Lisieux

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde Lisieux, für die katholische Nonne siehe Therese von Lisieux
Lisieux
Wappen von Lisieux
Lisieux (Frankreich)
Lisieux
Region Basse-Normandie
Département Calvados
Arrondissement Lisieux (Unterpräfektur)
Kanton chef-lieu von drei Kantonen
Koordinaten 49° 9′ N, 0° 14′ O49.1455555555560.2255555555555646Koordinaten: 49° 9′ N, 0° 14′ O
Höhe 32–152 m
Fläche 13,07 km²
Einwohner 21.391 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.637 Einw./km²
Postleitzahl 14100
INSEE-Code
Website http://www.ville-lisieux.fr/

Die Basilika Sainte-Thérèse

Lisieux ist eine Stadt mit 21.391 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) in der französischen Region Basse-Normandie im Département Calvados. Sie ist Sitz der Unterpräfektur (frz. Sous-préfecture) des Arrondissements Lisieux. Dieses besteht aus 13 Kantonen; die Stadt selbst gliedert sich in drei Kantone. Sie ist auch Hauptort des Pays d’Auge. Die Bewohner heißen auch heute, nach dem ursprünglichen keltischen Namen des Ortes, Lexoviens.

Geographie[Bearbeiten]

Lisieux liegt am Fluss Touques etwa 30 km südlich der Seine-Mündung. Im Stadtgebiet mündet der Orbiquet als rechter Nebenfluss in die Touques.

Lisieux besitzt einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Paris–Cherbourg; die Fahrzeit nach Paris Gare Saint-Lazare liegt bei einer Stunde und vierzig Minuten.

Geschichte[Bearbeiten]

Lisieux im 17. Jahrhundert nach Matthäus Merian

Die Stadt wurde bereits in römischer Zeit als Noviomagus Lexoviorum erwähnt. Vom hohen Mittelalter bis zur Revolution wurde Lisieux von den mächtigen Bischofsgrafen beherrscht, die ihre Stadt zu einer blühenden Metropole machten. Im 19. Jahrhundert verlor es nach und nach zunächst seine religiöse, dann seine wirtschaftliche Bedeutung.

Im 20. Jahrhundert gewann Lisieux wieder an Bedeutung. Die Stadt wurde als Sitz eines Karmels zum Wallfahrtsort, der seinen Ruhm der Ordensfrau Thérèse Martin, bekannter unter dem Namen Therese vom Kinde Jesu, verdankt. Nach ihrem Tod 1897 verbreitete sich die Verehrung der Karmelitin, die 1923 selig- und 1925 heiliggesprochen wurde. Ihr ist hier die von 1929 bis 1954 (Einweihung) im neuromanischen Stil errichtete Kirche geweiht. Nach Lourdes ist die Stadt der zweitgrößte Wallfahrtsort in Frankreich mit jährlich fast eineinhalb Millionen Pilgern und Besuchern.

Nach Zerstörungen durch alliierte Luftangriffe vom 6. bis 8. Juni 1944 auf deutsche Stellungen, die in der Stadt eingerichtet worden waren, um den Vormarsch auf Paris zu erschweren, gelang am 23. August 1944 die Befreiung der Stadt. In den 1950er Jahren wurde die Stadt im zeitgenössischen Nachkriegs-Stil wieder aufgebaut. Der 60. Jahrestag der Befreiung 2014 wurde in der ganzen Region gefeiert, unter den Gästen befanden sich auch betagte regionale Veteranen der damaligen Kämpfe.[1] In Saint Désir gibt es zwei Soldatenfriedhöfe, sowohl für britische Befreier als auch für Personen der Wehrmacht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kathedrale Saint-Pierre
  • Basilika Ste. Thérèse: eine der größten Kirchen, die im 20. Jahrhundert gebaut wurden
  • Chapelle du Carmel
  • Kathedrale St-Pierre: 1170–1250 erbaut, romanisch/gotisch, Südturm aus dem 16. Jahrhundert
  • Fachwerkbauten und Herrenhäuser
  • Jardin archéologique
  • Jardin de l’Eveché: von André Le Nôtre, dem Architekten des Parkes von Schloss Versailles gestalteter Park im Zentrum von Lisieux, nächst der Kathedrale
  • Schloss Saint-Germain-de-Livet: aus dem 15./16. Jahrhundert, seit 1958 im Besitz der Stadt
  • Jardin de l’Abbé Marie: Park in ehemaligem Friedhofsgelände
  • Le Musée d’Art et d’Histoire: das Museum für Kunst und Geschichte hat archäologische, ethnologische und ikonographische Ausstellungsstücke, 38 boulevard Pasteur
  • Le Domaine Saint Hippolyte: herrschaftliches Anwesen aus dem 15./16. Jahrhundert, 3 km südlich von Lisieux
  • Le Château du Pré d’Auge: mit Kirche und Brunnen Saint Méen

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Lisieux ist durch eine Städtepartnerschaft verbunden mit der englischen Stadt Taunton in der Grafschaft Somerset.

Freundschaftliche Kontakte bestehen zum deutschen Ort Wesel am Niederrhein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lisieux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Notizen[Bearbeiten]

  1. Ouest-France, 31. Juli 2014, p. 7 (Calvados)