Lin Sen

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Lin Sen

Lin Sen (chinesisch 林森Pinyin Lín Sēn; * 1868 in Shanggan, Minhou, Fujian; † 1. August 1943 in Chongqing) war von 1931 bis zu seinem Tod Präsident der Republik China.

Leben[Bearbeiten]

Lin Sen wurde in einer bürgerlichen Familie geboren und besuchte eine Schule von US-amerikanischen Missionaren. Ab 1884 war er im Telegramm Bureau of Taipei erwerbstätig. Nach dem Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg engagierte er sich für die asymmetrische Kriegsführung gegen die japanischen Besatzer. Ab 1902 wurde er bei der Zollbehörde in Shanghai beschäftigt. Später lebte er in Hawaii und 1905 in San Francisco, wo er Funktionär der Tongmenghui und Überseevertreter der Kuomintang war.

Die Xinhai-Revolution von 10. Oktober 1911 bis 1. Februar 1912 leitete er in der Provinz Jiangxi.

Er wurde Sprecher der Nationalversammlung. 1917, nach einem gescheiterten Putsch gegen Präsident Yuan Shikai, floh Lin mit Sun Yat-sen nach Japan und schloss sich dort dessen chinesischen Revolutionären Partei, einer Vorform der Kuomintang, an. Er wurde in die USA gesandt, um Mitgliedsbeiträge für die Partei einzutreiben. Im Jahr 1917 folgte er Sun nach Guangzhou, wo er gegen die Beiyang-Regierung agitierte. Lin wurde Gouverneur von Fujian.

Lin war ein Mitglied der antikommunistischen Western Hills Fraktion der Kuomintang in Shanghai. Die Western Hills Fraktion wurde in Peking, kurz nach Suns Tod 1925, gegründet. Auf dem Parteitag Kuomintang 1925 behaupteten sie, die soziale Revolution der KPC sei unvereinbar mit der nationalen Revolution der Kuomintang, worauf die Führer der Western Hills Fraktion aus der Kuomintang ausgeschlossen und die Mitgliedschaft der Anhänger der Western Hills Fraktion suspendiert wurde. 1927 unterstützte die Western Hills Fraktion Chiang Kai-shek beim Massaker von Shanghai mit etwa 300 Ermordeten und etwa 5000 Verschwundenen, das euphemistisch als Säuberung von Kommunisten bezeichnet wird. Lin wurde Führer der Western Hills Fraktion und machte 1928 Öffentlichkeitsarbeit im Ausland.

Am 28. Februar 1931 ließ Chiang Kai-shek Hu Hanmin wegen einer Auseinandersetzung um eine Provinzverfassung unter Hausarrest stellen. Da Chiang Kai-shek die Macht der Anhängerschaft Hu Hanmin unterschätzt hatte, musste er den Hausarrest aufheben. Die japanische Invasion der Mandschurei verhinderte zwar einen Bürgerkrieg zwischen Anhängern von Chiang Kai-shek und Hu Hanmin. Am 15. Dezember 1931 gab Chiang Kai-shek das Amt des Präsidenten an Lin Sen ab, was am 1. Januar 1932 durch das Parlament bestätigt wurde. Vom Machtmissbrauch von Chiang Kai-shek beeindruckt, vermied es die Kuomintang, Lin Sen mit Machtbefugnissen auszustatten. Im Präsidentenpalast in Nanjing wohnte weiter Chiang, während Lin in einem bescheidenen gemieteten Haus in der Nähe des Sun Yat-sen-Mausoleum residierte. Vom 28. Januar bis 3. März 1932 hatten die japanischen Streitkräfte Shanghai angegriffen, das unter dem Befehl von Chiang verteidigt wurde; ein Ereignis, das dessen innenpolitische Macht wiederherstellte.

Das TIME Magazine bezeichnete Lin 1934 als repräsentativen Präsidenten und spekulierte, ob Zollbegünstigungnen, die Chiang den Japanern einräumte, der Preis für den Aufschub der Besetzung Chinas durch Japan waren.[1]

Der Witwer Lin propagierte Monogamie; das Konkubinat war seit 1935 in China strafbar, und er forderte eine friedliche Lösung, als Chiang beim Zwischenfall von Xi'an entführt wurde.

1937 im zweiten japanisch-chinesischen Krieg ließ er den Regierungssitz nach Chongqing verlegen, propagierte die asymmetrische Kriegsführung und lehnte eine Zusammenarbeit mit der Regierung von Wang Jingwei ab. Am 10. März 1943 wurde sein Personenkraftwagen in einen Unfall verwickelt. Am 12. März 1943 erlitt er einen Schlaganfall beim Besuch einer kanadischen Delegation. Im Hospiz forderte er, dass Taiwan in der Nachkriegsordnung chinesisch würde, ein Wunsch, dem posthum in der Kairoer Erklärung entsprochen wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Time, Aug. 20, 1934, CHINA: Chiang on Lid