Limbach (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Limbach
Limbach (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Limbach hervorgehoben
50.70257.8022222222222265Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 265 m ü. NHN
Fläche: 3,69 km²
Einwohner: 428 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57629
Vorwahl: 02662
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 257
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.hachenburg-vg.de
Ortsbürgermeister: Klaus Sassmannshausen
Lage der Ortsgemeinde Limbach im Westerwaldkreis
Karte

Limbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Die landwirtschaftlich strukturierte Wohngemeinde gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an. Limbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt auf 250 m Höhe im Westerwald zwischen Limburg und Siegen, sechs Kilometer von Hachenburg entfernt im Tal der Kleinen Nister im Natur- und Landschaftsschutzgebiet Kroppacher Schweiz, unmittelbar am Fernwanderweg Westerwaldsteig. Die Nachbarorte sind Heimborn im Westen, Atzelgift im Osten, Astert im Süden und Heuzert im Südwesten des Ortes. Südlich liegt der Aßberg (327 m).

Geschichte[Bearbeiten]

Limbach wurde in einer Schenkungsurkunde im Jahre 1346 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte jedoch als Ort mit der Endung -bach wesentlich älter sein.[3] Der Name des Ortes leitet sich von dem im Ort in die Kleine Nister fließenden Lehmbach ab. Wirtschaftliche Bedeutung hatten in früherer Zeit die Dachschiefergrube Assberg und die Limbacher Mühle. Limbach hatte 1579 zwölf Häuser und 1793 deren neunzehn.[4]

Das Dorf Limbach gehörte zum Kirchspiel Kroppach und bis Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. 1799 ging die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam die Region und damit auch Limbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Limbach dem Amt Hachenburg zugeordnet. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau, kam der Ort 1866 an das Königreich Preußen und gehörte von 1868 an zur Provinz Hessen-Nassau und zum Oberwesterwaldkreis. Seit 1946 ist Limbach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Limbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 107
1835 133
1871 134
1905 241
1939 325
1950 304
Jahr Einwohner
1961 351
1970 410
1987 386
1997 418
2005 395
2012 428

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Limbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1998 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Kács in Ungarn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die alte Steinbogenbrücke während des Brückenfestes

In Limbach wird seit 1987 in einer alten Scheune das Dorfmuseum Limbach betrieben. Über tausend Exponate zur Heimatgeschichte werden vorgestellt.

Südlich des Orts liegt die mittelalterliche Dachschiefergrube Assberg. In ihr wurden zunächst im Tagebau, später auch unter Tage, Schieferplatten abgebaut und zu Dachschiefern weiter verarbeitet. Mit Schiefer aus der Grube Assberg ist u.a. das Schloss Hachenburg und das Kloster Marienstatt gedeckt. Heute ist die Dachschiefergrube zu einem frei zugänglichen Besucherbergwerk ausgebaut. Es liegt direkt am Westerwaldsteig.

Ebenfalls am südlichen Ortsrand liegt der Felsen Hohe Ley (270 m).

Das Wahrzeichen von Limbach ist die 1871 aus Bruchsteinen erbaute Steinbogenbrücke über die Kleine Nister; ihre Vorgängerin, eine Holzbrücke, war teilweise schon eingestürzt. Zu den Gesamtkosten von 1467 Gulden erhielt die Gemeinde einen Zuschuss von 1208 Gulden; sie wurde 1978 saniert und gilt als erhaltenswertes Baudenkmal.

Hier findet seit 1971 jährlich jeweils am 2. Samstag im Juli das Brückenfest statt. Zu diesem Sommernachsfest kommen mittlerweile mehrere tausend Besucher in den kleinen Ort.

Der Kräutermarkt in Limbach findet regelmäßig alle 2 Jahre am 3. Sonntag im August statt und ist der größte und einzigartigste Naturmarkt im Westerwald. Er wird seit 1985 ehrenamtlich von der Limbacher Dorfgemeinschaft durchgeführt. Alle Einnahmen kommen den Westerwälder-Sorgenkindern zugute.

Vereine[Bearbeiten]

Limbacher Dorfmusikanten 1919, Männergesangverein Harmonie, Verkehrsverein Limbach, Sportverein Blau-Weiß, Tennisclub Limbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 414, die von Hohenroth nach Hachenburg führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Siegen, Wilnsdorf und Herborn an der A 45 (DortmundGießen). Die nächsten Anschlussstellen an die A 3 (KölnFrankfurt am Main) sind in Montabaur und in Mogendorf. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Limbach (Westerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Ortsgeschichte auf der Webseite der Gemeinde
  4. Landschaftsmuseum Westerwald Hachenburg: Westerwälder Beiträge 1 - Naturkundliche und kulturhistorische Denkmäler im Westerwald: Kroppacher Schweiz und Hachenburg. Hachenburg, 1981, S. 63.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen