Linn Jørum Sulland

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Linn Jørum Sulland
Linn Jørum Sulland

Linn Jørum Sulland (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 15. Juli 1984
Geburtsort Oslo, Norwegen
Staatsbürgerschaft NorwegerinNorwegerin norwegisch
Körpergröße 1,78 m
Spielposition Rückraum rechts
  Rechtsaußen
Wurfhand links
Vereinsinformationen
Verein Larvik HK
Trikotnummer 15
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000–2001 NorwegenNorwegen Korsvoll IL
2001–2009 NorwegenNorwegen Stabæk Håndball
2009– NorwegenNorwegen Larvik HK
Nationalmannschaft
Debüt am 26. März 2004
            gegen SpanienSpanien Spanien
  Spiele (Tore)
NorwegenNorwegen Norwegen 159 (495)[1]

Stand: Nationalmannschaft 5. November 2014

Linn Jørum Sulland (* 15. Juli 1984 in Oslo) ist eine norwegische Handballspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

Linn Jørum Sulland begann das Handballspielen bei Korsvoll IL und wechselte im Jahre 2001 zu Stabæk Håndball.[2] Nachdem die Linkshänderin in der Saison 2001/02 für Stabæk in der höchsten norwegischen Jugendspielklasse auflief,[3] gehörte sie ab dem Sommer 2002 dem Kader der Damenmannschaft von Stabæk an, die ebenfalls in der höchsten norwegischen Spielklasse antraten. In ihrer ersten Saison erzielte sie 28 Treffer in 22 Partien.[4] In der Saison 2005/06 teilte sie sich mit Linn-Kristin Riegelhuth Koren, die beide jeweils 159 Treffer erzielten, die Torschützenkrone.[5]

Im Sommer 2009 wechselte Linn Jørum Sulland zum Ligarivalen Larvik HK.[6] Mit Larvik gewann sie in ihrer ersten Saison die norwegische Meisterschaft. Weiterhin spielte Linn Jørum Sulland erstmals mit einem Verein im Europapokal. In der darauffolgenden Saison verteidigte sie mit Larvik die Meisterschaft und gewann zusätzlich die EHF Champions League. Mit ihren zehn Treffern im Finalrückspiel hatte sie einen entscheidenden Anteil an diesem Erfolg.[7] In den Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 folgten zwei weitere nationale Meisterschaftsgewinne.

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Linn Jørum Sulland kam 14-mal für die norwegische Juniorinnen-Auswahl zum Einsatz, mit der sie bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft 2003 die Bronzemedaille gewann.[1][8]

Die Linkshänderin gab am 26. März 2004 ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft. Nachdem sich die beiden Linkshänderinnen Linn-Kristin Riegelhuth Koren und Vigdis Hårsaker im Vorfelde der Weltmeisterschaft 2005 schwer verletzten, bekam Sulland die Gelegenheit, ihr Können bei einem Großturnier unter Beweis zu stellen.[8][9] Bei diesem Turnier belegte Norwegen den neunten Platz.

Nachdem Sulland nicht an der Europameisterschaft 2006 teilnahm, gehörte sie dem norwegischen Kader an, die bei der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich Vizeweltmeister wurde. Im Jahre 2007 nahm sie mit einer norwegischen Auswahl an der Beachhandball-Europameisterschaft teil, die das Turnier mit dem dritten Platz abschlossen. Sulland war mit 149 Punkten die erfolgreichste Scorerin des Turniers.[10]

In den folgenden Jahren wurde Sulland bei den Nominierungen oftmals nicht berücksichtigt. So nahm sie an den Olympischen Spielen 2008 und an der Weltmeisterschaft 2009 nicht teil.[11] Lediglich bei der Europameisterschaft 2008 gehörte die Linkshänderin dem norwegischen Aufgebot an. Norwegen gewann den EM-Titel, wobei Sulland in erster Linie als Bankspielerin ins Geschehen eingriff.[12][13] Bei der EM 2010 gehörte Sulland zu Turnierbeginn nicht dem norwegischen Kader an und wurde erst im Halbfinale nachnominiert.[14] Norwegen gelang die Titelverteidigung durch einen Finalerfolg über Schweden.[15]

Seit dem Jahr 2011 ist Linn Jørum Sulland eine der tragenden Säulen der norwegischen Nationalmannschaft. Bei der WM 2011 gewann die Osloerin mit Norwegen den Titel und belegte mit 51 Toren den zweiten Platz in der Torschützenliste.[16] Im Sommer 2012 nahm sie an den Olympischen Spielen in London teil und gewann am 11. August 2012 mit ihrem Team die Goldmedaille.[17] Im Finalspiel gegen Montenegro erzielte sie zehn Tore.[18] Ende des Jahres 2012 nahm sie an der Europameisterschaft teil, das Norwegen mit dem zweiten Platz abschloss.[19] Bei der Weltmeisterschaft 2013 schied sie mit Norwegen im Viertelfinale aus. Im Turnierverlauf erzielte sie 24 Treffer in sieben Partien.[20]

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Spielerin des Jahres der Eliteserien: 2006[21]
  • Torschützenkönigin der Eliteserien: 2005/06

Privates[Bearbeiten]

Linn Jørum Sulland kommt aus einer Sportlerfamilie. Ihre Mutter Guri Jørum stand 51 Mal im Tor der norwegischen Handballnationalmannschaft und ihr Vater Svein Sulland spielte ebenfalls Handball, sowie ihre Schwester Randi die ebenfalls in der höchsten norwegischen Spielklasse Handball spielt.[22] Ihr Großvater mütterlichterseits Einar Jørum war ein bekannter Fußballfunktionär.[8]

Linn Jørum Sulland ist mit dem Fußballspieler Petter Løken liiert.[23]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Linn Jørum Sulland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b handball.no: Länderspielstatistik, abgerufen am 5. November 2014
  2. larvikognorge.fastweb.no: Linn Jørum Sulland, abgerufen am 8. Januar 2013
  3. handball.no Topscore Sparserien Jenter NTG/Stabæk Sesongen 2001/2002, abgerufen am 8. Januar 2013
  4. handball.no: Topscore Gildeserien kvinner Stabæk Sesongen 2002/2003, abgerufen am 8. Januar 2013
  5. op.no: Riegehuth ble årets toppscorer, abgerufen am 8. Januar 2013
  6. tv2.no: Sulland til Larvik, abgerufen am 8. Januar 2013
  7. f-b.no: Sulland-show ga Larvik-histori, abgerufen am 8. Januar 2013
  8. a b c europamester.dk: Linn Sulland på europamester, abgerufen am 9. Januar 2013
  9. dagbladet.no: VM ryker for Riegelhuth, abgerufen am 9. Januar 2013
  10. handball.no: BRONSE i Beach-EM, abgerufen am 9. Januar 2013
  11. hegnar.no: Sullands tre beste tips for å lykkes, abgerufen am 11. Januar 2013
  12. handball-world.com: Norwegens Bank dominiert Portugal klar, abgerufen am 11. Januar 2013
  13. handball-world.com: Norwegen verteidigt den Titel, abgerufen am 11. Januar 2013
  14. handball-world.com: Drei Nachnominierungen, abgerufen am 11. Januar 2013
  15. handball-world.com: Norwegen verteidigt EM-Titel zum dritten Mal, abgerufen am 11. Januar 2013
  16. ihf.info: XX Women's World Championship 2011 - Goalscorers (Top 40) (PDF; 47 kB), abgerufen am 11. Januar 2013
  17. www.london2012.com: Linn Jørum Sulland, abgerufen am 8. Januar 2013
  18. handball.no: OL-gull!!!, abgerufen am 12. August 2012
  19. handball-world.com: Montenegros Handball-Frauen beenden Norwegens Serie, abgerufen am 11. Januar 2013
  20. Cumulative Statistics, abgerufen am 23. Dezember 2013
  21. handball.no: Årets spiller, abgerufen am 11. Januar 2013
  22. eurohandball.com: Randi Jørum Sulland, abgerufen am 9. Januar 2013
  23. budstikka.no: Sulland hjelper kjæresten, abgerufen am 11. Januar 2013