Liste der Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmäler

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Kaiser Wilhelm I. wurde in zahlreichen Denkmälern abgebildet. Sehr häufig sind Standbilder und Büsten. Oft wird Wilhelm I. auch als Teil von Kriegerdenkmälern (Deutsch-Französischer Krieg 1870/71) dargestellt.

Reiterstandbilder[Bearbeiten]

Kiel:
Kaiser-Wilhelm-I.-Reiterstandbild
Lübeck:
Kaiser-Wilhelm-I.-Reiterstandbild
Goslar:
Wilhelm I. und Barbarossa, flankiert von zwei Braunschweiger Löwen
Danzig:
Kaiser-Wilhelm-I.-Reiterstandbild

Hauptartikel: Liste der Kaiser-Wilhelm-I.-Reiterdenkmäler

Aachen: von Fritz Schaper, 1901 auf dem Theaterplatz enthüllt, Bronzeteile 1942 demontiert, 1943 eingeschmolzen.
Berlin-Mitte: Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. auf der Berliner Schlossfreiheit von Bildhauer Prof. Reinhold Begas, 1889–1897.
Das in der Achse des Eosanderportals des Stadtschlosses errichtete Denkmal wurde 1950 auf Betreiben Walter Ulbrichts zusammen mit dem Stadtschloss bis auf die erhaltenen Fundamente abgebrochen und die Bronzeteile eingeschmolzen.
Berlin-Spandau: an der Neuendorfer Straße, von Bildhauer Franz Dorrenbach aus Köln, 1909 errichtet; nicht erhalten
Bernburg: auf dem Karlsplatz; von Ludwig Manzel, 1901 errichtet; nicht erhalten.
Bremen: von Robert Bärwald, 1888–1893, 1942 eingeschmolzen.
Breslau: von Christian Behrens, 1896 auf der Promenade enthüllt, zerstört am 21. Oktober 1945, heute steht an dieser Stelle ein Bolesław-Chrobry-Denkmal.
Bromberg von Alexander Calandrelli, 1893 enthüllt, 1919 noch vor der Besetzung der Stadt durch Polen nach Meseritz transportiert (siehe dort).
Chemnitz: Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. umrahmt von den eigenständigen Standbildern Bismarcks und Moltkes auf dem Rathausmarkt, alle drei im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.
Danzig: Westpreußisches Provinzialdenkmal, vor dem Hohen Tor.
Dortmund-Hohensyburg: Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal der (vormaligen) westfälischen Grafschaft Mark von Hubert Stier, 1893–1902. Die Reiterstatue und die überlebensgroßen Standbilder von Otto von Bismarck und Hellmuth von Moltke wurden von Bildhauer Adolf von Donndorf, die seit dem Umbau des Denkmals (1935–1936) verschollenen lebensgroßen Standbilder Kaiser Friedrich III. (hier dargestellt als Kronprinz Friedrich Wilhelm) und Prinz Friedrich Karl wurden von seinem Sohn Karl Donndorf entworfen und ausgeführt. Der Bronzeguss aller Statuen erfolgte in der Bronzegießerei Gladenbeck, Inh. Walter u. Paul Gladenbeck, Friedrichshagen bei Berlin.
Düsseldorf: Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. (von Bildhauer Karl Janssen) umrahmt von den eigenständigen Standbildern des Fürsten Bismarck und des Grafen Moltke auf der Alleestraße. Von 1964 bis 1982 stand das Denkmal auf dem „Platz der Deutschen Einheit“, musste dort jedoch aus verkehrstechnischen Gründen weichen. Nach jahrelangen Diskussionen, ob der Kaiser in der Öffentlichkeit noch zeitgemäß wäre, wurde das Denkmal schließlich im Jahre wurde 1987 auf den Martin-Luther-Platz transloziert; das Standbild Moltkes ist nicht mehr vorhanden.
Duisburg: ehemals auf dem Kaiserberg. Entworfen von Friedrich Reusch, eingeweiht am 2. September 1898. Die Figuren des Kaisers, der Germania und des Reichsadlers wurden 1942 eingeschmolzen, der Sockel wurde 1957 abgetragen.
Erfurt: durch Prof. Ludwig Brunow entworfen; am 25. August 1900 auf dem ehemaligen Kaiserplatz (heute Karl-Marx-Platz) eingeweiht und 1944 für Kriegszwecke eingeschmolzen.[1]
Essen: Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Burgplatz. Entwurf von Hermann Volz (1847–1941). Enthüllt am 23. Oktober 1898, 1928 baulich verändert und von der Platzmitte an den Rand versetzt.
Frankfurt am Main: von Clemens Buscher, enthüllt am 10. Mai 1896, 1940 eingeschmolzen
Gera: vor der Johanniskirche, von Bildhauer Gustav Eberlein; nicht erhalten.
Geislingen an der Steige:
Erstes Reiterstandbild: auf dem Kirchplatz, vor der Stadtkirche. Der Kaiser sitzt in Felduniform mit offenem Mantel und Helm auf einem kraftvoll vorwärtsschreitenden Pferd. Das Reiterstandbild stellt das von der Galvanoplastischen Kunstanstalt erworbene Modell nach dem Entwurf des Berliner Bildhauers Gustav Eberlein dar. Die Enthüllung des Denkmals war ursprünglich für den 18. Januar 1894 vorgesehen, wurde aber schließlich auf den Geburtstag des hier verewigten Kaisers am 22. März desselben Jahres verschoben. Etwa 1979 wird das Reiterstandbild zur Restaurierung vom Sockel gehoben und zur Restaurierung in die Werkstätten der WMF gebracht. Da die Restaurierung einer Galvanoplastik nicht möglich ist, wird das Reiterstandbild „entsorgt“.
Zweites Reiterstandbild: auf dem Kirchplatz, links neben der Stadtkirche. 1980 entsteht in der Gießerei Strassacker in Süßen ein vollständiger Neuguss. Aus verkehrstechnischen Gründen wird das neue Reiterstandbild etwa 15 m vom alten Standort entfernt auf dem Originalsockel wieder errichtet.
Goslar: Kaiserpfalz: Wilhelm I. und Barbarossa jeweils zu Pferde, flankiert von zwei Braunschweiger Löwen.
Halle an der Saale: Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. mit den als Assistenzfiguren aufgestellten Paladinen Bismarck und Moltke. Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Blessuren, wurde aber später restlos beseitigt.
Hamburg:
Festdekoration: 1871 vor der Rückseite der Börse/Rathausmarkt (an Stelle des heutigen Rathauses). Das überlebensgroße Denkmal, von Bildhauer Engelbert Peiffer aus Holz und Gips geschaffen, stellte den Kaiser, der mit der rechten Hand eine Fahne zum Himmel streckt, als Festdekoration für die Siegesfeier/Ehrung der heimkehrenden Soldaten des Krieges 1870/71.
Hamburg-Mitte: Reiterdenkmal, entworfen von Johannes Schilling. Am 20. Juni 1903 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. auf dem Rathausmarkt enthüllt. 1930 und nachfolgend versetzt, heute in Planten un Blomen.
Hamburg-Altona: Reiterdenkmal auf dem Rathausplatz, von Bildhauer Gustav Eberlein, 1898 in Gegenwart des Kaiserpaares (Wilhelm II.) enthüllt.
Herne: von dem Münchener Bildhauer Alois Mayer; nicht erhalten.
Hildesheim: Reiterdenkmal, 1900 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und seiner Gemahlin eingeweiht, nur Sockel erhalten (umgewidmet zum „Mahnmal für Kriegsopfer“).
Karlsruhe: von Adolf Heer auf dem Kaiserplatz (erhalten), Bauzeit 1890–1897. Die vier allegorischen Sockelfiguren wurden 1943 eingeschmolzen. (vgl. Osnabrück)
Kiel: Schleswig-Holsteinisches Provinzialdenkmal von Adolf Brütt 1896 im Schlossgarten.
Koblenz: Rheinisches Provinzialdenkmal auf der Landzunge am Deutschen Eck.
Köln an der Hohenzollernbrücke.
Kyffhäuser: Kyffhäuserdenkmal, 18901896, Denkmalturm von Bruno Schmitz mit Reiterstandbild von Emil Hundrieser.
Lübeck: zwischen Bahnhof und Lindenplatz von Louis Tuaillon.
Magdeburg: ehemaliger Kaiser-Wilhelm-Platz, heute Universitätsplatz, nicht mehr erhalten.
Mannheim: von Gustav Eberlein, enthüllt 1894 vor dem Schloss Mannheim, zerstört
Meseritz: von Alexander Calandrelli (1893), im Jahre 1929 in den Anlagen an der Bahnhofstraße aufgestellt, vorher in Bromberg (siehe dort); seit 1946 verschollen.
Münster: vor dem Schloss, entworfen von Bildhauer Friedrich Reusch in Zusammenarbeit mit Architekt Bruno Schmitz, im Oktober 1897 in Anwesenheit des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen als Vertreter des Kaisers enthüllt; nicht erhalten.
Nürnberg: Kaiser Wilhelm I. zu Pferde von Wilhelm von Rümann, 1905 errichtet
Osnabrück: von dem Karlsruher Bildhauer Adolf Heer. Feierliche Enthüllung in Gegenwart des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen als Vertreter des Kaisers am 16. Juli 1899 auf dem Goetheplatz. Das Denkmal verschwand in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs; sein Verbleib ist ungeklärt. Es war ein Nachguss des Denkmals in Karlsruhe.
Potsdam: von Ernst Herter. Feierliche Enthüllung in Gegenwart Kaiser Wilhelms II. am 11. April 1901 auf der Freundschaftsinsel an der Langen Brücke. Das Denkmal überstand den Zweiten Weltkrieg, wurde nach 1945 demontiert, dann verschrottet.
Rixdorf (b. Berlin): auf dem Hohenzollernplatz (heute Karl-Marx-Platz), von Albert Moritz Wolff, enthüllt 22. März 1902, 1944 eingeschmolzen.
St. Andreasberg: Reiterstatue von Karl Harzig – erstmals 1897 fanden in St. Andreasberg Schneebau-Wettbewerbe statt. Der Hüttenmann Karl Harzig schuf im Jahre 1906 eine Reiterstatue Wilhelms I., von der Abbildungen erhalten sind.
Saarbrücken: Reiterstandbild auf dem Brückenjoch der Alten Saarbrücke zwischen Saarbrücke und St. Johann, Entwurf von Architekt Heinrich Halmhuber; Guss von Gladenbeck; nicht erhalten.
Nach 1945 lässt der Militärgouverneur an der Saar, Gilbert Gandval, das Reiterstandbild abreißen. Er erteilt den Befehl aus der Bronze „Marschall Ney-Statuetten“ zu gießen. Sic transit gloria mundi!
Stettin: Reiterstandbild als Bekrönung eines aufwendig ausgeführten Kriegerdenkmals für die 1870/71 gefallenen Söhne der Stadt von Prof. Karl Hilgers, nicht erhalten.
Stolp in Pommern: Reiterstandbild als Bekrönung eines Kriegerdenkmals, nicht erhalten.
Stuttgart: von Wilhelm von Rümann und Friedrich von Thiersch, 1897/98
Trier: Standbild auf dem Domfreihof 1893 von Ferdinand von Miller.
Waldheim: von Gustav Eberlein.
Weißenfels: von Bildhauer Ernst Wenck. Am 8. März 1949 von Jugendbrigaden zu Boden gerissen und durch die Strassen in eine Gießerei zum Einschmelzen gezogen.[2]
Wriezen: vor dem Rathaus (bis 1945).

Galerie[Bearbeiten]

Standbilder[Bearbeiten]

Ehemaliger Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Straßburg mit Standbild (Aufnahme von 1895).
Kaiser-Denkmal in Ratzeburg (vor 1903)
Aachen: Standbild an der Fassade des Amtsgerichtes an der Kongreßstraße; erhalten
Arolsen/Hessen: 1899 von Bildhauer Peter von Woedtke
Altdamm/Pommern: von Georg Renatus Meyer-Steglitz, auf dem Wilhelmsplatz, nicht erhalten
Anklam/Pommern: von Bildhauer Ludwig Manzel, enthüllt am Sedantag 1897, auf dem Markt, im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen.
Bad Homburg: von Bildhauer Fritz Gerth, enthüllt am 10. September 1905, im Kurpark vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad und der Spielbank Bad Homburg.
Barth/Pommern: auf dem Markt, nach 1945 entfernt. Heute ist dort der Fischerbrunnen.
Berlin:
Berlin-Grunewald: von Bildhauer Ludwig Manzel in der Gedenkhalle des König-Wilhelm-Turmes auf dem Karlsberg, 1897 enthüllt
Berlin-Lichterfelde: an der Fassade der Preußischen Hauptkadettenanstalt von Bildhauer Karl Keil, 1877 errichtet, 1945 demontiert und eingeschmolzen
Berlin-Lichterfelde: auf der Dorfaue von Bildhauer Ernst Wenck, enthüllt im Juni 1898, im 2. WK demontiert, erhalten im Museumsaufgang der Zitadelle Spandau
Berlin-Mitte: auf der Dachbalustrade des Schlosses „Kaiser Wilhelm I. als Jupiter“, wohl 1950 mit dem Abriss des Schlosses zerstört
Berlin-Mitte: an der Fassade von „Haus Laute“ am Gendarmenmarkt von Bildhauer Albert Wolff, vor 1881, zerstört
Berlin-Mitte: an der Fassade des Roten Rathauses, in einer der beiden leeren Blendnischen neben dem Portikus; von Bildhauer Karl Keil, nicht erhalten
Berlin-Mitte: am Eckturm des ehem. Polizeipräsidiums am Alexanderplatz von Bildhauer Alexander Calandrelli; nicht erhalten
Berlin-Mitte: in der Ruhmeshalle des Zeughauses von Bildhauer Rudolf Siemering (1890/91); seit 1961 auf Burg Hohenzollern bei Hechingen
Berlin-Schöneberg: auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz von Bildhauer Felix Görling (Zweitguss des Kaiserdenkmals in Uerdingen), enthüllt 22. März 1892, 1942 Opfer der Metallspende des deutschen Volkes
Berlin-Tegel: auf der Dorfaue von Bildhauer Robert Bärwald, enthüllt 22. März 1895, 1942 Opfer der Metallspende des deutschen Volkes
Berlin-Tiergarten: Das „Jung Wilhelm“-Standbild zeigt ihn in der Uniform der Gardefüsiliere von 1813; enthüllt am 3. April 1904; von Bildhauer Adolf Brütt, Original im Depot, Kopie am Ort
Berlin-Tiergarten: Zentrales Standbild der letzten Denkmalgruppe in der ehemaligen Siegesallee, 1901, wohl fälschlich Reinhold Begas zugeschrieben, sehr wahrscheinlich von August Kraus, siehe Denkmalgruppe 32
Biberach an der Riß: an der Memminger Straße gegenüber dem Bahnhof, dorthin nach dem Zweiten Weltkrieg vom Kappenzipfel (beim Marktplatz) versetzt.
Bismarckhütte: von Fritz Heinemann
Bonn: Marmorstandbild enthüllt am 16. Oktober 1906 an der Universität; von Harro Magnussen; nach Restaurierung seit 1989 am Hotel Residence
Bremen: an der Fassade des Landgerichtes
Breslau: an der Fassade des Regierungsgebäudes am Lessingplatz
Bublitz/Pommern: auf dem Marktplatz
Czarnikau: von Fritz Heinemann
Coesfeld: mit Sockelfiguren; enthüllt am 3. September 1899; von Wilhelm Haverkamp; am Ort erhalten
Dessau: von Alexander Tondeur auf dem Kaiserplatz (heute Friedensplatz), 1892. 1935 wegen Umgestaltung des Platzes umgesetzt zum Bahnhofsvorplatz, nach 1940 Opfer der Metallspende des deutschen Volkes.
Diesbar / Sachsen: auf dem Germaniafelsen
Dramburg/Pommern: vor dem Gymnasium
Driesen an der Netze: auf dem Alten Markt, 1896 am 700. Jahrestag der Stadteroberung Markgraf Otto IV. mit dem Pfeil, Schöpfer ist der Berliner Bildhauer Emil Klemens. An der Vorderseite des Sockels ist ein Reliefmedaillon Kaiser Friedrichs III. angebracht. An der linken und rechten Seite sind die Reliefs Bismarcks und Moltkes zu sehen.
Duisburg: an der Rathausfassade über dem Eingang; gepaart mit dem Standbild Karls des Großen, symbolisieren die Figuren die Gründer des ersten und zweiten Reiches. Detailfotos.
Düren: an der Fassade des Hotels „Drei Kaiser“, am Kaiserplatz
Düren: 1891 enthülltes Standbild auf dem Kaiserplatz von Bildhauer Joseph Uphues; im 2. WK eingeschmolzen
Eckernförde: vor der Knabenschule in der Kieler Straße, Bronzeguss von Schäffer & Walcker, Entwurf Bildhauer Emil Klemens, enthüllt am 10. Mai 1899; 1942 zur Einschmelzung demontiert
Elbing: von Wilhelm Haverkamp; bei Zerstörung der Stadt im Januar 1945 mit zerstört
Bad Ems: Marmorstandbild enthüllt am 7. Mai 1893; von Paul Otto; am Ort erhalten – Übrigens das einzige Kaiser Wilhelm I.-Denkmal, das den Monarchen in Zivil zeigt!
Erfurt: durch Prof. Georg Kugel aus Ruhla zur Verzierung der Fassade des Rathauses am Fischmarkt angefertigt; im November 1876 aufgestellt und im Sommer 1945 entfernt[3]
Essen-Kettwig: Standbild aus Oberkirchener Sandstein von Bildhauer Wilhelm Albermann – 1889: Feierliche Enthüllung des Denkmals auf dem Marktplatz, vor der ev. Kirche, zur Erinnerung an 1864, 1866 und 1870/71
Königssteele
Erstes Standbild: Standort: Ecke Berliner Straße / Wilhelmstraße, Entwurf und Ausführung durch den Düsseldorfer Bildhauer Leo Müsch in Baumberger Sandstein, 1884 errichtet
Zweites Standbild: Nach Witterungsschäden 1911 durch eine neue Plastik nach dem Entwurf des Bildhauers Heinrich Wefing ersetzt.
Flensburg: im Amtsgericht Flensburg von Bildhauer Ernst Herter
Frankfurt am Main: im Kaisersaal im Frankfurter Römer von Bildhauer Gustav Kaupert
Friedeberg a. Quais: auf dem Marktplatz; 1945 zerstört
Gardelegen: 1895; vom Bildhauer Heinrich Wefing
Glatz: kombiniert als Kriegerdenkmal; 1898 enthüllt; von Bildhauer Ernst Seger, zerstört
Graudenz: 1909 enthüllt; Bildhauer Heinrich Günther-Gera; zerstört
Grünberg in Schlesien: enthüllt am 2. September 1894; Bildhauer Robert Baerwald; zerstört
Hamburg-Altona: an der Fassade des Hauses Willebrandstr. 37
Herborn: 1903 an der Obertorbrücke enthüllt; an anderem Standort erhalten
Bad Homburg: am 10. September 1905 im Kurpark enthüllt; Bildhauer Fritz Gerth; am Ort erhalten
Köln: an der Südfassade des Gerichtsgebäudes am Appellhofplatz
Königsberg (Preußen): Ostpreußisches Provinzialdenkmal von Bildhauer Prof. Friedrich Reusch, Guss bei Schäffer & Walcker in Berlin, 1894 aufgestellt, an der Südwestecke der Schlossterrasse (Kaiser-Wilhelm-Platz), nach 1945 beseitigt.
Königswinter: an der Südfassade der Drachenburg
Krefeld: von Bildhauer Gustav Eberlein, ursprünglich im Kaiser-Wilhelm-Museum. Seit 1979 ist das Standbild an der Nordseite des Museums provisorisch aufgestellt.
Krefeld: von Bildhauer Joseph Ossendorf im Stadtgarten an der St.-Anton-Straße, 1880 errichtet, im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer zerstört
Lüdenscheid: 1889, vom Lüdenscheider Bildhauer Gottwalt Kuhse (1854–1919), Bronzestandbild auf geschliffenem Granitsockel. Der Kaiser (leicht überlebensgroß) dargestellt in weitem Mantel auf das Reichsschwert gestützt. Im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen, stand in einer kleinen Grünanlage auf dem heutigen Sternplatz.
Memel: in der Alexanderstr., von Robert Bärwald, 1896 errichtet, 1923 demontiert, 1939 neu errichtet, 1945 beseitigt.
Meuselwitz nicht erhalten
Montabaur: von Bildhauer Gustav Rutz, 1944 abgebaut und eingeschmolzen. Der leere Sockel ist erhalten.
Neustettin/Pommern: 1898, von Wilhelm Wandschneider, 1942/44 eingeschmolzen. Der Kaiser ist in Interimsuniform dargestellt. Er stützt die rechte Hand auf eine Urkunde, die mit einem herabhängenden Siegel auf einem niedrigen Postament ruht. Die linke Hand ruht auf dem Degengriff. Das Standbild steht auf einem Sockel aus hellem Sandstein, den der Neustettiner Bildhauer Fuhlbrügge nach Entwurf Wandschneiders geschaffen hat (der stark beschädigte Wappenfries vom Sockel erhalten).
Oppeln/Oberschlesien: Standbild auf dem Regierungsplatz vor der alten Regierung. 1891 errichtet, 1945 zerstört.
Osnabrück: an der Rathausfassade
Porta Westfalica: Westfälisches Provinzialdenkmal Kaiser Wilhelms I. auf dem Wittekindsberg oberhalb der Wittekindsburg, Einweihung in Gegenwart des Kaiserpaares (Wilhelm II.) am 18. Oktober 1896. Entwurf der Architektur von Bruno Schmitz, der auch die Bauleitung übernommen hatte. Das kolossale Standbild (Höhe: 680 cm) wurde von Bildhauer Kaspar von Zumbusch geschaffen und in der k. u. k. Kunst-Erzgießerei Arthur Krupp, der Berndorfer Metallwarenfabrik in Bronze gegossen.
Posen: als nördlicher Point de vue der Wilhelmstraße vor dem Gebäude des Generalkommandos.
Potsdam: an der Fassade des Kriminalgerichtes von Bildhauer Ernst Herter, 1882, erhalten
Ratzeburg/Lauenburg: Am 26. September 1890 wurde das Denkmal auf Ratzeburgs Marktplatz enthüllt.

Die etwa drei Meter hohe Bronzestatue stand auf einem Postament aus rotem schwedischen Granit. Auf der Vorderseite befand sich die Widmung: Dem Einiger Deutschlands, Kaiser Wilhelm I. dem siegreichen, das dankbare Lauenburg.

Die Rückseite trug die Inschrift: Dem Könige von Preußen huldigte das Herzogtum Lauenburg am 26. September 1865. und darunter Errichtet am 26. September 1890.

In die Schmalseiten waren bronzene Reliefs von Bismarck und Moltke eingelassen. Das Standbild und die Reliefs wurden 1944 Opfer der Metallspende des deutschen Volkes. Der leere Sockel wurde nach 1945 beseitigt.

Reichenbach im Vogtland/Sachsen: von Bildhauer Alexander Calandrelli
Rheda-Wiedenbrück gleichzeitig Kriegerdenkmal für 1864, 1866 und 1870/71; Standbild aus gelbem Sandstein von Bildhauer Christoph Siebe nach Entwurf von Caspar von Zumbusch, Sockel roter Sandstein, enthüllt am 4. Juni 1893, erhalten [4]
Rheine/Westfalen: von Bildhauer Emil Klemens in Berlin, Bronzeguss bei Schäffer & Walcker. Das Standbild stand ursprünglich vor dem Alten Rathaus, wurde 1939 zum Kyffhäuserplatz umgesetzt und während des Zweiten Weltkrieges zur Einschmelzung abgegeben.
Schneidemühl: von Fritz Heinemann, am 21. Juni 1903 enthüllt, von den polnischen Behörden 1945 entfernt und zerstört
Schwerin/Meckl.: Standbild in der Fassade eines Hauses Ecke Kaiser-Wilhelm-Str./Orleansstr.
Soldin/Neumark: von Bildhauer Georg Renatus Meyer-Steglitz; 1909, nach 1945 von den polnischen „Verwaltern“ geschleift. In einer Sockelnische war ein Reliefbild des Kaisers Friedrich Barbarossa zu sehen.
Stargard/Pommern: Standbild aus Terrakotta geschaffen von der Tonwarenfabrik Ernst March & Söhne, Charlottenburg
Straßburg im Elsass: Standbild an der Fassade des Reichspostgebäudes, als Pendant das Standbild des Kaisers Wilhelm II. – beide zerstört
Straßburg im Elsass: Standbild in der Eingangshalle der Universitätsbibliothek nach einem Entwurf von Kaspar von Zumbusch, enthüllt am 22. März 1899; zerstört
Ulm: Standbild aus Bronze von Max Unger, 1900 auf dem Marktplatz errichtet, seit 1939 auf dem Olgaplatz
Viersen-Dülken: 1890 auf dem Alten Markt eingeweiht, später versetzt auf den Schmuckplatz Cap Horn, modelliert von Bildhauer Leo Müsch
Waldenburg/Schl.: Standbild aus Bronze; 1945 entfernt und zerstört
Wesel: am Willibrordi-Dom, von Bildhauer Friedrich Pfannschmidt
Wesel: enthüllt am 18. Juni 1907 auf dem Kaiserplatz, vom Bildhauer Reinhold Begas (Kopie des Standbildes aus der Siegesallee Berlin), Fragmente auf dem Bauhof erhalten
Wiesbaden: aus carrarischem Marmor von Bildhauer Johannes Schilling, enthüllt am 16. Oktober 1894 in den Kuranlagen „Am Warmen Damm“; Gesamthöhe 682 cm
Wildberg/Vorpommern: 1905 vom Bildhauer Heinrich Wefing
Wilhelmshaven: 1896 nach einem Entwurf von Robert Bärwald auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz, gegenüber der Christus- und Garnisonkirche errichtet. 1942 eingeschmolzen, 1969 am erhaltenen Sockel ein Flachrelief mit dem Bildnis des Kaisers angebracht, 1994 Standbild in der Düsseldorfer Kunstgießerei von Raimund Kittl rekonstruiert.

Galerie[Bearbeiten]

Sitzbilder[Bearbeiten]

Berlin: von Bildhauer Rudolf Siemering, Carrara-Sitzbild im Vestibül der Börse
Berlin: von Bildhauer Heinrich Pohlmann, Figurengruppe „Vier Generationen Hohenzollern“ im Hohenzollernmuseum in Schloss Monbijou
Dortmund: von Bildhauer Johannes Schilling, Bronze-Sitzbild im Westfalenpark (Kaiserhain)
Leipzig: von Bildhauer Rudolf Siemering, Sitzbild als Teil des Siegesdenkmals auf dem Leipziger Markt; 1946 eingeschmolzen

Galerie[Bearbeiten]

Büsten und Büstendenkmäler[Bearbeiten]

Ahrensbök: Am Ende der Lindenalle in der Ortsmitte.
Baden-Baden: von Bildhauer Joseph von Kopf, vor der Trinkhalle. Aus parischem Marmor gepickelt. Die Büste stellt den Kaiser in römischer Toga vor.
Berlin:
Berlin-Frz.-Buchholz: am Kirchplatz von Bildhauer Arnold Künne, enthüllt 22. März 1897, eingeschmolzen 1942/44
Berlin-Friedrichshagen: im Kurpark von Bildhauer Alexander Calandrelli, enthüllt am 15. Mai 1888, eingeschmolzen 1942/44
Berlin-Johannisthal: am Kirchplatz von Bildhauer Felix Görling, enthüllt 3. Juli 1895, 1922 vom Sockel gestürzt, 1933 neu aufgestellt, 1942 eingeschmolzen
Berlin-Tiergarten: auf der „Feldherrenbank“, zerstört
Berlin-Weißensee: auf dem Antonplatz von Bildhauer Felix Görling, enthüllt 26. September 1897, eingeschmolzen 1942/44
Berlin-Wilmersdorf: auf der Dorfaue von Bildhauer Arnold Künne, enthüllt 22. März 1895, eingeschmolzen 1942/44
Bojanowo/Provinz Posen: auf dem Marktplatz, enthüllt am 3. November 1889, 1920 verschrottet. Stifter des Denkmals war Fürst Hermann von Hatzfeld-Trachenberg.
Bromberg/Provinz Posen: Büstendenkmal im Kasernengelände des Feldartillerie-Regiments 2. Pommersches No. 17
Deuselbach/Hunsrück: von Bildhauer Adolf Brütt
Donaustauf/Bayern: von Bildhauer Joseph von Kopf, in der Walhalla
Ehingen/Bayern: von Bildhauer Bruno Diamant, im Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisturm, verschollen
Flomborn/Rheinhessen: von Bildhauer Reinhold Begas, auf dem Kriegerdenkmal
Frankfurt am Main/Hessen: Büste am Parkhotel am Wiesenhüttenplatz
Friedrichshafen am Bodensee: von Bildhauer Bruno Diamant, an der Uferpromenade, 1889
Grätz/Provinz Posen: von Bildhauer Reinhold Begas, auf dem Anna-Platz, enthüllt 2. September 1891. Die Stadt wurde 1919 von den Polen annektiert, das Denkmal beseitigt.
Gussenstadt: Büstendenkmal auf dem Denkmalplatz an der Kaiserlinde
Hamburg-Bergedorf: Büstendenkmal gegenüber dem Kaiser-Wilhelm-Platz, Enthüllung am 22. März 1891, Modell von Felix Görling, Katalogware von Gladenbeck
Truppenübungsplatz Hammerstein/Westpreußen, Kreis Schlochau: 1899 errichtet
Kaiserbad-Heringsdorf: Büste im Garten der Villa Staudt nach Entwurf von Heinrich Pohlmann, gegossen bei Howaldt
Neuss: Büste in einer Blendnische an der Fassade (Promenadenseite) des (ehemals) Kaiserlichen Postamtes
Mayen/Rheinland-Pfalz: an der Bürresheimer Straße, 1898 aufgestellt
Meerane/Sachsen: am Giebel des Schützenhauses
Mönchengladbach:
Mönchengladbach, Am Wasserturm: im Bunten Garten, vor der Villa Heiming. Um 1900 entfernt, da an dieser Stelle die Kaiserhalle gebaut werden sollte.
Mönchengladbach, Geneiken: Kaiserbüste auf dem Kaiserplatz; 1893 errichtet, Bronzeguss von Miller in München; erhalten
Moskau/Russland: Büstendenkmal im Park des Friedrich-Wilhelm-Victoria-Stiftes; gestiftet vom „Verein Deutscher Reichsangehöriger in Moskau“ (gegr. 1880); verschollen
Ravensburg: Büstendenkmal an der Karlstraße
Reutlingen: Büstendenkmal Planie Ecke Kaiserstraße von 1892 mit Marmorbüste von Kaiser Wilhelm I. und Porträtmedaillons von Kaiser Friedrich III., Bismarck und Moltke
Norderney: 13 Meter hohe Pyramide aus unterschiedlich großen Steinblöcken aus 75 Städten des Deutschen Reiches, mit Büste des Kaisers, enthüllt am 2. September (Sedantag) 1899. Architektur von Hellfriedt Küsthardt, die nicht erhaltene Bronzebüste von Georg Küsthardt.
Tacken/Brandenburg: Büste nach dem Modell von Heinrich Walger, in der Mitte des Dorfes, enthüllt am 8. September 1889
Trachenberg/Schlesien: Büste nach dem Modell von Reinhold Begas, auf dem Marktplatz neben dem Kriegerdenkmal 1870/71; verschollen
Tremessen/Provinz Posen: Bronzebüste auf rotbraunem Granitsockel
Tübingen/Württemberg: Büste von Bildhauer Karl Federlin am Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Österberg, (verschollen); 1891
Wiesbaden/Provinz Hessen: *Büste an der Fassade des Rathauses (Architekt G. Hauberisser, München) am Schlossplatz; 1887. Das Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg teilzerstört. Beim Wiederaufbau wurde die Rathausfassade in vereinfachter Form wiederhergestellt.
Wesel-Diersfordt/Kreis Wesel Büste vor dem Ehrenfriedhof Diersfordt. Erstellt im Januar 1896 zur Erinnerung an die 25-jährige Wiederkehr der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches.
Wiesbaden/Provinz Hessen: Büste aus rotem Mainsandstein auf einer Konsole in einer runden Blendnische an der Fassade des Militärkurhauses „Wilhelms-Heilanstalt“, errichtet 1868–1871 nach Plänen des Architekten Philipp Hoffmann in Wiesbaden. Die Signatur weist die Büste als ein Werk des Bildhauers Karl Keil aus.
Wülfrath (Kreis Mettmann): Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Wülfrath) ist ein Kaiserdenkmal in der Form einer zweigliedrigen, sechseckigen gotischen Fialsäule aus Syenit mit einer Büste des Kaisers Wilhelm I. aus carrarischem Marmor. Im unteren Teil des Rundtempels steht eine überlebensgroße Kaiserbüste. Die Inschrifttafel, die nicht erhalten ist, widmete das Denkmal dem Kaiser mit den Worten: „Wilhelm I / Magnus Imperator“

Galerie[Bearbeiten]

Gedenksteine[Bearbeiten]

Denkmäler mit Reliefdarstellungen und -medaillons[Bearbeiten]

Adenau Kaiser-Wilhelm-Turm, auf der Hohe Acht, Hochrelief mit Medaillon über der Eingangstür
Bad Berleburg Kriegerdenkmal 1866 und 1870/71 mit Kaiser Wilhelm I.-Relief, auf dem Marktplatz, am 18.November 1901 enthüllt, Entwurf durch den Berliner Bildhauer Arnold Künne nach einer Idee des Berliner Malers Richard Winckel
Bad Bibra Kaiser Wilhelm I.-Denkmal mit Reliefbildnis
Bad Grund Kaiser Wilhelm I.-Kolossalrelief, am Hübichenstein von Bildhauer Georg Wilhelm Bode
Bad Kösen Obelisk mit Relief, gestiftet vom Kösener Senioren-Convents-Verband an der Rudelsburg
Bad Salzuflen Kaiser Wilhelm I.-Denkmal aus Findlingen mit Reliefbildnis und Adler
Bad Schussenried Kaiserstein mit Reliefmedaillon des Kaisers Wilhelm I., auf dem Findling ein auffliegender Adler
Bonn Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Venusberg, 1897 aus Anlass des 100. Geburtstages von Kaiser Wilhelm inmitten des damaligen Kaiser-Wilhelm-Parks aufgestellt
Friedland/Meckl. Kaiser Wilhelm I.-Gedenkstein (pyramidenartig aus Feldsteinen mit eingesetztem Relief), nach 1945 zerstört
Hirschberg/Schlesien Steinpyramide mit Kaiser Wilhelm I.-Relief, W und Eisernem Kreuz; initiiert von dem Hirschberger Kaufmann Zelder und geschaffen nach Plänen des Bildhauers Karl Schuler.
Die Steine für die Pyramide wurden von Mitgliedern des Männerturnvereins Hirschberg Stück für Stück auf den Berg getragen und dort zu einer Pyramide zusammengefügt. Am 26. Mai 1888 konnte das Bauwerk vollendet werden. Die Enthüllung fand zwei Tage später statt.
Anfang der 1930er Jahre wurde das Denkmal erneuert.
Lommersum von Bildhauer Peter Quirin aus Kyllburg, Denkmal mit Reliefmedaillon, 1887 errichtet
Strasburg/Uckermark von Bildhauer Albert Manthe, Kaiser-Obelisk, 1892 enthüllt, nicht erhalten
Waren/Müritz Kaiser Wilhelm-Stein mit Bronzerelief und Adler. Nach 1945 Stein umgewidmet zur Erinnerung an 224 in Waren-Retzow zu Tode gekommene KZ-Häftlinge
Wyk auf Föhr Sandsteinstele mit Metallapplikationen, auf Sockel, auf dem Behördenparkplatz der Wyker Stadtverwaltung. Die Enthüllung fand am 2. September 1895 statt.

Galerie[Bearbeiten]

Türme, die in ihrer Grundidee dem Andenken des Kaisers Wilhelm I. gewidmet wurden[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Kriegerdenkmale 1870/71 mit Reliefmedaillon des Kaisers Wilhelm I.[Bearbeiten]

  • Altena in Westfalen: Relief an der Nordseite des Kriegerdenkmals; Entwurf: Architekt Giese, Halle
  • Amorbach in Bayern: am Sockel des Kriegerdenkmals finden sich die Reliefmedaillons des Kaisers Wilhelm I. und des Königs Ludwig II. von Bayern
  • Apolda: An dem Sockel des Denkmals, das ursprünglich auf dem Schulplatz vor der Handelsschule stand, waren die Reliefs des Kaisers Wilhelm I., des Reichskanzlers Bismarck und des Großherzogs Karl Alexander von Sachsen zu sehen. Das Denkmal steht nicht mehr.
  • Bernkastel-Kues/Hunsrück: Auf dem Sockel stand ein Infanterist mit Fahne; nicht erhalten
  • Duisburg: Relief am Kriegerdenkmal im Stadtteil Homberg; enthüllt am 22. März 1887 zum Andenken an die gefallenden Kameraden (verlegt an das Rheinufer).
  • Lübz: Relief am Kriegerdenkmal 1870/71, 1885 von Ludwig Brunow, erhalten
  • Malchin: Relief am Kriegerdenkmal 1870/71, 1877 von Adolph Siegfried (Gesamtentwurf von Baumeister Büschel), zerstört (nur Würfelpostament erhalten)
  • Moers: Relief am Kriegerdenkmal im Stadtteil Repelen
  • Mogilno/Provinz Posen: Kreis-Kriegerdenkmal 1870/71, Relief am Obelisken, davor ein preußischer Jäger; 1903 errichtet
  • Neuss: Relief am Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege von Wilhelm Albermann, 1878 enthüllt, Inschrifttafel mit Kaiserrelief auf der Kriegergedenkstätte auf dem Neusser Hauptfriedhof erhalten.
  • Plön: Relief am Parnass-Turm
  • Riesenburg/Westpreußen: Bemerkenswert ist die Inschrift am Sockel – Ausgerechnet im tiefen Westpreußen steht da »DIE WACHT AM RHEIN«.
  • Rippberg: Relief am Kriegerdenkmal 1870/71 an der Abzweigung zum Bahnhof
  • Röbel: Relief am Kriegerdenkmal 1870/71, 1956 aus „verkehrstechnischen Gründen“ (Parkplätze für die Ärzte des Krankenhauses) abgebaut, Wiederaufstellung nicht realisiert
  • Vellahn: Relief am Kriegerdenkmal 1870/71, geweiht zum 100. Geburtstag des Kaisers am 22. März 1897, auch mit Relief Friedrich Franz II., ohne Reliefs erhalten

Galerie[Bearbeiten]

Bäume[Bearbeiten]

Die Wilhelmseiche mit dem Wilhelmsstein in Ratekau

Häufig wurden Bäume – bevorzugt wurden Eichen – zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. an meist prominenter Stelle gepflanzt oder bestehende Bäume ihm zu Ehren benannt. Ergänzend wurde häufig in der Nähe der Bäume ein entsprechender Gedenkstein errichtet.

Glocken[Bearbeiten]

Köln:
Die Kaiserglocke
im Dom
  • Die Kaiserglocke im Kölner Dom; im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Unter dem Relief des Reichsadlers stand die Inschrift:
    „Die Kaiserglocke heiß’ ich,
    Des Kaisers Namen preis’ ich,
    Auf heiliger Warte steh’ ich,
    Dem Deutschen Reich erfleh’ ich,
    Dass Fried’ und Ehr’
    Ihm Gott bescheer’!“
  • Für die Luisenkirche in Berlin-Charlottenburg wurden 1883 zwei neue Glocken gegossen. Eine davon mit dem Reliefbild Kaiser Wilhelms I. und dessen Wahlspruch
    „Im Glauben ist die Liebe und die Hoffnung.“
  • Die Kaiser-Wilhelm-Glocke in der Gedächtniskirche der Protestation zu Speyer trägt neben dem Bildnis des Kaisers die Worte
    „Welch eine Wendung durch Gottes Fügung.“

Weitere Ehrungen[Bearbeiten]

 Commons: Wilhelm I., Deutscher Kaiser – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur- und Quellenangaben zu Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmälern[Bearbeiten]

  • Reinhard Alings: Monument und Nation. Das Bild vom Nationalstaat im Medium Denkmal – zum Verhältnis von Nation und Staat im deutschen Kaiserreich 1871–1918 = B. Sösemann (Hrsg.): Beiträge zur Kommunikationsgeschichte, Bd. 4 Berlin / New York 1996.
  • Heinz Csallner: Kaiserdenkmäler in alten Ansichten. Zaltbommel/Niederlande 1982, ISBN 90-288-1961-4 (vergriffen)
  • Heinz Csallner: Kaiserdenkmäler in der Grafschaft Glatz. In: Heimatblatt Grafschafter Bote, 1985
  • Heinz Csallner: Deutsche Kaiserdenkmäler in alten Ansichten. Zaltbommel/Niederlande 1994, ISBN 90-288-1961-4 (vergriffen)
  • Eutiner Kreisanzeiger vom 11. Januar 1954
  • 100 Jahre „Kaiser-Wilhelm-Turm“ (Wölfelsgrund). In: Zeitung „Der Schlesier“ vom 6. August 1999
  • Rolf Grimm: Jahresberichte der Gustav-Eberlein-Forschung e. V. Münden
  • Paul Habel: Führer durch Breslau. Breslau 1908
  • Otto Kuntzemüller: Die Denkmäler Kaiser Wilhelm des Großen in Abbildungen mit erläuterndem Text. Bremen o. J. [1902]“ (gegliedert nach Orten, mit Bildern)
  • Carl Meyer: Der Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Hallo. Stoppenberg o. J.
  • Maik Ohnezeit: „… dem Begründer des Reiches ein würdiges Denkmal zu setzen.“ Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Bergedorf. In: Lichtwark-Heft Nr. 72 (2007), S. 43–46. Verlag HB-Werbung, Hamburg-Bergedorf. ISSN 1862-3549.
  • Maik Ohnezeit: Erinnerung an den „Heldenkaiser“: eine Bildnisbüste Kaiser Wilhelms I. In: Informationen und Berichte des Braunschweigischen Landesmuseums, 4/2008, S. 20–23.
  • Rhein-Main-Blatt, Nr. 260 vom 8. November 1986
  • Friedemann Schmoll: Verewigte Nation. Tübingen 1995
  • Jürgen Schütze: Aussichtsrestaurant Grunewaldturm – Wo Berlin am schönsten ist. Geschichte des Turmes, Berlin o. J. (um 1980)
  • Ernst Tiedt: Deutscher Spruchschatz. Stuttgart 1908, S. 36f
  • Peter Wittgens: Denk-mal – Zeitschrift für Mitglieder und Freunde des Vereins Preußisches Denkmal-Institut – Verein zur Erforschung preußischer Denkmäler e. V., Neuss 1993–1996
  • Bernhard Berzheim: Venusberg. Der Balkon von Bonn. Bonn 2001
  • Josef Ruland: Zwischen Melb und Weiher. Bonn 1983

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. erfurt-web.de
  2. Nach einem Bericht der Zeitung „Freiheit“ vom 9. März 1949. Siehe hier: [1]
  3. erfurt-web.de
  4. wiedenbruecker-schule.org
  5. arnstadt.de
  6. Abbildung