Limón (Provinz)

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Limón
Limon in Costa Rica.svg
Lage von Limón in Costa Rica
Daten
Hauptstadt Puerto Limón
Einwohnerzahl 339.295
Fläche 9.189 km²
Bevölkerungsdichte 36 Ew./km²
untergeord. Provinzen 6 Kantone
Flüsse Río Reventazón,
Río Sixaola
ISO 3166-2 CR-L

Limón ist eine Provinz von Costa Rica an der Atlantikküste. Die Nachbarterritorien sind (im Uhrzeigersinn) Panama, Puntarenas, San José, Cartago, Heredia und Nicaragua. Die Hauptstadt Puerto Limón besitzt den größten Container-Hafen von Costa Rica, durch den der Export von Waren wie Kaffee und Bananen ermöglicht wird. Die Provinz hat eine Fläche von 9.189 km² und 339.295 (2000) Einwohner. Etwa 50 Prozent der Einwohner sind karibischer Abstammung, meist aus Jamaika. Neben der spanischen Sprache wird auch eine englische Kreolsprache gesprochen.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahre 1502 erreichte der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus, nachdem er 1492 den amerikanischen Kontinent entdeckt hatte, die kleine Insel Uvita, welche 700 m vor dem Dock des heutigen Seehafens von Puerto Limón liegt. Daraufhin erkundete er die Küste der heutigen Provinz Limón. Der Name Limón leitet sich von einem Zitronenbaum (spanisch arbol de limón) ab, der offenbar vor dem Haus des damaligen Gouverneurs stand. Zunächst war das Gebiet nur dünn besiedelt und wurde von Piraten und Mückenplagen heimgesucht. Erst mit der Ansiedlung von amerikanischen Firmen, die hier nach Anbaugebieten für Bananen suchten, begann die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz. Nachdem die meisten Ureinwohner in das schlecht zugängliche Hochland geflohen waren, begann die großflächige Besiedelung vor allem durch afrikanische Sklaven, die zur Arbeit auf den Bananenplantagen eingesetzt wurden. Auch heute ist die Region durch den Anbau von Bananen geprägt und macht Costa Rica zum zweitgrößten Bananenexporteur der Welt.

[Bearbeiten] Tourismus

Karibikküste in Tortuguero, Limón

Die gesamte Karibikküste Costa Ricas liegt in Limón. Damit hat die Provinz 336km weißen Sandstrand. Außerdem gibt es Nationalparks zum Schutz des tropischen Regenwaldes und der Korallenriffe sowie einer Vielzahl von bedrohten Pflanzen- und Tierarten. So zum Beispiel der im Norden der Provinz gelegene Nationalpark Tortuguero. Die Haupteinnahmequelle der Bewohner ist heute der Tourismus und nicht mehr die Abholzung der tropischen Wälder. Über 300 verschiedene Vogelarten, Kaimane, Meeresschildkröten und andere Lebewesen können hier beobachtet werden und machen das Gebiet zu einem beliebten Ziel für Wissenschaftliche Untersuchungen und für den Eco-Tourism.

Kantone der Provinz Limón

[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung

Die Provinz ist in sechs Kantone unterteilt. Kantone (mit Hauptstadt) von Nord nach Süd:

Kanton Hauptstadt
Pococí Guápiles
Guácimo Guácimo
Siquirres Siquirres
Matina Matina
Limón Puerto Limón
Talamanca Bribri
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