Linksextremismus

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Linksextremismus ist ein Sammelbegriff für verschiedene kommunistische und anarchistische Strömungen und Ideologien innerhalb der politischen Linken, die parlamentarische Demokratie und den Rechtsstaat ablehnen und durch eine egalitäre Gesellschaft – unter Anwendung zum Teil terroristischer Mittel – ersetzen wollen.

Der Begriffsbestandteil Extremismus ist wie auch beim Rechtsextremismus eine Fremdzuschreibung. Als linksextrem eingeordnete Gruppen und Personen bezeichnen sich selbst teilweise als Angehörige einer radikalen Linken im politischen Spektrum.

Seit den 1970er Jahren wird die Bezeichnung von deutschen Medien, Staatsbehörden und der Wissenschaft verwendet. In den Sozialwissenschaften sind Grenzen und Anwendung des Begriffs uneinheitlich.

Grundlagen[Bearbeiten]

Ideengeschichtliche Wegbereiter des modernen Linksextremismus (Sowjetische Propaganda 1933)

Der moderne Linksextremismus bezieht sich sozial-, ideologie- und ideengeschichtlich[1] auf den Marxismus im engeren Sinne, insbesondere den daraus weiterentwickelten (orthodox) kommunistischen Strömungen Leninismus, Stalinismus (bzw. Marxismus-Leninismus), Trotzkismus, Maoismus und Luxemburgismus sowie den Anarchismus.[2] Da sich auf den Marxismus sowohl Sozialdemokraten als auch Kommunisten beriefen und er Anregungen für die Entwicklung in der Sozialgeschichte gegeben hat, gilt das Extremismuspotenzial besonders hoch, „je dogmatischer und umfassender deren Lehren aufgegriffen werden“.[3] Lenin, der im Zuge der russischen Oktoberrevolution gegen bürgerliche und sozialistische Kräfte eine breite Repressionspolitik zur Anwendung brachte, gilt somit als „politischer Vorgänger Stalins“.[4] Stalin installierte dann eine totalitäre Diktatur, der Millionen Menschen zum Opfer fielen.[5] Trotzki, der selbst während der Säuberungsaktionen von Stalin umkam, war weniger demokratisch als mehr machtpolitisch in der Auseinandersetzung beider Revolutionäre involviert.[6] Mao, der sich ideologisch zunächst auf Marx, Lenin und Stalin stützte und sich dann teilweise abwandte, hatte in seinem Land durch wirtschaftliche Fehlplanungen und die Kulturrevolution mehrere Millionen Opfer zu verantworten.[7] Luxemburg, zu der es bei einem ungenügenden Forschungsstand unterschiedliche Auffassungen gibt, forderte „gleiche Freiheit [nicht für] nicht-sozialistische Auffassungen ein“ und sah die Diktatur als „legitime und richtige Ordnung für den Sozialismus an“.[8] Anarchismus,[9] der allgemeine Merkmale aufweist, aber auch verschiedene Strömungen (u. a. Individualistischer, Kollektivistischer, Kommunistischer und Anarchosyndikalismus) und Theoretiker hat, besitzt als solches eine „extremistische Dimension“ und hat ein grundsätzliches Legitimitätsproblem. Dieser herrschaftslose Ansatz kann durch „die abstrakte Absolutsetzung der Freiheit in der praktischen Auflösung der Freiheit münden.“[10]

Deutschland[Bearbeiten]

Gesamtdarstellungen und Forschungsstand[Bearbeiten]

Zum Forschungsbereich liegen mehrere politikwissenschaftliche Monografien vor. Ein faktenreicher, zum Teil aber auch überholter und in der Definition und Theorie lückenhafter, Band ist der von Patrick Moreau und Jürgen P. Lang (Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr, 1996).[11] 2002 erschien das Werk Handbuch des Linksextremismus durch Hans-Helmuth Knütter und Stefan Winckler. Dieses erfüllt jedoch nicht die Voraussetzungen eines Handbuchs und wird eher als ein ideologisches Werk von „rechts außen“ eingeordnet.[11] Definitionen und analytische Untersuchungen erfolgten bei Harald Bergsdorf und Rudolf van Hüllen (Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?, 2011), die jedoch gelegentlich in Polemik verfielen und sehr auf die Partei Die Linke fokussierten.[11] 2014 veröffentlichte Armin Pfahl-Traughber den einführenden Band: Linksextremismus in Deutschland.

Der aktuelle Forschungsstand umfasst den Parteipolitischen, den Subkulturellen, den Terroristischen und den Gesellschaftlichen Linksextremismus. Des Weiteren erfolgt ein Rückgriff auf Verfassungsschutzberichte des Bundes oder der Länder.

Empirische Untersuchungen zur Akzeptanz von Linksextremismus in der Bevölkerung sind rar und umstritten.[12] Eine Studie (1984) des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab, dass 12,4 Prozent der 18- bis 24-jährigen Linksextremisten seien.[13] Weitere Erhebungen erfolgten durch die Konrad-Adenauer-Stiftung (2009 und 2012).[14][15] Aufgrund von mangelhaften und fehlenden Erkenntnissen wurde 2014 durch Beschluss der Innenministerkonferenz (IMK) eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben.[16]

Übersicht: Wissenschaftlicher Diskurs[Bearbeiten]

Die Extremismusforschung in Deutschland, die seit Mitte/Ende der 1980er Jahre lose über das von Uwe Backes und Eckhard Jesse herausgegebene Jahrbuch Extremismus & Demokratie verbunden ist, bezieht ihren Extremismusbegriff auf die normative „freiheitliche demokratische Grundordnung“ (FDGO) und schafft mit Demokratie und Extremismus ein „antithetisches Begriffspaar“.[17]

1989 erweiterte Backes die obige Negativdefinition und formulierte Gemeinsamkeiten in der Ablehnung der FDGO. Er nannte dazu u. a. Absolutheitsansprüche, Dogmatismus, Utopismus, Freund-Feind-Stereotype, Verschwörungstheorien, Fanatismus und Aktivismus.[18] Auch der Politikwissenschaftler und Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber entwickelte eine ähnliche Systematik für extremistische Ideologien (links, rechts und religiös) mit folgenden Elementen: exklusiver Erkenntnisanspruch, dogmatischer Absolutheitsanspruch, essentialistisches Deutungsmonopol, holistische Steuerungsabsichten, deterministisches Geschichtsbild, identitäre Gesellschaftskonzeption, dualistisches Rigorosium und fundamentale Verwerfung.[19]

Demgegenüber kritisierten Forscher wie Wolf-Dieter Narr (1980), Wolfgang Rudzio[20] (1986), Manfred Funke[21] (1986) und Christoph Kopke (2000) das Extremismusverständnis als „politischen Kampfbegriff“.[22] Helga Grebing[23] (1971), Hans-Gerd Jaschke[24] (1994), Gero Neugebauer[25] (2000) und Christoph Butterwegge[26] (2010) sahen eine unschicklich Gleichsetzung von Begriffen.[27] Jaschke[28] (1991), Neugebauer[25] (2000) und Butterwegge[26] (2010) kritisierten weiterhin Defizite im analytischen Bereich.[29]

Es erwiderten u. a. Backes und Jesse[30] (2001) und Mathias Brodkorb[31] (2011).[29] Die Wissenschaftler argumentierten, dass es sich beim Extremismusbegriff weniger um einen Kampfbegriff als vielmehr um ein auch in anderen Diskursen angetroffenes Politisches Schlagwort handle. Die aufgestellten Kriterien für die Kategorisierung wurden hingegen hinreichend erklärt. Pfahl-Traughber warf den Kritikern vor, argumentationslose Einschätzungen getroffen zu haben. Auch werde keine Gleichsetzung oder Wertung betrieben, sondern es wurden lediglich „strukturelle Gemeinsamkeiten“ aufgezeigt. Weiterhin müssten in Zukunft weitere ursachenbezogenere Problemfelder analysiert werden, was jedoch nicht die Fixierung auf den demokratischen Verfassungsstaat nichtig mache.[32]

Wissenschaftliche Definition[Bearbeiten]

Während der Begriff des Linksextremismus in den 1980er Jahren noch kein eigenes Stichwort in den Lexika und Wörterbüchern bekam und vielmehr unter Extremismus firmierte, wurde er 1986 durch Horst Heimann im Lexikon des Sozialismus unter dem Doppelstichwort Linksradikalismus und Linksextremismus aufgeführt: „Politische Gruppierungen und Tendenzen, die in Abgrenzung zum Lr. wegen ihrer Bereitschaft zur Gewaltanwendung als Linksextremistisch zu kennzeichnen sind, entstanden in der Bundesrepublik erst in der Zerfallsphase der Studentenbewegung: militant anarchistische und maoistische Gruppen [...], die [...] RAF und die Revolutionären Zellen [...].“[33] Max Kaase ging 1992 einen Schritt weiter, sprach von einer Erweiterung des Rechts-Links-Spektrums und führte in dem mehrbändigen Standardwerk Lexikon der Politik unter dem Stichwort Linksextremismus aus: „Linksextremismus [...] beinhaltet ein radikaldemokratisches, egalitäres Verständnis von Politik, während der Rechtsextremismus einer antidemokratischen, antiegalitären Position entspricht.“ Gleichzeitig merkte er an, dass sich „[...] diese analytisch außerordentlich sinnvolle Unterscheidung zwischen Radikalismus und Extremismus bisher noch nicht durchsetzen konnte [...].“[34]

Jesse erfasste dann die Geschichte des Linksextremismus und definierte den Terminus im Politik-Lexikon (3. Auflage, 2000): „Unter die Sammelbezeichnung L. fallen Anarchisten, für die zentrale Organisationsformen generell von Übel sind, ‚autonome‘ Gruppierungen, die sich nicht an Autoritäten ausrichten und ein hohes Maß an Subjektivismus predigen – die Grenzen zum Terrorismus sind fließend – sowie verschiedenartige Spielarten des Kommunismus. Diese berufen sich in unterschiedlicher Ausprägung auf Marx, Engels, Lenin, Stalin, Trotzki oder Mao Zedong. Dabei ließen sich in der Vergangenheit grob drei Hauptströmungen voneinander unterscheiden: der an der Sowjetunion orientierte Kommunismus, der Maoismus und der Trotzkismus.“[35] Nachfolgend wurde sich in anderen Nachschlagewerken einer Sammelbezeichnung angenommen, aber gleichzeitig auf die öffentliche Meinung und die Deutungshoheit staatlicher Institutionen (Bundesregierung/Verfassungsschutz) bei der Kategorisierung (2003) sowie die synonyme Verwendbarkeit mit dem Linksradikalismus verwiesen (2001, 2007 und 2008).[36][37][38][39]

Der Begriff Linksextremismus hat sich etabliert und wird nunmehr in jüngeren politikwissenschaftlichen (und auch kriminalistischen) Fachlexika in Bezug auf die verfassungsrechtliche und politische Sichtweise weitestgehend einheitlich verstanden, so heißt es im renommierten Wörterbuch zur Politik (3. Auflage, 2010): „L. [ist] die gesinnungsmäßig bekundete oder durch Einstellung und Verhalten zum Ausdruck gebrachte aktive Gegnerschaft zum demokratischen Verfassungsstaat, die meist mit Akzeptanz von Gewalt als Mittel der Politik kombiniert ist.“[40] Sozialwissenschaftlich gehe es um ein „radikales, egalitäres Verständnis von Politik“.[40] Einige Wissenschaftler wie die US-amerikaner Seymour Martin Lipset und Earl Raab erkennen eine „am äußersten linken Flügel angesiedelten Antipluralismus und ideologischen Monoismus“ sowie eine „Nähe eines Teils der Anhänger des L. zum Terrorismus“.[40] Die Definition im Kleinen Lexikon der Politik (5. Auflage, 2011) lautet: „[Linksextremismus] ist nach allg. Auffassung als Sammelbegriff für Einstellungen am äußersten linken Ende des Rechts-Links-Spektrums polit. Orientierungen. Linksextremisten lehnen (wie auch Rechtsextremisten) den bestehenden demokratischen Verfassungsstaat und die vorhandene Gesellschaftsordnung ab.“[41] Auch im Politiklexikon (5. Auflage, 2011) wird der Linksextremismus durch Klaus Schubert als eine „[…] fundamentale, politisch-ideologische Ablehnung des modernen demokratischen Verfassungsstaates. durch Personen oder Gruppen, die der äußersten Linken des politischen Spektrums zugerechnet werden. L. akzeptiert und wendet Gewalt gegen Personen und Sachen als Mittel der politischen Auseinandersetzung an“ verstanden.[42] Das Kriminalistik-Lexikon (4. Auflage, 2011) definiert ebenso: „[Linksextremismus ist ein] aus einer fundamentalistischen Grundeinstellung […] resultierendes Handeln, das ideologisch in unterschiedlicher Weise von marxistischen, linkssozialistischen und rätekommunistischen, teils aus libertären und autonomen Auffassungen […] bestimmt ist. [Wie auch der Rechtsextremismus] ist der L. bereit zur Erreichung seiner Zielsetzungen gegen die Verfassung zu verstoßen.“[43]

Pfahl-Traughber definierte 2014 den Begriff in seiner Gesamtdarstellung wie folgt: „[Linksextremismus ist] eine Sammelbezeichnung für alle politischen Auffassungen und Bestrebungen, die im Namen der Forderung nach einer von sozialer Gleichheit geprägten Gesellschaftsordnung die Normen und Regeln eines modernen demokratischen Verfassungsstaates ablehnen.“[44]

Abgrenzung des Begriffs[Bearbeiten]

Nach dem derzeitigen Stand der Forschung können demokratische Linke und der Linksextremismus durchaus Gemeinsamkeiten haben. Der Unterschied bestehe laut Pfahl-Traughber bei aller Gesellschaftskritik aber darin, auf gewalttätige Revolutionen zu verzichten.[44] Folglich ist Kapitalismuskritik und eine Forderung nach einem demokratischen Sozialismus per se nicht linksextremistisch, da es um die Anerkennung von gemeinsamen Minimalbedingungen wie Gewaltenteilung, Individualität, Menschenrechte, Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität und nicht um ein präferiertes Wirtschaftssystem gehe. [45]

Handlungsfelder des Linksextremismus[Bearbeiten]

Make capitalism history-Banner der Interventionistischen Linken zum G8-Gipfel in Heiligendamm, Rostock 2007

Dem Linksextremismus können unterschiedliche Feindbilder bzw. Handlungsfelder zugerechnet werden, wobei es sich nicht um ein homogenes Phänomen handelt.[46] Vielmehr werden die Themenbereiche anderer politisch-sozialer Bewegungen für die eigenen Interessen genutzt.[47] Dabei wird vor allem auf „Anti-Themen“ fokussiert.[48] So gibt es auch Überschneidungen unterschiedlicher Intensität mit Protestbewegungen u. a. der Ohne mich-Bewegung, der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Ostermärsche, der 68er Bewegung, der Frauenbewegung, der Umweltbewegung, der Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluss und der Globalisierungskritik. Durch die häufige Kooperation von Demokraten und Linksextremisten wurde von Wolfgang Rudzio eine „Erosion der Abgrenzung“ beobachtet.[49] Man unterscheidet die Aspekte: Akzeptanz-, Bündnis-, Erosions- und Verschiebefunktion. Letzteres offenbart eine „Verschiebung bei der Wahrnehmung des demokratischen Spektrums“.[50]

Folgende Handlungsfelder können nach Pfahl-Traughber (2014) ausgemacht werden:[51]

Geschichte linksextremistischer Organisationen[Bearbeiten]

Bei nachfolgenden Organisationen besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens in Bezug auf die Kategorisierung:[62][63]

Parteien[Bearbeiten]

Historisch: Kommunistische Partei Deutschlands[Bearbeiten]

Die Ursprünge des organisierten Linksextremismus in Deutschland liegen in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Diese entstand 1919 unter Einbeziehung des marxistischen Spartakusbund als Abspaltung von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Mitglieder der KPD beteiligten sich noch im selben Jahr am bewaffneten Spartakusaufstand in Berlin. Die Partei war seit ihrer Gründung an dem Versuch der Abwicklung des demokratischen Verfassungsstaates beteiligt und verfolgte folglich eine „extremistische Ausrichtung“.[64] Die Zeit der Weltwirtschaftskrise sah die Partei als „revolutionäre Situation“ an, in der sie die SPD zum Hauptfeind erklärte. Den aufkommenden Nationalsozialismus lehnte sie zwar ab, erkannte aber das eigentliche Gefahrenpotenzial nicht.[65] Ideologisch und organisatorisch war die KPD mehrheitlich an der Sowjetunion orientiert und trat schon früh der Kommunistischen Internationale bei.[66] Der Vorsitzende Ernst Thälmann galt als „Stalins Mann in Deutschland“.[67] Nach der Wiederzulassung in der Bundesrepublik opponierte sie mit Unterstützung aus der DDR gegen das „Adenauer-Regime“ und wurde schließlich 1956 unwiderruflich durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts als verfassungsfeindliche Partei verboten.[68]

Deutsche Kommunistische Partei[Bearbeiten]
Deutsche Kommunistische Partei Logo.svg

In den 1970er Jahren stieg die 1968 gegründete Nachfolgeorganisation zur bedeutendsten linksextremistischen Partei auf, die sich auf ehemalige KPD-Mitglieder und linksintellektuelle Sympathisanten stützen konnte.[69] Eine wichtige parteipolitische Arbeit lag in den Betrieben, bei Kampagnen und in der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften. Bei den Wahlen konnte sie allerdings nur geringe Erfolge (Bsp. Bremen) verbuchen.[70] Der Parteivorsitzende Herbert Mies galt seinerzeit als „Befehlsempfänger“ der DDR.[70] Aufgrund des Zusammenbruchs der DDR 1990 verlor die DKP die ideelle und finanzielle Stütze und vor allem einen Großteil ihrer Mitglieder.[71]

K-Gruppen[Bearbeiten]
Hauptartikel: K-Gruppe

Als maoistische Kaderparteien entstanden im Zuge der 68er Bewegung erste K-Gruppen.[72] Sie unterschieden sich inhaltlich und strategisch: traditionalistische (1.) sowie antiautoritäre und modernere (2.) Ausrichtung.[73]

  1. Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML), KPD-Maoisten (KPD-AO) und Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD)
  2. Kommunistischer Bund Westdeutschland (KBW), Bund Westdeutscher Kommunisten (BWK) und Kommunistischer Bund (KB)

Viele Mitglieder dieser Organisationen, die oft im jungen Alter beigetreten sind, machten einen demokratischen Entwicklungsprozess durch und fanden sich später bei den Grünen wieder (vom KB spaltete sich Ende der 1970er Jahre die Gruppe Z ab).[74]

Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands[Bearbeiten]
MLPD Logo 2011 (2).svg

Neben der DKP nimmt die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) unter den linksextremistischen Parteien einen wichtigen Platz ein.[75] An deren Gründung war federführend der Kommunistische Arbeiterbund Deutschlands (KABD) beteiligt.[76] Hauptkritikpunkt der Partei war die Entstalinisierung nach dem XX. Parteitag der KPdSU (1956) und damit in ihren Augen der Verrat am „wahren Sozialismus“ aufgrund einer vermeintlichen „kleinbürgerlichen Denkweise“.[77] Die Partei ist finanziell durch Spenden und Mitgliedsbeiträge außerordentlich gut ausgestattet und bis dato für viele Mitglieder eine Art „Ersatz-Familie“.[78] Innerhalb des linken Spektrums ist sie allerdings wegen ihres Dogmatismus bis auf wenige Ausnahmen weitestgehend isoliert.[79]

Linksterrorismus[Bearbeiten]

Mit der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre etablierte sich eine starke, außerparlamentarisch oppositionelle linke Kraft in der Bundesrepublik. Die große Mehrheit der damaligen Studentengeneration griff zwar staatliche Institutionen, nicht aber den Rechtsstaat als solchen an.[80] Teile der APO bildeten jedoch spätestens seit dem Tod von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin Gruppen, die auf verschiedene Weise den „bewaffneten Kampf“ befürworteten, planten und ausübten.[81] Zur ersten terroristischen Gruppe dieser Art avancierte die Tupamaros West-Berlin, die von 1969 bis 1970 bestand und als Vorläufer noch kommender galt.[82]

Rote Armee Fraktion[Bearbeiten]
Bombenanschlag der RAF auf den Terrace Club (Offizierkasino) des V. US-Korps im Mai 1972
Hauptartikel: Rote Armee Fraktion

Das bedeutendste linksterroristische Phänomen in Deutschland war das der Roten Armee Fraktion (RAF).[80] Es bestanden personelle Kontinuitäten zur 68er Bewegung, wenngleich sich eine Gleichsetzung verbietet.[81] So beteiligten sich auch Andreas Baader und Gudrun Ensslin an den Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968. Der 14. Mai 1970 galt dann als Gründungsdatum der Gruppe.[83] Rekrutierungen erfolgten über das Sozialistisches Patientenkollektiv (SPK), welches 1970 gegründet wurde.[84] Die RAF steigerte ihre Gewaltaktionen in den 1970er-Jahren kontinuierlich. Neben einem konspirativen Vorgehen machte die RAF vor allem durch die Mai-Offensive auf sich aufmerksam. Im Sommer 1972 kam es zu einer großen Verhaftungswelle.[85]

Ideologisch standen sie dem Marxismus-Leninismus und dem Maoismus nahe.[86] Sie stützen sich auf das Konzept der „Stadtguerilla“, bei dem Methoden des Guerillakampfes aus der dritten Welt in die „Metropolen“ der deutschen Industriegesellschaft übertragen werden sollten.[87] Man bezog sich u. a. auf die Fokustheorie Che Guevaras und das Vorgehen der Tupamaros in Uruguay:[88]

Zu den Führungspersönlichkeiten der sogenannten „zweiten Generation“ der RAF gehörte zunächst Siegfried Haag und später Brigitte Mohnhaupt.[89] 1975 kam es zur Geiselnahme von Stockholm.[90] Den Höhepunkt bildete der Deutsche Herbst (1977) mit den Morden an Siegfried Buback, Jürgen Ponto und Hanns Martin Schleyer.[90] Mehrere zum Teil tödliche Anschläge auf ziviles (u. a. Alfred Herrhausen) und militärisches Personal und Einrichtungen (u. a. Ramstein Air Base) sollten folgen[91] – eine dritte Generation bildete sich heraus. Das damalige RAF-Umfeld wird heute auf über 2.000 Personen geschätzt.[92] Lose internationale Verbindungen bestanden mit terroristischen Gruppen wie der Volksfront zur Befreiung Palästinas (Besuch von Ausbildungslagern in Palästina) und der französischen Action directe. Vereinzelte Unterstützung erfolgte durch die DDR.[93] Offiziell wurde die RAF 1998 aufgelöst.[94]

Bewegung 2. Juni[Bearbeiten]
Hauptartikel: Bewegung 2. Juni

Eine weitere linksterroristische Vereinigung war die Bewegung 2. Juni, die 1971/72 entstand. Im Gegensatz zur RAF speiste sie ihre Mitglieder überwiegend aus dem Arbeitermilieu.[95] Auch sie erlangte öffentliche Aufmerksamkeit durch Entführungen (u. a. Peter Lorenz) und Anschläge auf staatliche Einrichtungen.[96] Aufgrund der theoretischen Profillosigkeit verlor sie jedoch im linken Spektrum an Ansehen und löste sich unter Teilfortsetzung des „antiimperialistischen Kampfes“ in der RAF 1980 offiziell auf.[97]

Revolutionäre Zellen[Bearbeiten]

Aufgrund von Kritik an der RAF hinsichtlich ihres „elitären Avantgarde-Anspruch[s]“ und der Auswahl von Anschlagszielen entstanden in den 1970er Jahren die Revolutionären Zellen (RZ). Die Mitglieder agierten jedoch nicht im Untergrund („Feierabendterrorismus“), sondern organisierten sich in weitestgehend hierarchielosen Terrorzellen.[97] Zentrale Figur war Wilfried Böse, der eine „populäre Guerilla“ schaffen wollte.[98] Die Gruppe verübte Anschläge und Entführungen untermauert mit antiimperialistischen und antizionistischen Argumentationen. Aus der RZ entwickelte sich auch die linksterroristische Frauengruppe Rote Zora.[99] Eine Flugzeugentführung unter Beteiligung von Mitgliedern der RZ wurde im Rahmen der Operation Entebbe durch israelische Sicherheitskräfte beendet. In den 1990er und 2000er Jahren kam es zu Verhaftungen und einem Auflösungsprozess der Gruppe.[100]

Neuere Entwicklungen[Bearbeiten]

Von 2001 bis 2009 war die linksmilitante militante gruppe (mg) aktiv. Sie verübte u. a. Anschläge gegen die Bundeswehr, die Bundespolizei und weitere staatliche Behörden. Darüber hinaus sprach sie Drohungen (über Kugeln per Post) aus.[101] Die aktuellste Erscheinung sind die Revolutionären Aktionszellen (RAZ) mit Anknüpfungspunkten im Selbstverständnis an die 1970er Jahre. Ähnlich der mg, drohten sie 2011 dem Bundesinnenminister sowie Vertretern der Strafverfolgungsorgane und der Extremismusforschung.[102]

Weitere linksextremistische Akteure[Bearbeiten]

Unterschiedliche Organisationen[Bearbeiten]

Eine wissenschaftlich weitgehend unerforschte linksextremistische Organisation ist die Marxistische Gruppe (MG).[103] Ihr Handlungsumfeld sind die Hochschulen.[104] Aus den Reihen der MG entstand 1992 auch das Theorieorgan GegenStandpunkt, das sich vor allem an Studenten und Akademiker richtet und zu deren Protagonisten u. a. Karl Held gehörte.[105]

Zu den trotzkistisch ausgerichteten Gruppen zählen Linksruck (1993–2007) und marx21 (seit 2007), beides deutsche Ableger der International Socialist Tendency. Die Mitglieder (u. a. die heutigen Abgeordneten Christine Buchholz, Nicole Gohlke und Janine Wissler) traten kollektiv der Partei Die Linke bei, wo sie sich vor allem in der politischen Strömung Sozialistische Linke engagieren.[106] Darüber hinaus existiert seit 1994 die Sozialistische Alternative, eine deutsche Sektion des Committee for a Workers’ International.[106]

Die durch Intellektuelle unterstützte Vorgängerorganisation Rote Hilfe Deutschlands, gegründet 1924, stand der KPD nah.[107] Deren Nachfolgeorganisation ist der mitgliederstarke linksextremistische Verein Rote Hilfe, in dem auch vereinzelt Sozialdemokraten Mitglied waren wie Franziska Drohsel.[108] Eine weitere Ein-Themen-Organisation des Linksextremismus ist die 1947 gegründete, anfangs KPD-nahe, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. In ihr sammelten sich ehemalige kommunistische Häftlinge und Widerstandskämpfer.[108] Wegen ihrer antifaschistischen Arbeit ist sie von weiten Teilen des politisch linken Spektrums mittlerweile insofern anerkannt, dass Veranstaltungen gemeinsam stattfinden.[109]

Dem anarcho-syndikalistischen Milieu wird die 1977 gegründete Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union zugerechnet, einem Ableger der Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation.[110] Weiterhin ist Avanti – Projekt undogmatische Linke, ein autonomes Netzwerk[111] und die Interventionistische Linke existent. Letztere tritt bei Aktionen auch mit gemäßigten Linken auf.[112]

Autonome Szene[Bearbeiten]
Ausschreitungen am Ersten Mai in Kreuzberg (2001)
Hauptartikel: Autonome

Die autonome Szene entwickelte sich ursprünglich in Italien.[113] Vorläufer in Deutschland waren die undogmatisch und dezentralen Spontis der 1970er und 1980er Jahre. Ab Anfang der 1980er Jahre spricht man in der BRD von Autonomen.[114] Diese stehen geistig dem Anarchismus näher als dem Marxismus.[115] Am weitesten organisiert war die sogenannte Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation.[116] Die Mitglieder der abgeschotteten Szene bewegen sich in subkulturellen Kontexten, sind schwer voneinander zu unterscheiden und wahren zumeist Anonymität.[117] Im Spektrum sammeln sich ca. 6.000 Personen (abnehmend) jüngeren Alters mit Schwerpunkt auf Großstädte wie Berlin oder Hamburg.[117] Der Szene zugehörige bekannte Kulturzentren sind z. B. die Rote Flora. Sie versuchten seit etwa 1980, die damals wachsende Friedensbewegung und die Atomkraftgegner im Sinne ihrer Ziele zu beeinflussen. Bei Demonstrationen verursachte der „schwarze Block“ nicht selten Sachbeschädigungen, und bei Gegendemonstrationen gegen Rechtsextremisten kam oft Gewalt („Militanz“) gegen Polizisten hinzu.[118]

Seit dem Mauerfall 1989 kam es zu erheblichen Differenzen innerhalb der Szene. Es standen sich sogenannte „Antideutsche“ bzw. „Antinationalisten“ und „Antiimperialisten“ gegenüber. Erstere skandieren mit dem Slogan „Nie wieder Deutschland“ und warfen der anderen Seite Antisemitismus vor.[119] Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand vor allem das feindschaftliche[120] Verhältnis zu Israel innerhalb des Linksextremismus.[121] Spätestens 1999 isolierten sich die Antideutschen im Milieu.[122] Zwar kann ein linksextremistischer Antisemitismus nicht belegt werden, Israelfeindschaft mündet jedoch mitunter in Judenfeindschaft und vor allem eine „kritiklose Solidarität mit manchen Gegnern Israels“ im Nahen Osten ist gleichbedeutend mit der „Solidarität mit Antisemiten“.[123]

Klassische Publikationsorgane der autonomen Szene sind u. a. radikal (Zeitschrift) (gegründet 1976), interim (gegründet 1988) und CLASH (von 1989 bis 1994). Einen postautomen Charakter hat die Zeitschrift arranca! (gegründet 1993).[124]

Streitfall: Die Linke[Bearbeiten]

Die Ursprünge der Partei Die Linke liegen in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), der alleinregierenden Staatspartei in der DDR.[62] Sie wurde 2007 durch Fusion der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und der WASG gegründet. Sie distanzierte sich mehrfach von ihrer DDR-Vergangenheit und bekannte sich zum Demokratischen Sozialismus.[125] Innerhalb der Partei existieren offen linksextremistische Strömungen wie marx21, Sozialistische Linke, Cuba Sí, Marxistisches Forum und Kommunistische Plattform (KPF) (wo auch die stellvertretende Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht ruhendes Mitglied ist). In der Vergangenheit wurden auch „offene Wahllisten“ mit der DKP eingegangen und Die Linke ist Mitglied der Europäischen Linke. Solidaritätsbekundungen erfolgen gelegentlich für den sozialistisch, autoritären Staat Kuba.[126]

Während der Extremismusforscher Jesse (2008) der Partei einen „smarten Extremismus“[127] unterstellt und sie bis heute kritisiert,[128] lehnen Wissenschaftler wie Richard Stöss diese Kategorisierung ab oder weisen auf einen demokratischen Entwicklungsprozess hin.[129] Zu einer Einschätzung dazwischen kommen Bergsdorf und van Hüllen, die Die Linke als „weder eine einwandfrei extremistische noch eine klar demokratische Partei“ einordnen.[130] Die Partei selbst bezog bisher keine Stellung zu den Vorwürfen.[126]

Einschätzung des Bundesinnenministeriums[Bearbeiten]

Verfassungsschutzberichte[Bearbeiten]

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Bis 1973 wurde von staatswegen der Begriff Linksradikalismus gebraucht. Um deutlich zu machen „dass politische Aktivitäten oder Organisationen nicht schon deshalb verfassungsfeindlich sind, weil sie eine bestimmte nach allgemeinem Sprachgebrauch ‚radikale‘, das heißt eine bis an die Wurzel einer Fragestellung gehende Zielsetzung haben“ führte 1975 der damalige Bundesinnenminister Werner Maihofer (FDP) im Vorwort des Verfassungsschutzberichts von 1974 den Extremismusbegriff in den Sprachgebrauch staatlicher Behörden ein.[131] Er ergänzte somit die bisherigen Termini um die konkrete Verfassungswidrigkeit. Da dadurch nach Einschätzung des Sozialwissenschaftlers Hubert Kleinert, ehemals führender Realpolitiker der Grünen, Gruppen aus dem Spektrum der Neuen Linken herausfallen würden, wird die Entscheidung heute im wissenschaftlichen Diskurs zum Teil in Frage gestellt,[132] aber auch von Kritikern der Extremismusforschung für die Behörden akzeptiert.[133]

Unter dem Begriff Linksextremismus versteht das Bundesministerium des Inneren (BMI) im Verfassungsschutzbericht (2013): „Linksextremismus zielt auf die Überwindung der bestehenden Staats und Gesellschaftsordnung, die als Kapitalismus und bür gerliche Gesellschaft bezeichnet wird und auf die Errichtung eines herrschaftsfreien oder kommunistischen Systems. Die theoretischen Leitfiguren sind – in unterschiedlichem Ausmaß und divergierender Interpretation – Marx, Engels, Lenin und anarchistische Vordenker, ergänzt durch aktuelle kommunistische und anarchistische Konzeptionen. Gewalt, verstanden als ‚revolutionäre Gewalt‘ der ‚Unterdrückten‘ gegen die ‚Herrschenden‘, gilt bei Abwägung opportunistischer Gesichtspunkte grundsätzlich als legitim. Unterschiede in Zielsetzung und Herangehensweise an die Revolution, insbesondere in der Anwendung konkreter Gewalt, stehen einem einheitlichen Vorgehen entgegen.“[134] Ein vergleichbares Begriffsverständnis haben die Innenministerien der Länder.

Eine schwerpunktmäßige Erwähnung finden derzeit (VS-Bericht 2013) folgende dem Linksextremismus zugeordnete Parteien, Gruppierungen und Publikationen: Autonome, die Interventionistische Linke und Avanti – Projekt undogmatische Linke mit ihren Aktionsfeldern, die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), GegenStandpunkt (GSP), offen extremistische Strukturen innerhalb der Partei Die Linke wie Kommunistische Plattform (KPF), Sozialistische Linke (SL), Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí, Antikapitalistische Linke (AKL), Marxistisches Forum (MF), Geraer Dialog/Sozialistischer Dialog (GD/SD) und marx21, die Rote Hilfe und die junge Welt. In der elektronischen Kommunikation wird vor allem die Internetplattform Indymedia genutzt. Die Einschätzungen decken sich somit ganz überwiegend mit wissenschaftlichen Untersuchungen und Berichterstattungen in den Medien.

Davon können zum Teil abweichen, da regional bedingt, die Berichte der Länder. Auch mussten nach rechtskräftigen Urteilen die Verfassungsschutzbehörden einzelne als linksextrem Klassifizierte wie Lotta (durch Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen) und Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (durch Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz) wieder aus ihren Berichten streichen, da verfassungsfeindliche Bestrebungen nicht nachgewiesen werden konnten.[135]

Gefahrenpotenzial[Bearbeiten]

Insgesamt sind das in den Verfassungsschutzberichten ausgewiesene Linksextremismuspotenzial in der Anzahl gewaltbereiter Linksextremisten leicht rückläufig (2012: 29.400 und 2013: 27.700), zugenommen hat allerdings das Gewaltpotenzial.[136]

Linksextremismuspotenzial 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Gewaltbereite Linksextremisten 6.300 6.300 6.000 6.800 7.100 7.100 6.900
Marxisten-Leninisten und andere revolutionäre Marxisten 24.800 25.200 25.300 25.800 25.000 22.600 21.600
Σ Nach Abzug von Mehrfachmitgliedschaften 30.800 31.200 31.600 32.200 31.800 29.400 27.700

In Deutschland werden Straftaten von Linksextremisten in der Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA) unter der Bezeichnung „politisch motivierte Kriminalität – links“ (PMK-links) erfasst.[137][138] Nicht aufgenommen wurden sogenannte Propagandadelikte. Die politisch motivierte Kriminalität nahm zu (2012: 6.191 und 2013: 8.673), so auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen.

Politisch motivierte Kriminalität – links 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Σ Straftaten 5.866 6.724 9.375 6.898 8.687 6.191 8.673
davon Gewaltkriminalität 1.247 1.188 1.822 1.377 1.809 1.291 1.659

Bei den sicherheitsgefährdenden/extremistischen Bestrebungen von Ausländern, die Deutschland als Rückzugsraum benutzen und eine linksextremistische Ausrichtung aufweisen, ist das Personenpotenzial gleichgeblieben (2012: 17.970 und 2013: 16.970). Dazu zählen: Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C), Türkiye Komünist Partisi/Marksist-Leninist (TKP/ML), Marksist Leninist Komünist Parti (MLKP) und Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE).[139]

Aussteigerprogramm für Linksextremisten[Bearbeiten]

Seit Oktober 2011 existiert in Deutschland ein Aussteigerprogramm des Bundesamtes für Verfassungsschutz, welches Linksextremisten den Ausstieg aus der Szene ermöglichen soll. Auf diese Weise soll die Anzahl linksextremistisch motivierter Straf- und Gewalttaten reduziert werden. Ausstiegswillige können sich telefonisch über eine Hotline sowie per E-Mail beraten lassen. Zudem soll eine Beratung von Familienangehörigen und Freunden von Linksextremisten erfolgen.[140]

Nach Meinung des Gewalt- und Konfliktforschers Peter Imbusch bräuchten Aktivisten aus der linken Szene im Gegensatz zu Aussteigern aus dem Islamismus und Rechtsextremismus auf Grund der Heterogenität und fehlender autoritärer Strukturen keinen persönlichen Schutz. Imbusch bewertet das Programm daher als symbolisch.[141][142]

In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke[143] wurde bekannt, dass es binnen eines Jahres nach Einführung des Programms nur einen Aussteiger gegeben habe.[144]

Das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) und konnte in seinem 2014 veröffentlichten dritten Evaluationsbericht keinen Bedarf für ein flächendeckendes Präventionsprogramm erkennen.[145]

Europaweit[Bearbeiten]

Auch in anderen EU-Staaten existieren linksextremistische Gruppierungen. Linksextremismus ist dort aufgrund der jeweiligen historischen Rahmenbedingungen unterschiedlich stark ausgeprägt.[146] Die Kommunistischen Parteien sind politisch nicht einheitlich ausgerichtet und mitunter nicht zum extremen Spektrum zu rechnen, da reformistisch und realpolitisch orientiert. Einige Extremisten bilden gelegentlich Allianzen mit Demokraten und stoßen so in die Mitte vor. Es sei, so Backes (2011), ein intellektuell aufkommender „Neokommunismus“ und „Neoanarchismus“ zu beobachten.[147] Bezüglich linksextremistisch motivierter Terroranschläge in der EU (2006–2009) sind insbesondere Spanien, Griechenland, Italien und Deutschland zu nennen. Obgleich der Terrorismus der 1970er Jahre überwunden ist, spricht Backes gleichzeitig von einer gewissen gewalttätigen „Renaissance“. Politisch motivierte Gewalt müsse als „komplexe Interaktionsdynamik“ verstanden werden und zwar zwischen Links- und Rechtsextremismus.[148]

Dänemark[Bearbeiten]

In Dänemark spielt der Extremismus eine vergleichsweise zu vernachlässigende Rolle.[149] Die älteste Organisation dieser Art ist die Danmarks Kommunistiske Parti, gegründet 1919.[150] Von dieser spalteten sich andere, sowohl extremistische als auch reformistische, Parteien ab.[150] Eine weitere Bedeutung haben die gut organisierten und militant ausgerichteten autonomen Netzwerke, beispielsweise im Zusammenhang mit dem mittlerweile geschlossenen besetzten Gebäude Ungdomshuset in Kopenhagen.[150]

Frankreich[Bearbeiten]

In Frankreich werden traditionell zum Linksextremismus („extrême gauche“) überwiegend maoistische, trotzkistische und anarchistische Kräfte gerechnet.[151] Die Kommunistische Partei Frankreichs (PCF) firmiert nicht unumstritten lediglich unter Linksradikalismus („gauche radicale“), da sie sich überwiegend zum Eurokommunismus bekennt und in der Vergangenheit in Regierungsbeteiligung war. Zu den nennenswerten linksextremistischen Parteien zählen beispielsweise die Trotzkisten Ligue communiste révolutionnaire (LCR) und Lutte Ouvrière (LO).[152] Beide Parteien traten auch zu Präsidentschaftswahlen an.[152]

1979 entstand die linksterroristische Action directe (AD).[152] Sie verübte u. a. Anschläge auf staatliche Gebäude.[152] Kontakte bestanden in dieser Zeit auch zur westdeutschen RAF.[152] Ab 1983 begann die Gruppe Führungspersonen im französischen Militär und in der Wirtschaft zu ermorden, darunter General René Audran und Renault-Chef Georges Besse. Im Jahr 1987 konnten die Gründer der Gruppe festgenommen werden. Einzelne jüngere Anschläge auf den Schienenverkehr in Frankreich werden der autonomen Szene zugerechnet und werden nicht als Reinkarnation des französischen Linksterrorismus interpretiert.[152]

Griechenland[Bearbeiten]

Griechenland nimmt beim europäischen Linksextremismus aufgrund der sozioökonomischen Verhältnisse des Landes eine besondere Rolle ein.[153] Politisch weitgehend erfolglos blieb die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE).

Zwischen 1973 und 2000 existierte die Terrororganisation 17. November.[153] Die in der Folge agierende Gruppe Epanastatikos Agonas (EA, „Revolutionärer Kampf“) bezeichnet sich als Nachfolgeorganisation des „17. November“.[154] Weitere linksterroristische Organisationen waren Sechta Epanastaton („Sekte der Revolutionäre“) und die Verschwörung der Feuerzellen.[153]

Darüber hinaus ist in der griechischen Hauptstadt (insbesondere im Stadtteil Exarchia) eine gewaltbereite autonome Szene etabliert.[153]

Italien[Bearbeiten]

Entführung und Ermordung von Aldo Moro durch die Roten Brigaden (1978)

Die Kommunistische Partei Italiens (KPI), gegründet 1921, galt seit ihrer Hinwendung zu eurokommunistischer und parlamentarischer Politik in den 1970er Jahren mehrheitlich nicht mehr als linksextrem.[155] Dieser Begriff war für weiter links stehende Parteien wie die ehemalige Democrazia Proletaria (DP) reserviert.[156]

In Italien waren von 1970 bis 1988 die Roten Brigaden (BR) als linksterroristische Vereinigung aktiv.[157] Diese Gruppe von etwa 60 aktiven Mitgliedern verübte vor allem Morde (ca. 86),[158] Erpressungen und Banküberfälle.[157] Bekanntestes Opfer war der Politiker Aldo Moro.[159] Nach deren Niedergang in den 1980er Jahren wurde ab 1999 eine Nachfolgeorganisation unter dem Namen Neue Rote Brigaden (Nuove BR) gegründet. Ihnen werden u. a. tödliche Anschläge auf die Regierungsberater Massimo D'Antona und Marco Biagi zugeschrieben.[160]

Derzeit gilt die informelle anarchistische Gruppierung Federazione Anarchica Informale (FAI), die ab 2003 Brief- und Paketbomben an nationale und internationale Organisationen wie die Europäische Zentralbank versandte, als linksextremistisch.[157]

Österreich[Bearbeiten]

Den Kern des österreichischen Linksextremismus bildete ab 1919 die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ), die federführend im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv war.[157] Sie richtete sich nach dem Zweiten Weltkrieg antifaschistisch und nicht antiextremistisch aus, beteiligte sich an der Gründung der Zweiten Republik mit Regierungsverantwortung und konnte später vereinzelt Wahlerfolge erzielen.[157] Vom Stalinismus distanzierte man sich spät.[161] Das Wahlbündnis Linke trat 2008 als eher unbedeutende Konkurrenz hinzu. Dieses besteht auch mehreren linksextremistischen Kleinparteien.[162] Eine sich in gewaltbereiten Kontexten bewegende Gruppe stellt die autonome Szene dar, die u. a. durch Hausbesetzungen auf sich aufmerksam macht.[162]

Polen[Bearbeiten]

Die Kommunistische Partei Polens (KPP) mit marxistisch-leninistischer Ausrichtung wurde 2002 wiederbegegründet.[163]

Schweden[Bearbeiten]

Aufgrund des Schwedischen Wohlfahrtsstaats spielt der Linksextremismus bisher nur eine untergeordnete Rolle, wenngleich verschiedene orthodox-kommunistische Strömungen mit im Laufe der Geschichte existierten.[164] Zu den wichtigsten gehört die Kommunistische Partei (KP) und die Kommunistische Partei des Marxismus-Leninismus (KPML), die auch Verbindungen zur DKP hält.[165] In Schweden sind darüber hinaus schwach organisierte autonome Gruppen wie die Antifaschistische Aktion (AFA) aktiv.[166]

Spanien[Bearbeiten]

Die Ursprünge der extremen Linken in Spanien gehen auf die Partido Comunista de España (PCE), gegründet 1921 und verboten unter General Franco, zurück.[167] Aufgrund ihrer späteren Ausrichtung am Eurokommunismus spielte sie eine „konstruktive Rolle“ bei der Transition.[167] Sie kann heute daher nicht mehr dem harten Linksextremismus zugerechnet werden.[168]

Ende der 1950er Jahre gewann die linksextremistisch, separatistisch baskisch-nationalistische Euskadi Ta Askatasuna (ETA) an Bedeutung.[167] Sie verübte Anschläge, Entführungen und Morde.[167] Der politische Arm, die Herri Batasuna (HB), wurde 2003 verboten.[167] Auch weitere Nachfolgeorganisationen der HB wurden von spanischen Gerichten verboten.[169]

Tschechien[Bearbeiten]

In Tschechien blieb die Nachfolgepartei der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (KSČM), reformunwillig.[170] Die KSČM zeichnet sich durch „Konservatismus“ und „Orthodoxie“ aus.[171] Sie hat allerdings viele Wähler und ist die dominierende linksextremistische Kraft des Landes.[170]

Indien[Bearbeiten]

Neben Bestrebungen in Europa sind auch weltweite[172] linksextremistische Phänomene zu beobachten. So wird der militante Maoismus in Indien, der heute im Wesentlichen durch die Naxaliten getragen wird, von den indischen Politikwissenschaftlern Bidyut Chakrabarty (University of Delhi) und Rajat Kumar Kujur (Sambalpur University) als „Reinkarnation“ des Linksextremismus („ultra-left wing extremism“) im 21. Jahrhundert bezeichnet.[173] Die Bewegung gilt als „grösste Gefahr für die innere Sicherheit des Landes“.[174]

Siehe auch[Bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten]

Auch in Print, Film und neuen Medien wurde in der Vergangenheit Linksextremismus thematisiert. Beobachter sehen im Vergleich zum Rechtsextremismus ein Ungleichgewicht in der Berichterstattung.[175] Die Feuilletons kritisieren einzelne Produktionen zum Teil als „sozialromantisch“.[176] Analysen ergaben, dass vorrangig der historische Linksextremismus in Form der RAF zur Geltung komme.[175]

  • Stefan Aust, Helmar Büchel: Die RAF. Zweiteilige Dokumentation. NDR, Deutschland 2007.
  • Robert Gordon: Am linken Rand. Dokumentation. Am Schauplatz (ORF), Deutschland 2010.
  • Mosco Boucault: Sie waren die Terroristen der Roten Brigaden. Dokumentation. arte, Frankreich 2011.

Literatur[Bearbeiten]

Einführende Monografien[Bearbeiten]

Wissenschaftlicher Diskurs[Bearbeiten]

Einzelbetrachtungen[Bearbeiten]

Parteien[Bearbeiten]

  • Luke March: Parteien links der Sozialdemokratie in Europa. Vom Marxismus zum Mainstream? Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse, Abteilung Internationaler Dialog, Berlin u. a. 2008, ISBN 978-3-86872-001-3 (PDF).
  • Viola Neu: Das Janusgesicht der PDS. Wähler und Partei zwischen Demokratie und Extremismus. (= Extremismus und Demokratie. Band 9). Nomos Verlag, Baden-Baden 2004, ISBN 3-8329-0487-5.
  • Michael Roik: Extremismus und Demokratie. Die DKP und die demokratischen Parteien 1968–1984. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15061-8.
  • Tom Thieme: Hammer, Sichel, Hakenkreuz. Parteipolitischer Extremismus in Osteuropa. Entstehungsbedingungen und Erscheinungsformen. (= Extremismus und Demokratie. Band 16). Nomos Verlag, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-3036-3.
  • Eckhard Jesse, Jürgen P. Lang: Die Linke – der smarte Extremismus einer deutschen Partei. Olzog Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7892-8257-7.
  • Sascha Dietze: Die Ideologie der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD). (= Chemnitzer Beiträge zur Politik und Geschichte. Band 6 ). Lit Verlag, Berlin u. a. 2010, ISBN 978-3-643-10838-8.
  • Tom Mannewitz: Linksextremistische Parteien in Europa nach 1990. Ursachen für Wahlerfolge und -misserfolge. (= Extremismus und Demokratie. Band 23). Nomos Verlag, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-7553-1.

Ideologien und Aktionsfelder[Bearbeiten]

  • Dieter Portner: Bundeswehr und Linksextremismus (= Geschichte und Staat. Band 198/199). Olzog Verlag, München u. a. 1976, ISBN 3-7892-7114-4.
  • Kristin Wesemann: Ulrike Meinhof. Kommunistin, Journalistin, Terroristin – eine politische Biografie (= Extremismus und Demokratie. Band 15). Nomos Verlag, Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2933-6.
  • Viola Neu: Rechts- und Linksextremismus in Deutschland. Wahlverhalten und Einstellungen. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2009, ISBN 978-3-940955-61-6 (PDF)
  • Karsten Dustin Hoffmann: „Rote Flora“. Ziele, Mittel und Wirkungen eines linksautonomen Zentrums in Hamburg (= Extremismus und Demokratie. Band 21). Nomos Verlag, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6996-7.
  • Jürgen P. Lang: Für eine bessere Welt? Linksextremistische Argumentationsmuster. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2012, ISBN 978-3-942775-94-6 (PDF).
  • Rudolf van Hüllen: Definition und Dimension, Erscheinungsformen und Kernaussagen des Linksextremismus. Überlegungen zur Prävention von Linksextremismus (Teil 1). Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2012, ISBN 978-3-942775-63-2 (PDF)
  • Rudolf van Hüllen: Kommunikationsmethoden und Rekrutierungsstrategien im Linksextremismus. Überlegungen zur Prävention von Linksextremismus (Teil 2). Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2012, ISBN 978-3-942775-64-9 (PDF)
  • Viola Neu: Linksextremismus in Deutschland. Erscheinungsbild und Wirkung auf Jugendliche. Auswertung einer qualitativen explorativen Studie. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2012, ISBN 978-3-942775-62-5 (PDF)
  • Bettina Blank: „Deutschland, einig Antifa“? „Antifaschismus“ als Agitationsfeld von Linksextremisten (= Extremismus und Demokratie. Band 28). Nomos Verlag, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-8487-0699-0.[177]

Linksterrorismus[Bearbeiten]

  • Bernhard Rabert: Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute. Bernard & Graefe, Bonn 1995, ISBN 3-7637-5939-5.
  • Dominique Grisard: Gendering Terror. Eine Geschlechtergeschichte des Linksterrorismus in der Schweiz (= Reihe Politik der Geschlechterverhältnisse. Band 44). Campus Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-593-39281-3.
  • Irene Bandhauer-Schöffmann, Dirk van Laak (Hrsg.): Der Linksterrorismus der 1970er-Jahre und die Ordnung der Geschlechter (= Giessen contributions to the study of culture, Band 9). WVT – Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2013, ISBN 978-3-86821-486-4.
  • Gudrun Schwibbe: Erzählungen vom Anderssein. Linksterrorismus und Alterität. Waxmann Verlag, Münster u. a. 2013, ISBN 978-3-8309-2892-8.
  • Christian Lütnant: „Im Kopf der Bestie“ Die RAF und ihr internationalistisches Selbstverständnis (= Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum-Verlag, Reihe Geschichtswissenschaft. Band 23). Tectum Verlag, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3322-7.
  • Petra Terhoeven: Deutscher Herbst in Europa. Der Linksterrorismus der siebziger Jahre als transnationales Phänomen. Oldenbourg Verlag, München 2014, ISBN 978-3-486-71866-9.

Internationale Betrachtungen[Bearbeiten]

Folgende englischsprachige Werke betrachten den gewalttätigen Linksextremismus in einzelnen Ländern:

  • David Moss: The politics of left-wing violence in Italy, 1969–85. St. Martin's, New York 1989, ISBN 0-312-02814-8.
  • Raimondo Catanzaro: The Red Brigades and Left-wing Terrorism in Italy. Pinter Publishers, London 1991, ISBN 0-86187-893-0.
  • Yonah Alexander, Dennis A. Pluchinsky (Hrsg.): Europe's red terrorists. The fighting communist organizations. Frank Cass & Co, Oxford 1992, ISBN 0-7146-3488-3.
  • Michael Y. Dartnell: Action Directe. Ultra Left Terrorism in France 1979–1987. Frank Cass & Co., London u. a. 1995, ISBN 0-7146-4566-4.
  • Gerrit-Jan Berendse, Ingo Cornils (Hrsg.): Baader-Meinhof Returns. History and Cultural Memory of German Left-wing Terrorism (= German monitor. Band 70). Rodopi, Amsterdam u. a. 2008, ISBN 978-90-420-2391-8.
  • Bidyut Chakrabarty, Rajat Kumar Kujur: Maoism in India. Reincarnation of Ultra-Left Wing Extremism in the Twenty-First Century (= Routledge Contemporary South Asia Series. Band 22). Routledge, Abingdon 2010, ISBN 978-0-415-54486-3.
  • D. Suba Chandran, P.R. Chari (Hrsg.): Armed Conflicts in South Asia. Growing Left-wing Extremism and Religious Violence. Routledge India, Neu-Delhi u. a. 2011, ISBN 978-0-415-61256-2.

Jahrbücher[Bearbeiten]

  • Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie. Nomos Verlag, Baden-Baden 2010 ff. (Ersterscheinung 1989)
  • Martin H. W. Möllers, Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.): Jahrbuch öffentliche Sicherheit. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2003 ff.
  • Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung. Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Brühl 2008 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Gerd Jaschke: Ideengeschichtliche Vorläufer eines linken Extremismus. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. , S. 31–47.
  2. Astrid Bötticher, Miroslav Mareš: Extremismus. Theorien, Konzepte, Formen. Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-59793-6, S. 352 ff. (siehe Kapitel 10.1: Konzeptualisierung des Linksextremismus)
  3. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 41.
  4. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 45.
  5. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 47.
  6. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 50.
  7. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 52.
  8. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 54.
  9. Patrick Moreau, Jürgen Lang: Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr. 1996, S. 312 ff.
  10. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 67.
  11. a b c Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 6 f.
  12. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 11.
  13. Elisabeth Noelle-Neumann, Erp Ring: Das Extremismus-Potential unter jungen Leuten in der Bundesrepublik Deutschland 1984. Hrsg. durch das Bundesministerium des Inneren, Bonn 1984.
  14. Viola Neu: Rechts- und Linksextremismus in Deutschland. Wahlverhalten und Einstellungen. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2009, ISBN 978-3-940955-61-6 (PDF)
  15. Viola Neu: Linksextremismus in Deutschland. Erscheinungsbild und Wirkung auf Jugendliche. Auswertung einer qualitativen explorativen Studie. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin u. a. 2012, ISBN 978-3-942775-62-5 (PDF)
  16. Stefan Schölermann: Studie gegen Wissenslücke der Behörden. Keine Ahnung vom Linksextremismus, auf tagesschau.de, 27. Juni 2014.
  17. Uwe Backes, Eckhard Jesse: Demokratie und Extremismus. Anmerkungen einem antithetischen Begriffspaar. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. 44/1983, S. 3–18.
  18. Uwe Backes: Politischer Extremismus in demokratischen Verfassungsstaaten. Elemente einer normativen Rahmentheorie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Opladen 1989, ISBN 3-322-86110-4, S. 298–311.
  19. Armin Pfahl-Traughber: Gemeinsamkeiten im Denken der Feinde einer offenen Gesellschaft. Strukturmerkmale extremistischer Doktrine. In: Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung 2009/2010 (= Schriften zur Extremismus- und Terrorismusforschung. Band 3). Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Brühl 2010, S. 9–32.
  20. Vgl. Wolfgang Rudzio: Extremismus. In: Thomas Meyer u. a. (Hrsg.): Lexikon des Sozialismus, Bund-Verlag, Köln 1986, S. 167–168.
  21. Vgl. Manfred Funke: Extremismus. In: Wolfgang W. Mickel (Hrsg.): Handlexikon zur Politikwissenschaft (= Schriftenreihe, Band 237). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1986, ISBN 3-923423-49-7 , S. 132–136.
  22. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 18.
  23. Vgl. Helga Grebing: Linksradikalismus gleich Rechtsradikalismus. Eine falsche Gleichung(= Urban-Taschenbücher, Band 819). Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1971.
  24. Vgl. Hans-Gerd Jaschke: Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Begriffe, Positionen, Praxisfelder. Westdeutscher Verlag, Opladen 1994, ISBN 3-531-12679-2.
  25. a b Vgl. Gero Neugebauer: Extremismus – Rechtsextremismus – Linksextremismus. Einige Anmerkungen zu Begriffen, Forschungskonzepten, Forschungsfragen und Forschungsergebnissen. In: Wilfried Schubarth, Richard Stöss (Hrsg.): Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Eine Bilanz (= Schriftenreihe, Band 368). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2000, ISBN 3-89331-416-4, S. 13–37.
  26. a b Vgl. Christoph Butterwegge: Extremismus-, Totalitarismus- und Populismustheorien. Ideologien zur Diskreditierung der Linken. Eine Grundsatzkritik an ihren analytischen Defiziten, verborgenen Interessen und politischen Implikationen. In: Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung 2008. Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Brühl 2008, S. 33–60.
  27. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 19.
  28. Vgl. Hans-Gerd Jaschke: Streitbare Demokratie. Grundlagen, Praxis und Kritik. Westdeutscher Verlag, Opladen 1991, ISBN 3-531-12198-7.
  29. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 20.
  30. Uwe Backes, Eckhard Jesse: Die „Extremismus-Formel“. Zur Fundamentalkritik an einem historisch-politischen Konzept. In: Uwe Backes, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie 13. Nomos Verlag, Baden-Baden, S. 13–29.
  31. Mathias Brodkorb: Eine Kritik der Kritik. Über die missverstandene Extremismustheorie. In: Mathias Brodkorb (Hrsg.): Extremistenjäger!? Der Extremismus-Begriff und der demokratische Verfassungsstaat (= Endstation Rechts, Band 1). Adebor Verlag, Banzkow 2011, ISBN 978-3-9809375-7-3, S. 89–99.
  32. Armin Pfahl-Traughber: Kritik der Kritik der Extremismus- und Totalitarismustheorie. Eine Auseinandersetzung mit den Einwänden von Christoph Butterwegge. In: Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung 2009/2010 (= Schriften zur Extremismus- und Terrorismusforschung. Band 3). Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung, Brühl 2010, S. 61–86.
  33. Horst Heimann: Extremismus. In: Thomas Meyer u. a. (Hrsg.): Lexikon des Sozialismus, Bund-Verlag, Köln 1986, S. 404–405.
  34. Max Kaase: Linksextremismus. In: Manfred G. Schmidt (Hrsg.): Lexikon der Politik. Band 3: Die westlichen Länder. München 1992, ISBN 3-406-36904-9, S. 231–235.
  35. Eckhard Jesse: Linksextremismus. In: Everhard Holtmann (Hrsg.): Politik-Lexikon. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg Verlag, München u. a. 2000, ISBN 3-486-24906-1, S. 356–360.
  36. Linksextremismus. In: Carsten Lenz, Nicole Ruchlak: Kleines Politik-Lexikon (= Lehr- und Handbücher der Politikwissenschaft). Oldenbourg Verlag, München u. a. 2001, ISBN 3-486-25110-4, S. 129.
  37. Linksextremismus. In: Hanno Drechsler u. a. (Hrsg.): Gesellschaft und Staat. Lexikon der Politik. Mit 27 Tabellen. 10. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Vahlen, München 2003, ISBN 3-8006-2987-9, S. 616.
  38. Linksextremismus. In: Christian Rittershofer: Lexikon Politik, Staat, Gesellschaft. 3600 aktuelle Begriffe von Abberufung bis Zwölfmeilenzone. Deutscher Taschenbuch Verlag, München u. a. 2007, ISBN 978-3-423-50894-0, S. 427.
  39. Linksextremismus. In: Rudolf Weber-Fas: Lexikon Politik und Recht. Geschichte und Gegenwart (= UTB, Band 2978). Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2008, ISBN 978-3-8252-2978-8, S. 168.
  40. a b c Linksextremismus. In: Manfred G. Schmidt: Wörterbuch zur Politik. 3. überarbeitete und aktualisierte Auflage. Kröner, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-520-40403-9, S. 468–469.
  41. Matthias Trefs: Linksextremismus. In: Dieter Nohlen, Florian Grotz (Hrsg.): Kleinen Lexikon der Politik. 5. überarbeitete Auflage. C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-60411-9, S. 345–347.
  42. Klaus Schubert, Martina Klein: Das Politiklexikon. 5. aktualisierte und erweiterte Auflage. Dietz Verlag, Bonn 2011, ISBN 978-3-8012-0394-8. (siehe Bundeszentrale für politische Bildung)
  43. Alfred Stümper: Linksextremismus. In: Ingo Wirth (Hrsg.): Kriminalistik-Lexikon. Kriminalistik. Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg u. a. 2011, ISBN 978-3-7832-0804-7, S. 377.
  44. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 23.
  45. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. V, 24 ff.
  46. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 181.
  47. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 206f.
  48. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 192.
  49. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 207.
  50. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 193.
  51. Vgl. Astrid Bötticher, Miroslav Mareš: Extremismus. Theorien, Konzepte, Formen. Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-59793-6, S. 363 ff. (siehe Kapitel 10.2: Merkmale des Linksextremismus)
  52. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 182.
  53. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 183.
  54. Tom Mannewitz: „Nazi-Outing“. Ziele, Funktionen und Probleme, bpb.de, 21. Mai 2012.
  55. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 185.
  56. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 186.
  57. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 187.
  58. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 188.
  59. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 189.
  60. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 190.
  61. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 191.
  62. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 111.
  63. Vgl. Steffen Kailitz: Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14193-7, S. 80 ff. (s. Vergleichende Betrachtungen)
  64. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 70.
  65. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 71.
  66. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 72.
  67. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 76.
  68. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 80.
  69. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 83.
  70. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 85.
  71. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 95.
  72. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 97.
  73. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 98.
  74. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 102.
  75. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 97.
  76. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 102.
  77. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 103.
  78. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 105.
  79. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 106.
  80. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 153.
  81. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 154.
  82. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 167.
  83. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 154.
  84. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 168.
  85. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 155.
  86. Vgl. Bernhard Rabert: Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute. 1995, S. 144–169.
  87. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 156.
  88. Steffen Kailitz: Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14193-7, S. 110 ff. (s. Linksterrorismus)
  89. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 156.
  90. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 158.
  91. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 160.
  92. Uwe Backes: Bleierne Jahre. Baader-Meinhof und danach (= Reihe Extremismus und Demokratie. Band 1). Straube, Erlangen u. a. 1991, ISBN 3-927491-36-5, S. 76–78.
  93. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 163.
  94. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 162.
  95. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 170.
  96. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 171.
  97. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 173.
  98. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 174.
  99. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 175.
  100. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 176.
  101. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 227.
  102. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 227.
  103. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 125.
  104. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 126.
  105. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 127.
  106. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 130.
  107. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 131.
  108. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 132.
  109. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 133.
  110. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 134.
  111. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 135.
  112. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 136.
  113. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 139.
  114. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 140.
  115. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 141.
  116. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 142.
  117. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 143.
  118. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 148.
  119. Udo Baron: Die linksautonome Szene. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 231–245, hier: S. 134–135.
  120. Armin Pfahl-Traughber: Israelfeindschaft zwischen Antiimperialismus und Antisemitismus – eine Analyse zu Erscheinungsformen und Motiven im deutschen Linksextremismus. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 143–161, hier: S. 143.
  121. Carsten Koschmieder: Die Entstehung der Antideutschen und die Spaltung der linksradikalen Szene. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 183–200, hier: S. 186.
  122. Carsten Koschmieder: Die Entstehung der Antideutschen und die Spaltung der linksradikalen Szene. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 183–200, hier: S. 189.
  123. Armin Pfahl-Traughber: Israelfeindschaft zwischen Antiimperialismus und Antisemitismus – eine Analyse zu Erscheinungsformen und Motiven im deutschen Linksextremismus. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 143–161, hier: S. 156.
  124. Marie Isabel Kane: Das Politikverständnis in linksautonomen Publikationsorganen. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 247–261.
  125. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 112.
  126. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 116 ff.
  127. Eckhard Jesse, Jürgen P. Lang: Die Linke – der smarte Extremismus einer deutschen Partei. Olzog Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7892-8257-7, S. 23.
  128. Eckhard Jesse: Die LINKE – demokratietheoretische, parteiensystematische und koalitionsstrategische Überlegungen. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 123–142.
  129. Gero Neugebauer: Von der SED/PDS zur Partei Die LINKE. Oszillieren zwischen Demokratie und Extremismus. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 95–122.
  130. Harald Bergsdorf, Rudolf van Hüllen: Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr? 2011, S. 92.
  131. Bundesministerium des Inneres (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 1974. Bonn 1975, S. 4.
  132. Hubert Kleinert: Geschichte des linken Radikalismus in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1990. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 49–94.
  133. Richard Stöss, Uwe Backes, Hans-Gerd Jaschke (Moderation): Streitgespräch zum Thema Linksextremismus. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 291–318, hier: S. 294.
  134. Bundesministerium des Inneres (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2013. Berlin 2013, S. 136.
  135. Rainer Erb: Die linke Szene in Berlin als Herausforderung für die politische Bildung. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 201–230, hier: S. 205.
  136. Bundesministerium des Inneren (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2013. Fakten und Tendenzen. Kurzzusammenfassung. Berlin 2013, S. 16 ff.
  137. Entwicklung der politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2011. Pressemitteilung des Bundesministeriums des Inneren, 11. Mai 2012.
  138. Politisch motivierte Kriminalität im Jahr 2013. Pressemitteilung des Bundesministeriums des Inneren, 29. April 2014.
  139. Bundesministerium des Inneren (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2013. Fakten und Tendenzen. Kurzzusammenfassung. Berlin 2013, S. 26 ff.
  140. Johannes Wiedemann: Aussteigerprogramm jetzt auch für Linksextremisten. In: Die Welt, 6. Oktober 2011.
  141. Antonie Rietzschel: Aussteigerprogramm für Linksextremisten. In: Der Tagesspiegel, 28. Oktober 2011.
  142. Martin Kaul: Hotline in ein neues Leben. In: taz, 6. Oktober 2011.
  143. BT-Drs 17/11412: Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs 17/11132): Erfahrungen mit dem „Aussteigerprogramm für Linksextremisten“ des Bundesamtes für Verfassungsschutz ein Jahr nach seinem Start.
  144. Sebastian Erb: Nur einer stieg aus. In: taz, 9. November 2012; Marc Brandstetter: BfV-„Erfolgsprogramm“ Ausstiegshilfe für Linksextremisten: Ein Autonomer sagte sich von der Szene los, Endstation Rechts, 11. November 2012; Steffen Richter: Aussteiger-Hotline für Linksextreme scheitert, Zeit online, 9. November 2012; Svenna Triebler: Kein Anruf unter dieser Nummer. In: Jungle World, Nr. 46, 15. November 2012.
  145. Max Heim: Linksextremismus? Thema verfehlt!. In: neues deutschland, 5. Februar 2014.
  146. Eckard Jesse, Tom Thieme: Extremismus in den EU-Staaten im Vergleich. In: Eckard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in Den EU-Staaten. VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 431 ff.
  147. Uwe Backes: Linker politischer Extremismus in Europa. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 263–280, hier: S. 264.
  148. Uwe Backes: Linker politischer Extremismus in Europa. In: Ulrich Dovermann (Hrsg.): Linksextremismus in der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1135). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0135-0, S. 263–280.
  149. Thomas Schubert: Extremismus in Dänemark. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 65–81, hier: S. 80.
  150. a b c Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 210.
  151. Uwe Backes: Extremismus in Frankreich. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 131–148, hier: S. 135.
  152. a b c d e f Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 211.
  153. a b c d Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 212.
  154. Gerd Höhler: Griechenland fürchtet Rückkehr des Terrorismus. SPON, 5. Januar 2009.
  155. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 213.
  156. Stefan Köppl: Extremismus in Italien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 197–212, hier: S. 208.
  157. a b c d e Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 214.
  158. Stefan Köppl: Extremismus in Italien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 197–212, hier: S. 211.
  159. Michael Sommer: Aldo Moro. In: Michael Sommer (Hrsg.): Politische Morde. Vom Altertum bis zur Gegenwart. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-18518-8, S. 231–238.
  160. Stefan Köppl: Extremismus in Italien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 197–212, hier: S. 212.
  161. Florian Hartleb: Extremismus in Österreich. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 265–281, hier: S. 277.
  162. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 215.
  163. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 216.
  164. Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 217.
  165. Jan Freitag, Tom Thieme: Extremismus in Schweden. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 329–343, hier: S. 338.
  166. Jan Freitag, Tom Thieme: Extremismus in Schweden. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 329–343, hier: S. 341.
  167. a b c d e Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 218.
  168. Marianne Kneuer: Extremismus in Spanien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 377–395, hier: S. 394.
  169. Marianne Kneuer: Extremismus in Spanien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 377–395, hier: S. 378.
  170. a b Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland. 2014, S. 219.
  171. Lukáš Novotný: Extremismus in Tschechien. In: Eckhard Jesse, Tom Thieme (Hrsg.): Extremismus in den EU-Staaten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17065-7, S. 397–411, hier: S. 406.
  172. Stephen E. Atkins: Encyclopedia of Modern Worldwide Extremists and Extremist Groups. Greenwood Publishing Group, Westport 2004, ISBN 0-313-32485-9.
  173. Bidyut Chakrabarty, Rajat Kumar Kujur: Maoism in India. Reincarnation of Ultra-Left Wing Extremism in the Twenty-First Century (= Routledge Contemporary South Asia Series. Band 22). Routledge, Abingdon 2010, ISBN 978-0-415-54486-3.
  174. «Die grösste Bedrohung für den Staat». nzz.ch, 4. Oktober 2008.
  175. a b Karsten Dustin Hoffmann: Linksextremismus im Spiegel von Wissenschaft und Publizistik, bpb.de, 1. Oktober 2013.
  176. „Am Schauplatz“ (ORF2): Alibi-Aktion „am linken Rand“. DiePresse.com, 23. April 2010.
  177. Petra Weber: Streitschrift mit Sehschwäche Rezension in der FAZ vom 15. September 2014