Lion Feuchtwanger

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Lion Feuchtwanger 1909 in München

Lion Feuchtwanger (geboren am 7. Juli 1884 in München; gestorben am 21. Dezember 1958 in Los Angeles) war ein deutscher Schriftsteller und einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Briefmarke der Deutschen Post der DDR aus der Serie Bedeutende Persönlichkeiten

Leben in Deutschland bis 1933[Bearbeiten]

Gedenktafel vor dem Haus Regerstraße 8, in Berlin-Grunewald

Lion Feuchtwanger wuchs in einer begüterten Familie als Sohn des jüdisch-orthodoxen Margarinefabrikanten Sigmund Feuchtwanger und dessen Ehefrau Johanna geb. Bodenheim auf. Er war der Bruder des Juristen Ludwig Feuchtwanger und des Journalisten und Schriftstellers Martin Feuchtwanger. Schon früh unternahm Lion Feuchtwanger erste Versuche als Schriftsteller, die ihm bereits als Schüler einen Preis einbrachten. 1903 schloss er die Schule mit dem Abitur am humanistischen Wilhelmsgymnasium München ab. Danach studierte er Geschichte, Philosophie und Deutsche Philologie in München und Berlin, löste sich dabei stark vom Elternhaus. Er promovierte 1907 bei Franz Muncker über Heinrich Heines Der Rabbi von Bacharach. Von einer Habilitation nahm er aufgrund der Beschränkungen für Juden Abstand.[1]

Er gründete 1908 seine eigene Kulturzeitschrift Der Spiegel, dessen erste Ausgabe am 30. April erschien. Nach 15 Nummern und sechs Monaten fusionierte sie jedoch auf Grund finanzieller Probleme mit der von Siegfried Jacobsohn herausgegebenen Zeitschrift Die Schaubühne, für die Feuchtwanger von nun an schrieb.[2] 1912 heiratete er die jüdische Kaufmannstochter Marta Löffler. Sie war bei der Hochzeit schwanger; ihrer beider einzige Tochter starb kurz nach der Geburt. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er im November 1914 als Ersatzreservist zum Militärdienst eingezogen, aus dem er aus gesundheitlichen Gründen einen Monat später entlassen wurde.[3] Bereits 1918 entdeckte er das Talent des jungen Bertolt Brecht, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Während der Novemberrevolution 1918/1919 war Feuchtwanger krank und unbeteiligt.

Nach einigen Erfolgen als Dramatiker verlagerte er seinen Schwerpunkt auf den historischen Roman. Am erfolgreichsten war Jud Süß (geschrieben 1921/22, veröffentlicht 1925), der auch international bereits ab 1926 großen Anklang fand, nachdem Feuchtwanger lange in Deutschland vergeblich einen Verleger gesucht hatte. Die antisemitische Thematik schien unpopulär. Sein zweiter großer Erfolg war Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch. Aus beruflichen Gründen zog er 1925 nach Berlin, 1932 in eine große Villa am Grunewald. 1932 erschien der erste Teil der Josephus-Trilogie Der jüdische Krieg. Feuchtwanger sprach sich für den Kosmopolitismus aus und damit auch gegen einen jüdischen Nationalismus. Auch richtete er sich gegen den marxistischen Historischen Materialismus.[4] Sein Interesse galt fortschrittlichen Intellektuellen als Schrittmachern der gesellschaftlichen Entwicklung.

Feuchtwanger erkannte sehr hellsichtig als einer der ersten die Gefahren durch Hitler und die NSDAP. Bereits 1920 erscheint in dem satirischen Text Gespräche mit dem Ewigen Juden als Vision, was später als Folge antisemitischen Rassenwahns Wirklichkeit wird:

„Türme von hebräischen Büchern verbrannten, und Scheiterhaufen waren aufgerichtet, hoch bis in die Wolken, und Menschen verkohlten, zahllose, und Priesterstimmen sangen dazu: Gloria in excelsis Deo. Züge von Männern, Frauen, Kindern schleppten sich über den Platz, von allen Seiten; sie waren nackt oder in Lumpen, und sie hatten nichts mit sich als Leichen und die Fetzen von Bücherrollen, von zerrissenen, geschändeten, mit Kot besudelten Bücherrollen. Und ihnen folgten Männer im Kaftan und Frauen und Kinder in den Kleidern unserer Tage, zahllos, endlos.[5]

Wesentlich genauer erscheinen die Figuren des „braunen Münchens“ der 1920er Jahre in dem 1930 erschienenen Schlüsselroman Erfolg, in dem Feuchtwanger in der Figur Rupert Kutzners ein leicht erkennbares Porträt Hitlers zeichnet.

Im November 1932 brach er zu Vorträgen nach London und in die USA auf. Die nationalsozialistische Machtergreifung Ende Januar 1933 machte seine Rückkehr nach Deutschland unmöglich, denn Feuchtwanger galt den Nationalsozialisten als einer ihrer intellektuellen Hauptgegner. Seine Bücher wurden ein Opfer der Bücherverbrennung 1933. Sein Name tauchte im Sommer 1933 in der ersten Ausbürgerungsliste Hitlerdeutschlands auf. Eine literarische Frucht dieser Phase war der Roman Die Geschwister Oppermann.

Exil in Frankreich und den USA[Bearbeiten]

Gedenktafel für die deutschen und österreichischen Flüchtlinge in Sanary, unter ihnen Lion Feuchtwanger
Cover von Feuchtwangers Moskau 1937

Seit 1933 lebte Feuchtwanger in Sanary-sur-Mer, einem Zentrum des deutschsprachigen Exils in Südfrankreich. Aufgrund der hohen Auflagen seiner Bücher insbesondere im angelsächsischen Sprachraum hatte er dort ein gutes Auskommen. Unter anderem als Folge der wenig antinazistischen Haltung der Westmächte näherte er sich weiter dem Sowjetkommunismus an. Als der mit der Sowjetunion sympathisierende André Gide 1936 nach einer Reise dorthin einen kritischen Bericht unter dem Titel Retour de l’U.R.S.S. („Zurück aus der Sowjetunion“) veröffentlichte und darin neben vielem anderen die Verfolgung missliebiger Kommunisten durch Stalin anprangerte, ließ Feuchtwanger sich von der Sowjetunion für eine Propagandaaktion einspannen.[6] Werbewirksam reiste er vom November 1936 bis Februar 1937 durch die Sowjetunion, in der seine Werke mit Hilfe Artemi Chalatows verlegt wurden. Er traf mit vielen Menschen zusammen und verfasste einen Bericht darüber. Mit Stalin sprach er (mit Dolmetscher) am 7. Januar 1937 „gewundenes Zeugs über die Freiheit des Schriftstellers, den Stalinkult, über Demokratie und den Prozess“. Außerdem durfte er zweimal einem der Schauprozesse gegen die alte Garde der Bolschewiken beiwohnen, an einem Tag war Karl Radek unter den Angeklagten. Feuchtwanger übersah geflissentlich, dass ihm Potemkinsche Dörfer vorgeführt worden waren. In seinen Reiseeindrücken Moskau 1937 rechtfertigte er unter anderem die Schauprozesse gegen angebliche Trotzkisten, da nach vier Jahren Faschismus in Deutschland und der Untätigkeit der westlichen Demokratien im spanischen Bürgerkrieg die Zeit der falschen Alternativen angebrochen war (Wilhelm von Sternburg, 2014). Feuchtwanger erregte die Empörung von Arnold Zweig, Franz Werfel und Bruno Frank und vielen kritischen Beobachtern des Stalinismus. Sein Verleger Chalatow wurde noch 1937 verhaftet und später ermordet. Kritik an Feuchtwangers stalinfreundlicher Haltung war der Grund für die Verzögerung seiner Einbürgerung in die USA.

In dem Roman Exil, der kurz vor dem deutschen Überfall auf die Niederlande erschien, schildert er das Leben von Intellektuellen im französischen Exil. Dabei spielt die Affäre um die mit Gewalt erfolgte Übernahme des Pariser Tageblatts durch einen Teil der Redaktion eine Rolle, die im Buch die „Pariser Nachrichten“ heißen. In diesem 1939 erschienenen Roman setzte er auch seiner zeitweiligen Geliebten und Freundin, der Malerin Eva Herrmann, ein „zweifelhaftes Denkmal (..) in der Gestalt der Lea Chassefierre, einer Halbjüdin, die seit vielen Jahren die Geliebte des Journalisten Erich Wiesener ist“.[7] 1992 wurden im Nachlass seiner langjährigen Sekretärin Hilde Waldo Feuchtwangers Tagebücher von 1906 bis 1940 entdeckt.[8] Die, für eine Veröffentlichung ungeeigneten, Tagebücher sind für wissenschaftliche Zwecke im Feuchtwanger-Archiv der University of Southern California, Los Angeles, einzusehen.[9]

Nach dem Beginn des deutschen Westfeldzugs im Mai 1940 musste sich Feuchtwanger wie viele andere Deutsche, die sich in Frankreich aufhielten, in das Internierungslager Les Milles begeben, wo er bereits bei Kriegsausbruch 1939 für wenige Wochen interniert worden war. Später wurden die Gefangenen von Les Milles aufgrund des Vorrückens der deutschen Truppen in ein provisorisches Zeltlager nahe Nîmes verlegt. Von dort wurde er von Angestellten des amerikanischen Konsulats in Marseille - als Frau verkleidet - herausgeschmuggelt. Mit Unterstützung von Varian Fry konnte er nach Monaten des Wartens in Marseille mit seiner Frau unter abenteuerlichen Umständen über Spanien und Portugal in die USA fliehen und lebte ab 1941 bis zu seinem Tod in Kalifornien, ab November 1943 in der komfortablen Villa Aurora. Auch durch die Einkünfte durch Filmrechte konnte er sich diese mit einer großen Bibliothek leisten. Feuchtwanger war Mitbegründer des Aurora-Verlages 1944 in New York.

Durch die Werke aus seiner Zeit in Frankreich und den USA zählt Feuchtwanger zu den großen Schriftstellern der Exilliteratur. Nach dem Krieg wurde er als Linksintellektueller argwöhnisch von den US-Behörden in der McCarthy-Ära beobachtet. 1947 schrieb er ein Theaterstück über die Hexenprozesse von Salem, also Jahre vor Arthur Miller, Wahn oder Der Teufel in Boston, das 1949 in Deutschland uraufgeführt wurde und 1953 in der Übersetzung von June Barrows Mussey („The Devil in Boston“) in Los Angeles und New York aufgeführt wurde. Am Lebensende befasste er sich wieder mit jüdischen Themen (Die Jüdin von Toledo) und befürwortete einen jüdischen Staat als Zuflucht.

1953 erhielt Feuchtwanger den Nationalpreis der DDR 1. Klasse für Kunst und Literatur. Dort wurde er im Allgemeinen als Antifaschist und kommunistischer Sympathisant in Ehren gehalten. Allerdings gehörte sein Buch "Erfolg" in der Fassung von 1948 zu einem Konvolut von ca. 1400 Titeln, die in der SBZ nicht mehr in öffentlichen Leihbüchereien ausgeliehen werden sollten, und zwar war dieses Buch ausdrücklich aus politischen Gründen "zu meiden". Die Liste stammt von einer "Fachgruppe Leihbücherei" im Börsenverein des deutschen Buchhandels, und zwar ihrem SBZ-Zweig in Leipzig.[10]

Lion Feuchtwanger erkrankte 1957 an Magenkrebs.[11] Nach mehreren Operationen verstarb er Ende 1958 an inneren Blutungen. Er ist auf dem Woodlawn Cemetery in Santa Monica beerdigt.[12]

Lion-Feuchtwanger-Preis[Bearbeiten]

Der Lion-Feuchtwanger-Preis wird seit 1971 für historische Prosa vergeben.

Werke[Bearbeiten]

Romane und Erzählungen[Bearbeiten]

Verlagseinband des Erstdrucks von Jud Süß, 1925
  • Die Einsamen. Zwei Skizzen, 1903.
  • Karneval von Ferrara. 1908.
  • Der tönerne Gott. 1910.
  • Jud Süß, dt. EA 1925, Drei Masken-Verlag München (Entstehung 1921/22).
  • Die häßliche Herzogin, dt. EA 1923, Volksverband der Bücherfreunde.
    • Neuausgabe für die DDR: Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch. Aufbau-Verlag, Berlin 1956.
    • Neuausgabe: Die hässliche Herzogin. Margarete Maultasch. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-7466-5005-4.
  • Wartesaal-Trilogie. Romane über das Aufkommen des Nationalsozialismus und die Reaktionen darauf.
  • Josephus-Trilogie. Romane über den jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus.
  • Lion Feuchtwanger: Der Jüdische Krieg. Der Tag wird kommen. Die Söhne (Josephus Trilogie). Aufbau-Verlag Berlin und Weimar GmbH, 1998, 2. Auflage, ISBN 3-351-01755-3. Sehr spannender, interessanter und leicht verständlicher Geschichtsroman, der unter anderem aus jüdischer Sicht vom frühen Christentum berichtet. Die historische Person Flavius Josephus ist eine der wenigen nichtchristlichen Quellen (Original-Version) aus der Zeit Jesus bzw. aus der Zeit danach. Lion Feuchtwanger hat es verstanden, die damalige Zeit, die jüdisch-römische Welt in politischer-gesellschaflicher und religiöser Hinsicht anschaulich zu erklären und von der unglaublichen Lebensgeschichte von Joseph Ben Matthias, gemeint ist Flavius Josephus, zu berichten.
  • Der falsche Nero. Querido Verlag, Amsterdam 1936 (Exilverlag), dt.EA 1947 Aufbau-Verlag Berlin.
  • Die Brüder Lautensack. 1943.
  • Simone. 1943 u.ö. Die 15-jährige Simone Planchard im gewaltsamen Widerstand gegen die Nazis in Frankreich, gleicher Stoff von Bertolt Brecht und Feuchtwanger dramatisiert.
  • Waffen für Amerika, 2 Bände, Querido Verlag, Amsterdam 1947/48.
    • als Fischer-Taschenbuch: Die Füchse im Weinberg. Erster Teil: Waffen für Amerika. Roman, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-596-22545-0.
  • Venedig (Texas) und vierzehn andere Erzählungen. Aurora-Verlag, New York 1946 (Auflage 4000).
    • in Deutschland zuerst veröffentlicht unter: Panzerkreuzer Potemkin und andere Erzählungen. Reclam, Leipzig 1954.
  • Goya oder der arge Weg der Erkenntnis, dt. EA bei „Neuer Verlag“, Stockholm, 1951 (Exilverlag, ab 1951 „Frankfurter Verlagsanstalt“).
  • Odysseus und die Schweine und vierzehn andere Erzählungen. 1950.
  • Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau, dt. EA 1952, Frankfurter Verlagsanstalt (in rotem Leinen), ab 1953 auch im Aufbau-Verlag Berlin.
  • Die Jüdin von Toledo, dt. EA 1955, Aufbau-Verlag Berlin, zeitgleich mit der Veröffentlichung in Westdeutschland unter dem Titel Spanische Ballade, Rowohlt Verlag Hamburg.
  • Jefta und seine Tochter, dt. EA 1957, sowohl im Rowohlt Verlag Hamburg, als auch im Aufbau-Verlag Berlin.

Lyrik[Bearbeiten]

  • Pep – J. L. Wetcheeks amerikanisches Liederbuch. Potsdam 1928. Ironische Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Glauben an die Kraft des Kapitals.

Autobiografische Schriften[Bearbeiten]

  • Moskau 1937: Ein Reisebericht für meine Freunde. Querido Verlag, Amsterdam 1937. – Es gibt zahlreiche Neuausgaben, z.B. Aufbau Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-7466-0168-1. Feuchtwangers Sicht der stalinistischen Sowjetunion, die er 1936/37 besuchte.
  • Unholdes Frankreich, 1942 (später „Der Teufel in Frankreich“), ISBN 3-7466-5018-6, beschreibt Feuchtwangers Erlebnisse in Frankreich 1940 im französischen Internierungslager Les Milles, während die deutsche Front sich auf das Lager zubewegt.

Erzählungen[Bearbeiten]

  • Panzerkreuzer Potemkin. Aufbau Verlag (DDR), 1946, veröffentlicht in der Bundesrepublik 1985 im Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 3-596-25834-0. Enthält verschiedene Erzählungen, darunter auch „Venedig (Texas)“.

Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Kleine Dramen (Joel; König Saul; Das Weib des Urias; Der arme Heinrich; Donna Bianca; Die Braut von Korinth) 1905–1906.
  • Der Fetisch. Schauspiel in fünf Akten, 1906.
  • Julia Farnese. Ein Trauerspiel in drei Akten, 1915.
  • Warren Hastings. Schauspiel in vier Akten und einem Vorspiel, 1915.
  • Jud Süß. Schauspiel in drei Akten, 1918.
  • Die Kriegsgefangenen. Ein Schauspiel in fünf Akten, 1918.
  • Thomas Wendt. Ein dramatischer Roman, 1918–1919.
  • Der holländische Kaufmann. Ein Schauspiel, 1920.
  • Der Amerikaner oder die entzauberte Stadt. Eine melancholische Komödie in vier Akten, 1921.
  • Die Petroleuminsel. Ein Stück in drei Akten, 1923.
  • Wird Hill amnestiert? Komödie in vier Akten, 1923.
  • Zusammen mit Bertolt Brecht:
    • Leben Eduards des Zweiten von England. Historie nach Marlowe, 1924.
    • Kalkutta 4. Mai. Drei Akte Kolonialgeschichte, 1925, Überarbeitung des Warren Hastings.
    • Die Gesichte der Simone Machard. 1941–1943.
  • Wahn oder Der Teufel von Boston. Ein Stück in drei Akten (1948). Premiere Frankfurt am Main 1949, in englischer Übersetzung („The Devil in Boston“) Los Angeles 1953.

Sonstige Schriften und Sammlungen[Bearbeiten]

  • Heinrich Heines Rabbi von Bacherach. Mit Heines Erzählfragment . Eine kritische Studie. Dissertation München 1907. Neuausgabe S. Fischer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-25868-5.
  • Ein Buch nur für meine Freunde. Aufbau, Berlin 1956. Neuausgabe: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-25823-5. Sammlung von etwa 100 verstreut veröffentlichten kleineren Werken Feuchtwangers (Studien, Theaterkritiken, Literaturgeschichtliches, Autobiographisches, Erzählungen)
  • Das Haus der Desdemona. Größe und Grenzen der historischen Dichtung. Greifenverlag, Rudolstadt 1961 (aus dem Nachlass)
  • Harold von Hofe (Hrsg.): Briefwechsel 1933–1958: Arnold Zweig − Lion Feuchtwanger. 2 Bände Aufbau, Berlin 1984. Taschenbuch: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1986.
  • Harold von Hofe, Sigrid Washburn (Hrsg.): Briefwechsel mit Freunden 1933–1958. 2 Bände Aufbau, Berlin 1991, ISBN 3-351-01665-4.
  • Nortrud Gomringer (Hrsg.): Lion Feuchtwanger, Briefe an Eva van Hoboken. Ed. Splitter, Wien 1996.

Werkausgabe[Bearbeiten]

  • Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Aufbau, Berlin 1959–1989
    • Band 1: Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch. Jud Süß
    • Band 2: Der jüdische Krieg
    • Band 3: Die Söhne
    • Band 4: Der Tag wird kommen
    • Band 5: Der falsche Nero
    • Band 6: Die Füchse im Weinberg
    • Band 7: Goya oder der arge Weg der Erkenntnis
    • Band 8: Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau
    • Band 9: Die Jüdin von Toledo. Jefta und seine Tochter
    • Band 10: Erfolg - drei Jahre Geschichte einer Provinz
    • Band 11: Die Geschwister Oppermann
    • Band 12: Exil
    • Band 13: Die Brüder Lautensack. Simone
    • Band 14: Erzählungen. Pep - J. L. Wetcheeks amerikanisches Liederbuch
    • Band 15: Dramen 1
    • Band 16: Dramen 2

Verfilmungen seiner Werke[Bearbeiten]

Hörbücher und Hörspiele[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marta Feuchtwanger: Nur eine Frau. Erinnerungen. München 1983, Ostberlin 1984.
  • Marta Feuchtwanger: Leben mit Lion. Gespräch mit Reinhart Hoffmeister in der Reihe „Zeugen des Jahrhunderts“. Lamuv, Göttingen 1991, ISBN 3-88977-278-1.
  • Manfred Flügge: Die vier Leben der Marta Feuchtwanger. Biographie. Aufbau, Berlin 2008, ISBN 978-3-351-02664-6.
  • Klaus Gysi (Hrsg.): Lion Feuchtwanger. Kollektiv für Literaturgeschichte unter Leitung von Klaus Gysi. Schriftsteller der Gegenwart, Band 2. Volk und Wissen, Berlin 1960.
  • Andreas Heusler: Lion Feuchtwanger. Münchner - Emigrant - Weltbürger. Residenz Verlag, Salzburg 2014, ISBN 978-3-7017-3297-5.
  • Roland Jaeger: Feuchtwanger fotografisch. Visuelle Quellen der Exilforschung in der Feuchtwanger Memorial Library. In: Newsletter of the International Feuchtwanger Society. 2006, Nr. 4, S. 2–6. Ebenso in: Neuer Nachrichtenbrief der Gesellschaft für Exilforschung e.V. (PDF; 267 kB), Nr. 28, Dezember 2006, S. 9–12.
  • Reinhold Jaretzky: Lion Feuchtwanger. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1984, ISBN 3-499-50334-4.
  • Wolfgang Jeske, Peter Zahn: Lion Feuchtwanger oder der arge Weg der Erkenntnis. Eine Biographie. Stuttgart 1984.
  • Martin Mauthner: German Writers in French Exile, 1933–1940. Vallentine Mitchell, London 2007, ISBN 978-0-85303-540-4.
  • Franz Norbert Mennemeier: Feuchtwanger, Lion. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 109 f. (Digitalisat).
  • Klaus Modick: Sunset. Roman. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-8218-6117-3 (Roman über Feuchtwanger im kalifornischen Exil und dessen Beziehung zu Bertolt Brecht).
  • Joseph Pischel: Lion Feuchtwanger. Versuch über Leben und Werk. Röderberg, Frankfurt am Main 1984.
  • Wilhelm von Sternburg: Lion Feuchtwanger. Ein deutsches Schriftstellerleben. Athenäum, Königstein/Ts. 1983, ISBN 3-7610-8350-5
    • Überarbeitete Neuausgabe unter dem Titel: Lion Feuchtwanger. Die Biographie. Aufbau, Berlin 2014
  • Hans Wagener: Lion Feuchtwanger. Morgenbuch, Berlin 1996, ISBN 3-371-00406-6.
  • Klaus Washausen: Lion Feuchtwanger – von Erfolg zu Erfolg (1925–1932). Ein Lion-Feuchtwanger-Roman. Cornelius, Halle 2008, ISBN 978-3-86634-465-5.
Dokumentarfilm
  • Feuchtwanger lebt! Reportage, Deutschland, 2008, 44 Min., Buch und Regie: Herbert Krill, Produktion: 3sat, Erstsendung: 17. Dezember 2008, 44 Min.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lion Feuchtwanger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Nach seiner Auswanderung entzog ihm die Ludwig-Maximilians-Universität München 1933 aufgrund seiner jüdischen Abstammung den Doktortitel. Erst im November 1952 gab ihm die Universität den Titel wieder offiziell zurück.
  2. W. von Sternburg: Lion Feuchtwanger. Ein deutsches Schriftstellerleben. S. 93ff.
  3. Bayerisches Hauptstaatsarchiv IV, Kriegsstammrolle Nr. 7833 (Ers.-Batl. Res.-Inf.-Regt. N° 2)
  4. Wagener: Lion Feuchtwanger. 1996, S. 44f.
  5. Erstausgabe in: Hermann Sinsheimer (Hrsg.): An den Wassern von Babylon. Ein fast heiteres Judenbüchlein. Georg Müller, München 1920, S. 52–92. Nachgedruckt in: Ein Buch nur für meine Freunde. Frankfurt am Main 1984, S. 437–459; Zitat dort S. 453f.
  6. Hans Christoph Buch: Wer betrügt, betrügt sich selbst. In: Die Zeit, 15/1992
  7. Manfred Flügge: Muse des Exils – Das Leben der Malerin Eva Herrmann. Insel, Berlin 2012, ISBN 978-3-458-17550-6, S. 238.
  8. Stefan Berkholz: Zettel aus der Kiste. In Die Zeit 26/1992
  9. Feuchtwanger Memorial Library
  10. Dietrich Löffler, Buch und Lesen in der DDR, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2011, ISBN 9783838902340 S. 333
  11. Villa Aurora, Information (pdf)
  12. Grabstätte von Lion Feuchtwanger in Santa Monica