Liste von Mathematikerinnen

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Die Liste von Mathematikerinnen führt auch theoretische Informatikerinnen und theoretische Physikerinnen mit deutlich mathematischer Ausrichtung auf. Aufgenommen wurden unter anderem die Preisträgerinnen der Noether Lecture und des Ruth Lyttle Satter Prize in Mathematics und anderer Mathematikpreise. Der Schwerpunkt sollte in der Mathematik liegen und die Aufgelisteten für mathematische Leistungen bekannt sein, dokumentiert zum Beispiel durch Preise, Herausgeberschaften, Vorträge auf Kongressen, bekannte Sätze oder Algorithmen. Personen mit Mathematikabschlüssen, die sich aber in anderen Bereichen einen Namen gemacht haben (wie zum Beispiel Danica McKellar als Schauspielerin), werden nicht aufgeführt. Aufgeführt werden aber auch Mathematikerinnen, die eine historische Vorreiterrolle spielten. Astronominnen (ein häufiges Betätigungsfeld für Mathematikerinnen im 18. Jahrhundert, zum Beispiel Caroline Herschel und die Astronominnen im Umkreis von Jérôme Lalande wie Nicole-Reine Lepaute) und theoretische Physikerinnen sind im Allgemeinen nicht aufgeführt (siehe Liste von Physikerinnen, Liste von Astronominnen). Mathematikhistorikerinnen sind extra aufgeführt.

Antike[Bearbeiten]

  • Hypatia (* um 355; † 415/416). Tochter des Mathematikers Theon von Alexandria. Mathematikerin, Philosophin und Astronomin. Sie lehrte in Alexandria. Von ihren Werken (auf mathematischem Gebiet Kommentaren zu Diophant, Apollonius und Ptolemäus) ist nichts erhalten. Sie wurde als herausragende, noch dem Heidentum anhängende Persönlichkeit Alexandrias von einem christlichen Mob ermordet. Ihre Geschichte ist Gegenstand von Romanen, von denen einer von Charles Kingsley im 19. Jahrhundert besonders einflussreich für ihr Bild war, und Filmen geworden.

18. Jahrhundert[Bearbeiten]

  • Maria Gaetana Agnesi (1718–1799), Italien, Professorin in Bologna (wo sie allerdings keine Vorlesungen hielt) und Verfasserin eines damals verbreiteten frühen Analysislehrbuchs (1748).
  • Émilie du Châtelet (1706–1749), französische Salondame und wohlhabende Adlige, die das Hauptwerk Principia von Isaac Newton ins Französische übersetzte und kommentierte und dabei mit Voltaire zusammenarbeitete, mit dem sie eng befreundet war.
  • Anna Barbara Reinhart (1730–1796). Schweizer Mathematikerin in Winterthur, die mit vielen bedeutenden Gelehrten der damaligen Zeit korrespondierte.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

  • Hertha Marks Ayrton (1854–1923), Großbritannien, lehrte Mathematik, ist aber vor allem als Elektroingenieurin bekannt und hielt als erste Frau einen Vortrag vor der Royal Society (1905).
  • Philippa Fawcett (1868–1948), britische Mathematikerin, erreichte als erste Frau die höchste Punktzahl bei den Tripos-Prüfungen in Cambridge, was einem Senior Wrangler entsprach (offiziell war sie aber als Frau nicht zugelassen). Lehrte an den Universitäten in London und Cambridge und war dann Lehrerin.
  • Sophie Germain (1776–1831), Zahlentheorie (Fermat-Problem) und Elastizitätstheorie (Schalentheorie), korrespondierte mit Carl Friedrich Gauß (zunächst unter männlichem Pseudonym), auf dessen Wunsch sie 1831 die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen erhalten sollte, starb aber vorher.
  • Sofia Kowalewskaja (1850–1891). Russland. Tochter eines Offiziers und Gutsbesitzers und Mitglied der nach Unabhängigkeit strebenden russischen Intellektuellenkreise. Schülerin von Karl Weierstraß in Berlin. Wurde 1883 (durch Vermittlung von Gösta Mittag-Leffler) Professorin in Stockholm und damit die erste Mathematikprofessorin im eigentlichen Sinn. Außerdem war sie 1874 (Universität Göttingen auf Vermittlung von Weierstraß bei Ernst Schering) die erste Frau, die in Mathematik promoviert wurde (in absentia, eine Prüfung war damals nicht nötig).[1] Partielle Differentialgleichungen zum Beispiel in der Kreiseltheorie. Durch ihre Autobiographie und verschiedene Biographien, die ihr bewegtes Leben darstellen, eine der bekanntesten Mathematikerinnen.
  • Christine Ladd-Franklin (1847–1930), US-amerikanische mathematische Logikerin und experimentelle Psychologin (Farbsehen), die als erste Frau gilt, die in den USA die formalen Promotionsvoraussetzungen in Mathematik erfüllte (1883) und nur durch ihr Geschlecht daran gehindert wurde.
  • Ada Lovelace (1815–1852), britische Aristokratin, Tochter von Byron und Mitarbeiterin des Computerpioniers Charles Babbage, für dessen mechanischen Computer sie Programme entwarf. Die Programmiersprache Ada wurde nach ihr benannt.
  • Winifred Edgerton Merrill (1862–1951), erste Frau in den USA, die in Mathematik promovierte (Columbia University 1886). Sie war mit dem Geologen Frederick Merrill verheiratet und gründete später eine Schule.[2]
  • Florence Nightingale (1820–1910), Großbritannien, befasste sich als Pionierin der Krankenpflege und Gesundheitsfürsorge auch mit Statistik.
  • Charlotte Angas Scott (1858–1931), britische Mathematikerin, die 1885 bei Arthur Cayley promoviert wurde und in den USA am Bryn Mawr College lehrte. Gründungsmitglied der American Mathematical Society und dessen Vizepräsidentin (1905). Algebraische und Analytische Geometrie.
  • Mary Somerville (1780–1872), Britin, die später überwiegend in Italien lebte. Sie übersetzte Teile der Himmelsmechanik von Laplace ins Englische und schrieb populärwissenschaftliche Bücher.
  • Alicia Boole Stott (1860–1940), Tochter von George Boole, befasste sich mit Polyedern in höheren Dimensionen, wobei sie mit Pieter Schoute und H. S. M. Coxeter zusammenarbeitete. Ehrendoktor in Groningen (1914).
  • Grace Chisholm Young (1868–1944), britische Mathematikerin, promovierte 1895 in Göttingen bei Felix Klein. Damit war sie die erste Frau, die in Mathematik mit regulärer Doktorprüfung promoviert wurde.[3] Schrieb mehrere Bücher mit ihrem Mann William Henry Young, auch für Jugendliche. Geometrie und Mengenlehre.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A[Bearbeiten]

  • Ilka Agricola (* 1973), Professorin in Marburg, Globale Analysis, Differentialgeometrie mit Anwendungen in mathematischer Physik
  • Susanne Albers (* 1965), Informatikerin, Professorin an der Humboldt-Universität Berlin, Algorithmentheorie, Leibniz-Preisträgerin
  • Maria Ales (* 1899), studierte in Palermo, wo sie Assistentin von Michele De Franchis war, habilitierte sich und lehrte in Palermo. Algebraische Geometrie.
  • Yvette Amice (1936–1993), französische Zahlentheoretikerin (speziell p-adische Zahlen, worüber sie ein Buch schrieb), promovierte bei Charles Pisot, Professorin in Poitiers, Bordeaux und der Universität Paris VII (deren Vizepräsidentin sie war). Sie leitete die Mathematik-Fakultät in der Ecole Normale Superieure de Jeunes Filles in Sevres.
  • Nalini Anantharaman (* 1976), Universität Paris-Süd, mathematische Physik. Henri-Poincaré-Preis 2012, Salem-Preis.
  • Goulnara Arzhantseva (auch Arjantseva; * 1973), Universität Genf/Neuchâtel/Wien, Analytische Gruppentheorie
  • Michèle Audin (* 1954), Professorin in Straßburg, symplektische Geometrie, Mathematikgeschichte

B[Bearbeiten]

  • Ellen Baake (* 1961), Biologin, promovierte 1989 in Bonn in theoretischer Biologie, seit 2004 Prof. für theoretische Bioinformatik an der Universität Bielefeld. Populationsgenetik, mathematische Immunbiologie, Koordinatorin des DFG Schwerpunktprogramms Probabilistische Strukturen in der Evolution. Mit dem Mathematiker Michael Baake verheiratet.
  • Viviane Baladi (* 1963), Schweiz/Frankreich, Promotion 1989 in Genf, Forschungsdirektorin CNRS, Ecole Normale Superieure, Dynamische Systeme, mathematische Physik, Invited Speaker ICM 2014
  • Nina Karlowna Bari (1901–1961), Professorin an der Lomonossow-Universität. Lusin Schülerin, Reelle Analysis, Harmonische Analysis. Habilitierte sich 1935 als erste Frau in Russland.
  • Helga Baum (* 1954). Professorin an der Humboldt Universität Berlin. Globale Analysis, Differentialgeometrie.
  • Eva Bayer-Fluckiger (* 1951). Schweiz. Professorin an der EPFL in Lausanne. Quadratische Formen, Algebra, Gitter.
  • Roya Beheshti (Roya Beheshti Zavareh) (* 1977), Iranerin. Wurde 2003 bei Aise Johan de Jong am MIT promoviert. Prof. Washington University, Algebraische Geometrie.
  • Alexandra Bellow (auch Alexandra Ionescu Tulcea; * 1935). Rumänien/USA. Professorin an der Northwestern University. Ergodentheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie, Maßtheorie. Zeitweise mit Saul Bellow verheiratet sowie mit Alberto Calderon.
  • Georgia Benkart (* 1949), Prof. an der University of Wisconsin-Madison, wurde 1974 in Yale bei Nathan Jacobson promoviert, Theorie der Liegruppen, Quantengruppen, Darstellungstheorie und Kombinatorik, Noether Lecture 2014, Polya Lecturer der MAA
  • Nicole Berline (* 1944). Professorin an der Ecole Polytechnique. Indextheorie elliptischer Operatoren.
  • Christine Bernardi (* 1955). Professorin an der Universität Paris VI. Numerik partieller Differentialgleichungen besonders der Hydrodynamik.
  • Christine Bessenrodt (* 1958), Algebra, Professorin in Hannover
  • Joan Birman (* 1927), Professorin an der Columbia University. Knotentheorie. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Lenore Blum (* 1942). Professorin an der Carnegie Mellon University. Mathematische Logik, Komplexitätstheorie (Zusammenarbeit mit Stephen Smale). Mit dem Informatiker Manuel Blum verheiratet.
  • Walentina Michailowna Borok (1931–2004). Professorin in Charkiw. Partielle Differentialgleichungen.
  • Elisabeth Bouscaren, Prof. Universität Paris-Süd, 1979 an der Universität Paris VI promoviert, Anwendung mathematischer Logik (Modelltheorie) in Algebraischer Geometrie, Invited Speaker ICM 2002 (Groups Interpretable in Theory of Fields)
  • Hel Braun (1914–1986). Professorin in Hamburg. Schülerin von Carl Ludwig Siegel. Zahlentheorie, Quadratische Formen, Modulformen, Jordan-Algebren.
  • Kathrin Bringmann (* 1977). Professorin an der Universität Köln. Modulformen und Zahlentheorie (Mock-Thetafunktionen nach Ramanujan).
  • Annalisa Buffa (* 1973), promovierte bei Franco Brezzi in Mailand, Numerische Analysis, Direktorin am IMATI (Istituto di Matematica Applicata e Tecnologie Informatiche) in Pavia, Bartolozzi-Preis, Invited Speaker ICM 2014, Collatz-Preis

C[Bearbeiten]

  • Mary Cartwright (1900–1998). Professorin am Girton College in Cambridge. Schülerin von Godfrey Harold Hardy in Oxford. Funktionentheorie, Differentialgleichungen. Einige Arbeiten mit John Edensor Littlewood sind Vorläufer der Chaostheorie. Präsidentin der London Mathematical Society, als erste Mathematikerin Fellow der Royal Society.
  • Pierrette Cassou-Noguès (* 1945), Professorin in Bordeaux, Zahlentheorie und arithmetische Geometrie (p-adische Zetafunktionen), algebraische Geometrie.
  • Emma Castelnuovo (1913-2014), Tochter von Guido Castelnuovo und Nichte von Federigo Enriques, Mathematiklehrerin in Rom, Beiträge zur Mathematikpädagogik
  • Sun-Yung Alice Chang (* 1948). China/USA. Professorin in Berkeley und Princeton. Analysis, unter anderem partielle Differentialgleichungen mit Anwendungen in der Differentialgeometrie. Ruth Lyttle Satter Prize. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Eugenia Cheng, wurde 1992 bei Martin Hyland in Cambridge promoviert, Kategorientheorie, Marie Curie Fellow in Nizza und Dickson Lecturer in Chicago, Senior Lecturer an der University of Sheffield; Auftritte in BBC und Youtube (Mathsters)
  • Yvonne Choquet-Bruhat (geb. Bruhat; * 1923). Frankreich. Professorin in Paris. Partielle Differentialgleichungen, Allgemeine Relativitätstheorie, mathematische Physik. Dannie Heineman Prize. Mit Gustave Choquet verheiratet.
  • Maria Chudnovsky (* 1977). Israel. Professorin an der Columbia University. Schülerin von Paul Seymour. Graphentheorie (bewies mit anderen die starke Vermutung für perfekte Graphen), kombinatorische Optimierung.
  • Fan Chung (auch Fan Chung Graham; * 1949), China/USA. War lange an den Bell Labs und ist Professorin an der University of California, San Diego. Graphentheorie. Mit Ronald Graham verheiratet.
  • Julia Chuzhoy, Israel, promovierte 2004 am Technion bei Joseph Naor, Informatikerin (kombinatorische Optimierung, Näherungsalgorithmen und deren Komplexität), Graphentheorie, Prof. Toyota Technological Institute in Chicago, Invited Speaker ICM 2014
  • Caterina Consani, italienische Mathematikerin, Professorin an der Johns Hopkins University. Promovierte bei Spencer Bloch in Chicago und in Genua und beschäftigt sich mit Nichtkommutativer Geometrie (wobei sie mit Alain Connes zusammenarbeitete) und Zahlentheorie.
  • Elizabeth Frances Cope (geb. Thorndike; 1902–1982). Promovierte bei George David Birkhoff. Lehrte unter anderem am Vassar College. Differentialgleichungen.
  • Gertrude Mary Cox (1900–1978). Professorin für Statistik an der North Carolina State University. Versuchsplanung.
  • Marianna Csörnyei (* 1975), ungarische Mathematikerin, Promotion 1999 an der Eötvös Universität Budapest, Professorin am University College London und ab 2011 an der Universität Chicago. Whitehead-Preis (2002), Wolfson Research Merit Award der Royal Society, Leverhulme Preis. Reelle Analysis, geometrische Maßtheorie, geometrische Funktionalanalysis. Invited Speaker auf dem ICM 2010 in Hyderabad.

D[Bearbeiten]

E[Bearbeiten]

  • Tatjana Ehrenfest-Afanassjewa (geb. Afanassjewa; 1876–1964). Russland/Niederlande. Mathematiklehrerin. Statistische Mechanik, unter anderem mit ihrem Mann Paul Ehrenfest.
  • Nicole El Karoui (geb. Schwartz; * 1944), studierte an der Ecole Normale Superieure, Professorin an der Ecole Polytechnique und der Universität Paris VI, Finanzmathematik. Mit dem Essayisten und Bankier Hakim El Karoui verheiratet. Ritter der Ehrenlegion. Invited Speaker ICM 2002 (Measuring and hedging financial risk in dynamical world)
  • Karin Erdmann (* 1948), deutsche Mathematikerin, Lecturer in Oxford. Darstellungstheorie, Homologische Algebra.
  • Hélène Esnault (* 1953), Frankreich. Professorin an der Universität Duisburg-Essen. Algebraische Geometrie, wobei sie viel mit ihrem Ehemann Eckart Viehweg zusammenarbeitete. Beide erhielten den Leibniz-Preis.
  • Maria J. Esteban (* 1956), spanische Mathematikerin, Promotion 1981 bei Haim Brezis bzw. 1987 bei Pierre-Louis Lions in Paris, Forschungsdirektorin des CNRS, 1996 bis 2004 Präsidentin des CEREMADE (einer Forschungseinrichtung für Angewandte Mathematik der Universität Paris-Dauphiné und des CNRS), 2009 bis 2012 Präsidentin des SMAI (frz. Ges. für Angewandte Math.), im Abel Komitee, PDE, numerische Analysis, mathematische Physik

F[Bearbeiten]

  • Wera Faddejewa (1906–1983). Steklow-Institut Leningrad. Numerische Lineare Algebra. Mit Dmitri Konstantinowitsch Faddejew verheiratet und Mutter von Ludwig Faddejew.
  • Barbara Fantechi (* 1966), Italienerin, Prof. am SISSA in Triest, promovierte bei Fabrizio Catanese in Pisa 1988, Algebraische Geometrie, Stacks
  • Jacqueline Ferrand (* 1918), später Lelong-Ferrand (nachdem sie Pierre Lelong heiratete), Prof. in Paris, Funktionentheorie, Differentialgeometrie, eine der ersten Frauen, die an der Ecole Normale Superieure (Rue d’Ulm) studierten.
  • Ilse Fischer (* 1975), Universität Wien, Kombinatorik
  • Sarah Flannery (* 1982), Irland. Machte als Schülerin Schlagzeilen für die Erfindung (und Lösung) eines neuen kryptographischen Verfahrens (Cayley-Purser-Algorithmus).
  • Irmgard Flügge-Lotz (geb. Lotz; 1903–1974). Professorin in Stanford. Aerodynamik, Regelungstechnik (Autopilot).
  • Amanda Folsom (* 1979 in Boston), Promotion 2006 bei William Duke an der UCLA, Zahlentheorie, Modulformen, Zusammenarbeit mit Ken Ono über die Kongruenzen der Partitionsfunktion, Assistant Professor in Yale
  • Jessica Fridrich (* 1964), tschechische Mathematikerin, entwickelte ein gebräuchliches Speedcubing-Verfahren und Methoden in der digitalen Bildanalyse und visuellen Kryptographie.
  • Susan Friedlander (* 1946), promovierte 1972 in Princeton, war Professorin an der University of Illinois und danach an der University of Southern California, wo sie seit 2008 Direktor des Center for Applied Mathematical Sciences ist. Herausgeberin des Bulletin der AMS. Befasst sich insbesondere mit den Euler- und Navier-Stokes-Gleichungen der Hydrodynamik.
  • Elizebeth Friedman (1892–1980), Kryptoanalytikerin, die eng mit ihrem Mann, dem berühmten Kryptoanalytiker William Friedman, zusammenarbeitete.
  • Sylvia Frühwirth-Schnatter (* 1959). Statistik-Professorin in Linz.

G[Bearbeiten]

  • Lisl Gaal (* 1924 in Wien als Ilse Novak), promovierte 1948 am Radcliffe College bei Lynn Loomis, mathematische Logik, mit Steven Gaal verheiratet, Autorin von Classical Galois Theory. 1951/52 Institute for Advanced Study, später University of Minnesota.
  • Isabelle Gallagher (* 1973), französische Mathematikerin, Prof. Universität Paris VII (Denis Diderot) und Centre Mathématiques de Jussieu, partielle Differentialgleichungen, speziell nichtlineare Evolutionsgleichungen, Navier-Stokes-Gleichung, Schrödingergleichung, harmonische Analysis (Heisenberg Gruppe), Prix Paul Doistau-Émile Blutet 2008
  • Ursula Gather (* 1953), Professorin für mathematische Statistik in Dortmund.
  • Hilda Geiringer (1893–1973). Deutschland/USA. Statistik, Plastizitätstheorie. War zeitweise mit Richard von Mises verheiratet. Sie war die erste Frau in Deutschland, die sich in angewandter Mathematik habilitierte (eine Professur zerschlug sich, da sie Jüdin war).
  • Maria-Pia Geppert (1907–1997). Professorin für Biostatistik in Frankfurt und Tübingen.
  • Margot Gerritsen, Niederländerin, Diplom 1990 Delft, Promotion 1997 Stanford, Professor in Stanford und Direktorin des dortigen Institute for Computational and Mathematical Engineering, numerische Lösung Navier-Stokes-Gleichungen
  • Anna C. Gilbert, 1997 bei Ingrid Daubechies in Princeton promoviert, Bell Labs, ab 2004 University of Michigan, wo sie Professor ist, Informatik (Netzwerke, Algorithmen, Signalverarbeitung, Big Data), Analysis, Wahrscheinlichkeitstheorie, Invited Speaker ICM 2014
  • Adele Goldstine (1920–1964). Informatikerin. Mitarbeiterin ihres Ehemanns Herman H. Goldstine an frühen Computerprojekten.
  • Shafrira Goldwasser (* 1958). Israel. Professorin am Weizmann-Institut. Verschiedene innovative Verfahren der Kryptographie und algorithmischen Zahlentheorie. Miterfinderin der Zero-Knowledge-Beweise.
  • Carolyn Gordon (* 1950). Professorin am Dartmouth College. Differentialgeometrie. Gab 1992 mit Kollegen Beispiele für einfache isospektrale Mannigfaltigkeiten und löste so ein berühmtes Problem von Mark Kac (Can one hear the shape of a drum?) negativ.
  • Sheila A. Greibach (* 1939). Informatikprofessorin an der UCLA.
  • I. Grekowa (1907–2002), Professorin für Angewandte Mathematik an der Moskauer Universität für Verkehrswesen und Schriftstellerin. Grekowa ist ihr Künstlername, eigentlich Jelena Sergejewna Wentzel, geb. Dolginzewa.
  • Alice Guionnet (* 1969). Forschungsdirektorin des CNRS an der Ecole Normale Superieure in Lyon. Spin-Gläser, Zufallsmatrizen, Wahrscheinlichkeitstheorie. Sie erhielt den Loève-Preis und den Oberwolfach-Preis.

H[Bearbeiten]

  • Olga Hahn-Neurath (1882-1937), promovierte Mathematikerin, Mitglied des Wiener Kreis, Schwester von Hans Hahn
  • Ursula Hamenstädt (* 1961), seit 1990 Professorin in Bonn, Differentialgeometrie. Schülerin von Wilhelm Klingenberg. War am Caltech und in Berkeley. 2012 Advanced Grant des European Research Council zur Untersuchung der Geometrie von Modulräumen und Abbildungsklassengruppen.
  • Maria-Viktoria Hasse (1921–2014), Professorin in Rostock, wo sie 1949 promoviert wurde, und ab 1964 an der TU Dresden. Integralgleichungen, Algebra (sie schrieb ein Buch über Kategorientheorie)
  • Jenny Harrison (* 1949), Professorin in Berkeley. Geometrische Analysis.
  • Anne Henke (* 1970), Lecturer in Oxford, Fellow Pembroke College, Darstellungstheorie, studierte in Heidelberg und promovierte bei Karin Erdmann in Oxford
  • Rebecca Herb (* 1948), Professorin an der University of Maryland. Darstellungstheorie reduktiver Liegruppen und p-adischer Gruppen.
  • Hu Hesheng (* 1928). China. Professorin an der Fudang Universität. Differentialgeometrie, zum Beispiel Eichtheorien.
  • Ursula Hill-Samelson (1935–2013), Informatikerin, promovierte bei Friedrich L. Bauer in München, entwickelte frühe ALGOL-Compiler in Deutschland, mit Klaus Samelson verheiratet.
  • Nancy Hingston, wurde 1981 bei Raoul Bott in Harvard promoviert, Differentialgeometrie und Verbindungen zur Physik, war am IAS, Prof. Technical College New Jersey, Invited Speaker ICM 2014
  • Maria Hoffmann-Ostenhof (* 1947). Mathematische Physikerin an der Universität Wien.
  • Olga Holtz (* 1973). Russische Mathematikerin. Professorin an der TU Berlin und in Berkeley. EMS-Preis. Kombinatorik, lineare Algebra, Informatik, numerische Analysis.
  • Grace Hopper (1906–1992). Computerpionierin (frühe Programmiersprachen, Compiler). Sie arbeitete in der Computerindustrie und brachte es in der US Navy Reserve zum Flottillenadmiral.
  • Susan Howson (* 1973), Schülerin von John Coates in Cambridge, Zahlentheorie Elliptischer Kurven. Gewann als erste Frau den Adams-Preis.
  • Annette Huber-Klawitter (* 1967), Professorin in Freiburg. Arithmetische Geometrie. EMS-Preis, Leibniz-Förderpreis.

J[Bearbeiten]

  • Lisa Jeffrey (* 1965), Kanadierin, Professorin an der Universität Toronto, promovierte 1992 bei Michael Atiyah in Oxford, symplektische Geometrie und mathematische Quantenfeldtheorie, wo sie Vermutungen von Edward Witten bewies
  • Svetlana Jitomirskaya (* 1966), sowjetisch-US-amerikanische Mathematikerin, Tochter von Walentina Borok. Professorin an der University of California, Irvine. Zum Beispiel nichtstörungstheoretische Lokalisierung in mathematischer Physik. Ruth-Lyttle-Satter-Preis.

K[Bearbeiten]

  • Margarete Kahn (Grete Kahn, 1880–1942), Doktorandin bei David Hilbert (Eine allgemeine Methode zur Untersuchung der Gestalten algebraischer Kurven, 1909), lehrte später in Berlin, von den Nationalsozialisten entlassen, 1942 nach Piaski deportiert und ermordet
  • Gudrun Kalmbach (* 1937), wurde bei Hans Grauert promoviert, Professorin in Ulm, Topologie, Verbandstheorie, Quantenstrukturen, Mathematikpädagogik
  • Carol Karp (1926–1972), US-amerikanische mathematische Logikerin. Schülerin von Leon Henkin und Professorin an der University of Maryland. Ein Logikpreis ist nach ihr benannt.
  • Svetlana Katok (* 1947), russisch-US-amerikanische Mathematikerin. Professorin an der Pennsylvania State University (wie ihr Mann Anatole Katok). Dynamische Systeme mit Anwendungen auf Modulformen und Zahlentheorie.
  • Bruria Kaufman (1918–2010), mathematische Physikerin. Professorin in Haifa und am Weizmann-Institut. In den 1950er Jahren Mitarbeiterin von Einstein, bekannt für Arbeiten über das Ising-Modell im Anschluss an Lars Onsagers exakte Lösung.
  • Linda Keen (* 1940). US-Amerikanerin. Professorin an der City University of New York (CUNY). Höherdimensionale hyperbolische Geometrie, Riemannsche Flächen und Teichmüllerräume.
  • Ljudmila Wsewolodowna Keldysch (1904–1976), Professorin am Steklow-Institut, deskriptive Mengenlehre, geometrische Topologie. Mit Pjotr Sergejewitsch Nowikow verheiratet und Mutter von Sergei Petrowitsch Nowikow.
  • Ruth Kellerhals (* 1957), Differentialgeometrie, Hyperbolische Geometrie. Wurde 1988 in Basel promoviert und war am Max Planck Institut als Assistentin von Friedrich Hirzebruch. Professorin an der Universität Fribourg.
  • Ina Kersten (* 1946), Professorin in Göttingen. Schülerin von Ernst Witt. Algebra, quadratische Formen. Als erste Frau Präsidentin der Deutschen Mathematikervereinigung.
  • Barbara Keyfitz (* 1944), Professorin an der Ohio State University. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen. Noether Lecturer 2012.
  • Olga Kharlampovich (* 1958), russisch-kanadische Mathematikerin, promovierte 1984 bei Lew Schewrin an der Staatlichen Universität des Urals. Professorin an der McGill University und ab 2011 an der City University of New York. Algorithmische Gruppentheorie, in der sie einige lange offene Entscheidungsprobleme löste.
  • Frances Kirwan (* 1959), Britin. Professorin in Oxford. Algebraische Geometrie, Symplektische Geometrie. Whitehead-Preis und Fellow der Royal Society.
  • Julia Knight, Mathematische Logikerin, Professorin an der University of Notre Dame, Gödel-Lecturer.
  • Helga Königsdorf (1938–2014), bis 1990 Professorin an der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. Auch Schriftstellerin.
  • Claudia Klüppelberg (* 1953), Professorin für mathematische Statistik an der TU München. Finanzmathematik, Risikoanalyse, Extremwerttheorie, Versicherungsmathematik.
  • Nancy Kopell (* 1942), Professorin an der Boston University. Dynamische Systeme in der Biologie.
  • Bryna Kra (* 1966), promovierte 1995 in Stanford bei Yitzhak Katznelson, Professorin an der Northwestern University, Ergodentheorie und Dynamische Systeme, Gewinnerin des Levi-L.-Conant-Preises. Tochter von Irwin Kra.
  • Cecilia Krieger (1894–1974), Professorin an der Universität Toronto, Topologie
  • Wera Nikolajewna Kublanowskaja (1920–2012), Steklow-Institut Leningrad. Unabhängige Einführung des QR-Algorithmus.
  • Daniela Kühn (* 1973), Prof. Birmingham, promovierte 2001 in Hamburg bei Reinhard Diestel (die Dissertation gewann den Richard Rado Preis). Extremale Kombinatorik, Graphentheorie. European Prize in Combinatorics 2003, Invited Speaker ICM 2014, Whitehead-Preis 2014
  • Krystyna Kuperberg (* 1944), polnisch-US-amerikanische Professorin an der Auburn University. Topologie dynamischer Systeme.

L[Bearbeiten]

  • Izabella Laba (* 1966), polnisch-kanadische Mathematikerin, promovierte 1994 in Toronto bei I. M. Sigal, Professorin an der University of British Columbia, Harmonische Analyse, Geometrische Maßtheorie, additive Kombinatorik, mathematische Physik, Partielle Differentialgleichungen.
  • Olga Alexandrowna Ladyschenskaja (1922–2004), Direktorin am Steklow Institut in Leningrad. International bekannte Expertin für partielle Differentialgleichungen insbesondere in der Hydrodynamik.
  • Susan Landau (* 1954), Informatikerin bei Sun Microsystems, in den USA auch öffentlich breiteren Kreisen bekannte Expertin für Datensicherheitsfragen. Algorithmentheorie.
  • Monique Laurent, Frankreich, promovierte 1986 an der Universität Paris VII bei Michel Deza, CWI in Amsterdam, Prof. in Tilburg, Netzwerke, Optimierung, Kombinatorik, Invited Speaker ICM 2014
  • Ruth Lawrence (* 1971), nach frühreifer mathematischer Entwicklung Professorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Algebraische und kombinatorische Strukturen in mathematischer Physik.
  • Anneli Lax (geb. Cahn; 1922–1999), floh als Jüdin aus Berlin, promovierte 1955 bei Richard Courant in New York, Professorin an der New York University, George Polya Award. Mit Peter Lax verheiratet. Partielle Differentialgleichungen.
  • Emma Lehmer (1906–2007). Stammte aus Russland und arbeitete später eng mit ihrem Mann Derrick Lehmer in Berkeley in algorithmischer Zahlentheorie zusammen. Wie auch bei Mary Ellen Rudin oder Olga Taussky-Todd verhinderten damals bestehende zur Verhinderung des Nepotismus in den USA erlassene Regeln, dass ein Ehepaar gleichzeitig Professuren im selben Fachbereich an einer Universität haben konnte.
  • Tan Lei (* 1963), chinesisch-französische Mathematikerin, Professorin in Angers. Wichtige Arbeiten über die Mandelbrot- und Julia-Menge.
  • Winnie Li (Wen-Ching Winnie Li, * 1948), taiwanesische Mathematikerin, Prof. Pennsylvania State University, automorphe Formen, Zahlentheorie, Graphenspektren, Kodierungstheorie, promovierte 1974 bei Andrew Ogg, lehrte in Harvard und Chicago, Noether-Preisträgerin 2015
  • Paulette Libermann (1919–2007), französische Mathematikerin, Professorin in Paris. Symplektische Geometrie und Differentialgeometrie.
  • Barbara Liskov (* 1939), Informatikerin, Professorin am MIT, Turing Award.
  • Klara Löbenstein (1883–), Doktorandin bei David Hilbert (Ueber den Satz, dass eine ebene, algebraische Kurve 6. Ordnung mit 11 sich einander ausschliessenden Ovalen nicht existiert, 1910), emigrierte 1941 nach Buenos Aires
  • Edith H. Luchins (1921–2002), ab 1962 Professorin für Mathematik am Rensselaer Polytech, mit dem Gestaltpsychologen Abraham S. Luchins verheiratet und auch als Gestaltpsychologin tätig.
  • Élizabeth Lutz (1914–2008), französische Mathematikerin, veröffentlichte als Schülerin von André Weil in Straßburg 1937 den Satz von Lutz und Nagell über die effektive Berechnung der Torsionspunkte elliptischer Kurven über den rationalen Zahlen. Später Professorin in Grenoble.
  • Nancy Lynch (* 1948), US-amerikanische Informatikerin am MIT, Expertin für verteilte Systeme und verteiltes Rechnen.

M[Bearbeiten]

  • F. Jessie MacWilliams (1917–1990). Britin, die an den Bell Laboratories arbeitete und eine führende Rolle in der Kodierungstheorie hatte.
  • Penelope Maddy (* 1950), Professorin an der University of California, Irvine. Einflussreiche Arbeiten in der Philosophie der Mathematik.
  • Dorothy Maharam (* 1917), Professorin an der University of Rochester. Maßtheorie, allgemeine Topologie. Mit Arthur Harold Stone verheiratet.
  • Matilde Marcolli (* 1969), Italienerin. Ursprünglich Physikerin, war lange am Max-Planck-Institut in Bonn und ist Professorin am Caltech. Führend in der nichtkommutativen Geometrie, wo sie mit deren Begründer Alain Connes zusammenarbeitete und diese sowohl in der Physik als auch in der Zahlentheorie anwandte.
  • Hannah Markwig (* 1980), Algebraische Geometrie, speziell tropische Geometrie mit Umsetzung in Computeralgebra, promovierte 2006 an der TU Kaiserslautern bei Andreas Gathmann, Professorin in Göttingen, danach in Saarbrücken, Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2010
  • Katalin Marton (* 1941), Informationstheorie, Alfred Renyi Institut Budapest, erhielt als erste Frau den Claude E. Shannon Award
  • Dusa McDuff (* 1945). Britin, Professorin in Stony Brook. Symplektische Topologie. Mitglied der Royal Society und der National Academy of Sciences. Ruth Lyttle Satter Prize. Verheiratet mit John Willard Milnor.
  • Marlyn Meltzer (geb. Wescoff; * 1921), Amerikanerin, gehörte zur ersten Gruppe der ENIAC-Programmiererinnen.
  • Margaret Millington (1944–1973), promovierte 1968 bei A. O. L. Atkin in Oxford, Modulformen. Starb früh an einem Gehirntumor.[4]
  • Maryam Mirzakhani (* 1977). Iran/USA. Professorin in Stanford. Symplektische Geometrie, Hyperbolische Geometrie, Teichmüllertheorie, Ergodentheorie. Schülerin von Curtis McMullen. Erhielt als erste Frau die Fields-Medaille.
  • Susan Montgomery (* 1943), Professorin an der University of Southern California, Hopf-Algebren und ihre Darstellung. Noether-Lecturer 2011.
  • Cathleen Synge Morawetz (* 1923), Kanada/USA, Tochter von John Lighton Synge, Professorin am Courant Institute. Partielle Differentialgleichungen. Zahlreiche Auszeichnungen wie National Medal of Science und Leroy P. Steele Prize. War Präsidentin der American Mathematical Society und ist Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Sophie Morel (* 1979), studierte an der Ecole Normale Superieure und promovierte 2005 bei Gérard Laumon. Clay Research Fellow. Professorin in Harvard. Algebraische Geometrie, Langlandsprogramm. EMS Preis 2012.
  • Ruth Moufang (1905–1977), Professorin an der Universität Frankfurt. Erste beamtete deutsche Mathematikprofessorin.[5] Algebra, Geometrie, Kombinatorik, zum Beispiel Moufangebene.

N[Bearbeiten]

  • Martha Näbauer (* 1914; † nach 1970), Professorin für mathematische Geodäsie an der TU München.
  • Pia Maria Nalli (1886–1964), italienische Mathematikerin, Laurea an der Universität Palermo 1910 bei Giuseppe Bagnera, Professorin in Cagliari und Catania, Analysis
  • Gabriele Nebe (* 1967), Professorin an der RWTH Aachen. Kodierungstheorie, Gitter, Modulformen, ganzzahlige Darstellungen endlicher Gruppen.
  • Evelyn Nelson (1943–1987), Professorin McMaster University, Algebra, nach ihr und Cecilia Krieger ist der Krieger-Nelson-Preis der Canadian Mathematical Society benannt
  • Hanna Neumann (1914–1971), deutsch-australische Mathematikerin. Emigrierte mit ihrem jüdischen Mann Bernhard Neumann über Großbritannien nach Australien. Beschäftigte sich wie Bernhard Neumann mit Gruppentheorie. Professorin an der Australian National University in Canberra.
  • Phyllis Nicolson (1917–1968), britische Mathematikerin, die zuletzt in Leeds forschte. Crank-Nicolson-Verfahren zur Lösung der Wärmeleitungsgleichung.
  • Barbara Niethammer (* 1967), promovierte 1996 in Bonn bei Hans Wilhelm Alt, Professorin für Angewandte Mathematik an der Universität Oxford, vorher Humboldt Universität Berlin. Whitehead-Preis 2011, von Mises Preis 2003. Nichtlineare Partielle Differentialgleichungen, Multiskalenprobleme, Skalierungsgesetze und freie Randwertprobleme, kinetische Gleichungen, Kinetik Phasenübergänge, Koagulations- und Fragmentationsprozesse, Mathematik in den Materialwissenschaften
  • Alon Nilli, Pseudonym, Widerlegung der Borsuk-Vermutung.
  • Emmy Noether (1882–1935), Tochter von Max Noether, Professorin in Göttingen und nach aufgrund ihrer jüdischen Abstammung erzwungenen Emigration in Bryn Mawr. Sie spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der modernen Algebra in den 1920er Jahren und ist auch in der Physik für die Entdeckung des Zusammenhangs von Symmetrieprinzipien und Erhaltungssätzen bekannt. Sie gilt als bisher bedeutendste Mathematikerin, nach ihr sind auch verschiedene Preise für Frauen in der Mathematik benannt. Sie ist die erste Frau, die in Deutschland in Mathematik habilitiert wurde (1919), nachdem eine frühere Eingabe 1915 trotz Hilberts Protest („Die Universität ist keine Badeanstalt“) noch abschlägig beschieden wurde. Sie war auch die erste außerordentliche Professorin (1922) in Mathematik in Deutschland.[6]

O[Bearbeiten]

  • Hee Oh (* 1969), koreanische Mathematikerin, Prof. in Yale, wurde 1997 in Yale bei Gregory Margulis promoviert. Liegruppen und diskrete Untergruppen, Ergodentheorie, geometrische Gruppentheorie, Ruth Lyttle Satter Prize 2015
  • Olga Olejnik (1925–2001), Professorin an der Lomonossow-Universität. Partielle Differentialgleichungen, Topologie algebraischer Varietäten, mathematische Physik.
  • Kathleen Ollerenshaw (1912–2014), britische Mathematikerin, ehemalige Bürgermeisterin von Manchester. Arbeiten zur Kombinatorik und Unterhaltungsmathematik.

P[Bearbeiten]

  • Erika Pannwitz (1904–1975), deutsche Mathematikerin. Promovierte bei Heinz Hopf. Geometrische Topologie (Knotentheorie). Mitarbeiterin beim Zentralblatt für Mathematik in Ostberlin.
  • Raman Parimala (* 1948), indische Mathematikerin. Algebraische Gruppen, Quadratische Formen, Galoiskohomologie. Löste einige lange offene Vermutungen. War lange Professorin am Tata Institut in Bombay und ist heute an der Emory University.
  • Natasa Pavlovic, promovierte 2002 bei Susan Friedlander und Nets Katz an der University of Illinois, Gleichungen der Hydrodynamik (Euler, Navier-Stokes) mit harmonischer Analysis, Professorin an der University of Texas at Austin
  • Sylvie Paycha (* 1960), französische Mathematikerin, studierte in Paris, wo sie auch 1990 promovierte (sowie an der Universität Bochum 1988 bei Sergio Albeverio), war Noether Professorin in Göttingen, Professorin in Potsdam, mathematische Physik (Renormierung, Stringtheorie, Anomalien u.a.), Pseudodifferentialoperatoren, unendlich dimensionale Geometrie
  • Sandrine Péché, promovierte 2002 an der EPFL Lausanne bei Gerard Ben Arous. Prof. Universität Paris VII, Zufallsmatrizen und Anwendungen u.a. in Finanzmath., Graphenth., Perkolation, Informationsth., Invited Speaker ICM 2014
  • Rose Peltesohn (1913–1998), promovierte 1936 bei Issai Schur in Berlin und wanderte dann als Jüdin nach Tel Aviv aus. Sie löste 1939 das Differenzenproblem von Lothar Heffter in der Kombinatorik.
  • Bernadette Perrin-Riou (* 1955), Universität Paris. Zahlentheorie, Arithmetische Geometrie. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Stefanie Petermichl (* 1971), deutschstämmige Professorin an der Université de Toulouse. Analysis. Promovierte 2000 bei Alexander Volberg. Erhielt 2006 den Salem-Preis.
  • Rózsa Péter (1905–1977), Ungarin. Professorin an der Universität Budapest. Wesentliche Beiträge zur Theorie rekursiver Funktionen.
  • Margherita Beloch Piazzolla (1879–1976), Tochter von Karl Julius Beloch, lehrte Geometrie an der Universität Ferrara. Spezialistin für Fotogrammetrie.
  • Gabriella Pinzari (* 1966), nach dem Diplom 1996 an der La Sapienza in Rom lange Gymnasiallehrerin in Rom, 2009 Promotion bei Luigi Chierchia an der Roma Tre, KAM-Theorie, Problem kleiner Nenner, Himmelsmechanik, Hamiltonsche Systeme, forscht seit 2013 an der Universität Neapel, Invited Speaker ICM 2014
  • Jill Pipher (* 1955), Prof. Brown University, Promotion 1985 an der UCLA bei John B. Garnett, harmonische Analysis, Public Key Kryptosysteme (NTRUEncrypt). Invited Speaker ICM 2014
  • Vera Pless (* 1931). Arbeitete als Mathematikerin für die U.S. Air Force und war später Professorin an der University of Chicago. Fehlerkorrigierende Codes.
  • Pelageja Jakowlewna Polubarinowa-Kotschina (auch Kochina; 1899–1999), war am Steklow-Institut in Moskau, in Nowosibirsk und an der Akademie der Wissenschaften in Moskau (Institut für Mechanik). Angewandte Probleme der Hydrodynamik. Schrieb eine Biographie der Sofia Kowalewskaja.
  • Cheryl Praeger (* 1948), australische Mathematikerin. Professorin an der University of Western Australia. Gruppentheorie und Kombinatorik. Ist Mitglied der Australischen Akademie der Wissenschaften und war Präsidentin der australischen Mathematikervereinigung.
  • Emma Previato, Prof. Boston University, 1983 bei David Mumford promoviert über Anwendungen algebraischer Geometrie in mathematischer Physik

R[Bearbeiten]

  • Virginia Ragsdale (1870–1945), US-amerikanische Mathematikerin, Lehrerin am North Carolina College of Woman. Studierte in Bryn Mawr und bei Hilbert in Göttingen. Ihre Dissertation (1906) war ein wichtiger Beitrag zu Hilberts 16.Problem (reelle algebraische Geometrie, Ragsdale Vermutungen).
  • Marina Ratner (* 1938). Russisch-US-amerikanische Mathematikerin, Professorin in Berkeley. Ergodentheorie. Erhielt den Ostrowski-Preis. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Michèle Raynaud (* 1938). Gehörte wie ihr Mann Michel Raynaud in den 1960er Jahren zum Kreis von Alexander Grothendieck, bei dem sie 1972 in Paris promoviert wurde. Algebraische Geometrie.
  • Mary Rees (* 1953), Prof. in Liverpool, Tochter von David Rees, komplexe Dynamik. Invited Speaker auf dem ICM in Kyoto 1990.
  • Mina Rees (1902–1997). Schülerin von Leonard Dickson. War lange Leiterin der Mathematik beim Office of Naval Research. Mitglied der National Academy of Sciences. Algebra, Numerik partieller Differentialgleichungen.
  • Nancy Reid (* 1952), Prof. in Toronto, mathematische Statistik, erster Krieger-Nelson-Preis.
  • Idun Reiten (* 1942), norwegische Mathematikerin, Universität Trondheim, Algebra (Auslander-Reiten-Theorie).
  • Christine Riedtmann (* 1952), Professorin an der Universität Bern, promovierte 1978 bei Pierre Gabriel an der Universität Zürich. Algebra. 2011/12 Präsidentin der Schweizerischen Mathematischen Gesellschaft
  • Julia Robinson (1919–1985), US-amerikanische mathematische Logikerin, Schülerin von Alfred Tarski und später Professorin in Berkeley. Wichtige Arbeiten im Umfeld von Hilberts zehnter Vermutung, Rekursionstheorie und Entscheidbarkeitsfragen. War als erste Frau Präsidentin der American Mathematical Society. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Nina Arkadjewna Rosenson (1909–1942), von den Nationalsozialisten im Kaukasus ermordete jüdische Mathematikerin der Leningrader Schule. Differentialgeometrie.
  • Alice Roth (1905–1977), wurde (als zweite Frau in Mathematik überhaupt) 1938 bei George Pólya an der ETH Zürich promoviert, Approximation im Komplexen. Erhielt Silbermedaille der ETH. Gymnasiallehrerin am Humboldtianum in Bern, wandte sich erst nach ihrer Pensionierung 1971 wieder der Forschung zu.
  • Linda Rothschild (* 1945). Professorin an der University of California in San Diego. Liegruppen, Analysis mehrerer komplexer Variabler.
  • Christiane Rousseau (* 1954),französisch-kanadische Mathematikerin, promovierte 1977 in Montreal und ist dort Prof., Differentialgleichungen, Dynamische Systeme, Bifurkationen, Topos Theorie, auch GUTs, mathem. Biologie, war Präsidentin der kanad. mathem. Ges., ab 2014 im Exekutivkomitee der IMU
  • Marie-Françoise Roy (* 1950). Professorin an der Universität Rennes I. Reelle algebraische Geometrie.
  • Mary Ellen Rudin (1924–2013), Professorin an der University of Wisconsin. Bekannt für die Konstruktion verschiedener Gegenbeispiele in der Topologie. Mit dem Analytiker Walter Rudin verheiratet.
  • Iris Runge (1888–1966), Industriemathematikerin und Physikerin. Tochter von Carl Runge. Arbeitete bei Osram und Telefunken. Später Professorin in Berlin.
  • Mary Beth Ruskai (* 1944), promovierte 1969 an der University of Wisconsin, Prof. an der Tufts University, Quanteninformationstheorie

S[Bearbeiten]

  • Laure Saint-Raymond (* 1975). Professorin an der École normale supérieure. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen wie Boltzmanngleichung und verschiedene hydrodynamische Gleichungen. EMS-Preis und Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Judith D. Sally (* 1937). Professorin an der Northwestern University. Kommutative Algebra.
  • Jane Cronin Scanlon (* 1922). US-Amerikanerin. Professorin an der Rutgers University. Anwendungen von Differentialgleichungen in der Biologie, zum Beispiel Nervenleitung.
  • Tatjana Olegowna Schaposchnikowa (* 1946), promovierte 1973 bei Solomon Michlin in Leningrad, ab 1991 Universität Linköping. 2004 bis 2008 Professorin an der Ohio State University. Partielle Differentialgleichungen, Funktionanalysis. Schrieb mit Masja (Mazya) eine Hadamard Biographie.
  • Doris Schattschneider (* 1939). Professorin am Moravian College (Bethlehem (Pennsylvania)). Parkettierungen, Geometrie. Schrieb Bücher über M. C. Eschers Kunst. War Vizepräsidentin der MAA.
  • Leila Schneps (* 22. Dezember 1961), USA/Frankreich, Forscht für das CNRS am Institut Mathematiques de Jussieu, Paris. Grothendiecks Theorie der Kinderzeichnungen, inverse Galoistheorie. Gründungsmitglied des Grothendieck Circle. Schreibt Kriminalromane als Catherine Shaw.
  • Elizabeth Scott (1917–1988), US-amerikanische Statistikerin, Mitarbeiterin von Jerzy Neyman in Berkeley. Anwendungen der Statistik unter anderem in Astronomie, Meteorologie, Medizin.
  • Marjorie Senechal (* 1939). Professorin am Smith College. Geometrie, Quasikristalle, Pflasterungen.
  • Sylvia Serfaty. Wurde 1999 bei Fabrice Béthuel promoviert. War am Courant Institute und ist Professorin in Paris. EMS-Preis. Analytische Behandlung des Ginzburg-Landau-Modells. Henri-Poincaré-Preis 2012.
  • Vera Serganova, promovierte 1988 an der Staatlichen Universität Leningrad, ging 1990 in die USA, Professorin in Berkeley. Gastrednerin auf dem ICM in Berlin 1998 und Plenarsprecherin auf dem ICM 2014. Darstellungstheorie Lie-Super-Algebren
  • Caroline Series (* 1951). Professorin an der University of Warwick. Dynamische Systeme, hyperbolische Geometrie, Kleinsche Gruppen. Whitehead-Preis. Ko-Autorin mit David Mumford und David Wright von Indra’s Pearls.
  • Diana Shelstad (* 1947). Australien/USA. Schülerin von Robert Langlands und Professorin an der Rutgers University. Langlands-Programm.
  • Sally Shlaer (1938–1998), US-amerikanische Software-Entwicklerin, Objektorientiertes Software-Engineering
  • Lesley Sibner (1934–2013), Professorin am Brooklyn Polytech. Partielle Differentialgleichungen, speziell in Eichtheorien.
  • Ana Cannas da Silva (* 1968), Professorin in Lissabon. Symplektische Geometrie, geometrische Topologie, geometrische Analysis.
  • Alice Silverberg, promovierte 1984 in Princeton bei Goro Shimura, Prof. University of California, Irvine, Zahlentheorie, Kryptologie
  • Rodica Simion (1955–2000). Rumänien/USA. Professorin an der George Washington University. Kombinatorik.
  • Karen Smith (* 1965). Professorin an der University of Michigan. Schülerin von Melvin Hochster. Algebraische Geometrie, Kommutative Algebra. War mit Juha Heinonen verheiratet. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Agata Smoktunowicz (* 1973). Polin. Professorin in Edinburgh. EMS-Preis. Löste einige lange offene Vermutungen in der Algebra.
  • Nina Snaith (* 1974), Professorin (Reader) in Bristol. Zufallsmatrizen mit Anwendungen in der Zahlentheorie, L-Funktionen und Zetafunktionen.
  • Vera T. Sós (* 1930). Ungarin. Professorin am Alfred Renyi Institut. Graphentheorie, Kombinatorik, Zahlentheorie. Arbeitete viel mit Paul Erdős. Ehefrau von Pal Turan.
  • Frances Spence (1922–2012), Amerikanerin, gehörte zur ersten Gruppe der ENIAC-Programmiererinnen.
  • Bhama Srinivasan (* 1935). Indien/USA. Professorin an der University of Illinois in Chicago. Darstellungstheorie von Gruppen.
  • Nancy Stanton (* 1948). Professorin an der University of Notre Dame. Analysis in mehreren komplexen Variablen.
  • Irene Stegun (1919–2008). Gab am National Bureau of Standards das bekannte Handbuch mathematischer Funktionen mit Milton Abramowitz heraus (Abramowitz-Stegun).
  • Ileana Streinu. Rumänisch-US-amerikanische Mathematikerin. Professorin am Smith College in Massachusetts. Promovierte 1994 in Bukarest in Mathematik und an der Rutgers University in Informatik. Befasst sich mit diskreter Geometrie. Neuer Beweis des Carpenter’s Rule Problem (zuerst von Robert Connelly u.a.).
  • Catharina Stroppel (* 1971), Professorin in Bonn. Algebra, Darstellungstheorie von Gruppen und Algebren mit Anwendungen in Topologie und mathematischer Physik, höhere Kategorientheorie.
  • Bella Abramowna Subbotowskaja (1938–1982), Mathematikerin, gründete eine jüdische Untergrunduniversität in Moskau. Fiel wahrscheinlich einem KGB Anschlag zum Opfer.
  • Esther Szekeres (geb. Klein; 1910–2005), in Ungarn geborene australische Mathematikerin, mit George Szekeres verheiratet. Von ihr stammt die Vermutung, die als Happy Ending Theorem von George Szekeres bewiesen wurde.
  • Wanda Szmielew (1918–1976). Polnische mathematische Logikerin. Schülerin von Alfred Tarski. Professorin in Warschau.

T[Bearbeiten]

U[Bearbeiten]

  • Karen Uhlenbeck (* 1942), Professorin in Chicago und Austin. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen unter anderem in der Yang-Mills-Theorie. Sie erhielt den Leroy P. Steele Prize und die National Medal of Science.
  • Corinna Ulcigrai (* 1980), italienische Mathematikerin an der University of Bristol. Ergodentheorie und Dynamische Systeme. Promotion 2007 bei Sinai in Princeton. EMS Preis 2012.
  • Nina Nikolajewna Uralzewa (* 1934). Sie war Professorin an der Staatlichen Universität Leningrad. Schülerin von Olga Ladyschenskaja. Partielle Differentialgleichungen.

V[Bearbeiten]

  • Michèle Vergne (* 1943). Frankreich. Sie war Professorin am MIT und ist Forschungsdirektorin des CNRS. Indextheorie elliptischer Operatoren, Darstellungstheorie von Liegruppen.
  • Eva Viehmann (* 1980), seit 2012 Prof. an der TU München, arithmetische algebraische Geometrie, Kaven Preis 2012
  • Marie-France Vignéras (* 1946). Professorin in Paris. Zahlentheorie, Algebraische Geometrie, Langlands-Programm.
  • Karen Vogtmann (* 1949). Professorin an der Cornell University. Geometrische Gruppentheorie (Konzept des Outer Space), niedrigdimensionale Topologie, Gruppenkohomologie.
  • Claire Voisin (* 1962). Professorin an der Universität Paris VI. Löste einige wichtige Probleme der algebraischen Geometrie. Mitglied der Academie des Sciences, EMS-Preis, Ruth Lyttle Satter Prize und zahlreiche weitere Preise.

W[Bearbeiten]

  • Katrin Wendland (* 1970), war Professorin in Augsburg und ist zurzeit Professorin in Freiburg im Breisgau. Geometrische Probleme aus dem Umfeld der Stringtheorie.
  • Annette Werner (* 1966), Professorin in Frankfurt am Main. Algebraische Geometrie, Darstellungstheorie (Theorie der Gebäude).
  • Eléna Wexler-Kreindler (1931–1992), geborene Kreindler, rumänische Mathematikerin. Sie studierte in Swerdlowsk und wurde 1969 bei Grigore Moisil in Bukarest promoviert. Ging 1972 mit ihrem Mann nach Frankreich, wo sie Professor an der Universität Paris VI wurde. Algebra, Funktionalanalysis.[7]
  • Anna Pell Wheeler (1883–1966), Professorin in Bryn Mawr, Theorie der Integralgleichungen und Funktionanalysis, langjährige Mitherausgeberin der Annals of Mathematics.
  • Mary F. Wheeler (* 1931), Professorin an der University of Texas at Austin, Numerik partieller Differentialgleichungen mit Anwendungen in der Ölindustrie und Umwelttechnik
  • Amie Wilkinson (* 1968), Professorin an der Northwestern University. Ergodentheorie. Ruth-Lyttle-Satter-Preis 2011
  • Barbara Wohlmuth (* 1967), Professorin an der TU München, Leibniz Preis 2012, Numerische Mathematik
  • Melanie Wood (* 1981 in Indianapolis). Zurzeit Assistant Professor an der University of Wisconsin. Zahlentheorie, Algebraische Geometrie. Schaffte es als erste Frau ins US-Team der Mathematikolympiade.
  • María Wonenburger (* 19. Juli 1927). Spanien/Kanada/USA. Professorin in Kanada, an der University of Buffalo und zuletzt an der University of Indiana. Liegruppen und Liealgebren.
  • Margaret Wright (* 1944), an den Bell Laboratories und Professorin am Courant-Institut in New York City, Präsidentin des SIAM, Optimierung, Scientific Computing, numerische lineare Algebra. Mitglied der National Academy of Sciences.
  • Dorothy Wrinch (1894–1976), britische Mathematikerin, studierte in Cambridge und war Assistentin von Bertrand Russell und später Professorin (Lecturer) in Oxford. Wandte sich später der mathematischen Biologie zu und lehrte an verschiedenen Colleges in den USA.
  • Sijue Wu (* 1964), chinesisch-US-amerikanisch, Professorin an der University of Michigan. Nichtlineare partielle Differentialgleichungen der Hydrodynamik. Ruth Lyttle Satter Prize.

Y[Bearbeiten]

  • Lai-Sang Young (* 1952), chinesisch-US-amerikanische Mathematikerin, Professorin am Courant Institut, nichtlineare chaotische dynamische Systeme. Ruth Lyttle Satter Prize.
  • Rosalind Cecily Young, siehe Rosalind Tanner

Z[Bearbeiten]

  • Tamar Ziegler, Professorin an der Hebrew University in Jerusalem, davor am Technion, Zahlentheorie, Ergodentheorie, promovierte 2003 bei Hillel Fürstenberg. Arbeitete auch mit Terence Tao. Erdős-Preis 2011, Invited Speaker ICM 2014

Mathematikhistorikerinnen[Bearbeiten]

  • Kirsti Andersen (* 1941), Dänin, Professorin in Aarhus. Geschichte der frühen Analysis und der Perspektive. Mit Henk Bos verheiratet.
  • June Barrow-Green (* 1953), Open University. Insbesondere über Henri Poincaré, der zentralen Persönlichkeit der Mathematik, der Himmelsmechanik und später der theoretischen Physik in Frankreich und darüber hinaus in Europa Ende des 19. Jahrhunderts.
  • Isabella Grigorjewna Baschmakowa (1921–2005), Professorin an der Lomonossow-Universität, Schülerin des russischen Nestors der Mathematikgeschichte Adolf Juschkewitsch. Insbesondere zu Diophant von Alexandrien.
  • Christa Binder (* 1947), österreichische Mathematikhistorikerin an der TU Wien, Schülerin von Edmund Hlawka, besonders österreichische Mathematikgeschichte
  • Karine Chemla (* 1957), französische Sinologin und Mathematikhistorikerin, Universität Paris und diverse chinesische Universitäten, forscht am CNRS. Kritische Ausgabe der Neun Bücher arithmetischer Technik.
  • Serafina Cuomo (* 1966), italienische Wissenschaftshistorikerin, Mathematik- und Technikgeschichte in der Antike (Griechenland/Rom), Reader am Birkbeck College der Universität London.
  • Auguste Dick (1910–1993), Wiener Lehrerin, studierte unter anderem im Seminar von Hans Hahn, Biographin von Emmy Noether
  • Yvonne Dold-Samplonius (* 1937), Niederlande, Universität Heidelberg. Islamische Mathematik des Mittelalters. Mit Albrecht Dold verheiratet.
  • Catherine Goldstein (* 1958), Universität Paris. Geschichte der Zahlentheorie. Außerdem ist sie selbst Zahlentheoretikerin.
  • Judith Grabiner (* 1938), Professorin am Pitzer College in Kalifornien, Schülerin von I. Bernard Cohen in Harvard, Geschichte der Analysis (u.a. Cauchy, Lagrange). Sie gewann mehrfach sowohl den Allendoerfer Award als auch den Lester Randolph Ford Award.
  • Uta Merzbach (* 1933), ehemalige Kuratorin an der Smithsonian Institution, Neuherausgabe der Mathematikgeschichte von Carl B. Boyer
  • Lam Lay Yong (* 1936), Mathematikhistorikerin aus Singapur. Antike chinesische Mathematik.
  • Karen Parshall (* 1955), Professorin an der University of Virginia. Geschichte der Mathematik in den USA, das sich aus bescheidenen Anfängen im 19. Jahrhundert zur führenden Nation in der Mathematik entwickelte. Biographin von James Joseph Sylvester.
  • Kim Plofker (* 1964), Dibner Institut, führende westliche Spezialistin für indische Mathematik.
  • Christine Proust, französische Mathematikhistorikerin, Forschungsdirektorin des CNRS und am Labor Sphere der Universität Paris VII, babylonische Mathematik
  • Karin Reich (* 1941), Nachfolgerin von Christoph J. Scriba auf dem lange wichtigsten westdeutschen Lehrstuhl für Mathematikgeschichte in Hamburg. Aus der Münchner Schule von Wissenschaftshistorikern, wo sie bei Helmuth Gericke promovierte. Geschichte des Vektor- und Tensorkonzepts und der Differentialgeometrie. Biographin von Gauß.
  • Constance Reid (1918–2010), Schwester von Julia Robinson und bekannt durch Biographien von David Hilbert, Richard Courant und andere Mathematiker. Sie fixierte viel nur mündlich als mathematische Folklore Überliefertes aus Göttingen, dem zur Zeit der Hilbert- und Courant-Schule bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten weltweit führenden mathematischen Zentrum.
  • Eleanor Robson (* 1969), Assyriologin und Professorin in Oxford, eine führende Spezialistin für Mathematik in Mesopotamien
  • Denise Schmandt-Besserat (* 1933), Frankreich/USA, Archäologin, Professorin an der University of Texas at Austin, frühe Zahlzeichen (Token) im Nahen Osten und früheste Entwicklung der Rechentechnik in Mesopotamien.
  • Jacqueline Stedall (1950–2014), Universität Oxford, britische Mathematik im 17. Jahrhundert, Geschichte der Algebra
  • Eva G. R. Taylor (1879–1966), erste Professorin für Geographie in England, an der Universität London, die in Fragen der Akzeptanz von Frauen als Wissenschaftlerinnen in England eine Führungsrolle hatte. Entwicklung der Mathematik in der frühen Neuzeit Großbritanniens in der ganzen Breite angewandter Wissenschaften (wie Vermesser, Instrumentenbauer und Navigatoren), die damals dazuzählten
  • Renate Tobies (* 1947), Universität Jena, aus der Leipziger Schule von Hans Wußing, befasste sich besonders mit Felix Klein, einer zentralen Figur in der Mathematik in Deutschland von den 1870er Jahren bis ins frühe 20. Jahrhundert
  • Annette Warner (geb. Imhausen; * 1970), Deutschland. Professorin in Frankfurt. Ägyptische Mathematik (sie ist auch Ägyptologin).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Renate Tobies: Frauen in der Mathematik, DMV-Webseite
  2. Susan Kelly, Sarah Rozner, Notices AMS, April 2012
  3. Sofja Kowalewskaja war 1874 in Göttingen noch in absentia nur durch Einreichung von Arbeiten promoviert worden. Biographie von Grace Chisholm Young am Agnes Scott College von Larry Riddle
  4. McTutor
  5. Emmy Noether war außerordentliche, nicht verbeamtete Professorin
  6. Renate Tobies: Frauen in der Mathematik, DMV.
  7. McTutor