Lindenthal (Leipzig)
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Lindenthal |
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| Koordinaten | 51° 23′ 30″ N, 12° 19′ 55″ O51.39166666666712.331944444444Koordinaten: 51° 23′ 30″ N, 12° 19′ 55″ O |
| Fläche | 12,8 km² |
| Einwohner | 6113 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 476,8 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1. Jan. 1999 |
| Postleitzahl | 04158 |
| Vorwahl | 0341 |
| Stadtbezirk | Nordwest |
| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| Bus | 87, 88, 90 |
| Quelle: Ortsteilkatalog Leipzig 2008 | |
Lindenthal ist ein Stadtteil im Nordwesten von Leipzig. 6113 Einwohner lebten am 31. Dezember 2010 auf einer Fläche von 12,8 km². Der Ortsteil umfasst die beiden Gemarkungen Breitenfeld und Lindenthal (mit den beiden alten Ortskernen) und entstand zum 1. Januar 1999 durch Eingemeindung der Gemeinde Lindenthal in die Stadt Leipzig.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Lindenthal liegt im äußersten Norden von Leipzig. Die Ortsflur wird vom Lindenthaler Wasser, einem Teil der Nördlichen Rietzschke, durchflossen.
Im Berliner Bezirk Zehlendorf ist eine Hauptverkehrsstraße „Lindenthaler Allee“ genannt worden, die in direkter Himmelsrichtung vom Berliner Stadtzentrum nach Lindenthal zeigt.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Stadtteile sind Breitenfeld,Wiederitzsch Wahren, Lützschena-Stahmeln und Möckern. Im Norden grenzt mit Radefeld ein Ortsteil von Schkeuditz an Lindenthal.
[Bearbeiten] Geschichte
Erste Erwähnung 1350, im 14. Jahrhundert ist eine erste Kirche belegt. 1720/21 wird die Kirche neu aufgebaut. Am 18. Oktober 1806 Plünderung des Ortes durch französische Truppen. Im Oktober 1813 ist Lindenthal Nebenschauplatz der Völkerschlacht bei Leipzig. Besuche bzw. Übernachtungen von Blücher und Gneisenau sind belegt. Ab 1818 verläuft die neue sächsisch-preußische Grenze nördlich von Lindenthal. 1892 entsteht die markante Windmühle südöstlich des Ortes. In den 1890er beginnt die Nutzung eines Teils der nordwestlichen Ortsflur als Exerzierplatz der Leipziger Garnison. Ausbildung eines (klein-)städtisch geprägten Ortszentrums am westlichen Ortsrand. Lindenthal hat 1895 1126 Einwohner. Ab 1910 wächst die Bedeutung des Ortes durch die Gründung des 1. Sächsischen Flugplatzvereins, der Einrichtung eines Flugplatzes und der Gründung der Sächsischen Flugzeugwerke. 1921/22 Bau des Rathauses.
Im Juni 1998 kam es zur Unterzeichnung eines Eingemeindungsvertrages, durch welchen Lindenthal zum 1. Januar 1999 ein Ortsteil Leipzigs wurde.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Ortschaftsrat
[Bearbeiten] Ortsvorsteher
Thomas Kuhnert, CDU
[Bearbeiten] Kultur und Freizeit
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Südlich des alten Dorfangers befindet sich als markantes Ensemble die Gustav-Adolf-Kirche, die Kantorei und die ehemalige Schule, in der sich jetzt ein Jugendklub befindet. Nördlich der Kirche erinnert ein Gedenkstein an die Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 auf Lindenthaler Flur. Insgesamt drei Apelsteine markieren Schauplätze der Schlacht: Nr. 16 am Friedhof, Nr. 18 in der Karl-Mansfeld-Straße und Nr. 46 An der Hufschmiede. Das Denkmal der 53 am südwestlichen Rand des Tannenwalds erinnert an die namentlich bekannten Opfer eines Massakers in den letzten Kriegstagen 1945, bei dem tatsächlich 53 politische Häftlinge unterschiedlicher politischer Richtung durch Gestapo- und SS-Männer per Genickschuss ermordet wurden. Darunter befanden sich Margarete Bothe und Alfred Kästner.
[Bearbeiten] Naherholung
Auf dem Gelände des ehemaligen Freibads befindet sich heute ein naturnah gestaltetes Ökologisches Familienbad mit Restaurant und Sauna. Nördlich der Lindenthaler Ortslage stellt der Tannenwald (tatsächlich ein Laubwald) ein im Leipziger Norden seltenes zusammenhängendes Waldgebiet dar. Nach jahrzehntelanger Nutzung des Waldes und der Flächen westlich davon als Exerzierplatz durch die Rote Armee ist heute Ruhe eingekehrt. Die Bewahrung des Waldes als Vogelschutzgebiet war vorgesehen. Ein geplanter Radweg südlich des Waldes auf der Strecke der Alten Salzstraße soll das Gebiet weiter zur Naherholung erschließen.
[Bearbeiten] Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
Kleinere Gewerbe- und Handwerksbetriebe, zwei Supermärkte, eine Tankstelle, ein Drogeriemarkt existieren in Lindenthal. Die Arbeitslosendichte im Ort zählt mit unter 10 % zu den geringsten in Leipzig.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Ein leichter Bevölkerungsrückgang (−0,2 bis −0,5 %) war 2004 zu verzeichnen. Lindenthal gehört zu den vergleichsweise „jungen“ Leipziger Stadtteilen, der Anteil der über 65-Jährigen beträgt unter 21 %. Der Ausländeranteil beträgt unter 1 %.
[Bearbeiten] Verkehr
Über die ASt Leipzig-Nord ist Lindenthal gut an die A 14 angeschlossen. Die Buslinien 87, 88 und 90 der LVB verbinden Lindenthal mit dem Rest Leipzigs. Im 20. Jahrhundert wiederholt diskutierte Pläne zur Anbindung Lindenthals an das Leipziger Straßenbahnnetz über Wahren oder Gohlis kamen nicht zur Ausführung. Die Verkehrsbelastung im Ort ist durch den Aus- und Umbau der Staatsstraße 1 (Louise-Otto-Peters-Allee) von Möckern zur ASt Leipzig-Nord östlich von Lindenthal zurückgegangen.
[Bearbeiten] Lindenthaler Impressionen
[Bearbeiten] Literatur
- Lindenthal und Breitenfeld. Eine historische und städtebauliche Studie. PRO LEIPZIG e. V., Leipzig 1999.
- Cornelius Gurlitt: Lindenthal. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 77.
[Bearbeiten] Weblinks
- Lindenthal (Leipzig) im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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(* = Ortsteil von Leipzig, der nicht durch Eingemeindung entstand)