Lipophobie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Wort lipophob kommt aus dem Altgriechischen (λίπος lípos „Fett“ sowie φόβος phóbos „Furcht“)[1] und bedeutet Fett meidend. Diese Eigenschaft beschreibt flüssige Stoffe wie z. B. Wasser, die sich nicht mit Fetten und Ölen mischen lassen, sondern eine Emulsion bilden.

Der Grund für die schlechte Mischbarkeit liegt darin, dass sich die Moleküle der lipophoben Flüssigkeit untereinander deutlich stärker anziehen, als sie von den Fettmolekülen angezogen werden, oder dass sich diese untereinander deutlich stärker anziehen. Durch die unterschiedliche Anziehung sammeln sich die Moleküle der beiden Flüssigkeiten getrennt.

Moleküle lipophober Flüssigkeiten ziehen sich untereinander häufig mit der Van-der-Waals Kraft an und sind dadurch hydrophil, d. h. wasserlöslich.

Zum Mischen von lipophoben Stoffen mit Fett können Tenside eingesetzt werden. Diese sind amphiphil, also sowohl Fett- als auch wasserlöslich.

Das Gegenteil von lipophob ist lipophil.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München/Wien 1965.