Limbach-Oberfrohna

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Limbach-Oberfrohna
Limbach-Oberfrohna
Deutschlandkarte, Position der Stadt Limbach-Oberfrohna hervorgehoben
50.86666666666712.75349Koordinaten: 50° 52′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Limbach-Oberfrohna
Höhe: 349 m ü. NN
Fläche: 50,17 km²
Einwohner:

25.141 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 501 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09212
Vorwahlen: 03722, 037609
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDAVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 180
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
09212 Limbach-Oberfrohna
Webpräsenz: www.limbach-oberfrohna.de
Oberbürgermeister: Dr. Hans-Christian Rickauer (CDU)
Lage der Stadt Limbach-Oberfrohna im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Limbach-Oberfrohna ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Zwickau im Südwesten des Freistaates Sachsen, die am 1. Juli 1950 durch Zusammenschluss der Städte Limbach und Oberfrohna gebildet wurde. Limbach erhielt 1883 das Stadtrecht, Oberfrohna 1935. Mit der Nachbargemeinde Niederfrohna besteht eine Verwaltungsgemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Limbach-Oberfrohna ist naturräumlich dem Grenzgebiet zwischen Mittelsächsischem Hügelland und Erzgebirgsvorland bzw. dem Erzgebirgsbecken im südwestlichen Teil Sachsens zuzuordnen. Südlich bzw. südöstlich der Stadt verläuft der waldreiche Höhenzug des Rabensteiner Waldes als nördlicher Ausläufer des Erzgebirgsvorlandes. Das Stadtgebiet hat im Bereich der Gemarkungsgrenze zu Chemnitz-Grüna über den Ortsteil Pleißa Anteil daran. Es werden Höhen von über 400 m ü. NN erreicht. Des Weiteren wird Limbach-Oberfrohna von einer Reihe kleinerer Bäche durchflossen – u.a. Pleißenbach, Frohnbach – die teils in Richtung Zwickauer Mulde (Frohnbach), teils in Richtung Chemnitz (Pleißenbach) entwässern. Die Zwickauer Mulde durchfließt als einziges größeres Fließgewässer den Stadtteil Wolkenburg-Kaufungen aus Richtung Waldenburg kommend.

Ausdehnung des Stadtgebiets [Bearbeiten]

Limbach-Oberfrohna dehnt sich über eine Fläche von 50,17 km² aus. Das Stadtgebiet erstreckt sich von der Landesgrenze zu Thüringen bis zur östlichen Nachbarstadt Chemnitz über eine Distanz von etwa 13 km.


Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden sind:

Stadtgliederung [Bearbeiten]

Gotisches Crucifix in der Dorfkirche zu Kaufungen
St. Mauritiuskirche zu Wolkenburg
Tunnel des Frohnbachs unter der Bahnstrecke Glauchau–Wurzen am Zusammenfluss mit der Zwickauer Mulde in Wolkenburg-Kaufungen

Limbach-Oberfrohna sind neben der Kernstadt – bestehend aus Limbach, Oberfrohna und Rußdorf – vier weitere Stadtteile – Bräunsdorf, Kändler, Pleißa sowie Wolkenburg-Kaufungen – zugeordnet.

Ortsteil Einwohner1 Fläche (in km²) Einwohner je km²
Limbach 11.841 7,05 1.680
Oberfrohna 4.175 4,1 1.018
Rußdorf 1.787 4,7 380
Bräunsdorf 1.069 7,8 137
Kändler 2.046 3,15 650
Pleißa 2.256 7,2 313
Wolkenburg-Kaufungen 1.625 17,12 95
Gesamt 24.799 51,12 485

1Stand: November 2012[2]

Limbach [Bearbeiten]

1248 wurde ein Johannes de Limpach und 1348 die Pfarrei erstmals erwähnt. Zum 1. Januar 1883 erhielt das damalige Dorf das Stadtrecht. Am 1. Juli 1950 wurde es mit Oberfrohna zu Limbach-Oberfrohna auf SED-Beschluss zwangsvereinigt.

Oberfrohna [Bearbeiten]

Oberfrohna wurde 1415 als Querchfrohne zum ersten Mal erwähnt. 1935 erfolgten sowohl die Eingemeindung von Rußdorf als auch die Verleihung der Stadtrechte. Am 1. Juli 1950 wurde Oberfrohna mit der Nachbarstadt Limbach zur Doppelstadt Limbach-Oberfrohna zwangsvereinigt.[3]

Rußdorf [Bearbeiten]

Rußdorf wurde 1335 zum ersten Mal erwähnt. Der Ort war ehemals teilweise eine Exklave von Sachsen-Altenburg, später des Landes Thüringen in Sachsen. Durch einen Staatsvertrag gelangten 1928 in einem Gebietsaustausch die thüringischen Teile des Ortes zu Sachsen.[4] Am 31. März 1935 wurde Rußdorf nach Oberfrohna eingemeindet und ist seit 1950 schließlich ein Stadtteil von Limbach-Oberfrohna.[5]

Kändler [Bearbeiten]

Kändler wurde 1375 zum ersten Mal erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom traditionellen „keeneln“ (altdeutsch für gefällte Stämme rutschend den Hang hinunter transportieren) ab. Am 1. Januar 1999 erfolgte die Eingemeindung nach Limbach-Oberfrohna.[6]

Pleißa [Bearbeiten]

Pleißa wurde zum ersten Mal am 13. Dezember 1375 urkundlich erwähnt. Am 1. Januar 1999 erfolgte die Eingemeindung nach Limbach-Oberfrohna.[6]

Durch die Eingemeindung von Bräunsdorf, Kändler und Pleißa wuchs das Stadtgebiet auf 33,12 km² an.[7]Falko Weißpflog ist eine bekannte Persönlichkeit aus Pleißa.

Wolkenburg-Kaufungen [Bearbeiten]

Wolkenburg wurde zum ersten Mal 1241, Kaufungen 1226 urkundlich erwähnt. Zu Wolkenburg-Kaufungen gehören die drei Ortsteile Herrnsdorf, Uhlsdorf und Dürrengerbisdorf. Am 1. Januar 2000 wurde die Gemeinde nach einer gescheiterten Verwaltungsgemeinschaft mit Waldenburg in die Stadt Limbach-Oberfrohna eingegliedert.[8]

Bekannte Persönlichkeiten der ehemaligen Gemeinde sind Kunz von Kauffungen, Detlev Carl Graf von Einsiedel, Detlev Graf von Einsiedel und Fritz von Uhde.

Bekannte Bauwerke sind das Schloss Wolkenburg und die St. Mauritiuskirche in Wolkenburg.

Bräunsdorf [Bearbeiten]

Bräunsdorf wurde 1290 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Am 1. November 1998 wurde Bräunsdorf nach Limbach-Oberfrohna eingemeindet.[9]

Geschichte [Bearbeiten]

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Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im August 1944 wurde im heutigen Ortsteil Wolkenburg ein Frauen-Außenlager des KZ Flossenbürg errichtet, in dem etwa 400 Frauen für die Opta-Radio AG Leipzig Zwangsarbeit verrichten mussten. Einige Frauen erlagen den unmenschlichen Lebensbedingungen.

Die Doppelstadt Limbach-Oberfrohna entstand am 1. Juli 1950 durch die Vereinigung der beiden Städte Limbach und Oberfrohna.[3] Das größere Limbach erhielt 1883 das Stadtrecht, das kleinere Oberfrohna wurde 1935 nach Eingemeindung von Rußdorf zur Stadt erklärt. Rußdorf kam zuvor 1928 per Staatsvertrag von Thüringen zu Sachsen. 1994 erhielt Limbach-Oberfrohna den Status als Große Kreisstadt.

Im Sommer 2012 liefen erste Verhandlungen des Ortsteils Meinsdorf der Gemeinde Callenberg mit Limbach-Oberfrohna über eine Eingemeindung. Grund dafür ist die enge kulturelle Bindung an Limbach-Oberfrohna und die Erwartung, dass sich Callenberg künftig mit Hohenstein-Ernstthal zusammenschließen könnte.[10]

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bräunsdorf 1. November 1998
Dürrengerbisdorf 1. März 1965 Eingemeindung nach Wolkenburg/Mulde
Hermsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Uhlsdorf
Kändler 1. Januar 1999
Kaufungen 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Wolkenburg/Mulde zu Wolkenburg-Kaufungen
Limbach 1. Juli 1950
Oberfrohna 1. Juli 1950
Pleißa 1. Januar 1999
Rußdorf 31. März 1935 Eingemeindung nach Oberfrohna
Uhlsdorf 1. März 1965 Eingemeindung nach Wolkenburg/Mulde
Wolkenburg-Kaufungen 1. Januar 2000
Wolkenburg/Mulde 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Kaufungen zu Wolkenburg-Kaufungen

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Jahr Einwohner Einwohner 6
1950 28.493  
1960 26.381 1
1981 23.107  
1982 30.190  
1983 29.864  
1984 22.338 29.525  
1985 29 248  
1986 29 100  
1987 29 047  
1988 29 877  
1989 29 236  
Jahr Einwohner Einwohner 6
1990 22.324 28 804  
1991 21.610 27 941  
1992 21.205 27 509  
1993 20.923 27 266  
1994 20.951 27 428  
1995 20.878 27 453  
1996 21.004 27 646  
1997 20.918 27 778  
1998 21.880 27 887 2 3
1999 25.873 27 719 4
2000 27.552 27 552 5 6
Jahr Einwohner
2001 27.257  
2002 27.082  
2003 27.074  
2004 27.043  
2005 26.803  
2006 26.597  
2007 26.254  
2008 25.957  
2009 25.610  
2010 25.348  
2011 25.141  

1 Stand ab 1960: 31. Dezember
2 Datengrundlage ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
3 Eingemeindung von Bräunsdorf
4 Eingemeindung von Kändler und Pleißa
5 Eingemeindung von Wolkenburg-Kaufungen
6 Gebietsstand 1. Januar 2011; identisch mit dem ersten Wert ab dem Jahr 2000

Politik [Bearbeiten]

Stadtrat [Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[11]
Wahlbeteiligung: 44,6 % (2004: 44,5 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
18,1 %
17,7 %
13,0 %
3,9 %
3,3 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,1 %p
-0,5 %p
+0,7 %p
+4,6 %p
-3,4 %p
+3,3 %p
-4,8 %p

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte im Stadtrat von Limbach-Oberfrohna zu folgender Sitzverteilung:[12]

Partei CDU LINKE SPD FDP NPD Gesamt
Sitze 12 5 5 3 1 26

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Die Hanneloreneiche im Frühling 2009

Bauwerke [Bearbeiten]

Lutherkirche Oberfrohna
  • Schloss Wolkenburg
  • Stadtkirche Limbach
  • Lutherkirche Oberfrohna: Die Grundsteinlegung erfolgte 1890, im neugotischen Stil errichtet, Kirchweihe 1893. Der 60 Meter hohe Kirchturm ist das Wahrzeichen Oberfrohnas und weithin sichtbar.
  • Wasserturm
  • Rathaus mit Frohnfeste (Rittergut Limbach)
  • Markt und Johannisplatz

Gedenkstätten [Bearbeiten]

  • Gedenkstein an der Verbindungsstraße zwischen Limbach und Hartmannsdorf in der Nähe des Elzteiches für die zwei auf der Flucht vor SS-Männern am 10. März 1933 erschossenen Kommunisten Arno Förster und Max Tennler
  • Gedenkstein im Gemeindewald von Oberfrohna hinter der Reitsportanlage an den polnischen Zwangsarbeiter Leon Tobola, der hier am 16. April 1941 gehenkt wurde
  • Gedenkstein im Ortsteil Rußdorf für alle Opfer des Faschismus
  • Denkmal auf dem Städtischen Friedhof für die dort begrabenen 70 sowjetischen Kriegsgefangenen
  • Eine Grabstätte mit Gedenktafel auf dem Friedhof des Ortsteils Wolkenburg erinnert an fünf polnische Opfer von Zwangsarbeit.
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Friedhof Limbach
  • Kriegsgräberstätte für die Verstorbenen der Lazarette in Limbach
  • Kriegsgräberstätte für die Opfer des Bombenangriffs vom 05.02.1945 sowie die Verstorbenen des Lazaretts Oberfrohna
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs vor der Kirche Rußdorf
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs unterhalb der Kirche Pleißa
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Kirchhof Kändler
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs auf dem Friedhof Bräunsdorf
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Kirchhof Kaufungen
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Friedhof Wolkenburg
  • Gedenkstein und -bäume zur Einführung der Reformation und das Gedenken an die Einführung der Reformation in der Hainstraße Oberfrohna
  • Gedenkstein für den Ortschronisten Horst Strohbach vor der Schule Oberfrohna
  • Gedenkstein für die Gründung des Stadtparks
  • Gedenkstein für den Organisten Johannes Pache im Stadtpark
  • Gedenkstein für die den Förderer des Stadtparks Ernst Rebske
  • Gedenktafel für Fritz von Uhde in der Mauritius-Kirche Wolkenburg

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Verkehr [Bearbeiten]

Limbach-Oberfrohna wird von der Bundesautobahn 4 tangiert, die Stadt ist über eine eigene Abfahrt sowie die Abfahrt Wüstenbrand erreichbar. Die im Bau befindliche Verlängerung der Bundesautobahn 72 ermöglicht seit 2006 eine schnellere Verbindung in Richtung Leipzig. Weiterhin durchquert der Abschnitt GlauchauPenig der regional bedeutsamen Bundesstraße 175 den nordwestlichen Stadtteil Wolkenburg-Kaufungen.

Die durch die Stadt führende Eisenbahnstrecke Wittgensdorf–Oberfrohna wurde im Jahr 2000 stillgelegt. Auf der durch den Stadtteil Wolkenburg führenden Strecke Glauchau–Wechselburg wurde der Verkehr nach dem Muldehochwasser 2002 eingestellt.

Im Rahmen des Chemnitzer Modells soll Limbach-Oberfrohna über Teile der stillgelegten Eisenbahnstrecke Wittgensdorf–Oberfrohna an die Chemnitzer Stadtbahn angebunden werden. Die Planungen der Städte Limbach-Oberfrohna und Chemnitz sehen seit 2003 eine Trasse über Kändler und Chemnitz-Röhrsdorf nach Chemnitz-Zentrum vor, sind jedoch noch nicht konkretisiert worden. Ob und wann es zu einer Inbetriebnahme kommt, ist ungewiss; der lange Zeit genannte Termin 2019 gilt inzwischen als unwahrscheinlich.[13] Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 90 Mio. Euro geschätzt, wovon 60 % vom Bund, 25 % vom Freistaat und 15 % vom Verkehrsverbund Mittelsachsen übernommen werden sollen.[14] Im Juli 2012 wurde bekannt, dass auch die Deutsche Regionaleisenbahn den erneuten Bahnbetrieb zwischen Oberfrohna und Kändler prüfen will.[15]

Der öffentliche Nahverkehr der Stadt Limbach-Oberfrohna wird mit Bussen betrieben. Seit dem 11. Dezember 2005 verkehrt zwischen Chemnitz, Limbach und Oberfrohna die Schnellbuslinie 526 mit drei Halten in Limbach-Oberfrohna und drei weiteren in der Chemnitzer Innenstadt. Eine Besonderheit ist die Linienführung über die Bundesautobahn 4. Neben weiteren Überlandlinien der Regiobus Mittelsachsen GmbH und der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH verkehren auch Kleinbusse (genannt Citybus) der Fritzsche GmbH auf zwei Stadtlinien. Mit Blick auf eine mögliche Umsetzung des Chemnitzer Modells plant die Fritzsche GmbH derzeit die Option eines zentralen Omnibusbahnhofs in Limbach-Oberfrohna.[16]

Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]

Limbach-Oberfrohna besitzt eine lange industrielle Tradition. Bekannt ist die Stadt vor allem für ihre ehemalige Textilindustrie. In der Stadt wurde von Heinrich Mauersberger das Textilverfahren Malimo entwickelt. Die Tradition der Textilindustrie wird zwar noch fortgeführt (bspw. Riedel Textil GmbH mit mehr als 200 Mitarbeitern), nach den wendebedingten Einbrüchen liegt die Beschäftigungswirkung aber deutlich unter dem Niveau von vor 1989. Die gewerbliche Tradition des Standortes wird durch neue Industrien, vertreten durch zum Beispiel Continental Automotive (früher VDO Automotive), LIM Automotive GmbH und USK Sondermaschinenbau sowie Firmen der Leichtindustrie, zum Beispiel Warema Sonnenschutztechnik aber auf anderen Wegen fortgesetzt.

Die meisten dieser Unternehmen bzw. Investoren in der Stadt siedelten sich nach den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen der Jahre 1989/1990 in den neu entstandenen Industrie- und Gewerbegebieten in und um die Stadt an. Diese Entwicklung war Folge der schrittweisen Aufgabe traditioneller, über das Stadtgebiet verteilter Fabrikstandorte, welche nach 1990 – im Zuge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten und dem Wegbrechen der bisherigen Absatzmärkte – nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Es existieren auf dem Gebiet der heutigen Stadt die folgenden Industrie- und Gewerbegebiete:

  • Gewerbegebiet Ost: mehr als 1.500 Arbeitsplätze, Erschließung ab 1992, Stadtteil Limbach
  • Industriegebiet Pleißa-West: mehr als 200 Arbeitsplätze, Erschließung ab 1993, Stadtteil Pleißa
  • Gewerbegebiet Kändler „An der Hopfendarre“: mehr als 400 Arbeitsplätze, Erschließung ab 1996, Stadtteil Kändler
  • Industriepark „WIMA“: Erschließung einer weitläufigen Industriebrache ab 1999, Stadtteil Limbach
  • Gewerbegebiet Süd: mehr als 300 Arbeitsplätze, Erschließung ab 2001, Stadtteile Pleißa und Kändler [17][18]

Bildung [Bearbeiten]

In Limbach-Oberfrohna existieren eine Reihe verschiedener Bildungseinrichtungen.

Grundschulen [Bearbeiten]

Acht Grundschulen:

  • Evangelische Grundschule Bräunsdorf/Limbach-Oberfrohna
  • Goethe-Grundschule
  • Gerhart-Hauptmann-Grundschule
  • Grundschule „Am Wasserturm“
  • Thomas-Müntzer-Grundschule
  • Grundschule Kändler
  • Grundschule Pleißa
  • Fritz-von-Uhde-Grundschule

Mittelschulen [Bearbeiten]

Drei Mittelschulen:

  • Gerhart-Hauptmann-Mittelschule
  • Geschwister-Scholl-Mittelschule
  • Pestalozzi-Mittelschule

Gymnasien [Bearbeiten]

  • Albert-Schweitzer-Gymnasium

weitere Einrichtungen [Bearbeiten]

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]

  • Detlev Carl Graf von Einsiedel (1737–1810), sächsischer Kabinettsminister und Unternehmensgründer; 1760-1810 erfolgten durch ihn wesentliche bauliche Veränderungen am Schloss Wolkenburg. In dieser Zeit wurde der Schlosspark im englischen Stil neu angelegt und mehrere Lauchhammer-Eisenkunstgussplastiken im Park aufgestellt.
  • Johann Esche (1682–1752), gilt als der Begründer der westsächsischen Maschenwarenindustrie
  • Heinrich Mauersberger (1909–1982), Erfinder der Malimo-Nähwirktechnik
  • Rudolph von Schmertzing (1591–1646), kurfürstlich-sächsischer Major und Kriegskommissar, Besitzer des Ritterguts Limbach
  • Helena Dorothea von Schönberg (1729–1799), legte die ersten planmäßigen Strumpfwirkersiedlungen Sachsens an
  • Alfred Stier (1880–1967), Komponist und Musikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens
  • Hermann Heinz Wille (1923–2002), Schriftsteller

Literatur [Bearbeiten]

  • Autorengemeinschaft: Limbach-Oberfrohna einst und jetzt – Bilder aus der Entwicklung unserer Stadt Bildverlag Böttger, 1992
  • Jürgen Sorge, Thomas Böttger: Limbach-Oberfrohna und seine Ortsteile: herausgegeben anlässlich 125 Jahre Stadtrecht Limbach Bildverlag Böttger GbR, Witzschdorf 2008. ISBN 978-3-937496-24-5

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Limbach-Oberfrohna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. limbach-oberfrohna.de: Daten, Fakten und Stadtplan, abgerufen am 13. November 2012
  3. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. www.reichstagsprotokolle.de: Karte mit den Austauschgebieten, abgerufen am 19. September 2010
  5. limbach-oberfrohna.de: Geschichte und Wissenswertes über unsere Ortsteile – Rußdorf, abgerufen am 2. September 2010
  6. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  7. statistik.sachsen.de: Gemeindestatistik 1999 für Limbach-Oberfrohna, Stadt (Gebietsstand 1. Januar 1999)
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  10. Meinsdorfer flirten mit dem Nachbarn
  11. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_neu/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=GR09&p_ebene=GE&p_ort=14524180
  12. Website Limbach-Oberfrohna
  13. Christian Mathea: Chemnitz soll sich stärker für Bahn einsetzen. Start des Ausbaus des Chemnitzer Modells nach Limbach-Oberfrohna ungewiss. In: Freie Presse. Chemnitzer Verlag, 8. November 2012, abgerufen am 9. November 2012.
  14. Die Bahn soll bis nach Oberfrohna fahren. Freiepresse.de. 8. Februar 2010. Abgerufen am 14. Mai 2010.
  15. Freie Presse: Limbach-Oberfrohna: Unternehmen will Bahn reaktivieren
  16. Mit dem Shuttle-Bus ab Haustür bis zur Arena. Freiepresse.de. 16. Juni 2010. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  17. limbach-oberfrohna.de: Gewerbegebiete in Limbach-Oberfrohna
  18. Stadtspiegel – Amtsblatt der Großen Kreisstadt Limbach-Oberfrohna, 10. Mai 2012 (PDF; 3,8 MB)