Democratici di Sinistra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Linksdemokraten)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Partito Democratico della Sinistra/Democratici di Sinistra
Parteilogo
Partei­vorstand Massimo D’Alema (1998),
Walter Veltroni (1998–2001),
Piero Fassino (2001–2007)
(Segretario)
Giglia Tedesco Tatò (1998),
Massimo D'Alema (1998–2007)
(Presidente)
Gründung 3. Februar 1991 (hervorgegangen aus: Partito Comunista Italiano)
Fusion 14. Oktober 2007 (aufgegangen in: Partito Democratico)
Koalition L’Ulivo (1998–2005),
L’Unione (2005–2007)
Ideologie Sozialdemokratie, demokratischer Sozialismus
Internationale Verbindungen Sozialistische Internationale
Europäische Partei Sozialdemokratische Partei Europas
EP-Fraktion Sozialistische Fraktion im Europaparlament
Abgeordnete
137/630
(2001)
Senatoren
64/315
(2001)
Europa­abgeordnete
15/87
(1999)
Haupt­sitz ItalienItalien Rom, Via Palermo 12
Partei­zeitung L’Unità
Webseite www.partitodemocratico.it
Wahlplakat mit Parteilogo nach der Umbenennung von PDS zu DS

Die Linksdemokraten (italienisch Democratici di Sinistra, DS) war die größte italienische Partei der Mitte-Links-Wahlbündnisse L’Ulivo (‚Olivenbaum‘) und L’Unione. Sie kann als sozialdemokratische Partei beschrieben werden, einzelne Fraktionen sahen sich auch als demokratische Sozialisten, Linksliberale oder Christlichsoziale. Sie wurde 1991 unter dem Namen Partito Democratico della Sinistra (PDS) gegründet und folgte damit der post-kommunistischen Transformation der alten Partito Comunista Italiano (PCI) zu einer moderaten Linkspartei. Die Fraktion, die dem Kommunismus treu bleiben wollte, spaltete sich als Partito della Rifondazione Comunista ab. 1998 entstanden die DS als Zusammenschluss der PDS mit einigen kleineren Linksgruppen, wie den Christsozialen, der Arbeiterpartei und den Vereinigten Kommunisten.

Am 13. Februar 1998 fand die konstituierende Versammlung der neuen Partei Democratici della Sinistra statt, an der folgende Organisationen teilnahmen:[1]

Fraktion (und politische Herkunft) Vorsitzender Vertretung bei der Versammlung
PDS (ex PCI) Massimo D’Alema 73 %
Federazione Laburista (ex PSI) Valdo Spini, Giorgio Ruffolo 8 %
Comunisti Unitari (ex PRC) Famiano Crucianelli 6 %
Cristiano Sociali (ex DC) Pierre Carniti, Ermanno Gorrieri 6 %
Sinistra Repubblicana (ex PRI) Giorgio Bogi 3 %
Riformatori per l'Europa (ex PSI) Giorgio Benvenuto 2 %
Agire Solidale Giuseppe Lumia 2 %

Erster Sekretär war Achille Occhetto, der seine Tätigkeit 1994 aufgab, nachdem die Partei bei den Wahlen geschlagen wurde. Er wurde durch Massimo D’Alema und später durch Walter Veltroni ersetzt. Letzter Parteichef war bis 2007 Piero Fassino.

Als Teil des L’Ulivo-Bündnisses war die Partei von 1996 bis 2001 an der Regierung. Massimo D’Alema war von 1998 bis 2000 Ministerpräsident Italiens. Am 17. Mai 2006 kam sie wieder an die Regierung. D’Alema wurde Vize-Ministerpräsident und Außenminister unter Romano Prodi.

Nach dem Beschluss des IV. Parteikongresses (19. bis 21. April 2007) gingen die DS mit der christdemokratischen Partei La Margherita und anderen Gruppierungen des Mitte-Links-Lagers am 14. Oktober 2007 in der neu geschaffenen Demokratischen Partei (Partito Democratico) auf, deren erster Vorsitzender Walter Veltroni wurde.

Im Europäischen Parlament war die DS, als Teil der SPE-Gruppe, mit zwölf Sitzen vertreten.

In Südtirol lautete der Name Die Linksdemokraten – Democratici di Sinistra, wo die Partei mit Luisa Gnecchi an der Koalition der Landesregierung beteiligt war. Vertreter der Linksdemokraten saßen auch in den Stadträten der größeren Südtiroler Ortschaften. Parteisekretär war Christian Tommasini.

Parteisekretäre der DS[Bearbeiten]

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Democratici di Sinistra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gli organismi politici per quote usciti dagli Stati Generali.