Linux Libertine

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Linux Libertine
Schriftart Linux Libertine
Kategorie Serif
Schriftklassifikation 19. Jahrhundert Buchschrift
Schriftgießerei Libertine Open Fonts Projekt
Veröffentlichung September 2003
Beispiel
Schriftbeispiel für Linux Libertine

Linux Libertine ist eine freie Schriftart für Rechner (erhältlich unter der GPL, wahlweise auch der SIL Open Font License) und Teil des Libertine-Open-Fonts-Projekts. Dessen Ziel ist es, freie Schriftarten zu entwerfen, um Benutzern Alternativen zu proprietären Schriften wie Times New Roman zu bieten. Linux Libertine wird mit dem freien Editor FontForge entwickelt.[1]

Stil[Bearbeiten]

Beispiel für das Versal-ß in Linux Libertine

Linux Libertine ist eine proportionale Serifenschrift mit dem Charakter einer Buchschrift aus dem 19. Jahrhundert. Ihr Zeichensatz wurde jedoch von Grund auf neu entwickelt und den heutigen Anforderungen angepasst. Linux Libertine umfasst mehr als 2000 Zeichen in Unicode-Kodierung und unterstützt daher viele verschiedene Sprachen der westlichen Zeichensätze Latein, Griechisch, Kyrillisch und Hebräisch. Des Weiteren bietet sie zahlreiche Ligaturen (wie z. B. ff, fi, tt, ch, …) und führt Sonderzeichen wie die der Internationalen Lautschrift IPA, Pfeile, Fleurons, römische Zahlen und Mediävalziffern, echte Kapitälchen. Die Verwendung von OpenType ermöglicht die automatische Positionierung und Ersetzung von typographischen Sonderfällen, wie z. B. bei Unterschneidungen, bei Ligaturen und echten Brüchen.

Als Besonderheit ist seit der Version 2.6 auch das „neue“ große Eszett enthalten.

Die Schriften liegen auf der Projektseite im Quelltext sowie im OpenType- und TrueType-Format vor und sind in folgenden Schriftschnitten verfügbar, die jeweils Kapitälchen und die oben genannten Sonderzeichen enthalten:

  • Normal
  • Fett
  • Kursiv
  • Fett kursiv

Weiterhin gibt es eine Version im Graphite-Format, die auf dem Projekt basiert.

Linux Biolinum[Bearbeiten]

Linux Biolinum
Schriftart Linux Biolinum
Kategorie Organogrotesk
Schriftklassifikation Serifenlose Auszeichnungsschrift
Schriftgießerei Libertine Open Fonts Projekt
Veröffentlichung März 2009

Zur Linux-Libertine-Familie gehört seit März 2009 auch eine Organogrotesk, d.h. eine Serifenlose mit wechselnder Strichstärke, die sich „Linux Biolinum“ nennt. Die vertikale Metrik ist mit jener der Libertine identisch, sodass die beiden Typen gut miteinander harmonieren.

Die Linux Biolinum ist als Auszeichnungsschrift gedacht und in den folgenden Schriftschnitten verfügbar:

  • Normal
  • Fett
  • Kursiv

Des Weiteren gibt es sowohl eine normale als auch eine kursive Tastatur-Variante, bei der die einzelnen Zeichen als Tasten abgebildet sind. Zusatztasten wie z.B. Strg oder Tab lassen sich durch Ligaturen darstellen.

Trivia[Bearbeiten]

Die ehemals in der Schriftart Hoefler Text gesetzten Worte „Wikipedia – Die freie Enzyklopädie“ sind im neuen Wikipedia-Logo, das seit etwa Mitte 2010 in allen Sprachausgaben der Wikipedia verwendet wird, mit Linux Libertine gesetzt.[2] Auf Anfrage der Wikipedianer wurde eigens hierfür ein gekreuztes „W“ entworfen, welches seitdem als OpenType-Feature in der Schrift enthalten ist.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Linux Libertine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruce Byfield: Linux Libertine Open Fonts offers free Times Roman alternative. In: Linux.com, 28.August, 2006. Abgerufen am 29. Juli 2012. 
  2. Geschichte der Wikipedia-Logos, englisch
  3. Wikimedia Foundation: Über das neue Logo und das hierfür entworfene „W“, englisch