Lilli Schwarzkopf

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Lilli Schwarzkopf Leichtathletik
Lilli Schwarzkopf 4 Cropped.jpg

Lilli Schwarzkopf in Hamburg (2012)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 28. August 1983
Geburtsort Nowopokrowka, Sowjetunion
Karriere
Disziplin Siebenkampf
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Medaillen EM 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Medaillen U-23-EM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Sommerspiele
Silber 2012 London 6649 Punkte
Europameisterschaften
Bronze 2006 Göteborg 6420 Punkte
U23-Europameisterschaften
Silber 2005 Erfurt 6196 Punkte
letzte Änderung: 3. August 2012

Lilli Schwarzkopf (* 28. August 1983 in Nowopokrowka, Kirgisische SSR, heute Kirgisistan) ist eine deutsche Siebenkämpferin.

Leben[Bearbeiten]

Lilli Schwarzkopf kam mit sieben Jahren aus der Sowjetunion nach Deutschland.[1] Sie ist 1,74 m groß. Die Sportstudentin startet für die LG Rhein-Wied und wird von ihrem Vater Reinhold Schwarzkopf trainiert, einem ehemaligen Zehnkämpfer.[2] Sie war viermal Paderborner Sportlerin des Jahres (2005–2008) und ist in Siebenstern beheimatet.

Karriere[Bearbeiten]

2004 wurde Schwarzkopf mit 6125 Punkten Deutsche Meisterin und 2005 U23-Vize-Europameisterin mit 6196 Punkten. Kurz darauf nahm sie an den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki teil und erreichte mit 5993 Punkten den 13. Rang. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg gewann sie mit 6420 Punkten die Bronzemedaille und bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka erreichte sie den fünften Platz und verbesserte ihren persönlichen Rekord auf 6439 Punkte. Am 21. und 22. Juni 2008 gewann sie das Mehrkampf-Meeting in Ratingen und erreichte dabei ihre bisherige Bestleistung von 6536 Punkten. Damit qualifizierte sie sich endgültig für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Hier belegte sie mit 6379 Punkten den neunten Platz, rückte aber nach der Disqualifikation von Ljudmyla Blonska wegen Dopings um einen Platz vor.

Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin gab sie nach der dritten Disziplin wegen einer Verletzung der Achillessehne auf. Im Juni 2010 erreichte sie im Mehrkampfmeeting in Ratingen mit 6386 Punkten den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die Europameisterschaften 2010 in Barcelona, wo sie aber nicht antrat, da sie ihr Sportstudium abschließen wollte. Im Folgejahr erreichte sie bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu (Südkorea) mit 6321 Punkten den sechsten Rang.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London wurde Schwarzkopf mit der persönlichen Bestleistung von 6649 Punkten Zweite hinter der Britin Jessica Ennis. Sie verbesserte sich beim abschließenden 800-Meter-Lauf vom fünften auf den zweiten Rang. Dabei wurde sie zunächst wegen der Berührung der Bahnmarkierung beim 800-Meter-Lauf disqualifiziert. Es stellte sich jedoch heraus, dass nicht Schwarzkopf, sondern die Russin Kristina Sawizkaja die Markierung betreten hatte, und Schwarzkopf wurde die Silbermedaille zuerkannt.[3] Wenige Wochen nach den Olympischen Spielen zog sich Schwarzkopf am 15. September 2012 beim letzten Wettkampf der Saison, dem Mehrkampf-Meeting im französischen Talence, einen Achillessehnenriss zu.[4]

Bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich konnte sie mit 6332 Punkten als zweitbeste Deutsche hinter Carolin Schäfer den fünften Rang erzielen.

Bestleistungen[Bearbeiten]

100 m Hürden
13,24 s
Hochsprung
1,85m
Kugelstoßen
14,77 m
200 m
24,77 s
Weitsprung
6,34 m
Speerwurf
55,25 m
800 m
2:09,63 min

Erfolge[Bearbeiten]

Schwarzkopf beim Thorpe Cup 2012
  • 2002
    • 5. Platz Juniorinnenweltmeisterschaften, Kingston, Jamaika
    • Deutsche Meisterin im Siebenkampf, A-Jugend, Berlin
  • 2003
    • Silbermedaille bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften
  • 2004
    • Deutsche Meisterin im Siebenkampf in Vaterstetten, 6125 Punkte
  • 2005
    • Silbermedaille bei den U23-Europameisterschaften in Erfurt, 6196 Punkte
    • 13. Platz bei den Weltmeisterschaften in Helsinki, 5993 Punkte
  • 2006
    • 3. Platz beim Mehrkampfmeeting in Götzis, Österreich
    • 2. Platz beim Mehrkampfmeeting in Ratingen
    • Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Göteborg, 6420 Punkte
  • 2007
    • Deutsche Meisterin im Mehrkampf, Deutsche Hallenmeisterschaften in Frankfurt
    • 5. Platz bei den Weltmeisterschaften in Osaka, 6439 Punkte
  • 2008
    • Deutsche Meisterin im Mehrkampf, Deutsche Hallenmeisterschaften in Frankfurt
    • 7. Platz beim Mehrkampfmeeting in Götzis, Österreich
    • 1. Platz im Mehrkampfmeeting in Ratingen, 6536 Punkte
    • 8. Platz bei den Olympischen Spielen in Peking, 6379 Punkte
  • 2009
    • 3. Platz im Mehrkampfmeeting in Ratingen, 6355 Punkte
    • 4. Platz beim Mehrkampfmeeting in Götzis, Österreich mit 6337 Punkten
  • 2010
    • 2. Platz im Mehrkampfmeeting in Ratingen, 6386 Punkte
  • 2011
    • 6. Platz bei den Weltmeisterschaften in Daegu, Südkorea mit 6321 Punkten
  • 2012
    • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in London, 6649 Punkte
  • 2014
    • 5. Platz bei den Europameisterschaften, 6332 Punkte

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lilli Schwarzkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kaukenberger Echo, Juni 2008, S. 4f.
  2. Ebd.
  3. Das Drama der Lilli Schwarzkopf
  4. Olympiazweite Schwarzkopf verletzt sich schwer auf www.kicker.de vom 15. September 2012, abgerufen am 15. September 2012