Linia Hutnicza Szerokotorowa

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Wolodymyr-Wolynskyj–Sławków[1]
Zwei ST40-Lokomotiven der LHS in Doppeltraktion bei Szczebrzeszyn
Zwei ST40-Lokomotiven der LHS in Doppeltraktion bei Szczebrzeszyn
Strecke der Linia Hutnicza Szerokotorowa
Streckennummer: 65
Streckenlänge: 394 km
Spurweite: 1520 mm (Russische Spur)
Höchstgeschwindigkeit: 80[2] km/h
Strecke – geradeaus
nach Tscherwonohrad
Bahnhof, Station
0 Wolodymyr-Wolynskyj (Володимир-Волинський)
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, von rechts
von Kowel
Haltepunkt, Haltestelle
8 8 KM (8 км)
Haltepunkt, Haltestelle
11 Wolyn (Волинь)
Bahnhof, Station
22 Ustyluh (Устилуг)
Bahnhof, Station
29 Isow (Ізов)
   
34 Ludyn (Лудин)
Grenze auf Brücke mit Wasserlauf
35
0,00
Bug; Staatsgrenze UkrainePolen
Bahnhof ohne Personenverkehr
3,12 Hrubieszów Towarowy
Bahnhof ohne Personenverkehr
18,90 Werbkowice
Bahnhof ohne Personenverkehr
36,89 Miączyn LHS
   
44,06 Jarosławiec LHS
   
53,75 Zamość Nord
Bahnhof ohne Personenverkehr
59,52 Zamość Bortatycze
   
77,20 Szczebrzeszyn
   
87,26 Zwierzyniec Towarowy LHS
   
107,20 Biłgoraj LHS
Bahnhof ohne Personenverkehr
140,44 Huta Deręgowska
   
159,32 Puszcza
Bahnhof ohne Personenverkehr
179,26 Drozdów
   
195,78 Wola Baranowska
   
230,30 Staszów
Bahnhof ohne Personenverkehr
238,62 Grzybów
Bahnhof ohne Personenverkehr
255,15 Raczyce
Bahnhof ohne Personenverkehr
270,79 Gołuchów
Bahnhof ohne Personenverkehr
296,00 Łączyn
Bahnhof ohne Personenverkehr
317,62 Sędziszów Północny
Bahnhof ohne Personenverkehr
335,89 Kępie
Bahnhof ohne Personenverkehr
362,40 Zarzecze
   
368,65 Jaroszowiec Olkuski
   
378,08 Olkusz
Bahnhof ohne Personenverkehr
386,44 Bukowno
Dienst-/Güterbahnhof – Streckenende
394,65 Sławków Południowy LHS

Die Linia Hutnicza Szerokotorowa oder Bahnlinie 65 (deutsch Hütten-Breitspurlinie, abgekürzt LHS) ist die längste Breitspurlinie (1520 mm) in Polen. Sie verläuft eingleisig von Wolodymyr-Wolynskyj in der Westukraine bis nach Sławków, Woiwodschaft Schlesien.

Die Bahnlinie wurde zur Versorgung des Stahlwerkes Huta Katowice mit Eisenerz aus der damaligen Sowjetunion gebaut. Außerdem wurden Schwefel und Kohle in die Sowjetunion transportiert.

Sie wird heute von einer Tochtergesellschaft der PKP, der PKP Linia Hutnicza Szerokotorowa spółka z o.o mit Sitz in Zamość, betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ehemalige Bahnhof Zamość Nord

In den 1970er-Jahren suchte man nach Lösungen, um das Stahlwerk Huta Katowice mit Rohstoffen zu versorgen. Es gab zwei Lösungsansätze: Erstens den Ausbau des vorhandenen Netzes, zweiten den Neubau einer Strecke aus der UdSSR. Wirtschaftliche Gründe sprachen für die zweite Lösung. Für die Umsetzung der Planung war das CBSiPBK (Zentralamt für Eisenbahnbau Designs und Studien) verantwortlich. Als leitender Ingenieur wurde Józef Skorupski berufen. An der Planung waren insgesamt 21 Designbüros, acht Unternehmen für geologische Bohrungen und drei technische Universitäten beteiligt. Es lässt sich heute nicht mehr genau sagen, wie viele Menschen am Bau der Trasse beteiligt waren; es wurden auch Soldaten, Schüler, Studenten und Leute vom OHP (Ochotnicze Hufce Pracy freiwillige Arbeitsgruppen) eingesetzt.

Der Bau der Strecke begann am 7. November 1977. Am 30. November 1979 wurde die Strecke in Betrieb genommen.

Nach den politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen 1989 geriet die LHS in eine Krise. 1993 wurde der Betrieb der Strecke von den einzelnen Bezirksverwaltungen in eine Tochtergesellschaft der PKP ausgelagert[3].

Streckenverlauf anhand der Karte[Bearbeiten]

Zwierzyniec Güterbahnhof
Zamość Bortatycze

Bei Gródek (Powiat Hrubieszowski) (1) überquert die LHS den Bug.

Im Grenzbahnhof Hrubieszów (2) findet die Zollabfertigung der Züge statt.

Im Bahnhof Zamość Bortatycze (3) befinden sich Wartungseinrichtungen für das rollende Material.

Sie verläuft dann über die Bahnhöfe Biłgoraj (4), Nisko (5), Wola Baranowska (6) und Staszów (7).

Der Bahnhof Grzybów (8) dient zurzeit als Ausweichbahnhof. Früher diente er zur Verladung von Schwefel, der in die UDSSR transportiert wurde.

Im Bahnhof Sędziszów Nord (9) befindet sich eine Umspuranlage auf Regelspur.

Die Bahnhöfe in Kępie (10) und Zarzecze (11) sind Ausweichbahnhöfe.

Der Bahnhof Sławków Południowy (Sławków Süd) (12) ist der Endpunkt der LHS. Dort wird das Erz entladen und über ein Fördersystem zur Hütte nach Dąbrowa Górnicza transportiert.

Trivia[Bearbeiten]

Eine Kuriosität findet sich in der Nähe des Dorfes Wygoda (gmina Imielno). Dort kreuzt die Schmalspurbahn Świętokrzyska Kolej Dojazdowa die Strecke der LHS. Ein zweites Mal kreuzen sich die Strecken in Chmielnik.

Bis in die 1990er-Jahre verkehrte auf der Strecke ein Nacht-D-Zug von Łudyn nach Olkusz. Von dort aus gab es eine direkte Verbindung nach Kattowitz.[4]

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Streckenführung der LHS (polnisch)
  2. Fanseite der LHS (tech. Daten) (polnisch)
  3. Fanseite der LHS (Geschichte) (polnisch)
  4. Fanseite der LHS (Kursbuchauszüge) (polnisch)