Liste bedrohter Sprachen
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Afrika
- Anfillo (Äthiopien, Oromiyaa)
- Animere (Ghana)
- Bete (Nigeria, Region Taraba), möglicherweise bereits ausgestorben
- Bikya (Kamerun), wahrscheinlich bereits ausgestorben
- Bom (Sierra Leone)
- Bullom So (Guinea, Sierra Leone)
- Bussa (Äthiopien, Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker)
- Dahalo (Kenia)
- Defaka (Nigeria, Rivers State)
- Jalaa (Nigeria, Region Bauchi)
- Karon (Senegal, Gambia)
- Laal (Tschad)
- Lufu (Nigeria, Region Taraba)
- Nkoroo (Nigeria, Rivers State)
- Ogiek (Kenia, Tansania), unter 500 Sprecher
- Ongamo (Tansania)
- Ongota (Äthiopien, Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker)
- Sherbro (Sierra Leone)
- Shua (Botswana)
- Terik (Kenia)
- Xiri (Südafrika), unter 100 Sprecher
[Bearbeiten] Asien und Nahost
- Abduyi, bei Kazerun im südwestlichen Iran
- Ainu (nördliches Japan), etwa 1000 Sprecher, aber nur noch 13 Muttersprachler, vom Aussterben bedroht
- Aramäisch (Stammgebiet: Syrien, Irak, Türkei, Israel, Iran und Libanon, In der Diaspora: Europa, Amerika und Australien) - das historische Aramäisch war die Sprache des Jesus von Nazareth und wird hauptsächlich von Christen in verschiedenen Dialekten aus Nahost gesprochen. Das Stammgebiet deckt sich mit dem alten Mesopotamien
- Bathari (Oman)
- Caviteño Chabacano (Cavite City, Philippinen), weniger als 500 Sprecher
- Chintang (Nepal) 5000-6000 Sprecher[1]
- Chong (Kambodscha und Thailand), rund 5500 Sprecher (laut Ethnologue)
- Davani, bei Kazerun im südwestlichen Iran
- Harsusi (Oman)
- Kadazan (Sabah, Malaysia)
- Ketisch (Gebiet Krasnojarsk, Russland), die letzte Jennisseische Sprache; vom Aussterben bedroht
- Kristang (Cristão) (portugiesisches Kreol in Malakka, Malaysia)
- Lasisch (Georgien und Türkei entlang der Schwarzmeerküste)
- Macanese (Patuá, Macaista) (Macao)
- Mandschu (Nordostchina), weniger als 100 Sprecher
- Mehri (Jemen und Oman)
- verschiedene Sprachen der indigenen Völker des russischen Nordens
- Nuristan-Sprachen
- Puma (Nepal) 4300-10000 Sprecher[2]
- Ratagnon (Mindoro, Philippinen)
- Sanskrit (Nordindien und Nepal) - Sprache der klassischen indischen Literatur, z.B. der Veden, und Stammform aller modernen Indoarischen Sprachen
- Shehri (Oman)
- Soqotri (Socotra, Jemen)
- die meisten Sprachen der Urbevölkerung Taiwans
- Tschulymisch (Sibirien), etwa 100 Sprecher
- Tschuktschisch (nordöstliches Sibirien), etwa 10.400 Sprecher (2001)
- Ulchisch (Russland), 1000 Sprecher oder weniger
- zahlreiche Sprachen Indonesiens
[Bearbeiten] Europa
Stufe 2: definitiv gefährdet
- Aragonesisch (Spanien)
- Aromunisch (Griechenland und andere Balkanländer)
- Burgenlandkroatisch (Österreich)
- Emilianisch-Romagnolisch (Italien)
- Frankoprovenzalisch (Arpitan) (Frankreich/Savoyen, Italien/Aostatal)
- Friaulisch oder Furlanisch (Nordostitalien/Friaul)
- Gallo-Sizilianisch (Italien)
- Irisch (Irland), noch etwa 80.000 Muttersprachler, trotz intensiver Förderung (u. a. Pflichtfach an Schulen) und Status als Amtssprache gefährdet
- Istriotisch (Istrien, Kroatien)
- Istrorumänisch (Istrien, Kroatien), stark im Rückgang, nur noch wenige hundert Sprecher
- Jiddisch
- Korsisch (Korsika, Frankreich)
- Ladinisch (Italien)
- Leonesisch (Nordspanien)
- Ligurisch (Italien)
- Mordwinisch (Russland)
- Niedersorbisch (Brandenburg, Deutschland)
- Obersorbisch (Sachsen, Deutschland)
- Piemontesisch (Italien)
- Romani (Osteuropa, v. a. Rumänien)
- Rumantsch oder Bündnerromanisch (Graubünden, Schweiz), die meisten Sprecher sind älter, durch Abwanderung der jüngeren Generation in (deutschsprachige) Großstädte und Ausbreitung des Deutschen bedroht; trotz Status als 4. Amtssprache der Schweiz gefährdet
- Schottisch-Gälisch (Großbritannien), Gälisch wurde bisher nicht vom Schottischen Parlament als gefährdet eingestuft, ist aber in Nordamerika akut bedroht
- Südjütländisch, dänischer Dialekt in Südschleswig, Deutschland
- Zimbrisch (Norditalien), bairischer Dialekt, der viele Eigenarten des Mittelhochdeutschen bewahrt hat; ca. 3000 Sprecher, nicht unmittelbar bedroht
- Mòcheno, Subdialekt des Zimbrischen, ca. 1000 Sprecher
Stufe 3: stark gefährdet
- Arvanitika (Griechenland), starker Rückgang, nur noch sehr wenige ältere Sprecher
- Bretonisch (Frankreich), starker Rückgang
- Bourguignon, französischer Dialekt (Langue d'oil) im Burgund
- Champenois, französischer Dialekt (Langue d'oil) in der Champagne
- Franc-Comtois, französischer Dialekt (Langue d'oil) in der Franche-Comté
- Gallo, französischer Dialekt (Langue d'oil) in der Bretagne
- Lorrain, französischer Dialekt (Langue d'oil) in Lothringen, darunter auch Welche im Elsass
- Picard, französischer Dialekt (Langue d'oil) in der Picardie
- Poitevin-Saintongeais, französischer Dialekt (Langue d'oil) in Poitou-Charentes
- Gagausisch (Rumänien)
- Griko (süditalienisches Griechisch) von Salento, Apulien
- Griko von Reggio Calabria
- Karaimisch (Polen, Ukraine, Litauen)
- Kaschubisch oder Pomoranisch (Polen), starker Rückgang
- Krimtatarisch (Ukraine)
- Ladino (Judenspanisch)
- Livisch oder Livonisch (Estland und Lettland), der letzte Muttersprachler verstarb 2007, Versuche einer Wiederbelebung
- Molise-Kroatisch (Italien)
- Nordfriesisch (Schleswig-Holstein, Deutschland)
- Normannisch oder Nourmand (Nordfrankreich/Normandie und Kanalinseln), starker Rückgang
- Inselnormannisch (Jèrriais, Dgèrnésiais und Sercquiais) (Kanalinseln), stark im Rückgang, weniger als 5000 Sprecher (Sercquiais hat weniger als 20 Sprecher, die es fließend beherrschen)
- Okzitanisch (Südfrankreich), von der UNESCO werden dessen Subdialekte als eigenständige Sprachen geführt:
- Saterfriesische Sprache (Deutschland), wenige, meist ältere Sprecher, Versuche einer Wiederbelebung
- Töitschu, walserdeutscher Dialekt von Issime im oberen Aostatal, ca. 100 Sprecher
- Wymysörisch (Oberschlesien, Polen), weniger als 100 meist ältere Sprecher
Stufe 4: besonders gefährdet
- Kornisch (Cornwall, Großbritannien), bereits seit längerem ausgestorben, Versuche zur Wiederbelebung haben eine kleine Gruppe Muttersprachler hervorgebracht
- Manx (Isle of Man), zuletzt nur noch als Zweitsprache gesprochen, Versuche zur Wiederbelebung haben eine Gruppe Muttersprachler hervorgebracht
- Nehrungskurisch (Deutschland, bis 1945 auf der Kurischen Nehrung in Ostpreußen), nur noch 7 Sprecher bekannt[3] - ?
- Tsakonisch (Griechenland), nur noch etwa 300 Sprecher
- Wotisch (Ingermanland, Russland) - ?
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- UNESCO Red Book of Endangered Languages
- The International Clearing House for Endangered Languages
- Foundation for Endangered Languages
- Language Resources
- Linkverzeichnis der Gesellschaft für bedrohte Sprachen
- Bedrohte Sprachen - Menschenrechtsreport Nr. 63 der Gesellschaft für bedrohte Völker
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bickel, B., Banjade, G., Gaenszle, M., Lieven, E., Paudyal, N. P., & Rai, I. Purna, et al. (2007). Free prefix ordering in Chintang. Language, 83(1), 43–73
- ↑ Sharma, N. P., B. Bickel, M. Gaenszle, A. Rai & V. S. Rai: Personal and possessive pronouns in Puma (Southern Kiranti), In: Yogendra P. Yadava [ed.] Contemporary issues in Nepalese linguistics. Kathmandu: Linguistic Society of Nepal, 2005.
- ↑ [1]