Lisa Wenger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lisa Wenger (* 23. Januar 1858 in Bern; † 17. Oktober 1941 in Carona/Tessin) war eine Schweizer Künstlerin, Kinderbuchautorin und Malerin.

Leben[Bearbeiten]

Lisa Wenger bildete sich in Paris, Florenz und Düsseldorf zur Malerin aus und führte dann in Basel eine Schule für Porzellanmalerei. 1890 heiratete sie den Fabrikanten Theo Wenger, übersiedelte nach Delémont, das damals noch zum Berner Jura gehörte, und begann zu schreiben. Mit ihren Romanen und Erzählungen wurde sie bald eine der meistgelesenen Schweizer Autorinnen.

Eines ihrer bekannten Kinderbücher war Joggeli söll ga Birli schüttle. Ihre Tochter Ruth Wenger war kurze Zeit mit Hermann Hesse verheiratet und ihre Enkeltochter Meret Oppenheim wurde ebenfalls eine bekannte Künstlerin. Ein weiterer Enkel aus der Ehe ihrer Tochter mit dem UFA-Schauspieler Erich Haußmann, der Theater- und Filmschauspieler Ezard Haußmann, war erfolgreich auf Bühnen und vor Fernsehkameras tätig. Dessen Sohn Leander Haußmann ist ein bekannter Regisseur.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das blaue Märchenbuch. 1905
  • Wie der Wald still ward. Tiergeschichten. 1906
  • Joggeli söll ga Bierli schüttle, 1908
  • Prüfungen. Roman. 1908
  • Die Wunderdoktorin. Roman. 1909
  • Der Kampf um die Kanzel. Erzählung 1911
  • Amoralische Fabeln, 1920
  • Baum ohne Blätter, 1938
  • Das Zeichen. Ein Schauspiel in drei Akten, 1914
  • Der Garten. Erzählungen aus dem Tessin, 1924
  • Der Vogel im Käfig. Roman, 1922
  • Der Waldfrevler, 1919
  • Die Altweibermühle. Zehn Frauenmärchen, 1921
  • Die drei gescheiten Männer von Au. Vetter Jeremias und die Schwestern Tanzeysen. Novellen, 1919
  • Die Longway und ihre Ehen. Roman, 1930
  • Die Wunderdoktorin. Roman, 1910
  • Eine Heimkehr
  • Elisabeth sucht Gott, 1941
  • Er und Sie und das Paradies, 1918
  • Es schwärs Warte. Einakter, 1930
  • Hans-Peter Ochsner. Roman, 1955
  • Licht und Schatten in San Marto. Roman, 1940
  • Oh wie bös, oh nit so bös: die Geschichte vom Mannli und vom Fraueli, 1946
  • s Zeiche: ein Schauspiel in drei Akten, 1916
  • Verenas Hochzeit, 1939
  • Vier junge Musikanten erleben Abenteuer. Zeichnungen von Fritz Deringer. Schweizerisches Jugendschriftenwerk 1940, SJW-Heft Nr. 88
  • Was mich das Leben lehrte: Gedanken und Erfahrungen, 1927
  • Wie der Wald still ward, 1907
  • Aber, aber Kristinli. Schweizerisches Jugendschriftenwerk 1935, SJW-Heft Nr. 48, Jubiläumsausgabe-Reprint 2006 mit Illustrationen von Meret Oppenheim, ISBN 3-7269-0520-0

Weblinks[Bearbeiten]