Liste der Nummer-eins-Hits in Deutschland

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Dieser Artikel beinhaltet verschiedene Informationen und Statistiken der offiziellen deutschen Singlecharts (Media Control) seit dem 1. Dezember 1953.

Datenbasis[Bearbeiten]

Bis Mai 1959 beruhen die Nummer-eins-Hits der Bundesrepublik auf der Boxen-Parade des Automatenmarktes (monatlich ermittelt). Von Juni 1959 bis Januar 1965 sind die Nummer-eins-Hits der Musikmarkt-Hitparade entnommen (monatlich ermittelt). Von Februar 1965 bis Dezember 1970 wurden die BRD-Charts durch den Musikmarkt halbmonatlich ermittelt. Seit 1971 gelten die Verkaufszahlen der Singles innerhalb einer Woche als Maßstab. Bis 1977 ermittelte diese Zahlen der Musikmarkt, seit 1977 die Media Control GmbH & Co KG. Es gibt auch Bücher und Listen, die wöchentliche Charts seit 1956 führen. Diese sind aus den monatlichen Charts interpolierte Listen. Über die Verkaufszahlen der Schallplatten in der DDR gibt es keine offiziellen Listen.

Hinweis: In früheren Jahren war es manchmal üblich, verschiedene Versionen eines Songs von verschiedenen Interpreten zusammenzufassen. Außer dem Hauptinterpreten sind diese weiteren Interpreten in Klammern ergänzt.

Hinweise zur Interpretation der aufgeführten Statistiken[Bearbeiten]

Die hier dargestellten Auswertungen der deutschen Musik-Charts beschreiben lediglich Künstler, die besonders häufig oder besonders lange den ersten Platz der jeweiligen Chartliste erreicht haben. Daraus können jedoch keine Verkaufszahlen oder weitere kommerzielle Erfolge abgeleitet werden.

So war beispielsweise der Song Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc) der Popgruppe Orchestral Manoeuvres in the Dark die meistverkaufte Single des Jahres 1982, obwohl der Song „nur“ 4 Wochen auf dem ersten Platz der deutschen Charts stand. Im selben Jahr waren die Spider Murphy Gang mit ihrem Song Skandal im Sperrbezirk 8 Wochen und F. R. David mit dem Song Words 11 Wochen auf Platz Eins der deutschen Charts.

Dieses ist ebenso bei Betrachtung und Interpretation der einzelnen Jahrgangsstatistiken zu beachten.



Künstler mit den meisten Nummer-eins-Singles[Bearbeiten]

Folgende Künstler erreichten bislang am häufigsten und mindestens fünfmal den ersten Platz der deutschen Singlecharts:

The Beatles[Bearbeiten]

The Beatles (1964)
Hauptartikel: The Beatles/Diskografie

ABBA[Bearbeiten]

ABBA (1974)
Boney M. (1981)
  • 1974 – Waterloo 4 Wochen (10. Juni - 16. Juni, 24. Juni - 14. Juli)
  • 1975 – SOS 7 Wochen (15. September - 2. November)
  • 1976 – Mamma Mia 1 Woche (9. Februar - 15. Februar)
  • 1976 – Fernando 7 Wochen (3. Mai - 9. Mai, 17. Mai - 27. Juni)
  • 1976 – Dancing Queen 1 Woche (20. September - 26. September)
  • 1976 – Money, Money, Money 5 Wochen (20. Dezember 1976 - 23. Januar 1977)
  • 1977 – Knowing Me, Knowing You 2 Wochen (11. April - 24. April)
  • 1980 – Super Trouper 5 Wochen (22. Dezember 1980 - 4. Januar 1981, 12. Januar - 1. Februar 1981)
  • 1982 – One of Us 1 Woche (4. Januar - 10. Januar)
Hauptartikel: ABBA/Diskografie

Boney M.[Bearbeiten]

  • 1976 – Daddy Cool 12 Wochen (13. September - 19. September, 27. September - 28. November, 13. Dezember - 19. Dezember)
  • 1977 – Sunny 2 Wochen (24. Januar - 6. Februar)
  • 1977 – Ma Baker 3 Wochen (13. Juni - 3. Juli)
  • 1977 – Belfast 4 Wochen (24. Oktober - 20. November)
  • 1978 – Rivers of Babylon 17 Wochen (24. April - 13. August, 21. August - 27. August)
  • 1978 – Rasputin 1 Woche (9. Oktober - 15. Oktober)
  • 1979 – Mary’s Boy Child / Oh My Lord 1 Woche (8. Januar - 14. Januar)
  • 1979 – El Lute 8 Wochen (20. August - 14. Oktober)
Hauptartikel: Boney M./Diskografie

The Sweet[Bearbeiten]

The Sweet (1970er)
  • 1971 – Co-Co 7 Wochen (30. August - 10. Oktober, 18. Oktober - 24. Oktober)
  • 1972 – Little Willy 1 Woche (14. August - 20. August)
  • 1972 – Wig-Wam Bam 8 Wochen (30. Oktober - 24. Dezember)
  • 1973 – Block Buster! 4 Wochen (26. Februar - 18. März, 2. April - 8. April)
  • 1973 – Hell Raiser 2 Wochen (23. Juli - 5. August)
  • 1973 – Ballroom Blitz 1 Woche (22. Oktober - 28. Oktober)
  • 1974 – Teenage Rampage 7 Wochen (18. Februar - 31. März, 8. April - 14. April)
  • 1975 – Fox on the Run 6 Wochen (14. April - 20. April, 12. Mai - 15. Juni)
Hauptartikel: The Sweet/Diskografie

The Rolling Stones[Bearbeiten]

Rolling Stones (2008)
  • 1965 – The Last Time 4 Wochen (1. Juni - 30. Juni)
  • 1965 – (I Can’t Get No) Satisfaction 6 Wochen (15. Oktober - 30. November)
  • 1966 – Get Off of My Cloud 2 Wochen (1. Januar - 14. Januar)
  • 1966 – 19th Nervous Breakdown / As Tears Go By 2 Wochen (1. April - 14. April)
  • 1967 – Let’s Spend the Night Together 4 Wochen (1. April - 30. April)
  • 1968 – Jumpin’ Jack Flash 2 Wochen (1. August - 14. August)

Freddy Quinn[Bearbeiten]

Freddy Quinn (1971)
  • 1956 – Heimweh 20 Wochen (1. Juni - 31. Oktober)
  • 1959 – Die Gitarre und das Meer 16 Wochen (1. April - 31. Juli)
  • 1959 – Unter fremden Sternen 4 Wochen (1. November - 30. November)
  • 1961 – La Paloma 4 Wochen (1. September - 30. September)
  • 1963 – Junge komm bald wieder 12 Wochen (1. Januar - 31. März)
  • 1966 – Hundert Mann und ein Befehl 2 Wochen (1. Juni - 14. Juni)
Hauptartikel: Freddy Quinn/Diskografie

„Dauerbrenner“ nach Singles[Bearbeiten]

Folgende Singles konnten sich bislang länger als zehn Wochen an der Spitze der Singlecharts platzieren:

20 Wochen[Bearbeiten]

„Ganz Paris träumt von der Liebe“
„Heimweh“
„Rivers of Babylon“
„Die Gitarre und das Meer“
„Verdammt, ich lieb’ Dich“
„Il Silenzio“
„Daddy Cool“

17 Wochen[Bearbeiten]

16 Wochen[Bearbeiten]

15 Wochen[Bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Danyel GérardButterfly (24. Mai - 29. August, 11. Oktober - 17. Oktober 1971)

14 Wochen[Bearbeiten]

13 Wochen[Bearbeiten]

12 Wochen[Bearbeiten]

11 Wochen[Bearbeiten]

10 Wochen[Bearbeiten]

„Dauerbrenner“ nach Künstler[Bearbeiten]

Rednex (2012)

Folgende Künstler konnten sich bislang länger als 20 Wochen an der Spitze der Singlecharts platzieren:

* Künstler die mit nur einer Single Platz eins belegten.

Künstler, die sich selbst auf Platz eins ablösten[Bearbeiten]

Ryan Tedder (2010)

Als Interpret[Bearbeiten]

Als Komponist[Bearbeiten]

Als Produzent[Bearbeiten]

Künstler, die gleichzeitig Platz eins und zwei belegten[Bearbeiten]

Künstler mit den meisten Jahren zwischen der ersten und letzten Nummer-eins-Single (Charteinstieg)[Bearbeiten]

Künstler mit den meisten Nummer-eins-Hits in Folge[Bearbeiten]

Folgende Künstler erreichten mit mehreren direkt aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen einen Nummer-eins-Hits in den deutschen Chartlisten:

  • 7 – DeutschlandDeutschland Boney M. (13. September 1976 – 14. Januar 1979)
  • 6 – SchwedenSchweden ABBA (15. September 1975 – 24. April 1977) und Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich The Sweet (14. August 1972 – 31. März 1974)
  • 5 – Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich The Beatles (15. Juli 1966 – 14. Februar 1968, 1. Oktober 1968 – 14. Dezember 1969)¹ und DeutschlandDeutschland Modern Talking (4. März 1985 – 13. Juli 1986)
  • 4 – DeutschlandDeutschland Sarah Connor (15. Dezember 2003 – 17. April 2005)

¹ Beide Hitserien der Beatles wurden nur von dem Lied Lady Madonna unterbrochen, das Platz 2 der deutschen Charts erreichte. Damit konnten sich die Beatles im Zeitraum vom 15. Juli 1966 bis 14. Dezember 1969 zehn Mal, bei elf Singleveröffentlichungen, auf Position eins der Charts platzieren.

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Der deutsche Komponist Kurt Feltz hielt sich mit den Stücken Ganz Paris träumt von der Liebe und Die Gypsy Band 28 Wochen ununterbrochen an der Spitze der Charts.
  • Den bislang größten Fall von Platz eins verzeichneten Depeche Mode, als sie am 14. Mai 2001 mit Dream On von Platz eins auf Platz 15 fielen.[1]
  • Am 18. März 2011 ist Born This Way von Lady Gaga der erste Song, der nur durch Downloads Platz eins der Singlecharts erreichte.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chatverfolgung von Dream On bei musicline.de zuletzt abgerufen am: 19. Januar 2014
  2. Born This Way erste Download Nummer eins bei media-control.com zuletzt abgerufen am: 19. Januar 2014