Linde Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Linde Verlag Ges.m.b.H.
Linde verlag logo.jpg
Rechtsform GmbH
Gründung 1925
Sitz OsterreichÖsterreich Wien
Branche Verlag
Produkte Bücher, Zeitschriften, Seminare, Online-DatenbankenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.lindeverlag.at www.lindeverlag.de

Der Linde Verlag Ges.m.b.H. ist ein österreichischer Fachverlag in Wien, der 1925 als deutscher Industrieverlag und Versandbuchhandel Spaeth & Linde in Berlin gegründet wurde und infolge von Einwirkungen des Zweiten Weltkrieges ab 1944/45 seine Verlagsaktivitäten in seine österreichische Niederlassung verlagerte. Zum heutigen Verlagsprogramm gehören Bücher, Zeitschriften, Neue Medien, Online-Angebote und Seminare, wobei die Schwerpunkte in den Bereichen Steuerrecht, Finanz- und Rechnungswesen, Recht (insbesondere Wirtschaftsrecht) und Betriebswirtschaft liegen.

Geschichte[Bearbeiten]

1925–1979[Bearbeiten]

1925 gründeten Kommerzialrat Paul Linde und Hans Jentzsch den Industrieverlag Spaeth und Linde in Wien. Im gleichen Jahr erschien die erste Ausgabe der Österreichischen Steuer- und Wirtschaftszeitung. Noch im Gründungsjahr wurde die Zeitschrift für Bilanz, Steuer und Wirtschaft erworben und mit der Österreichischen Steuer- und Wirtschaftszeitung zusammengeführt. 1929 wurde die Zeitschrift für Buchhaltung und Steuer hinzugekauft. Neben der Zeitschrift erschien schon seit 1925 eine Reihe von Fachbüchern zu Steuer- und Wirtschaftsfragen. Titel waren u. a. "Das österreichische Schillinggesetz", "Die Steuer und Abgabenbelastung in Österreich" und "Goldbilanz in Österreich".

1935 wurde die Österreichische Steuer- und Wirtschaftszeitung neu gestaltet und umbenannt. Fortan war es mit der Österreichische Steuer- und Wirtschaftskartei (SWK) möglich, die einzelnen Seiten der Zeitschrift in einem mitgelieferten Ordner als Fachkartei zu ordnen. Diese erste Publikation war und ist bis zum heutigen Tag das bekannteste Verlagsprodukt.

1945 stand der Verlag nach dem Tod vom Paul Linde im letzten Kriegsjahr unter öffentlicher Verwaltung. Die staatliche Verwaltung blieb insgesamt 13 Jahre bestehen. Auch unter diesen veränderten Voraussetzungen lebte die Verlagstradition über die Mitarbeiter weiter und der Verlag weitete ab 1946 seine Buchproduktion aus.

1951 entstand die Schriftenreihe zur Österreichische Steuer- und Wirtschaftskartei (SWK). Die in dieser Reihe erscheinenden von Professoren oder Praktikern verfassten Fachbücher erreichten für den österreichischen Markt beachtliche Auflagenzahlen.

1958 konnte Peter Linde, der Sohn des Gründers, die Leitung des Verlags (ab 1955 Industrieverlag Linde, dann Industrieverlag Peter Linde) übernehmen und gründete im selben Jahr eine Versandbuchhandlung.

1979 erschien im März mit dem KODEX STEUERGESETZE der erste Band einer Publikation von Gesetzessammlungen in Österreich als ein neuartiges Konzept zur Veröffentlichung und Kompilierung von Gesetzen, das vom Herausgeber Prof. Werner Doralt entwickelt wurde.

1989–2009[Bearbeiten]

Verlagsgebäude

1989 übernahm die Familie Jentzsch die gesamten Anteile des Linde Verlags. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Buch- und Zeitschriftenproduktion abermals ausgeweitet. Neben der zunehmenden Internationalisierung und Europäisierung des Steuerrechts und den entsprechenden Publikationen fand, auch durch den späteren Kauf (1994) des Eisenstätter Prugg Verlags, eine Ausweitung des Programms auf weitere Rechtsbereiche statt.

1991 wurde eine Zweigstelle in Prag eröffnet. LINDE PRAHA, a.s. ist heute ein juristischer Fachverlag in der Tschechischen Republik.

2003 begann der Aufbau eines populären Wirtschaftssegments, das den Verlag mit allgemeinen Wirtschaftstiteln und Ratgebern zu einer festen Größe auf dem deutschen und schweizerischen Buchmarkt machte.

2008 erscheint mit dem JAKOM (Jahreskommentar) der erste und einzige Jahreskommentar zum EStG in Österreich.

2009 bietet der Linde Verlag im Portal Lindeonline einen Großteil der Fachzeitschriften mit Online-Zugang an. Da der Verlag sich seit 1998 mit der Frage der Digitalisierung und On- bzw. Offline-Verbreitung von Fachinformationen beschäftigt, können die Nutzer mit einer an bekannten Suchmaschinen orientierten Suche über alle bezogenen Inhalte recherchieren.

Themen[Bearbeiten]

- Nationales Steuerrecht
- Internationales Steuerrecht
- Wirtschaftsrecht
- Finanzen und Unternehmensführung
- Arbeit und Soziales
- Personalverrechnung
- Öffentliches Recht/Verwaltung
- Öffentliches Recht/Verwaltung
- Familienrecht
- Zivilrecht
- Bau und Immobilien

Programm[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Linde Fachbuch

Der Fachbuchverlag beinhaltet ein rein auf den österreichischen Markt abgestelltes Programm - mit den Schwerpunkten österreichisches und internationales Steuerrecht, Finanz- und Rechnungswesen, Recht (insbesondere Wirtschaftsrecht), sowie betriebswirtschaftliche Fachbücher.

Linde Populär

Unter dem Imprint "Linde Populär" bietet der Verlag seit dem Frühjahr 2003 ein Ratgeberprogramm, sowie Wirtschafts-Sachbuchthemen für den österreichischen Markt an.

Linde International

Die Themen in dieser Programmplattform sind überregional bzw. speziell auf den Deutschen Markt ausgerichtet. Mit dem Mega-Print-Partner Stern werden populäre Ratgeber in Kooperation publiziert. Mit der Wirtschaftswoche kooperiert "Linde International" in der Programmschiene "Wirtschaftssachbuch".

Zeitschriften[Bearbeiten]

SWK - Steuer und Wirtschaftskartei ist über 80 Jahre alt und bedeutend im Bereich Steuerrecht.
SWI - Steuer und Wirtschaft International wurde 1990 ins Leben gerufen
ASoK - Arbeits- und Sozialrechtskartei erscheint seit 1997
GesRZ - Der Gesellschafter, Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht folgte 2000
Aufsichtsrat aktuell - Fachinformation für die verantwortungsvolle Kontrolle und Beratung von Unternehmen und Stiftungen
PV-Info - Die Fachzeitschrift für Personalverrechnung
iFamZ - Interdisziplinäre Zeitschrift für Familienrecht
IRZ - Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung (Koproduktion mit C.H.Beck/Vahlen und Stämpfli)
CFO aktuell - Zeitschrift für Finance & Controlling folgte 2007
UFSjournal behandelt die Entscheidungen des Unabhängigen Finanzsenates seit 2008
SACHVERSTÄNDIGE - Das offizielle Organ des Hauptverbandes der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs ist seit Juli 2009 im Programm
bau aktuell - Baurecht - Bauwirtschaft - Baumanegement seit Jänner 2010

Lindeonline[Bearbeiten]

Mit Lindeonline bietet der Linde Verlag eine Vielzahl seiner Inhalte auch online an. Folgende Zeitschriften können im Rahmen des Abonnements auf Lindeonline abgerufen werden:

SWK (ab 1994)
SWI (ab 1997)
ASoK
UFSjournal
PV-Info
bau aktuell
IRZ
CFO aktuell
Aufsichtsrat aktuell
GesRZ

Ergänzt werden die Online-Ausgaben der Zeitschriften durch die Online-Bibliotheken:

Lindeonline Steuerrecht National
Lindeonline Steuerrecht International
Lindeonline Personalverrechnung
Lindeonline Rechnungswesen
Lindeonline Gesellschaftsrecht

Seminare[Bearbeiten]

Der Linde Verlag bietet seit 1998 auch aktuelle und praxisorientierte Seminare, Lehrgänge, Konferenzen und Workshops an.

Weblinks[Bearbeiten]