Liste der Ehrenbürger von Arnstein (Unterfranken)

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Wappen der Stadt Arnstein

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste kommunale Auszeichnung der unterfränkischen Stadt Arnstein. Mit der Ehrung sind neben den angemessenen Ehrbezeugungen keine finanziellen Vergünstigungen üblich. Bekannt ist lediglich die Kostenübernahme für die Beerdigung von Pfarrer Albin Schraub aus Schwebenried im Jahr 1991.

1933 wurden Reichspräsident Paul von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler zu Ehrenbürgern ernannt. Beide Ehrenbürgerschaften tauchten nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr in den Listen auf. Als ein Bürger aus Binsbach 1995 im dortigen Archiv auf ein Dia mit dem Dankesschreiben Hitlers stieß, bat er Bürgermeister Roland Metz um Auskunft. Der Arnsteiner Stadtrat beschloss daraufhin am 19. Juni 1995, dass in allen Fällen, in denen die Ehrenbürgerschaft von Adolf Hitler noch nicht widerrufen wurde, sie aberkannt wird. Die Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wurdenicht offiziell aberkannt, in den Listen wird er aber nicht geführt.

Bislang wurden 13 Personen zu Ehrenbürgern ernannt. Weitere etwa 18 Ehrenbürgerschaften wurden in den Ortsteilen vor ihrer Eingemeindung verliehen


Hinweis: Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Datum der Zuerkennung.

Die Ehrenbürger der Stadt Arnstein[Bearbeiten]

  1. Max Balles (1862–1936)
    Bezirksoberlehrer, 2. Bürgermeister
    Verleihung 1914
    Balles machte sich um die Erforschung der Heimatgeschichte verdient. Er ist Verfasser des Buchs Arnstein in Vergangeheit und Gegenwart.
  2. Alfons Söder (1851–1937)
    Pfarrer
    Verleihung 1924
    Söder war Stadtpfarrer in Arnstein.
    Reichspräsident
    Verleihung 1933; nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr geführt
    Reichskanzler
    Verleihung 1933; nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr geführt, aberkannt am 19. Juni 1995
  3. Karl Michael Fischer (1877–1960)
    Postbeamter
    Verleihung 1952
    Fischer wurde wegen seiner Förderung des Heimatgedankens, des katholischen Lebens und der Kirchenmusik zum Ehrenbürger ernannt.
  4. Ludwig Schipper (1876–1954)
    Unternehmer
    Verleihung 1952
    Schipper war Besitzer einer Molkerei. Er unterstützte kulturelle und kirchliche Einrichtungen und förderte den Heimatgedanken.
  5. Ernst Wenz (1884–1969)
    Gymnasialprofessor für Deutsch und Geschichte
    Verleihung 1954
    Wenz machte sie verdient um die Erforschung der Geschichte Arnsteins.
  6. Adam Wehner (1893–1974)
    Pfarrer
    Verleihung 1961
    Wehner war Pfarrer in Arnstein in der schweren Zeit des Krieges.
  7. Michael Wenz (1891–1972)
    Unternehmer
    Verleihung 1961
    Wenz war Inhaber der MIWE. Er zeigte große Heimatverbundenheit und war Vorsitzender des Sängerkranzes Arnstein.
  8. Lorenz Lembach (1897–1982)
    1. Bürgermeister
    Verleihung 1967
    Lembach war zunächst Stadtrat und dann von 1952 bis 1972 Erster Bürgermeister.
  9. Karolina Eschenbacher (Schwester Guntrama) (1910–1996)
    Ordensschwester, Krankenschwester
    Verleihung 1974
    Schwester Guntrama wurde für ihre selbstlose Pflege der kranken Mitmenschen zur Ehrenbürgerin ernannt.
  10. Josef Schmitter (1912–2005)
    Unternehmer
    Verleihung 1987
    Schmitter war Inhaber derSchmitter Group AG. Er unterstützte städtische Einrichtungen.
  11. Edgar Michael Wenz (1923–1997)
    Unternehmer
    Verleihung 1988
    Wenz war Inhaber der MIWE. Er zeigte große Heimatverbundenheit.
  12. Manfred Beck-Arnstein (* 19. August 1946 in Arnstein)
    Kunstmaler
    Verleihung 1993
    Beck-Arnstein wurde für seine Leistungen und Auszeichnungen in der Kunst und seine Verbundenheit zur Heimat, die durch den Künstlernamen Beck-Arnstein zum Ausdruck kommt, zum Ehrenbürger ernannt.
  13. Roland Metz (* 1936)
    Altbürgermeister
    Verleihung am 30. Januar 2006
    Metz wurde anlässlich seines 70. Geburtstages wegen seiner Verdienste um das Gemeinwohl der gesamten Stadt Arnstein zum Ehrenbürger ernannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uta Weise: Die Ehrenbürger Arnsteins, In: Jahrbuch ... des Arnsteiner Heimatkunde-Vereins 20 (2009), Arnstein, 2009, S. 223–242