1235 erließ Gräfin Johanna von Flandern eine Charta für Lille, wonach der Bürgermeister der Stadt vom Landesherrn zu bestimmen war. Auf Johanna ist auch die Gründung des heute nach ihr benannten Hospizes 1236 zurückzuführen. 1304 kam Flandern unter die direkte Verwaltung Frankreichs, fiel aber 1384 an das Haus Burgund, das die Stadt neben Brüssel und Dijon zu einer seiner drei Residenzstädte machte. 1425 hatte Lille etwa 25.000 Einwohner. Nach dem Erlöschen der burgundischen Dynastie in männlicher Linie gehörte die Stadt seit 1477 zum habsburgischen Machtbereich und war seit 1555 Teil der Spanischen Niederlande. 1542 tauchten in Lille die ersten calvinistischen Protestanten auf, gegen die die Spanier ab 1560 gewaltsam vorgingen. Während des Devolutionskrieges begannen Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. am 28. August 1667 mit der Belagerung von Lille, bis die Garnison am 25. September desselben Jahres kapitulierte. Im Frieden von Aachen 1668 wurde die Zugehörigkeit Lilles zu Frankreich anerkannt. In der Folgezeit wurden die Befestigungsanlagen der Stadt durch den französischen Ingenieur Sébastien Le Prestre de Vauban verbessert. Vauban ließ die pentagonale Zitadelle von Lille erbauen, die als eine der stärksten in Europa galt. Außerdem entstanden die neuen Stadtviertel Saint-André und Madeleine. Im Spanischen Erbfolgekrieg zwischen Frankreich und einem Bündnis aus österreichischen Habsburgern, Großbritannien und den Vereinigten Provinzen der Niederlande war Lille erneut umkämpft. Im Jahr 1708 wurde Lille belagert und von Truppen der Allianz die Stadt eingenommen. Während die Festung zunächst von 15.000 französischen Soldaten unter Marschall de Boufflers gehalten wurde, der sich aber nach fünf Monaten ergeben musste. Im Frieden von Utrecht 1713 durfte Frankreich dann aber Lille behalten.
Im Verlauf der Französischen Revolution erhielt Lille die erste gewählte Stadtverwaltung. Ein Angriff der Österreicher konnte zurückgeschlagen werden. 1804 wurde Lille Sitz der Verwaltung des Départements Nord, 1846 bekam die Stadt einen Eisenbahnanschluss. Durch die Industrialisierung, die in dieser Region sowohl durch eine Mechanisierung des Textilgewerbes als auch durch einen zunehmenden Kohlebergbau gekennzeichnet war, wuchs die Stadt weiter an; im Jahre 1858 wurden daher die Orte Fives, Wazemmes, Moulins und Esquermes eingemeindet, sodass Lille 1872 bereits 158.000 Einwohner zählte. Durch die Industrialisierung erstarkte aber auch die Arbeiterbewegung, wobei Lille die erste Stadt Frankreichs war, die 1896 mit Gustave Delory einen sozialistischen Bürgermeister erhielt.
Im Ersten Weltkrieg war Lille von Oktober 1914 bis Oktober 1918 deutsch besetzt und durch die Nähe zur Front starken Zerstörungen ausgesetzt. Die Stadt wurde schließlich durch britische Truppen des Generals Birdwood befreit, der daraufhin die Ehrenbürgerwürde der Stadt erhielt. Im Zweiten Weltkrieg marschierten deutsche Truppen im Mai 1940 in Lille ein, das in der Folge nicht der Militärverwaltung für Frankreich, sondern, wie das gesamte Département, der für Belgien unterstellt wurde. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie konnte Lille am 3. September 1944 von den Deutschen befreit werden.
Mit der beginnenden Krise der Schwerindustrie in den 1960er Jahren wandte sich Lille zunehmend dem Dienstleistungssektor zu.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeisterin von Lille ist seit 2001 Martine Aubry (PS). Ihr Mandat endet im März 2014. Sie ist Nachfolgerin von Pierre Mauroy, der fast 30 Jahre als Bürgermeister amtierte und zeitweise auch Premierminister Frankreichs war.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Lille unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Buffalo, Vereinigte Staaten, seit 1989
Charkiw, Ukraine
Erfurt, Deutschland, seit 1991
Esch-sur-Alzette, Großherzogtum Luxemburg, seit 1958
Köln, Deutschland, seit 1958
Leeds, Großbritannien, seit 1968
Lüttich, Belgien, seit 1958
Nablus, Palästinensische Autonomiegebiete, seit 1998
Oujda, Marokko, seit 2005
Rotterdam, Niederlande, seit 1958
Safed, Israel, seit 1988
Saint-Louis, Senegal, seit 1978
Shanghai, Volksrepublik China für das China-Kulturjahr in Frankreich
Turin, Italien, seit 1958
Valladolid, Spanien, seit 1978
[Bearbeiten] Kultur
Lille war 2004 zusammen mit Genua Kulturhauptstadt Europas. Seit 1976 besteht das Orchestre national de Lille.
Museen in Lille:
- Musée Charles de Gaulle
- Musée d´Arts Populaires de Lille-Sud
- Musée de l`Hospice Comtesse
- Musée de l´Institut Pasteur
- Musée des Beaux-Arts
- Musée des Cannoniers Sédentaires
- Musée d´Histoire Naturelle et de Géologie
- Musée Diocésan d´Art Religieux
- Musée Industrial et d´Ethnologie
- Palais Rihour
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Jedes erste Wochenende im September findet die Braderie von Lille statt, der größte Trödelmarkt in Europa mit circa 2 Millionen Besuchern.
Seit 2002 findet zudem jeden Sommer das Klassik-Festival Clef de Soleil statt.[5]
[Bearbeiten] Bauwerke
- Bahnhof Lille-Flandres
- Kathedrale Notre Dame de la Treille
- Palais Rihour von 1453
- Zitadelle von Lille (Festung), erbaut von 1667-1673, Architekt de Vauban, Bauherr Ludwig XIV., 5eckiger Grundriss.
[Bearbeiten] Sport
1997 hatte sich der Großraum Lille vergeblich für die Olympischen Spiele 2004 beworben.
Der Fußballclub OSC Lille Métropole (LOSC) spielt in der ersten französischen Liga und nahm in der Saison 2005/2006 an der UEFA Champions League teil, wo er Manchester United in der Gruppenphase hinter sich ließ. Lille MHC ist ein bedeutender Hockeyclub.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaftszweige
Das Ballungsgebiet um Lille, Roubaix und Tourcoing ist traditionell ein wichtiges Zentrum der Textilindustrie.
In Lille existieren 8.341 Betriebe (im Großraum 31.496), von denen 57% im Dienstleistungsbereich tätig sind, 34% im Handel und 9% in der Industrie. Dabei dominieren mit 90% Kleinbetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten.
Die Region in und um Lille ist darüber hinaus für ihren Maschinenbau bekannt. So befindet sich hier eine sehr bekannte technische Universität. Rund um Lille befinden sich zahlreiche Werke der französischen Automobilindustrie und eines von Toyota.
[Bearbeiten] Stadtentwicklung
Das städtische Entwicklungsprojekt Euralille, mit dem Zentrum des neuen TGV-Bahnhofes hat eine lange Debatte unter Bürgern Lilles ausgelöst.
[Bearbeiten] Verkehr
Lille ist ein wichtiger Kreuzungspunkt im europäischen TGV-Netz: es liegt auf der Linie des Eurostars nach London und des Thalys nach Amsterdam und Köln. Die wichtigsten Bahnhöfe sind Lille-Flandres und Lille-Europe.
Lille besitzt auch eine der ersten und längsten automatischen U-Bahnen der Welt. Diese wird, wie die Straßenbahn Tramway und die Omnibusse, durch das Departements-Nahverkehrsunternehmen Transpole betrieben.
Lille liegt an 5 Autobahnen, die die Stadt mit Antwerpen (A22), Brüssel (A27), Valenciennes (A23), Paris (A1) und Calais (A25) verbinden. Südöstlich der Stadt liegt der Flughafen Lille, der ca. 900.000 Passagiere pro Jahr mit innerfranzösischen Direktverbindungen und Charterverkehr verzeichnet. Er ist zudem der drittgrößte Frachtflughafen in Frankreich mit ungefähr 55.000 Tonnen Fracht im Jahr. Der Hafen an der Deûle ist nach den Häfen Paris und Strasbourg der drittgrößte Binnenhafen Frankreichs.
[Bearbeiten] Bildung
Die Stadt verfügt über vier Universitäten, mit insgesamt etwa 110.000 Studenten in der Université Lille Nord de France (nämlich die drei Campus-Universitäten: Universität Lille I, Universität Lille II, Universität Lille III) und die Katholische Universität Lille. In Lille ist auch die École centrale de Lille zu finden, eine berühmte französische Ingenieurschule, die 1854 gegründet wurde.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
→ Hauptartikel: Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Lille
Berühmte Söhne und Töchter von Lille sind unter anderem die französische Königin Isabella von Hennegau, der General Louis Léon César Faidherbe, der Physiker und Nobelpreisträger Jean Baptiste Perrin, der Präsident Charles de Gaulle sowie der Schauspieler Philippe Noiret.
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite der Stadtverwaltung (frz./engl.)
- Tourismusbüro Lille (frz.)
- Lille Kulturhauptstadt Europas (frz.)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Alain Lottin: Lille d'Isla à Lille-Métropole. In: Histoire des villes du Nord. Editions La Voix du Nord, 2003, S. 8.
- ↑ Louis Trénard: Histoire des Pays-Bas français. Rivat, 1972, S. 51-58.
- ↑ Das Tourismusbüro von Lille spricht von 21 Metern Höhe, das Rathaus von Lille gibt eine Durchschnittshöhe von 25 Metern an.
- ↑ LMCU: Plan local d'urbanisme, Rapport de présentation - Titre I : présentation générale du site et caractéristiques géophysiques. Abgerufen am 18. September 2011.
- ↑ Festival Lille Clef de Soleil. Website Festival Lille Clef de Soleil. Abgerufen am 6. August 2011.
Kulturstadt Europas: 1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm
Kulturhauptstadt Europas: 1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Sibiu, Luxemburg zusammen mit der Großregion | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Essen zusammen mit dem Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Košice, Marseille | 2014: Riga, Umeå | 2015: Mons, Plzeň | 2016: Breslau, Donostia-San Sebastián
Lambersart | Lille (teilweise) | Marquette-lez-Lille | Saint-André-lez-Lille | Wambrechies
Faches-Thumesnil | Lezennes | Lille (teilweise) | Ronchin