Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rechnitz

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Aktuell wird gerade am Update der österreichischen Denkmallisten auf die 2014 vom BDA veröffentlichten Denkmallisten gearbeitet. Mitarbeit ist willkommen, Neulinge bei den Denkmallisten bittet das WikiProjekt Österreichische Denkmallisten sich zuerst auf der Diskussionsseite zu melden. Mitarbeit von nicht angemeldeten Benutzern halten wir für wenig sinnvoll, da das Sichten der Änderungen nochmals den gleichen Aufwand bedeutet, wie der Abgleich zwischen den BDA Denkmallisten und unseren. Außerdem sollte eine Prüfung aller Einträge in den Fehlerlisten der Vorjahre erfolgen und dort der Status eingetragen werden. --Herzi Pinki (Diskussion) 22:23, 25. Jul. 2014 (CEST)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rechnitz enthält die 16 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Rechnitz.[1]

Denkmäler[Bearbeiten]

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Aussichtswarte
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Aussichtswarte
ObjektID: 8444
Am Geschriebenstein
Standort
KG: Rechnitz
Die Gemeinde Rechnitz erbaute 1913 diese Aussichtswarte am Geschriebenstein genau an der Staatsgrenze Österreich-Ungarn. Initiator war der Steuernotar Ladislaus Gullner, Baumeister war der Rechnitzer Josef Varga. Die Aussichtswarte aus Stein wurde anstelle eines Holzturms, den die Gemeinde Güns 1891 errichtet hatte, erbaut. Die Warte bildet die Mitte des Naturparks Geschriebenstein - Írottkő. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ist der Aussichtsturm wieder ein beliebtes Ausflugsziel.
Landessonderkrankenhaus und Heilstätte Datei hochladen Landessonderkrankenhaus und Heilstätte
ObjektID: 8443
Am Hirschenstein
Standort
KG: Rechnitz
Die Heilstätte Hirschenstein wurde zwischen 1952 und 1955 für tuberkulose- und lungenkranke Patienten am Hirschenstein im Gemeindegebiet von Rechnitz errichtet. Seit 1987 werden im Pflegezentrum Hirschenstein pflegebedürftige Menschen betreut.
Evang. Pfarrhaus
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Evang. Pfarrhaus
ObjektID: 8438
Hochstraße 1
Standort
KG: Rechnitz
Bartok-Mühle oder Stelzermühle Datei hochladen Bartok-Mühle oder Stelzermühle
ObjektID: 8440
Mühlbachgasse 1
Standort
KG: Rechnitz
Jüdischer Friedhof Datei hochladen Jüdischer Friedhof
ObjektID: 8709
Herrengasse
Standort
KG: Rechnitz
Ein Schutzbrief, der den Rechnitzer Juden erlaubte auf einem umschlossenen Friedhof ihre Toten zu begraben, war der Anlass, dass 1682 ein eigener jüdischer Friedhof angelegt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Friedhof, den ab 1827 eine Steinmauer umgab, durch Grundankäufe vergrößert, sodass das Friedhofsareal nunmehr 8215 m² ausmacht.

Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu Friedhofsschändungen, doch erst während der NS-Zeit ist es zu großen Zerstörungen gekommen. 1988 wurde der Friedhof von der Kultusgemeinde Graz seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechend wieder instand gesetzt. Im November 1990 kam es wieder zu Friedhofsschändungen, seitdem ist der Friedhof nicht mehr öffentlich zugänglich.

Mariensäule Datei hochladen Mariensäule
ObjektID: 8446
Bahnhofstraße beim Sportplatz
Standort
KG: Rechnitz
Mariensäule an der Südausfahrt von Rechnitz neben dem Sportplatz.

Die barocke Steinsäule stammt etwa aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Auf hoher Säule mit abgesetztem Steinsockel sieht man Maria mit dem Jesuskind im Arm. Ursprünglich stand die Säule auf dem Hauptplatz in Rechnitz gegenüber der Einfahrt des Schloss Rechnitz. Während der Kämpfe gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Madonna beschädigt und nach dem Krieg wieder instand gesetzt. Die letzte Restaurierung erfolgte im Jahre 1996.

Mariensäule Datei hochladen Mariensäule
ObjektID: 8447
Hauptplatz (vor Kirche)
Standort
KG: Rechnitz
Pietà - Mariensäule vor dem Hauptportal der katholischen Pfarrkirche Rechnitz.

Die Säule zeigt ein Standbild der „schmerzhaften Mutter“, umgeben von vier Engelfiguren auf Pfeilern, die ein schmiedeeisernes Gitter verbindet. Auf breiter Deckplatte befindet sich die Steinfigur der Muttergottes mit dem Leichnam Christi im Schoß. Die Säule wurde von der Familie Batthyány in den Jahren 1710/11 aus Dankbarkeit für das Erlöschen der Pest errichtet. Da die Säule durch einen starken Sturm arg beschädigt worden war, wurde sie am 1. Juli 1793 restauriert wieder aufgestellt.

Figurenbildstock hl. Josef Datei hochladen Figurenbildstock hl. Josef
ObjektID: 8448
Hauptplatz (hinter Kirche)
Standort
KG: Rechnitz
Die Statue des hl. Josef mit Jesuskind stand früher vor der Einfahrt zum Schloss Rechnitz. Heute befindet sie sich im Vorgarten des Pfarrhauses Rechnitz.
Weinbergkapelle hll. Johannes und Paulus Märtyrer Datei hochladen Weinbergkapelle hll. Johannes und Paulus Märtyrer
ObjektID: 8452
Rechnitzer Weinberg
Standort
KG: Rechnitz
Die Weinbergkapelle steht im Rechnitzer Weinberg in der Riede „Rindler“. Sie ist ein Barockbau mit Ziegeln gedeckt, einem gemauerten Altar und einem Altarbild mit den Wetterheiligen Johann und Paul, denen die Kapelle geweiht wurde. Sie wurde 1700 durch Graf Adam II. Batthyany erbaut, da es zu dieser Zeit viele schwere Gewitter gab. Es gibt auch die Annahme, dass die Kapelle dem Weinheiligen St. Urban geweiht worden sei. Das alte Holztor wurde 1950 durch ein schmiedeeisernes Tor aus Grabgittern ersetzt. 1960 und 1996 erfolgten Renovierungen.
Fatimakapelle Datei hochladen Fatimakapelle
ObjektID: 8454
Herrengasse bei der Ortseinfahrt
Standort
KG: Rechnitz
Die Fatimakapelle wurde 1954 nach den Plänen von Baumeister Franz Freingruber errichtet. Die Marienstatue stammt direkt aus Fátima und wurde vom damaligen Bischof von Fátima geweiht.
Kath. Pfarrkirche hl. Katharina
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Kath. Pfarrkirche hl. Katharina
ObjektID: 8430
Hauptplatz
Standort
KG: Rechnitz
Hauptartikel: Katharinenkirche (Rechnitz)
Evang. Pfarrkirche A.B.
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Evang. Pfarrkirche A.B.
ObjektID: 8432
Hochstraße 1
Standort
KG: Rechnitz
Nach dem Toleranzpatent von 1781 begannen die Rechnitzer Protestanten mit dem Bau eines Bethauses an der Hochstraße, wobei der Eingang nicht direkt von der Straße aus errichtet werden durfte. Im September 1783 konnte hier der erste evangelische Gottesdienst nach der Gegenreformation gefeiert werden. 1813 wurde ein neuer Altar angefertigt mit einem neuen Altarbild, Christus am Ölberg darstellend. 1838 wurden die ersten Glocken angekauft. Mit dem weiteren Kirchenausbau wurde 1853 begonnen. Dabei erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen mit Fassade, Treppenhaus und neugotischem Turm und Fenstern. Der Haupteingang wurde dabei an die Hochstraße verlegt. Die Kirche wurde 1971/72 komplett renoviert. 1996 wurde der Kirchturm saniert.
Friedhofskirche hll. Sebastian, Fabian und Florian Datei hochladen Friedhofskirche hll. Sebastian, Fabian und Florian
ObjektID: 8433
Günser Straße
Standort
KG: Rechnitz
Am höchsten Punkt des katholischen Friedhofs Rechnitz gelegen, wurde die Friedhofskapelle zwischen 1703 und 1710 erbaut und den Pestheiligen Fabian und Sebastian geweiht. Den Altar bildet der Unterteil eines Sarkophages aus dem Mausoleum, als Portal wurde ein von dort stammendes Eisentor von der Familie Batthyány zur Verfügung gestellt. Die Kapelle ist während der Kampfhandlungen um Rechnitz Ende März /April 1945 abgebrannt. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und neu eingeweiht. 1970 - 1972 wurde die Kapelle renoviert und zur Aufbahrungshalle umgestaltet.
Evang. Friedhofskapelle Datei hochladen Evang. Friedhofskapelle
ObjektID: 8434
Alois Gossi-Gasse
Standort
KG: Rechnitz
Ehem. Kreuzstadel
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Ehem. Kreuzstadel
ObjektID: 8442
neben Geschriebenstein Straße
Standort
KG: Rechnitz
Am südlichen Ortsrand von Rechnitz liegt der wegen seines kreuzförmigen Grundrisses so genannte Kreuzstadl.

Hier wurden beim Massaker von Rechnitz in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 ca. 180 ungarische Juden ermordet. Die Erschießung erfolgte durch den örtlichen Gestapoführer Franz Podezin und einige Helfer. Trotz oftmaliger Suchgrabungen konnten die Gräber der Opfer bis heute nicht gefunden werden. 1993 wurde der Kreuzstadel von der Israelitischen Kultusgemeinde angekauft, um der Nachwelt als mahnendes Denkmal erhalten zu bleiben.

BW Datei hochladen Burgruine, Hausberg, Ödes Schloss
ObjektID: 8445

Standort
KG: Rechnitz
Die Ruine Ödes Schloss liegt auf einem markanten Geländevorsprung oberhalb des Badesees Rechnitz im Faludital, und ist über einen markierten Fußweg bzw. eine Forststraße erreichbar. Die Anlage bestand aus einem mächtigen Hochwerk, das von einem Ringgraben und einem Ringwall sowie einer Art Vorburg umgeben und nur aus nordwestlicher Richtung zugänglich war. Heute ist das alles verfallen und mit Hochwald bedeckt. Vom „Öden Schloss“ ist historisch belegt, dass es im Rahmen der „Güssinger Fehde“ des Grafen Iwan gegen Herzog Albrecht I. von Österreich und Steiermark im Jahre 1289 nach längerer Belagerung übergeben werden musste. Nach dem Friedensschluss mit dem ungarischen König Andreas III. wurde die Anlage auf Befehl Herzog Albrecht I. teilweise zerstört. Im 15. Jahrhundert kam es zu einer Einnahme durch Kaiser Friedrich III., zur Belagerung und Eroberung durch König Matthias Corvinus sowie zum Verkauf. Die Burg verlor in der Folge an Bedeutung, da im Ort das Schloss ausgebaut wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ordnete die Komitatsverwaltung die Zerstörung des „Öden Schlosses“ an, um „Unterschlupfmöglichkeit für Diebsgesindel zu beseitigen“.

Legende[Bearbeiten]

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Weitere Bilder vorhanden Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Eigenes Foto hochladen Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse, OW … ?

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Rechnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Burgenland – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. Bundesdenkmalamt, Stand: 27. Juni 2014 (pdf).
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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