Liste Fritz Dinkhauser

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Die Liste Fritz Dinkhauser (FRITZ) ist eine österreichische Partei, die von Fritz Dinkhauser gegründet wurde. Die Partei trat 2008 bei der Landtagswahl in Tirol 2008 erstmals bei Wahlen als Liste Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Tirol an und erzielte einen Stimmenanteil von 18,35 %. Damit zog die Liste Fritz Dinkhauser mit sieben Mandaten in den Landtag ein und konnte auch ein Mitglied des Bundesrats stellen. Bei der Nationalratswahl 2008 trat die Partei unter der Bezeichnung Liste Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Österreich bundesweit an, verfehlte jedoch mit 1,8 % den Einzug in den Nationalrat. Bei der Landtagswahl in Tirol 2013 musste die Liste starke Verluste hinnehmen. Sie erreichte 5,6 Prozent und stellt nur noch zwei Mandate.

Landtagswahl in Tirol 2008[Bearbeiten]

Programm[Bearbeiten]

Die Liste Fritz Dinkhauser stellte bei der Landtagswahl in Tirol als zentrale Themen die „gerechte Verteilung, das Beenden der Seilschaften und eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht die Mächtigen“[1] in den Mittelpunkt. Zu den Zielen der Bürgerliste gehörte die politische, wirtschaftliche und soziale Erneuerung, der Kampf gegen „Machtmissbrauch“, eine Bildungsoffensive, leistbares Wohnen, Familienförderung, soziale Absicherung und die Förderung von Kultur und Tradition. Des Weiteren forderte die Liste Fritz Dinkhauser die Stärkung der Bundesländer und Gemeinden gegen Zentralisierungstendenzen des Bundes und die Senkung des Strompreises, Rückgabe von Grund und Boden der Agrargemeinschaften.

Wahlziele und Wahlergebnis[Bearbeiten]

Bei der Landtagswahl setzte Dinkhauser das Überspringen der Marke von zehn Prozent als Mindestziel an.[2] Für eine mögliche Koalition präferierte er nach der Wahl eine Zusammenarbeit mit der SPÖ und den Grünen.[3] Eine Zusammenarbeit mit Landeshauptmann Van Staa schloss Dinkhauser dezidiert aus; am 1. Juni kündigte er an, auch mit allfälligen Nachfolgern nicht zusammenarbeiten zu wollen.[4] Drei Tage später erklärte Dinkhauser jedoch, unter Bedingungen für eine Koalition mit der ÖVP zur Verfügung zu stehen. [5] Nachdem Meinungsumfragen der Liste zunächst 12 bis 13 Prozent, gegen Ende des Wahlkampf sogar 17 Prozent prognostiziert hatten, erzielte die Liste bei der Wahl 61.795 Stimmen und einen Wähleranteil von 18,35 %. Damit zog die Liste Fritz Dinkhauser mit sieben Mandaten in den Tiroler Landtag ein und errang ein Bundesratsmandat. In Mieders und Kitzbühel erreichte FRITZ eine relative Mehrheit.

Personen[Bearbeiten]

Die Liste Fritz Dinkhauser kandidierte bei der Landtagswahl in Tirol 2008 mit Fritz Dinkhauser an der Spitze. Nach dem Gewinn von sieben Landtagsmandaten zog er gemeinsam mit der Listenzweiten Andrea Haselwanter-Schneider und dem Listendritten und Transitgegner Fritz Gurgiser in den Landtag ein. Weitere Tiroler Landtagsabgeordnete der Liste FRITZ wurden Andreas Brugger, Bernhard Ernst, Gottfried Kapferer und Thomas Schnitzer. Im Bundesrat wurde die Liste FRITZ bis 2012 von Stefan Zangerl, seitdem von Stefan Posch vertreten. Am 6. November 2009 verkündeten Gurgiser, der bereits zuvor aus dem Landtagsklub ausgeschlossen worden war, und Schnitzer die Gründung einer eigenen Fraktion mit dem Namen TirolKlub.[6] Nach dem Tod von Klubobmann Bernhard Ernst am 8. Dezember 2012 wurde Andrea Haselwanter-Schneider dessen Nachfolgerin als Klubobfrau und das bisherige Mitglied des Bundesrats, Stefan Zangerl, rückte auf das Landtagsmandat nach.[7]

Für die Nationalratswahl 2008 traten Theresia Zierler, die zuvor für die FPÖ und das BZÖ kandidiert hatte, Manfred Kölly, Gerhard Hutter und Rudolf Bernhard an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage des Bürgerforum Tirol Liste Fritz. 18. September 2013
  2. Kleine Zeitung Online: Dinkhauser setzte sich als Mindestziel zehn Prozent. 4. Juni 2008
  3. Oberösterreichische Nachrichten Online Dinkhauser für Rot-Grün, 27. Mai 2008
  4. ORF Tirol: Dinkhauser schließt Koalition mit ÖVP aus. 11. April 2012
  5. ORF Tirol: Dinkhauser doch wieder koalitionswillig. 11. April 2012
  6. ORF Tirol: Fritz Gurgiser gründet eigene Landtagsfraktion. Artikel vom 11. April 2012.
  7. ORF Tirol: Haselwanter-Schneider neue Liste-Fritz-Klubobfrau. Artikel vom 11. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mitglieder der Liste Fritz - Bürgerforum Österreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien