Liste der Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin
Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin wird seit 1901 jährlich vergeben und ist mit 10 Mio. Schwedischen Kronen dotiert. Die Auswahl der Laureaten unterliegt dem Karolinska-Institut. Der Stifter des Preises, Alfred Nobel, verfügte in seinem Testament vom 27. November 1895, in der die Vergabe der Auszeichnung geregelt wurde, der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin solle demjenigen zuerkannt werden, „der die wichtigste Entdeckung in der Domäne der Physiologie oder Medizin gemacht hat“. Der Nobelpreis wird jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, vom schwedischen König überreicht.
Seit der ersten Nobelpreis-Verleihung wurden insgesamt 199 Personen ausgezeichnet, darunter befanden sich 189 Männer (95,0 %) und zehn Frauen (5,0 %). Bisher wurde noch niemand mehrfach mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet. Von 1901 bis 2011 wurde der Preis 38 Mal ungeteilt an eine Person vergeben. 31 Mal wurde er zwischen zwei, 33 Mal zwischen drei Personen aufgeteilt. Mit einer Quote von 1,95 Preisträgern pro Verleihung ist es der am stärkstens aufgeteilte Nobelpreis. Neunmal wurde der Preis nicht verliehen, zuletzt 1942.
Eine Übersicht über die Verteilung auf einzelne Nationen bietet der Abschnitt Verteilung nach Ländern.
[Bearbeiten] Liste der Preisträger
Diese Liste enthält eine chronologische Übersicht der Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin mit der Begründung der Nobelkomitees. Eine alphabetische Übersicht bietet die Kategorie Nobelpreisträger für Medizin.
1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010 · 2011 bis 2020
[Bearbeiten] 1901–1910
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1901 | Emil von Behring (1854–1917) |
„für seine Arbeiten über Serumtherapie und besonders für deren Anwendung gegen Diphtherie, mit denen er der medizinischen Wissenschaft neue Wege erschloss und dem Arzt eine erfolgreiche Waffe im Kampf gegen Krankheit und Tod gegeben hat“ | ||
| 1902 | Ronald Ross (1857–1932) |
„für seine Arbeiten über Malaria, durch die er nachwies, wie die Krankheit in den Organismus gelangt, und damit den Grundstein legte für eine erfolgreiche Erforschung dieser Krankheit und ihrer Behandlungsmethoden“ | ||
| 1903 | Niels Ryberg Finsen (1860–1904) |
„in Anerkennung seines Beitrags zur Behandlung von Krankheiten, insbesondere von Lupus vulgaris, mittels konzentrierter Lichtstrahlen, durch die er der medizinischen Wissenschaft einen neuen Weg erschloss“ (Anmerk.: Lupus vulgaris, auf deutsch Hauttuberkulose, ist eine seltene Form der Tuberkulose) | ||
| 1904 | Iwan Petrowitsch Pawlow (1849–1936) |
„in Anerkennung seiner Arbeit über die Physiologie der Verdauung, die das Wissen über wesentliche Aspekte dieses Bereichs verbessert und erweitert hat“ | ||
| 1905 | Robert Koch (1843–1910) |
„für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Tuberkulose“ | ||
| 1906 | Camillo Golgi (1843 oder 1844–1926) |
„in Anerkennung ihrer Arbeiten über die Struktur des Nervensystems“ | ||
| Santiago Ramón y Cajal (1852–1934) |
||||
| 1907 | Alphonse Laveran (1845–1922) |
„in Anerkennung seiner Arbeiten über die Bedeutung der Protozoen als Krankheitserreger“ (Anmerk.: Protozoen ist eine veraltete Bezeichnung für einzellige Tiere mit Zellkern) | ||
| 1908 | Ilja Iljitsch Metschnikow (1845–1916) |
„als Anerkennung ihrer Arbeiten über die Immunität“ | ||
| Paul Ehrlich (1854–1915) |
||||
| 1909 | Emil Theodor Kocher (1841–1917) |
„für seine Arbeiten über Physiologie, Pathologie und Chirurgie der Schilddrüse“ | ||
| 1910 | Albrecht Kossel (1853–1927) |
„in Anerkennung des Beitrages, den seine Arbeiten über Eiweißstoffe einschließlich der Nukleine für unsere Kenntnis der Chemie der Zelle geleistet haben“ (Anmerk.: die DNS war damals noch unbekannt - die Substanzen des Zellkerns wurden als Nukleine bezeichnet) |
[Bearbeiten] 1911–1920
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1911 | Allvar Gullstrand (1862–1930) |
„für seine Arbeiten über die Dioptrik des Auges“ | ||
| 1912 | Alexis Carrel (1873–1944) |
„als Anerkennung seiner Arbeiten über die Gefäßnaht sowie über Gefäß- und Organtransplantationen“ | ||
| 1913 | Charles Robert Richet (1850–1935) |
„für seine Arbeiten über Anaphylaxie“ | ||
| 1914 | Robert Bárány (1876–1936) (verliehen 1915) |
„für seine Arbeiten über Physiologie und Pathologie des Vestibularapparates“ | ||
| 1915 | nicht verliehen[2] | |||
| 1916 | nicht verliehen[2] | |||
| 1917 | nicht verliehen[2] | |||
| 1918 | nicht verliehen[2] | |||
| 1919 | Jules Bordet (1870–1961) (verliehen 1920) |
„für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Immunität“ | ||
| 1920 | Schack August Steenberg Krogh (1874–1949) |
„für die Entdeckung des kapillarmotorischen Regulationsmechanismus“ |
[Bearbeiten] 1921–1930
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1921 | nicht verliehen[2] | |||
| 1922 | Archibald Vivian Hill (1886–1977) (verliehen 1923) |
„für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Wärmeerzeugung der Muskeln“ | ||
| Otto Fritz Meyerhof (1884–1951) (verliehen 1923) |
„für seine Entdeckung des Verhältnisses zwischen Sauerstoffverbrauch und Milchsäureproduktion im Muskel“ | |||
| 1923 | Frederick Banting (1891–1941) |
„für die Entdeckung des Insulins“ | ||
| John James Richard Macleod (1876–1935) |
||||
| 1924 | Willem Einthoven (1860–1927) |
„für seine Entdeckung des Mechanismus des Elektrokardiogramms“ | ||
| 1925 | nicht verliehen[2] | |||
| 1926 | Johannes Fibiger (1867–1928) (verliehen 1927) |
„für seine Entdeckung des Spiropterakarzinoms“ | ||
| 1927 | Julius Wagner-Jauregg (1857–1940) |
„für die Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Malaria-Impfung bei der Behandlung der Progressiven Paralyse“ | ||
| 1928 | Charles Nicolle (1866–1936) |
„für seine Arbeiten über Flecktyphus“ | ||
| 1929 | Christiaan Eijkman (1858–1930) |
„für seine Entdeckung des antineuritischen Vitamins“ | ||
| Frederick Gowland Hopkins (1861–1947) |
„für die Entdeckung der wachstumfördernden Vitamine“ | |||
| 1930 | Karl Landsteiner (1868–1943) |
„für die Entdeckung der Blutgruppen des Menschen“ |
[Bearbeiten] 1931–1940
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1931 | Otto Warburg (1883–1970) |
„für die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ (Anmerk.: der Begriff Ferment ist heute kaum gebräuchlich - er wurde durch den Begriff Enzym abgelöst) | ||
| 1932 | Charles Scott Sherrington (1857–1952) |
„für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Funktionen der Neuronen“ | ||
| Edgar Douglas Adrian (1889–1977) |
||||
| 1933 | Thomas Hunt Morgan (1866–1945) |
„für seine Entdeckungen über die Bedeutung der Chromosomen als Träger der Vererbung“ | ||
| 1934 | George Hoyt Whipple (1878–1976) |
„für ihre Lebertherapie gegen Anämie“ | ||
| George Richards Minot (1885–1950) |
||||
| William Parry Murphy (1892–1987) |
||||
| 1935 | Hans Spemann (1869–1941) |
„für die Entdeckung des Organisator-Effekts im embryonalen Entwicklungsstadium“ | ||
| 1936 | Henry Hallett Dale (1875–1968) |
„für ihre Entdeckungen bei der chemischen Übertragung der Nervenimpulse“ (Dalesches Prinzip) | ||
| Otto Loewi (1873–1961) |
||||
| 1937 | Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt (1893–1986) |
„für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse, besonders in Beziehung auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure“ | ||
| 1938 | Corneille Heymans (1892–1968) (verliehen 1939) |
„für die Entdeckung der Rolle des Sinus- und Aortenmechanismus bei der Atemregulierung“ | ||
| 1939 | Gerhard Domagk (1895–1964)[3] |
„für die Entdeckung der antibakteriellen Wirkung des Prontosil“ | ||
| 1940 | nicht verliehen[4] |
[Bearbeiten] 1941–1950
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1941 | nicht verliehen[4] | |||
| 1942 | nicht verliehen[4] | |||
| 1943 | Henrik Dam (1895–1976) (verliehen 1944) |
„für die Entdeckung des Vitamins K“ | ||
| Edward Adelbert Doisy (1893–1986) (verliehen 1944) |
„für seine Entdeckung der chemischen Natur des Vitamins K“ | |||
| 1944 | Joseph Erlanger (1874–1965) |
„für ihre Entdeckungen über die hochdifferenzierten Funktionen der einzelnen Nervenfasern“ | ||
| Herbert Spencer Gasser (1888–1963) |
||||
| 1945 | Alexander Fleming (1881–1955) |
„für die Entdeckung des Penizillins und seiner Heilwirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten“ | ||
| Ernst Boris Chain (1906–1979) |
||||
| Howard W. Florey (1898–1968) |
||||
| 1946 | Hermann Joseph Muller (1890–1967) |
„für die Entdeckung, dass Mutationen mit Hilfe von Röntgenstrahlen hervorgerufen werden können“ | ||
| 1947 | Carl Ferdinand Cori (1896–1984) |
„für ihre Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels“ | ||
| Gerty Cori (1896–1957) |
||||
| Bernardo Alberto Houssay (1887–1971) |
„für seine Entdeckung der Bedeutung der Hormone des Hypophysenvorderlappens für den Zuckerstoffwechsel“ | |||
| 1948 | Paul Hermann Müller (1899–1965) |
„für die Entdeckung der starken Wirkung von DDT als Kontaktgift gegen mehrere Arthropode“ | ||
| 1949 | Walter Rudolf Hess (1881–1973) |
„für die Entdeckung der funktionalen Organisation des Zwischenhirns für die Koordination der Tätigkeit von inneren Organen“ | ||
| Egas Moniz (1874–1955) |
„für die Entdeckung des therapeutischen Wertes der präfrontalen Leukotomie bei gewissen Psychosen“ | |||
| 1950 | Edward Calvin Kendall (1886–1972) |
„für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen“ | ||
| Tadeus Reichstein (1897–1996) |
||||
| Philip Showalter Hench (1896–1965) |
[Bearbeiten] 1951–1960
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1951 | Max Theiler (1899–1972) |
„für die Erforschung des Gelbfiebers und seiner Bekämpfung“ | ||
| 1952 | Selman Abraham Waksman (1888–1973) |
„für die Entdeckung des Streptomycins, des ersten Antibiotikums gegen die Tuberkulose“ | ||
| 1953 | Hans Adolf Krebs (1900–1981) |
„für seine Entdeckung des Zitronensäurezyklus“ | ||
| Fritz Albert Lipmann (1899–1986) |
„für seine Entdeckung des Coenzyms A und dessen Bedeutung für den Zwischenstoffwechsel“ | |||
| 1954 | John Franklin Enders (1897–1985) |
„für ihre Entdeckung der Fähigkeit des Poliovirus, in Kulturen verschiedener Gewebstypen zu wachsen“ | ||
| Thomas Huckle Weller (1915–2008) |
||||
| Frederick Chapman Robbins (1916–2003) |
||||
| 1955 | Hugo Theorell (1903–1982) |
„für seine Entdeckungen über Natur und Wirkungsweise der Oxydationsenzyme“ | ||
| 1956 | André Frédéric Cournand (1895–1988) |
„für ihre Entdeckungen zur Herzkatheterisierung und zu den pathologischen Veränderungen im Kreislaufsystem“ | ||
| Werner Forßmann (1904–1979) |
||||
| Dickinson Woodruff Richards (1895–1973) |
||||
| 1957 | Daniel Bovet (1907–1992) |
„für seine Entdeckungen über synthetische Verbindungen, die gewisse Substanzen im Körper wirksam werden lassen und besonders deren Wirkung auf das Gefäßsystem und die Skelettmuskulatur“ | ||
| 1958 | George Wells Beadle (1903–1989) |
„für ihre Entdeckung, dass die Gene wirksam werden, indem sie bestimmte chemische Vorgänge regulieren“ | ||
| Edward Lawrie Tatum (1909–1975) |
||||
| Joshua Lederberg (1925–2008) |
„für seine Entdeckungen über genetische Neukombinationen und Organisation des genetischen Materials bei Bakterien“ | |||
| 1959 | Severo Ochoa (1905–1993) |
„für ihre Entdeckung des Mechanismus in der biologischen Synthese der Ribonukleinsäure und der Desoxyribonukleinsäure“ | ||
| Arthur Kornberg (1918–2007) |
||||
| 1960 | Frank Macfarlane Burnet (1899–1985) |
„für ihre Entdeckung der erworbenen immunologischen Toleranz“ | ||
| Peter Brian Medawar (1915–1987) |
[Bearbeiten] 1961–1970
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1961 | Georg von Békésy (1899–1972) |
„für seine Entdeckungen im physikalischen Mechanismus der Erregungen in der Schnecke des Ohres“ | ||
| 1962 | Francis Crick (1916–2004) |
„für ihre Entdeckungen über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz“ | ||
| James Watson (* 1928) |
||||
| Maurice Wilkins (1916–2004) |
||||
| 1963 | John Carew Eccles (1903–1997) |
„für ihre Entdeckungen über den Ionen-Mechanismus, der sich bei der Erregung und Hemmung in den peripheren und zentralen Bereichen der Nervenzellenmembran abspielt“ | ||
| Alan Lloyd Hodgkin (1914–1998) |
||||
| Andrew Fielding Huxley (* 1917) |
||||
| 1964 | Konrad Bloch (1912–2000) |
„für ihre Entdeckungen über den Mechanismus und Regulation des Stoffwechsels von Cholesterin und Fettsäuren“ | ||
| Feodor Lynen (1911–1979) |
||||
| 1965 | François Jacob (* 1920) |
„für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der genetischen Kontrolle der Synthese von Enzymen und Viren“ | ||
| André Lwoff (1902–1994) |
||||
| Jacques Monod (1910–1976) |
||||
| 1966 | Francis Peyton Rous (1879–1970) |
„für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der tumorerzeugenden Viren“ | ||
| Charles Brenton Huggins (1901–1997) |
„für seine Entdeckungen zur Hormonbehandlung von Prostatakrebs“ | |||
| 1967 | Ragnar Granit (1900–1991) |
„für ihre Entdeckung auf dem Gebiet der primären physiologischen und chemischen Sehvorgänge im Auge“ | ||
| Haldan Keffer Hartline (1903–1983) |
||||
| George Wald (1906–1997) |
||||
| 1968 | Robert W. Holley (1922–1993) |
„für ihre Interpretation des genetischen Codes und dessen Funktion bei Protein-Synthesen“ | ||
| Har Gobind Khorana (1922–2011) |
||||
| Marshall Warren Nirenberg (1927–2010) |
||||
| 1969 | Max Delbrück (1906–1981) |
„für ihre Entdeckungen des Vermehrungsmechanismus und der genetischen Struktur von Viren“ | ||
| Alfred Day Hershey (1908–1997) |
||||
| Salvador Edward Luria (1912–1991) |
||||
| 1970 | Bernard Katz (1911–2003) |
„für ihre Entdeckungen der Signalsubstanzen in den Kontaktorganen der Nervenzellen und der Mechanismen für ihre Lagerung, Freisetzung und Inaktivierung“ | ||
| Ulf von Euler (1905–1983) |
||||
| Julius Axelrod (1912–2004) |
[Bearbeiten] 1971–1980
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1971 | Earl Wilbur Sutherland (1915–1974) |
„für seine Entdeckungen über die Wirkungsmechanismen von Hormonen“ | ||
| 1972 | Gerald M. Edelman (* 1929) |
„für ihre Entdeckungen betreffend der chemischen Struktur der Antikörper“ | ||
| Rodney R. Porter (1917–1985) |
||||
| 1973 | Karl von Frisch (1886–1982) |
„für ihre Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern“ | ||
| Konrad Lorenz (1903–1989) |
||||
| Nikolaas Tinbergen (1907–1988) |
||||
| 1974 | Albert Claude (1899–1983) |
„für ihre Entdeckungen zur strukturellen und funktionellen Organisation der Zelle“ | ||
| Christian de Duve (* 1917) |
||||
| George Emil Palade (1912–2008) |
||||
| 1975 | David Baltimore (* 1938) |
„für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Wechselwirkungen zwischen Tumorviren und dem genetischen Material der Zelle“ | ||
| Renato Dulbecco (* 1914) |
||||
| Howard M. Temin (1934–1994) |
||||
| 1976 | Baruch Samuel Blumberg (1925–2011) |
„für ihre Entdeckungen von neuen Mechanismen bei der Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten“ | ||
| Daniel Carleton Gajdusek (1923–2008) |
||||
| 1977 | Roger Charles Louis Guillemin (* 1924) |
„für ihre Entdeckungen über die Produktion von Peptidhormonen im Gehirn“ | ||
| Andrew Victor Schally (* 1926) |
||||
| Rosalyn Sussman Yalow (1921–2011) |
„für die Entwicklung radioimmunologischer Methoden der Bestimmung von Peptidhormonen“ | |||
| 1978 | Werner Arber (* 1929) |
„für ihre Entdeckung der Restriktionsenzyme und der Anwendung dieser Enzyme in der Molekulargenetik“ | ||
| Daniel Nathans (1928–1999) |
||||
| Hamilton Othanel Smith (* 1931) |
||||
| 1979 | Allan McLeod Cormack (1924–1998) |
„für ihre Entwicklung der Computertomographie“ | ||
| Godfrey Hounsfield (1919–2004) |
||||
| 1980 | Baruj Benacerraf (1920–2011) |
„für ihre Entdeckungen genetisch bestimmter zellulärer Oberflächenstrukturen, von denen immunologische Reaktionen gesteuert werden“ | ||
| Jean Dausset (1916–2009) |
||||
| George Davis Snell (1903–1996) |
[Bearbeiten] 1981–1990
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1981 | Roger Sperry (1913–1994) |
„für seine Entdeckungen über die funktionelle Spezialisierung der Gehirnhemisphären“ | ||
| David H. Hubel (* 1926) |
„für ihre Entdeckungen über Informationsbearbeitung im Sehwahrnehmungssystem“ | |||
| Torsten N. Wiesel (* 1924) |
||||
| 1982 | Sune Bergström (1916–2004) |
„für ihre bahnbrechenden Arbeiten über Prostaglandine und nahe verwandter biologisch aktiver Substanzen“ | ||
| Bengt Ingemar Samuelsson (* 1934) |
||||
| John Robert Vane (1927–2004) |
||||
| 1983 | Barbara McClintock (1902–1992) |
„für ihre Entdeckung der beweglichen Strukturen in der Erbmasse“ | ||
| 1984 | Niels Kaj Jerne (1911–1994) |
„für Theorien über den spezifischen Aufbau und die Steuerung des Immunsystems und für die Entdeckung des Prinzips der Produktion von monoklonalen Antikörpern“ | ||
| Georges J. F. Köhler (1946–1995) |
||||
| César Milstein (1927–2002) |
||||
| 1985 | Michael Stuart Brown (* 1941) |
„für ihre Entdeckung betreffend die Bestimmung des Cholesterinumsatzes“ | ||
| Joseph Leonard Goldstein (* 1940) |
||||
| 1986 | Stanley Cohen (* 1922) |
„für ihre Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors“ | ||
| Rita Levi-Montalcini (* 1909) |
||||
| 1987 | Tonegawa Susumu (* 1939) |
„für seine Entdeckung der genetischen Grundlage für das Entstehen des Variationsreichtums der Antikörper“ | ||
| 1988 | James Whyte Black (1924–2010) |
„für ihre wegweisenden Entdeckungen wichtiger biochemischer Prinzipien der Arzneimitteltherapie“ | ||
| Gertrude Belle Elion (1918–1999) |
||||
| George Herbert Hitchings (1905–1998) |
||||
| 1989 | John Michael Bishop (* 1936) |
„für ihre Entdeckung des zellularen Ursprungs der potentiell krebserzeugenden sog. Retroviren“ | ||
| Harold Elliot Varmus (* 1939) |
||||
| 1990 | Joseph Edward Murray (* 1919) |
„für ihre Einführung der Methode der Übertragung von Gewebe und Organen als klinische Behandlungspraxis in die Humanmedizin“ | ||
| Edward Donnall Thomas (* 1920) |
[Bearbeiten] 1991–2000
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 1991 | Erwin Neher (* 1944) |
„für ihre Entwicklung einer Methode zum direkten Nachweis von Ionenkanälen in Zellmembranen zur Erforschung der Signalübertragung innerhalb der Zelle und zwischen den Zellen“ | ||
| Bert Sakmann (* 1942) |
||||
| 1992 | Edmond Henri Fischer (* 1920) |
„für ihre Entdeckung der Mechanismen, welche die Stoffwechselvorgänge in Organismen steuern“ | ||
| Edwin Gerhard Krebs (1918–2009) |
||||
| 1993 | Richard John Roberts (* 1943) |
„für ihre Identifizierung des diskontinuierlichen Aufbaus einiger Erbanlagen von Zellorganismen“ | ||
| Phillip Allen Sharp (* 1944) |
||||
| 1994 | Alfred Goodman Gilman (* 1941) |
„für die Entdeckung der Zellkommunikation und im speziellen der Entdeckung der G-Proteine“ | ||
| Martin Rodbell (1925–1998) |
||||
| 1995 | Edward B. Lewis (1918–2004) |
„für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung“ | ||
| Christiane Nüsslein-Volhard (* 1942) |
||||
| Eric F. Wieschaus (* 1947) |
||||
| 1996 | Peter Doherty (* 1940) |
„für ihre Entdeckung, wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen erkennt“ | ||
| Rolf Zinkernagel (* 1944) |
||||
| 1997 | Stanley Prusiner (* 1942) |
„für seine Entdeckung der Prionen, einem neuen biologischen Prinzip der Infektion“ | ||
| 1998 | Robert Francis Furchgott (1916–2009) |
„für ihre Arbeiten über die Rolle von Stickstoffmonoxid als Botenstoff im Herz-Kreislaufsystem“ | ||
| Louis J. Ignarro (* 1941) |
||||
| Ferid Murad (* 1936) |
||||
| 1999 | Günter Blobel (* 1936) |
„für die Entdeckung der in Proteinen eingebauten Signale, die ihren Transport und die Lokalisierung in der Zelle steuern“ | ||
| 2000 | Arvid Carlsson (* 1923) |
„für ihre Entdeckungen betreffend der Signalübertragung im Nervensystem“ | ||
| Paul Greengard (* 1925) |
||||
| Eric Kandel (* 1929) |
[Bearbeiten] 2001–2010
[Bearbeiten] 2011–2020
| Jahr | Person | Land[1] | Begründung für die Preisvergabe | Bild |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | Bruce Beutler (* 1957) |
Für ihre Entdeckungen über die Aktivierung der angeborenen Immunität. | ||
| Jules Hoffmann (* 1941) |
||||
| Ralph M. Steinman (1943–2011)[6] |
Für seine Entdeckung der dendritischen Zellen und ihrer Rolle in der adaptiven Immunität. |
[Bearbeiten] Verteilung nach Ländern
Sind bei einer Person zwei Länder angegeben, so zählt dies bei beiden Ländern als halber Punkt.
| Nation | Anzahl der Verleihungen |
|---|---|
| 93 | |
| 28 | |
| 16 | |
| 11 | |
| 8 | |
| 6,5 | |
| 6 | |
| 5 | |
| 5 | |
| 4 | |
| 3 | |
| 2,5 | |
| 2 | |
| 2 | |
| 1,5 | |
| 1 | |
| 1 | |
| 1 | |
| 1 | |
| 1 | |
| 0,5 |
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ a b c d e f g h i j k l Land nach der Angabe auf nobelprize.org. Das Land kann von der Nationalität des Laureaten abweichen.
- ↑ a b c d e f Das Preisgeld wurde in den Fonds dieser Preiskategorie gegeben
- ↑ Gerhard Domagk wurde aufgrund des damaligen Verbots für Deutsche, den Nobelpreis anzunehmen, gezwungen, den Preis abzulehnen. Er nahm später Urkunde und Medaille an.
- ↑ a b c Das Preisgeld wurde zu einem Drittel in den Hauptfonds und zu zwei Dritteln in den Fonds dieser Preiskategorie gegeben.
- ↑ Blackburn wird in den offiziellen Listen der Nobelstiftung als US-Amerikanerin geführt, hat aber auch die australische Staatsbürgerschaft.
- ↑ Steinman verstarb kurz vor der Entscheidung, ihm den Preis zu verleihen. Eine posthume Vergabe widerspricht den Statuten der Nobelstiftung. Das Vergabegremium hatte jedoch keine Kenntnis von Steinmans Ableben. Nach einer Entscheidung der Nobelstiftung werden die Statuten dahingehend interpretiert, dass ihr Zweck ist, dass niemand absichtlich posthum mit dem Preis ausgezeichnet wird. Dies sei hier nicht der Fall gewesen, weswegen Steinman den Preis trotzdem erhalte. Ralph Steinman Remains Nobel Laureate bei nobelprize.org (schwedisch; abgerufen am 3. Oktober 2011)
- ↑ Das Nobelkomitee gab bei der Bekanntgabe der Preisträger an, dass ihnen die Nationalität Steinmans nicht bekannt ist. In Presseberichten, z.B. in der Zeitung Ottawa Citizen, wird er als Kanadier bezeichnet.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Liste der Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin (englisch)
- Informationen des Deutschen Historischen Museums
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