Lismore (Irland)

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Lismore Castle (2006)

Lismore (irisch: Lios Mór; d. h. „große Einfriedung“) ist eine Stadt im County Waterford im Süden der Republik Irland.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde Lismore vom Heiligen Mochutu (engl. auch Mochuda[2]), auch bekannt als Carthage of Lismore (~555–637). Im Jahr 635[3] oder 636 begründete Mochutu dort ein Kloster, dessen Schule überregionale Bedeutung gewann.[4] Lismore wurde bereits vor der Synode von Rathbreasail im Jahr 1111 Bischofssitz. Die heute der Church of Ireland als Bischofssitz dienende Sankt-Mochutu-Kathedrale geht auf das 13. Jahrhundert zurück, wurde später jedoch mehrfach umgebaut.[5]

An der Stelle des früheren Klosters befindet sich heute das Lismore Castle. Der in Ardpatrick 1129 verstorbene Erzbischof von Armagh Cellach Mac Aodh wurde entsprechend seinem testamentarischen Wunsch in Lismore beigesetzt. 1627 wurde dort der bedeutende Universalgelehrte Robert Boyle geboren und 1814 das Book of Lismore wiederentdeckt, ein Manuskript aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Lismore liegt im Westen der Grafschaft Waterford, nahe der Grenze zum County Cork, am River Blackwater auf der N72 zwischen Dungarvan und Fermoy (wo die N72 auf die N8 nach Cork City trifft). Über eine Regionalstraße ist Lismore mit dem nordöstlich gelegenen Clonmel auf der N24 verbunden. Beim Census 2002 lebten 1.182 Menschen in Lismore.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Robert Boyle (1627–1692), Naturforscher, Philosoph und Theologe

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Galloway: The Cathedrals of Ireland. The Institute of Irish Studies, The Queen's University of Belfast, Belfast 1992, ISBN 0-85389-452-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karte von Irland (stark vergrößerbar)
  2. Artikel in der en:WP (abgerufen am 26. Februar 2009)
  3. So in der „Catholic Encyclopedia (1913)“ (abgerufen am 27. Februar 2009)
  4. Vgl. James F. Kenney: The sources for the early history of Ireland: Ecclesiastical, ISBN 1-85182-115-5, S. 468 ff.
  5. Vgl. Galloway, S. 166-168.

52.138374-7.930319Koordinaten: 52° 8′ N, 7° 56′ W