Liste der Kulturdenkmäler in Sprendlingen

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In der Liste der Kulturdenkmäler in Sprendlingen sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Sprendlingen aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 11. Februar 2014).

Denkmalzonen[Bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Denkmalzone Christlicher Friedhof Kreuznacher Straße
Lage
1839 das von einer Bruchsteinmauer eingefasste Areal 1839 angelegt, durch rechtwinkliges Wegenetz erschlossen mit altem Baumbestand; der ursprüngliche Südeingang der Hauptachse mit gotisierenden Sandsteinpfeiler (schmiedeeisernes Torgitter)
  • verwittertes Friedhofskreuz, 1855 (?)
  • Kriegerdenkmal 1914/18, Kunststeinschauwand mit Reliefs, späte 1920er Jahre
  • Überrest eines Kriegerdenkmals, über Felssockel kubischer Granitblock
  • Grabmal Eheleute Heinrich Schnell II († 1892): mächtige Granits, darauf Urne mit Blütenkranz
  • Grabmal Friedrich Schnell IV, um 1900: Sandsteinobelisk
  • Grabmal Familie Johann Schnell V († 1906): schmuckvolle kleine Anlage, mittig von Urnen flankierte Stele, steinerne Einfriedung mit seitlichen Ruhebänken, kunstvolles schmiedeeisernes Gitter
  • Grabmal Familie Philipp Schnell VII († 1921): Grabanlage aus findlingsartigen Granitblöcken mit großer, seitlich galvanoplastische Figur einer Trauernden
  • an der östlichen Friedhofsmauer: Grabmal Familie Johann Strunck II († 1952), 1924 erstbelegt: Schauwand aus Kunststein, davor Trauernde (Galvanoplastik)
  • Grabmal Jacob Schnell V, frühe 1920er Jahre: Granitstele, daneben galvanoplastische Figur einer Trauernden

BW

Denkmalzone Jüdischer Friedhof Kreuznacher Straße
Lage
um 1870 um 1870 eröffnet, schmaler langgezogener, nicht eingefriedeter Geländestreifen ohne eigenen Zugang inmitten des christlichen Friedhofs; 81 Grabsteine, in der Regel hebräisch und deutsch beschriftet, zum Teil verwittert oder beschädigt, datiert ab 1872 bis 1936

BW

Denkmalzone Badischer Amtshof Schmittstraße 7/9, Kasernengasse 4/6
Lage
ab 1710 ehemaliger badischer Amtshof (Kellerei), straßenbilddominierender barocker Baukomplex; Nr. 9 ehemaliges Amtshaus, barocker Krüppelwalmdachbau, bezeichnet 1710; Nr. 7 dreischiffiges ehemaliges Kelterhaus, 1880 aufgestockt; Torfahrt bezeichnet 1752, mit spätgotischem Bogen; Nr. 4 dreigeschossige „Kaserne“, Nr. 6 ehemalige Zehntscheune mit Krüppelwalmdach

BW

Einzeldenkmäler[Bearbeiten]

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung Bild
Wasserturm Badenheimer Straße 19a
Lage
um 1890 Wasserturm der Ziegelei „Schnell & Pfeil“; spätgründerzeitlicher Rundturm, um 1890, Schweifhaube kurz nach 1900

BW

Hofanlage Christophgasse 3
Lage
18. und 19. Jahrhundert Winkelhof, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Wohnhaus, wohl aus dem 18. Jahrhundert, spätklassizistisch überformt

BW

Hofanlage Dammstraße 4
Lage
1890 ehemaliges Weingut; Gründerzeit-Villa, bezeichnet 1890, Architekt Andreas Dorn; Hinterhaus 1892, „Weinlager“ 1898, Architekt Wilhelm Spang

BW

Hofanlage Gau-Bickelheimer Straße 24
Lage
18. und 19. Jahrhundert Vierseithof, 18. und 19. Jahrhundert; spätbarockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, bezeichnet 1746, Scheune bezeichnet 1809; straßenbildprägend

BW

Wohnhaus Gau-Bickelheimer Straße 30
Lage
Mitte des 18. Jahrhunderts barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, wohl aus der Mitte des 18. Jahrhunderts

BW

Wohnhaus Gertrudenstraße 16
Lage
1806 Fachwerkhaus, teilweise massiv, bezeichnet 1806

BW

Hofanlage Gertrudenstraße 39
Lage
18. und 19. Jahrhundert Hakenhof, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, verputzt, wohl um 1740, Torbogen bezeichnet 1742; straßenbildprägend

BW

Gartenanlage Jungferngasse 8
Lage
ab 1836 ausgedehnte ummauerte Gartenanlage mit Wegenetz und Baumbestand wohl der 1920er Jahre (Neuanlage), anspruchsvollem spätklassizistischen Gartenhaus, nach 1836, und weiteren Kleinarchitekturen

BW

Wegekreuz Karlstraße, bei Nr. 6
Lage
1814 Wegekreuz, Reliefs der Leidenswerkzeuge, bezeichnet 1814 (renoviert)

BW

Rathaus Marktplatz 2
Lage
1895/96 repräsentativer Putzbau, teilweise Fachwerk, gotische und Renaissancemotive, 1895/96; platzbildprägend Rathaus
Evangelisches Pfarrhaus Marktplatz 7
Lage
1767 spätbarocker Walmdachbau, bezeichnet 1767; straßenbildprägend

BW

Wohnhaus Marktplatz 10
Lage
1742 barockes Wohnhaus, teilweise Zierfachwerk, Toranlage 1742

BW

Wohnhaus Marktplatz 14
Lage
18. Jahrhundert barockes Fachwerkhaus, verputzt, 18. Jahrhundert

BW

Evangelische Pfarrkirche Marktplatz 24
Lage
1820-22 Saalbau, klassizistische und gotisierende Motive, 1820-22, Architekt Friedrich Schneider, Mainz, spätgotischer Rundturm; vor der Kirche verwitterte barocke Grabplatten Evangelische Pfarrkirche
Wohnhaus Palmgasse 1
Lage
1769 barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, verputzt, bezeichnet 1769; ehemalige Mannpforte bezeichnet 1742; platzbildprägend

BW

Katholisches Pfarrhaus Pfarrgasse 6
Lage
1768 barocker Walmdachbau, 1768

BW

Hofanlage Schmittstraße 4
Lage
18. und 19. Jahrhundert Vierseithof, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Wohnhaus, bezeichnet 1756

BW

Katholische Pfarrkirche St. Michael Schulstraße 40
Lage
1899/1900 dreischiffige neugotische Stufenhalle, 1899/1900, Architekt Heinrich Renard, Köln; ortsbildprägend Katholische Pfarrkirche St. Michael
Schulhaus Schulstraße 44
Lage
1890 ehemalige Volksschule, jetzt Grundschule; repräsentativer Neurenaissance-Klinkerbau, 1890, Architekt Andreas Dorn

BW

Fabrikgebäude St. Johanner Straße ohne Nummer
Lage
ab 1929 ehemalige Blumentopffabrik Eduard Weller; mehrteiliger Komplex verbretterter Hallen mit Ständerwerk auf Backstein-Unterbau ab 1929 mit technischer und anderer zugehöriger Einrichtung

BW

Hotel St. Johanner Straße 6
Lage
1887 ehemaliges Hotel; spätgründerzeitlicher Klinkerbau, bezeichnet 1887, Architekt Andreas Dorn; straßenbildprägend

BW

Museum St. Johanner Straße 14
Lage
18. und 19. Jahrhundert Dreiseithof, 18. und 19. Jahrhundert; barockes Fachwerkhaus, teilweise massiv, bezeichnet 1751, Toranlage bezeichnet 1804

BW

Gasthaus „Zur Stadt Frankfurt“ St. Johanner Straße 42
Lage
1845/46 Hofanlage, 1845/46; spätklassizistisches Wohnhaus

BW

Ehemalige Synagoge Synagogengasse 8
Lage
1825 Putzbau im Rundbogenstil, 1825

BW

Wohnhaus Zotzenheimer Straße 1
Lage
1910 villenartiger Mansarddachbau im Landhausstil, 1910, Architekt Jacob Beck II

BW

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Krienke (Bearbeiter): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 18.1: Kreis Mainz-Bingen. Städte Bingen und Ingelheim, Gemeinde Budenheim, Verbandsgemeinden Gau-Algesheim, Heidesheim, Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen. Werner, Worms 2007. ISBN 3-88462-231-5
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Mainz-Bingen (PDF; 1,9 MB). Mainz 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmäler in Sprendlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing