Liste der andauernden Kriege und Konflikte

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Schauplätze bewaffneter Konflikte weltweit

In dieser Liste sind Kriege und bewaffnete Konflikte aufgeführt, die ununterbrochen seit ihrem Beginn bis heute andauern.

Krieg ist ein unter Einsatz erheblicher Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Parteien ist es, den Konflikt durch kämpferisches Erreichen einer Überlegenheit zu lösen.

In Anlehnung an den ungarischen Friedensforscher István Kende definiert sich ein in dieser Liste geführter Krieg als gewaltsamer Massenkonflikt, der alle folgenden Merkmale aufweist:

  • an den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, bei denen es sich mindestens auf einer Seite um reguläre Streitkräfte (Militär, paramilitärische Verbände oder Polizeieinheiten) einer Regierung handelt;
  • auf beiden Seiten muss ein Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation der Kriegführenden und des Kampfes gegeben sein, selbst wenn dies nicht mehr bedeutet als organisierte bewaffnete Verteidigung oder planmäßige Überfälle (Guerillaoperationen, Partisanenkrieg usw.);
  • die bewaffneten Operationen ereignen sich mit einer gewissen Kontinuierlichkeit und nicht nur als gelegentliche, spontane Zusammenstöße. Dies setzt voraus, dass beide Seiten nach einer planmäßigen Strategie operieren, gleichgültig ob die Kämpfe auf dem Gebiet einer oder mehrerer Gesellschaften stattfinden und wie lange sie dauern.[1]

Der bewaffnete Konflikt ist eine gewaltsame Auseinandersetzung, bei der nicht alle Merkmale eines Krieges in vollem Umfang erfüllt sind. Entweder handelt es sich dabei um sporadische, eher zufällige und nicht strategisch begründete bewaffnete Zusammenstöße, um Fälle in denen kein staatlicher Akteur mit regulären Truppen beteiligt ist oder um Konflikte, in denen eine der Parteien keine zentralgelenkte Organisation aufweist.

Kriege und Konflikte werden als beendet angesehen, wenn sie durch einen Friedensvertrag offiziell beigelegt wurden oder die Kampfhandlungen dauerhaft, also für den Zeitraum von mindestens einem Jahr eingestellt werden (siehe: Beendete Kriege).

Beginn Bezeichnung Erläuterungen Schauplatz Region
1948 Bewaffnete Konflikte in Myanmar[2] Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellen aus ethnischen Minderheiten in einigen nördlichen Landesteilen. Der zwischen 1948 und 1998 als Krieg eingestufte Konflikt ist seit Ende der 1990er Jahre durch eine Vielzahl von Waffenstillstandsabkommen eingedämmt. Anhaltende bewaffnete Auseinandersetzungen bestehen seitdem nur noch mit der KNU und einigen Splittergruppen.[3] Myanmar (Birma) Südostasien
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1964 Bewaffneter Konflikt um Unabhängigkeit West-Papuas[4] Die Unabhängigkeitsbestrebungen in der östlichsten und flächenmäßig größten indonesischen Provinz gehen bis in die niederländische Kolonialzeit zurück und zwischen 1965 und 1993 war die Auseinandersetzung als Krieg zu klassifizieren. Der Konflikt wird zwischen dem indonesischen Militär und der Organisasi Papua Merdeka (Organisation für ein freies Papua) ausgetragen. West-Neuguinea Südostasien
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1964 FARC-Konflikt in Kolumbien[5] Der älteste noch andauernde Guerillakrieg wird zwischen der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) und dem kolumbianischen Militär bzw. der Autodefensas Unidas de Colombia (AUC) als paramilitärischem Verband ausgetragen. Er geht ursprünglich zurück auf den, unter dem Begriff „La Violencia“ (Die Gewalt) bekannten Bürgerkrieg zwischen 1948 und 1957. Der Konflikt gilt aktuell wieder als hochgewaltsam und wird ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung geführt.[6] Kolumbien (Süden); v.a. Caquetá Südamerika
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1965 ELN-Konflikt in Kolumbien[7] Bei dem zweiten in Kolumbien andauernden Guerillakrieg kämpft die ELN (Ejército de Liberación Nacional) mit dem Militär bzw. den paramilitärischen Verbänden der Autodefensas Unidas de Colombia (AUC). Diese Auseinandersetzung deeskaliert seit 2005 deutlich. In Friedensverhandlungen haben beide Parteien ihre Absicht zu einer Konfliktlösung bekräftigt[8] Kolumbien Südamerika
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1969 Nagaland-Konflikt[9] Die im Nordosten Indiens beheimateten Nagaland-Bergstämme forderten sofort nach Abzug der Briten 1947 einen eigenen Bundesstaat. Als Folge eines ersten Guerillakrieges, der von 1954 bis 1963 andauerte, wurde diese Forderung erfüllt. Nach einem kurzen Waffenstillstand brach 1969 erneut der Krieg aus, und der Naga National Council (NNC) erklärte die völlige Loslösung von Indien zum Ziel. 1975 wurde zwar der Krieg beendet, doch die Splittergruppen des National Socialist Council of Nagaland (NSCN) führt seitdem den bewaffneten Konflikt fort.[10] Indien Südasien
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1970 Kommunistischer Revolutionskampf auf den Philippinen[11] Der Krieg zwischen der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) bzw. ihres militärischen Arms, der Neuen Volksarmee (New People's Army - NPA) ist ein Kampf um System, Ideologie und Weltanschauung. Die CPP/ NPA kontrolliert Provinzen in weiten Teilen Luzons und ist auf den Inseln Masbate, Mindoro und Cebu sowie in den östlichen und zentralen Provinzen Mindanaos aktiv. Eine Beendigung des Konflikts ist trotz immer wieder begonnener Friedensgespräche vorerst nicht absehbar. Philippinen Südostasien
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1970 Moro-Konflikt[12] Der seit Anfang der 1970er Jahre währende Konflikt konnte bei den Friedensgesprächen 2006 wegen erheblichen Divergenzen und schwerer Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen zwischen der Regierung und der Moro-islamische Befreiungsfront (MILF), nicht gelöst werden. Die MILF fordert umfassende Autonomierechte, die Kontrolle über die vorhandenen Ressourcen und eine muslimisch geprägte Verwaltungs- und Regierungsform für das beanspruchte Gebiet, das mit Mindanao, dem Sulu-Archipel, dem Süden Palawans und Basilan rund ein Drittel der gesamten Philippinen umfasst.[13] Philippinen (Bangsamoro) Südostasien
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1984 Türkei-PKK-Konflikt[14] Die Bestrebungen für ein unabhängiges Kurdistan gehen zurück auf den 1920 zwischen der Entente und dem Osmanischen Reich geschlossenen Vertrag von Sèvres, der eine weitgehende Autonomie für die Kurden in der Türkei vorsah. Nach dem türkischen Befreiungskrieg wurden diese Vorgaben im Vertrag von Lausanne 1923 revidiert und die Folge waren erste kurdische Aufstände (u.a. Scheich-Said-Aufstand und Ararat-Aufstände) zwischen 1925 und 1938, die allesamt blutig niedergeschlagen wurden.[15] Im Jahr 1973 bildete sich die Gruppe „Kürdistan Devrimcileri“ (Kurdistan-Revolutionäre), die in verschiedenen Städte Ostanatoliens erste bewaffnete Aktionen durchgeführte. 1978 wurde die PKK formal gegründet und führt seitdem einen Guerillakrieg mit dem Ziel einer kurdischen Staatsgründung. Die Kämpfe in den Jahren zwischen 1984 und 1998 waren besonders verlustreich und von großen Flüchtlingsströmen geprägt. Nach der Verkündigung eines einseitigen Waffenstillstandes durch die PKK am 1. September 1998 und der Inhaftierung ihres Vorsitzenden (Abdullah Öcalan) entspannte sich die Situation, obwohl das türkische Militär seine Angriffe auf die PKK-Guerilla fortsetzte. Am 1. Juni 2004 wurde der einseitige Waffenstillstand wieder aufgekündigt und seitdem ist der militärische Konflikt wieder eskaliert.[16] Türkei (Ost- und Südostanatolien bzw. Kurdistan) Naher Osten
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1987 LRA-Konflikt (Rebellion der Lord’s Resistance Army) (LRA) Die LRA führt seit Ende der 1980er im Norden Ugandas einen Guerillakrieg gegen die Regierung. Vorgebliches Ziel der „Widerstandsarmee des Herrn“ unter Joseph Kony ist die Errichtung eines christlichen Gottesstaates.[17] Der Krieg gilt als einer der weltweit brutalsten und blutigsten - es ist davon auszugehen, dass zehntausende Ugander umgekommen, entführt und verstümmelt und an die 1,6 Millionen zu Flüchtlingen gemacht worden sind.[18] Gegen die Führer der LRA hat der Internationale Strafgerichtshof (ICC) Haftbefehle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen.[19] Seit August 2006 - als unter Vermittlung des Südsudans eine Waffenruhe vereinbart wurde[20] - hat der Grad der Gewalt merklich abgenommen und am 23. Februar 2008 unterzeichneten die beteiligten Parteien einen Waffenstillstandsvertrag.[21] Uganda, Südsudan, Demokratische Republik Kongo und Zentralafrikanische Republik Afrika
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1988 Somalischer Bürgerkrieg[22] Der Bürgerkrieg entflammte 1988, nachdem die Somali Salvation Democratic Front (SSDF) und die Somali National Movement (SNM) ihre seit Beginn der 1980er Jahre nur sporadisch durchgeführten Angriffe gegen die Armee Siad Barres intensivierten. Die daraufhin durchgeführten Vergeltungsmaßnahmen gegen das Volk der Isaaq umfassten willkürliche Hinrichtungen, die gezielte Zerstörung von Brunnen und Weidegründen und gipfelten in der Bombardierung von Burao und Hargeysa. Es ist davon auszugehen, dass dabei ca. 50.000 Menschen umkamen und Hunderttausende nach Äthiopien fliehen mussten. Nach dem Sturz des Barre-Regimes 1991 tobt der Folgekrieg zwischen den Einheiten der Clans (u.a. JVA, SPM) um die staatliche Macht. Die im Jahr 2000 gebildete, international anerkannte Übergangsregierung der Transitional Federal Government (TFG) kontrolliert nur einen Teil des Landes. Der Norden Somalias ist als Somaliland seit 1991 de facto unabhängig, ebenso wie Puntland, Galmudug und Maakhir. In weiten übrigen Teilen herrschen lokale Clans und Kriegsherren.[23] Am 27. Dezember 2006 musste die Union islamischer Gerichte, die die Kontrolle über die Hauptstadt und große Teile Süd- und Zentralsomalias innehatte, unter dem Druck äthiopischer Truppen Mogadischu wieder der TFG überlassen.[24] Die vierzehn seit 1991 international geförderten Friedensgespräche und die Missionen der Vereinten Nationen (Operation Restore Hope, UNOSOM I und II) scheiterten letztlich auch am Versuch, eine Regierungsstruktur in Form einer einheitlichen Staatsgewalt zu schaffen.[25] Somalia Afrika
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1990 Kaschmir-Konflikt[26] Die Gründe für die Kämpfe im ehemaligen indischen Fürstentum Kaschmir gehen zurück auf die Staatsgründungen von Indien und Pakistan und sind seitdem wesentlicher Streitpunkt in den Beziehungen beider Länder.[27] Seit dem Ersten Kaschmirkrieg (1947-1949) ist die Region de facto geteilt, ein 1965 durchgeführter Zweiter Indisch-Pakistanischer Krieg erbrachte keine grundlegende Änderung. Nach 1990 kam es an der Kontrolllinie und in den Grenzgebieten immer wieder zu Gefechten und Anschlägen, die pakistanisch unterstützten Rebellen zugeschrieben wurden. Dies führte 1999 zum Vierten Indisch-Pakistanischen Krieg, durch den die Kaschmirfrage ebenfalls nicht gelöst werden konnte. Ergebnis war nur die Wiederherstellung des territorialen Vorkriegsstatus, weil sich alle auf indisches Gebiet vorgedrungenen Einheiten zurückziehen sollten. Davon unberührt kämpft in Srinagar und den anderen Städten im überwiegend muslimischen Jhelam-Tal weiterhin eine Vielzahl radikalislamischer Rebellenorganisationen für die Sezession von Indien. Seitdem die beiden staatlichen Regierungen offizielle Friedensgespräche führen, nimmt die Intensität der militärischen Konfrontation merklich ab.[28] Indien/ Kaschmir Südasien
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1990 Unabhängigkeitskampf der United Liberation Front of Asom[29] Der Kampf der United Liberation Front of Asom (ULAF) (Vereinten Befreiungsfront von Assam) für ein von Indien unabhängiges Assam dauert an.[30] Die Ursachen für den Konflikt liegen in der wirtschaftlichen Abhängigkeit und Rückständigkeit der Region und in dem, schon während der Kolonialzeit künstlich geförderten Bevölkerungsgegensatz. Der Streit um die regionale Vorherrschaft zwischen den Gruppen der Assamesen einerseits und den seitens der indischen Armee gestützten biharischen und bengalischen Zuwanderern andererseits gipfelte in der Forderung der ULFA nach einem unabhängigen Staat Assam. Seit Ende 2005 werden Verhandlungen zwischen der indischen Zentralregierung und der von der ULFA nominierten People's Consultative Group (PCG) geführt.[31] Indien/ Assam Südasien
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1990 Casamance-Konflikt[32] Die Mouvement des Forces Démocratiques de la Casamance (MFDC) (Bewegung der demokratischen Kräfte von Casamance) kämpft seit dem Beginn der 1980er Jahre für die Unabhängigkeit der Casamance im Süden Senegals. Die Region, die durch den Staat und den Fluss Gambia deutlich vom übrigen Staatsgebiet getrennt ist, wird hauptsächlich von den Diola bewohnt, die ungefähr 60 % der Bevölkerung ausmachen. Nach der Verhaftung der politischen Führer des MFDC 1982 kam es zu ersten bewaffneten Zwischenfällen und die Situation verschärfte sich 1990 dramatisch, als die MFDC die Unterstützung Guinea-Bissaus erhielt. Nach über einem Jahrzehnt blutiger Kämpfe und mehrerer Waffenstillstandsabkommen, von denen allerdings keines sehr lange hielt, wurde Ende 2004 ein Friedensvertrag unterzeichnet, der zwar keine Autonomie, aber Amnestie für die Kämpfer und eine stärkere Beachtung der regionalen Interessen vorsah. Die Hardliner (Atika) der MFDC sahen dies als Verrat an und sind bis heute nicht bereit die Vertragsbedingungen zu akzeptieren.[33] Senegal Afrika
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1992 Algerischer Bürgerkrieg[34] Die Gründe für den 1992 begonnen Krieg gehen zurück bis in die 1920er Jahre, als sich eine nationale Bewegung gegen die französische Kolonialherrschaft bildete, die islamisch ausgerichtet war und auf die Re-Arabisierung Algeriens abzielte. Nach dem Algerienkrieg und der Unabhängigkeit verstärkte sich innerhalb der Bevölkerung ein arabisch-islamisches Traditionsbewusstsein und als sich bei den Parlamentswahlen 1991 der Sieg der Islamischen Heilsfront (Front islamique du salut -FIS) abzeichnete, putschte das Militär und die Wahlen wurden abgebrochen. Die im März 1992 verbotene FIS rief daraufhin den bewaffneten Kampf aus, den die Armée Islamique du Salut (AIS) und die Groupe Islamique Armé (GIA) aufnahmen und der seitdem weit über 100.000 Menschenleben gefordert hat.[35] Die Bedingungen der im September 1999 verkündeten Amnestie wurden von der FIS akzeptiert, wohingegen die Mehrzahl der GIA-Kämpfer ablehnte und sich im Folgenden der neu gegründeten Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat (GSPC) anschlossen.[36] Nach einer Phase relativer Ruhe haben die gewalttätigen Auseinandersetzungen wieder zugenommen, als die GSPC im September 2006 erklärte, dass sie al-Qaida beigetreten sei und sich in al-Qaïda au Maghreb islamique - AQMI (Al-Qaida im islamischen Maghreb) umbenannte.[37] Algerien Afrika
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1997 Naxalitenaufstand[38] Die Anfänge des ideologischen Konfliktes liegen in den 1960er Jahren, als Naxaliten in Westbengalen und Andhra Pradesh in einen bewaffneten Bauernaufstand traten. Zwischen 1972 und 1975 wurde die Bewegung gewaltsam niedergeschlagen, doch Mitte der 1980er Jahre erstarkten die maoistischen Tendenzen innerhalb der Bevölkerung, was dazu führte, dass die Rebellen 1997 den Guerillakrieg gegen den indischen Zentralstaat wieder aufnahmen. Mittlerweile sind die Naxaliten in einem Viertel aller 602 Bezirke des Landes aktiv, die Auseinandersetzung bleibt hoch gewalttätig und Aufständische greifen regelmäßig Politiker, Beamte und Institutionen des indischen Staats an.[39] Indien Südasien
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1999[40] Tripura-Konflikt Indien Südasien
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1999 Nordkaukasus-Konflikt Russland
2001 Krieg in Afghanistan Afghanistan Mittlerer Osten
2001[41] Religionsgruppenkonflikte in Pakistan Pakistan Südasien
2002 Cabinda-Konflikt (Kampf der FLEC für die Sezession Cabindas) Angola Afrika
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2002 Kampf gegen die al-Qaida Siehe Hauptartikel: Al-Qaida im Maghreb Algerien, Tschad, Mali, Mauretanien, Marokko und Niger Afrika
2003 Belutschistankonflikt Pakistan
Belutschistan
Mittlerer Osten
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2004 Aufstand in Süd-Thailand[42] Die drei südlichen Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat bildeten das Kerngebiet des Sultanats Patani, welches erst im 20. Jahrhundert in das buddhistische Königreich Siam eingegliedert wurde. Weite Teile der Bevölkerung verstehen sich weiterhin als malaiisch-muslimisch und seit Anfang 2004 verüben radikale Angehörige der Patani in Grenzprovinzen zu Malaysia bewaffnete Angriffe und Bombenanschläge. Thailand Südostasien Thailand Pattani region.png
2004 Drohnenangriffe in Pakistan Seit 2004 greift die CIA im Rahmen des Kriegs gegen den Terror mittels Drohnen Ziele in Pakistan an. Vor allem die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung sind davon betroffen. Pakistan Stammesgebiete unter Bundesverwaltung Pakistan NWFP FATA areas with localisation map de.svg
2004 Unabhängigkeitskampf südossetischer Rebellen[43] Der lange schwelende Konflikt zwischen den ethnischen Gruppen im Kaukasus brach schon vor dem Zerfall der Sowjetunion offen aus, als sich Südossetien 1990 von Georgien losgesagte und daraufhin ein erster Bürgerkrieg begann. Nach einem längeren Waffenstillstand verschlechterten sich 2004 die Beziehungen zwischen Georgien und Südossetien deutlich und der Konflikt eskalierte 2008 im Kaukasischen Fünftagekrieg[44] Kaukasus Naher Osten
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2004/2005 Scharia-Konflikt in Nigeria Der Konflikt zwischen Christen und Muslimen in den zentralen und nördlichen Landesteilen geht auf die Forderung zurück, die Schari'a zur allgemeingültigen Rechtsgrundlage zu machen.[45] Nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen sind die Konflikte eskaliert und bei Zusammenstößen mehr als 1.000 Menschen getötet worden. Bei dem bewaffneten Konflikt ist auch zukünftig mit sporadisch auftretender Gewalt in vielen, durch Korruption heruntergewirtschafteten Landesteilen Nigerias zu rechnen.[46] Nigeria Afrika
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2006 Drogenkrieg in Mexiko Konflikt zwischen mexikanischer,(eventuell auch US-amerikanischer) Polizei,Militär und untereinander rivalisierenden Drogenkartellen wie Golf-Kartell, Juárez-Kartell u. a.[47] Mexiko Mittelamerika
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2008 Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand Konflikt um das Gebiet der Tempelanlage von Prasat Preah Vihear aufgrund unklarer Grenzziehung zwischen Thailand und Kambodscha. Kambodscha und Thailand Asien
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2010 Krieg gegen die al-Qaida im Jemen Siehe Hauptartikel: al-Qaida im Jemen Jemen Vorderasien
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2011 Bürgerkrieg in Syrien Im Bürgerkrieg kämpfen Oppositionelle gegen den Machthaber Baschar al-Assad. Syrien Vorderasien
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2011 Aufstand im Irak (nach US-Rückzug) Irak Vorderasien
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2012 Konflikt in Nordmali Islamisten, Tuareg und die Regierung mit Hilfe von Frankreich kämpfen gegenseitig um die Macht im Land. Mali Westafrika
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2012 Kampf der Séléka Nachdem die islamistische Séléka den Präsidenten François Bozizé absetzte, bekämpfen seine Anhänger die Miliz. Zentralafrikanische Republik Zentralafrika
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2013 Südsudan#Unruhen 2013/2014 Angehörige der Volksgruppe Dinka, zu welche auch Staatspräsident Salva Kiir Mayardit gehört, bekämpfen die Volksgruppe der Nuer. Südsudan Zentralafrika
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2014 Krise in der Ukraine 2014 Pro-russische Separatisten fordern die Abspaltung der Ostukraine und den Anschluss an Russland. Ukraine Osteuropa
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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundeszentrale f. politische Bildung: Krieg (Definition)
  2. Bürgerkrieg in Myanmar
  3. BPB: Burma
  4. Uni Hamburg: Unabhängigkeitsbewegung in West-Papua
  5. Uni Hamburg: Der FARC-Konflikt in Kolumbien
  6. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Das südkolumbianische Buenaventura; Die gefährlichste Stadt Kolumbiens
  7. Uni Hamburg: Der ELN-Konflikt in Kolumbien
  8. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Guerillaorganisation ELN erklärt einseitigen Gewaltverzicht
  9. Uni Hamburg: Der Nagas-Konflikt
  10. BMLV; Autonomie- und Sezessionsbestrebungen in Nordostindien (PDF; 181 kB)
  11. Uni Hamburg: Kampf der NPA auf den Philippinen
  12. Kampf auf Mindanao (Philippinen)
  13. BPB: Philippinen/Mindanao
  14. Uni Hamburg: „Kurdenfrage“
  15. Kooperation für den Frieden: Der türkischkurdische Konflikt (PDF; 176 kB)
  16. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Statt eines „Kurdenproblems“ nun zwei
  17. Tagesschau: Kindersoldaten in Uganda (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  18. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Konys Kinderarmee führt „neuen Krieg“
  19. Zeit Online: Akte Uganda
  20. http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/5288776.stm
  21. Radio Vatikan: Uganda-Ein Schritt zum dauerhaften Frieden
  22. Clanmilizen in Somalia
  23. Prof. Dr. Volker Matthies: Das Horn von Afrika - Gewaltkonflikte, Anti-Terror-Krieg und Friedensperspektiven in einer chronischen Krisenregion
  24. BBC News: Somali troops 'enter Mogadishu'
  25. BPB: Konfliktportrait Somalia
  26. Kaschmir-Konflikt
  27. Prof. Dr. Joachim Heidrich: Der Kaschmir-Konflikt - Mehr als nur ein Konflikt zwischen Indien und Pakistan
  28. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Entspannter Dialog in Islamabad
  29. Kampf der ULFA in Assam
  30. AA: Erhöhtes Sicherheitsrisiko in Assam
  31. Institute of Peace & Conflict Studies: Assam Elections
  32. Casamance-Konflikt im Senegal
  33. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Casamance bleibt Sorgenkind
  34. Algerien
  35. Eva Dingel: Der algerische Bürgerkrieg 1992-2002: Hintergründe eines Krieges ohne Namen, 2004; http://www.weltpolitik.net/print/1489.html
  36. Der Standard: Der Terror wird bleiben (13. Juli 2006)
  37. AA: Sicherheitshinweise Algerien
  38. Kampf der Naxaliten
  39. Die Presse: Indien - Blutiger Vormarsch der Maoisten
  40. Tripura/ Indien
  41. Islamischer Religionskrieg in Pakistan
  42. Auswärtiges Amt: Landesspezifische Sicherheitshinweise Thailand
  43. Südossetien
  44. Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung: Krieg um Südossetien
  45. Uni Kassel (AG Friedensforschung): Islamisches Recht und Scharia-Debatten in Nigeria
  46. AA: Landesspezifische Sicherheitshinweise für Nigeria
  47. Eintrag zum Thema Drogenkrieg in Mexiko bei Spiegel Online

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]