Liouvillesche Formel
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Die liouvillesche Formel (benannt nach Joseph Liouville) ist eine Identität, welche die Determinante der Fundamentalmatrix eines linearen gewöhnlichen Differentialgleichungssystems erster Ordnung mit der Spur der Koeffizientenmatrix verknüpft. Mit Hilfe der liouvilleschen Formel kann man beispielsweise die abelsche Identität leicht beweisen.
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[Bearbeiten] Definition
Sei
ein Intervall,
stetig und
eine Matrixlösung von
d. h.,
ist differenzierbar mit
. Dann gilt für alle
die liouvillesche Formel
[Bearbeiten] Einfache Folgerungen
- Insbesondere ist
entweder für alle
eine reguläre Matrix oder für kein
. Im ersteren Fall nennt man
eine Fundamentalmatrixlösung oder kurz Fundamentalmatrix. Gilt zudem
, so heißt
die Hauptfundamentalmatrixlösung in x0.
- Sei
eine feste Matrix. Im Spezialfall
der Matrixexponentialfunktion erhält man aus der liouvilleschen Formel
-
- da
Hauptfundamentalmatrixlösung für
in 0 ist.
[Bearbeiten] Literatur
- Carmen Chicone: Ordinary Differential Equations with Applications. 2. Auflage. Texts in Applied Mathematics 34, Springer-Verlag, 2006, ISBN 0-387-30769-9.


entweder für alle
eine reguläre Matrix oder für kein
, so heißt
eine feste Matrix. Im Spezialfall
der 
in