Linda Maria Koldau

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Linda Maria Koldau (2012)

Linda Maria Koldau (* 28. Oktober 1971 in München) ist Professorin für Musikwissenschaft und Kulturgeschichte und hat den Lehrstuhl an der Universität Aarhus inne, der einst für den dänischen Musikwissenschaftler Knud Jeppesen eingerichtet wurde. In ihrer Arbeit vertritt sie eine interdisziplinäre, kulturgeschichtlich orientierte Musikwissenschaft, die auf der Grundlage umfassender Quellenkenntnis und musikalischer Analyse die Verbindungen zwischen Musik und sozialem Kontext beleuchtet.

Laufbahn[Bearbeiten]

Linda Maria Koldau studierte an der Universität Reading und der Universität Mainz Musikwissenschaft, Amerikanistik und Romanistik und promovierte 2000 an der Universität Bonn über die venezianische Kirchenmusik von Claudio Monteverdi. 2005 habilitierte sie sich an der Universität Frankfurt am Main mit einer Arbeit über Frauen in der Musikkultur der Frühen Neuzeit. Beide Arbeiten wurden mit Universitätspreisen ausgezeichnet. Von 2006 bis 2008 war sie Lehrstuhlvertreterin und leitete das Institut für Musikwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main; 2009 erhielt sie den Ruf auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft und Kulturgeschichte an der Universität Aarhus. Sie ist Mitglied in mehreren internationalen Forschungsverbänden und interdisziplinären Netzwerken und hat umfassend auf verschiedenen musikwissenschaftlichen und kulturhistorischen Gebieten publiziert. Im Zeitraum von 1992 bis 2002 arbeitete sie nebenberuflich als Musikjournalistin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung; seit 1995 verfasst sie Radiosendungen für verschiedene deutsche Kultursender.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

  • Claudio Monteverdi
  • geistliche Musik und Frömmigkeitskultur des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit
  • Klosterkultur des Mittelalters
  • historische Frauenforschung
  • das Oratorium im 19. Jahrhundert
  • Musik und Nationalismus
  • moderne Mythen (insbesondere U-Boote und RMS Titanic)
  • Filmmusik

Buchpublikationen[Bearbeiten]

Organisation internationaler Tagungen[Bearbeiten]

  • Passion und Ostern in den Lüneburger Klöstern, VIII. Ebstorfer Kolloquium, Kloster Ebstorf, 25.-28. März 2009 [2]
  • Internationale Monteverdi-Interpretationen: Wissenschaft - Praxis - Vermittlung, Universität Frankfurt am Main, 2.-4. Juli 2009 [3]
  • Anden Verdenskrig i dansk kulturliv 1940-2010, Aarhus Universitet, 22.-23. April 2010 [4]
  • Weltbild und Lebenswirklichkeit in den Lüneburger Klöstern, IX. Ebstorfer Kolloquium, Kloster Ebstorf, 23.-26. März 2011
  • Music and the Formation of National Identity, Aarhus Universitet, Juni 2011

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Iris Roebling Grau, Auch eine Ordensgründerin kann sich mal verlieben, Buchrezension in FAZ vom 7. Oktober 2014, Seite 10
  2. Passion und Ostern in den Lüneburger Klöstern - Programmverlauf. Abgerufen am 4. Oktober 2010.
  3. Internationale Monteverdi-Interpretationen. Abgerufen am 4. Oktober 2010.
  4. Anden Verdenskrig i dansk kulturliv 1940-2010. Abgerufen am 4. Oktober 2010 (dänisch).

Weblinks[Bearbeiten]