Linux on System z

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Linux on System z (auch zLinux, z/Linux) ist eine Portierung von Linux auf die IBM Großrechner-Plattform System z. Die System z Implementierung zeichnet sich vor allem durch ihre 64-Bit-Architektur aus. Linuxversionen für die ältere Hardwarearchitektur S/390 mit 31-Bit Adressierung werden als Linux390 oder auch Linux for S/390 bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Portierung von z/Linux wurde ab 1998 zunächst in zwei voneinander unabhängigen Projekten durchgeführt. Das von Linas Vepstas initiierte Projekt Bigfoot Linux und das vom Marist College (Poughkeepsie, NY) als Linux on VM port. Beide Projekte wurden später eingestellt.[1]

Am 18. Dezember 1999 veröffentlicht IBM die selbst entwickelten Anpassungen des Quelltexts für den Linux Kernel basierend auf Version 2.2.13.[2] Daneben werden auch Änderungen für weitere wichtige Linux Pakete, wie zum Beispiel Glibc oder Bootloader, zur Verfügung gestellt. Die Portierung ist direkt auf der S/390-Hardware, als auch in einer LPAR oder als virtuelle Maschine unter z/VM lauffähig.[1]

Heute sind eine Reihe von nicht kommerziellen (z. B. Debian, CentOS) und kommerziellen Linux-Distributionen (z. B. Red Hat Enterprise Linux, Novell SUSE Linux Enterprise Server) für System z verfügbar.

Hardware[Bearbeiten]

z/Linux läuft auf der IBM System z Hardware in einer oder mehreren LPARs oder als virtuelle Maschine unter z/VM. Die 31-bit Variante, die noch für S/390 Hardware geschrieben worden war, kann auf S/390 Hardware auch ohne LPAR Virtualisierung laufen. Auf Maschinen der 64-bit fähigen ESAME Architektur ist der LPAR Hypervisor nicht mehr abschaltbar.

Zur Reduzierung der Softwarelizenzkosten anderer, im selben System eingesetzter Betriebssysteme entwickelte IBM einen Spezialprozessor Integrated Facility for Linux, auf dem ausschließlich die Betriebssysteme Linux und z/VM ausgeführt werden können.[3]

Eine zusätzliche Besonderheit stellen die HiperSockets dar. Damit können mehrere Server innerhalb des gleichen Rechners miteinander kommunizieren, ohne auf ein externes, physisches Netzwerk zurückgreifen zu müssen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. a b Mark Post: Linux for S/390 - History, 2001
  2. Linux/390 - Notes and Observations. Abgerufen am 5. Juni 2013.
  3. Beschreibung des IFL beim Hersteller
  4. IBM Redbook: HiperSockets Implementation Guide (PDF; 1,5 MB)