Lindos

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Gemeindebezirk Lindos
Δημοτική Ενότητα Λινδίων
(Λίνδος)
Lindos (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Südliche Ägäis

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Regionalbezirk: Rhodos
Gemeinde: Rhodos
Geographische Koordinaten: 36° 6′ N, 28° 5′ O36.09166666666728.086111111111Koordinaten: 36° 6′ N, 28° 5′ O
Höhe ü. d. M.: 66 m
(Durchschnitt)
Fläche: 178,900 km²
Einwohner: 7.918 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 44,3 Ew./km²
Code-Nr.: 690108
Gliederung: f122 Stadtbezirke
3 Ortsgemeinschaften
Lage in der Gemeinde Rhodos und im Regionalbezirk Rhodos
Datei:DE Lindion.svg

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Lindos mit seiner Akropolis

Lindos (griechisch Λίνδος (f. sg.)) ist ein Gemeindebezirk auf der griechischen Dodekanesinsel Rhodos. Der Gemeindebezirk besteht aus zwei Stadtbezirken und drei Ortsgemeinschaften, die zusammen knapp 8.000 Einwohner aufweisen und etwa ein Achtel der Inselfläche einnehmen. In Lindos finden sich die Ruinen der gleichnamigen antiken Polis.

Geschichte[Bearbeiten]

Lindos wurde um das 11. Jahrhundert v. Chr. von den Dorern an der Ostküste der Insel Rhodos gegründet. Aufgrund von Funden auf der Akropolis gilt es heute als wahrscheinlich, dass bereits in mykenischer Zeit Griechen bei Lindos siedelten, und sogar die Anwesenheit von Minoern wird nicht ausgeschlossen. Die Blüte begann aber erst mit der Ankunft der Dorer.

Die Ortslage war günstig, da es nicht nur einen leicht zu verteidigenden Burgberg gab, sondern auch einen ausgezeichneten natürlichen Hafen, der wohl früh überregionale Bedeutung erlangte. Lindos scheint früh ein Zentrum der Kontakte zwischen der griechischen Welt und den Phöniziern gewesen zu sein. Die Bewohner errichteten Tempel zu Ehren der Athene, auf der heutigen Akropolis von Lindos, umschlossen von den Resten des spätmittelalterlichen Johanniter-Kastells, und des Herakles.

Zusammen mit Ialysos und Kameiros, in steter Konkurrenz verbunden, beherrschte Lindos lange Zeit die Insel, bis die drei Städte sich zusammenschlossen, um im Jahr 408 v. Chr. an der Nordspitze die Polis Rhodos zu gründen. Allerdings wurde Lindos nicht aufgegeben, sondern blieb besiedelt. Auch die Tempel wurden weiterhin genutzt und blieben überregional bedeutend. Im 3. Jahrhundert n. Chr. kursierte die Legende, der Weise Apollonius von Tyana sei im Heiligtum von Lindos zum Himmel aufgefahren.

Lindos ist heute eine Touristenattraktion und besonders in der Hochsaison meist völlig überfüllt. Die Akropolis kann auf einem Serpentinenweg erwandert werden, was in der Mittagshitze sehr beschwerlich sein kann. Daneben stehen für Touristen auch „Esel-Taxis“ zu Verfügung, die es auf Rhodos nur in Lindos gibt. Die archäologischen Reste auf der Akropolis sind, verglichen mit anderen antiken Stätten, allerdings insgesamt eher unspektakulär; die Säulen etwa, die als beliebtes Fotomotiv dienen, sind keine Originale, sondern moderne Rekonstruktionen. Zu den anderen Überresten der antiken Stadt zählen ein Felsengrab und zahlreiche Statuenbasen mit teils sehr qualitätsvollen Inschriften. Das am Hang der Akropolis gelegene antike Theater ist derzeit nicht öffentlich zugänglich.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Lindos bildete bis zur Verwaltungsreform 2010 eine eigenständige Gemeinde und hat seitdem den Status eines Gemeindebezirks. Dieser ist in zwei Stadtbezirke und drei Ortsgemeinschaften untergliedert.

Stadtbezirk
Ortsgemeinschaft
griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2001 Einwohner 2011 Dörfer und Siedlungen
Lardos Δημοτική Κοινότητα Λάρδου 69010804 41,750 1212 1380 Lardos
Lindos Δημοτική Κοινότητα Λίνδου 69010801 16,575 1091 1087 Lindos, Pefki
Kalathos Τοπική Κοινότητα Καλάθου 69010802 17,525 0380 0502 Kalathos
Laerma Τοπική Κοινότητα Λαέρμων 69010803 87,400 0446 0136 Laerma
Pylonas Τοπική Κοινότητα Πυλώνος 69010805 15,650 0504 0376 Pylonas
Gesamt 690108 178,900 3633 3957

Verkehr[Bearbeiten]

Das Zentrum von Lindos ist für Fahrzeuge gesperrt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lindos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Griechisches Statistisches Amt (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)