Liste der größten künstlichen, nichtnuklearen Explosionen

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Die Liste der größten künstlichen, nichtnuklearen Explosionen ist eine Aufstellung der größten konventionellen Explosionen, die durch Menschenhand verursacht wurden. Im Wesentlichen handelt es sich um Unfälle, kriegsbezogene Ereignisse, Zweck-Sprengungen (z. B. von Hindernissen) sowie Sprengtests.

Liste[Bearbeiten]

Bezeichnung Zeitpunkt Ort Ursache Beschreibung Anzahl der Opfer Bild Quellen
Explosion im Burgpalast / Burg Buda 18. Mai 1578 (Pfingstsonntag) Budapest, Königreich Ungarn Blitzschlag Explosion in der Pulverkammer, Palast großenteils zerstört 2.000 Tote [1]
Delfter Donnerschlag 12. Oktober 1654 Delft, Niederlande Unfall Zirka 40 t Schwarzpulver in einem Pulverturm explodierten vermutlich wegen Unachtsamkeit (Funkenflug), rund 500 Häuser wurden zerstört, schätzungsweise 1200 Menschen kamen ums Leben. 1.200 Tote Eine Sicht auf Delft nach der Explosion von 1654
Explosion in Belgrad 14. August 1717 Belgrad, Serbien Krieg Volltreffer des Mörsers von Belgrad in ein türkisches Pulvermagazin bei der Belagerung von Belgrad 1717, 3.000 verteidigende Türken verlieren auf einen Schlag das Leben 3.000 Tote Der Mörser von Belgrad, (HGM) [2][3]
Explosion eines der Bremer Pulvertürme 22. September 1739 Bremen, Deutschland Blitzschlag Ein Blitzschlag ließ den als Pulverturm dienenden Zwinger explodieren, die folgende Feuersbrunst vernichtete große Teile der Stadt. 32 Tote
Explosion beim Großen Depot 21. Juni 1753 Moldautein, Tschechien Unfall Schießpulverexplosion bei den Vorbereitungen zu einem Manöver anlässlich eines Besuches von Maria Theresia. Dabei gab es 80 Tote und 40 Schwerverletzte 80 Tote, 40 Schwerverletzte
Sprengung des Flood Rock 10. Oktober 1885 New York City, New York, USA Gewässerausbau Mit 150 t Sprengstoff sprengte das United States Army Corps of Engineers den Flood Rock, eine Untiefe im Hell Gate, einem gefährlichen Abschnitt des East River. Es entstand eine rund 75 Meter hohe Wassersäule. Keine Toten [4][5]
Grubenunglück von Nanaimo 03. Mai 1887 Nanaimo, Kanada Unfall Leichtfertiger Umgang mit Explosivstoffen führte in den Schächten der Kohlemine No. 1 in Nanaimo zu einer schweren Explosion, die rund 150 Minenarbeiter tötete. Nur sieben Kumpel überlebten. 150 Tote
Volltreffer in die Munitionskammer von Fort Loncin 15. August 1914 Festungsring Lüttich, Belgien Krieg im August 1914 wurde nach der Eroberung von Lüttich die Dicke Bertha (schwerste Belagerungsartillerie mit Kaliber 420 mm, hergestellt von Krupp) herangeschafft. Etwa 350 tote belgische Soldaten. 350 Tote
Explosion des Munitionsdepots Dix-huit Ponts 11. Januar 1916 Lille, Frankreich unbekannt Aus bis heute unbekannten Gründen explodiert das dort gelagerte Pulver. Der Krater hatte 30 m Tiefe und 150 m Durchmesser. Zwei große und massive Industriegebäude schirmen einen Teil der Stadt vor der Druckwelle ab; gleichwohl gehen Fensterscheiben in Dutzenden Kilometern Umkreis zu Bruch. Mitten in den Niederlanden hielt man die Erschütterung für ein Erdbeben. 104 Tote, 400 Verletzte Lille monument 18 ponts.JPG [6]
Sprengung des Lochnagar-Kraters 01. Juli 1916 La Boisselle, Département Somme, Frankreich Krieg Britische Einheiten hatten im Untertagebau 26,8 Tonnen Ammonal-Sprengstoff unter den deutschen Linien platziert (Minenkrieg) und brachten diesen am ersten Tag der Schlacht an der Somme zur Explosion. Der Knall war selbst in London noch zu hören, Erde und Trümmer wurden bis zu 1200 Meter in die Luft geschleudert. Der Lochnagar-Krater ist mit einem Durchmesser von 91 Metern und einer Tiefe von 21 Metern der größte Krater aus dem Ersten Weltkrieg. unbekannt Lochnagarcrater.jpg [7]
Black-Tom-Explosion 30. Juli 1916 Jersey City, USA Sabotage Sprengstoffanschlag deutscher Agenten, um die Verschiffung von Munition aus den noch neutralen USA nach Europa zu verhindern. Die Explosion von 1000 Tonnen Munition tötete bis zu sieben Menschen und beschädigte die Freiheitsstatue. 7 Tote Black Tom pier.jpg
Explosionsunglück in Detmold 31. Mai 1917 Detmold, Deutschland Unfall Explosion einer Munitionsfabrik in einem Wohngebiet. Es starben 72 Arbeiter und Arbeiterinnen. 72 Tote [8]
Minenexplosionen in der Schlacht von Messines 07. Juni 1917 Messines, Belgien Krieg Im Rahmen des Stellungskrieges zündeten britische Soldaten rund 400 t Ammonal in Minenschächten unter den deutschen Stellungen. Vermutlich starben über 10.000 deutsche Soldaten. 10.000 Tote Lone Tree Crater 2009.jpg
Explosion des Schlachtschiffs HMS Vanguard 09. Juli 1917 Scapa Flow, Vereinigtes Königreich Unfall Eine Munitionskammerexplosion zerstörte das Schlachtschiff, dabei kamen 843 Menschen ums Leben 843 Tote [9]
Halifax-Explosion 06. Dezember 1917 Halifax, Kanada Unfall Zirka 2300 t Pikrinsäure, 63 t Schießbaumwolle und 200 t TNT explodierten nach einer Kollision zwischen dem französischen Munitionsfrachter Mont Blanc und dem norwegischen Viermast-Dampfschiff Imo. Vermutlich starben mehr als 1700 Menschen, weite Teile der Stadt wurden zerstört. 1.700 Tote Panoramic view of damage to Halifax waterfront after Halifax Explosion, 1917.jpg
Explosion des Schlachtschiffes Kawachi 12. Juli 1918 Tokuyama-Bucht, Yamaguchi, Japan Unfall Infolge einer Selbstentzündung von Kordit explodierte die Munitionskammer des japanischen Schlachtschiffes Kawachi. Entstehung einer 200 Meter hohen Stichflamme; das Schiff sank in nur vier Minuten. 621 von 1059 Besatzungsangehörigen kamen dabei ums Leben. 621 Tote
Explosion zweier Munitionszüge 18. November 1918 Hamont, Belgien Unfall Im Bahnhof von Hamont explodieren zwei Munitionszüge in unmittelbarer Nähe zu drei Lazarettzügen. Mehr als 1000 Tote. Teile der Stadt werden zerstört. 1.000 Tote
Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes 21. September 1921 Ludwigshafen-Oppau, Deutschland Unfall Circa 4500 t Ammonsulfatsalpeter explodierten, nachdem man versucht hatte, hart gewordenen Dünger in einem Silo mit Sprengstoff aufzulockern. 561 Menschen starben, 1952 wurden verletzt. Es entstand ein Krater von 100 Metern Durchmesser und 60 Metern Tiefe. 561 Tote [10]
New London School 18. März 1937 New London, Texas, USA Unfall Gasexplosion in einem Schulgebäude. 295 Tote. Seit diesem Unfall wird weltweit Gas zur Warnung mit Methanthiol versetzt, da Erdgas allein nahezu geruchlos ist. 295 Tote
Munitionsexplosion in Smederevo 10. Juni 1942 Smederevo, Serbien Vermutlich Unfall Ein deutsches Munitionslager in der örtlichen Festung explodierte. Teile der Stadt wurden zerstört, darunter der Bahnhof. Auswirkungen der Explosion waren 10 km weit zu spüren. Mehr als 3000 Tote. 3.000 Tote
SS Surrey 10. Juni 1942 Karibik, nordöstlich des Panamakanals, Panama Krieg Nordöstlich des Panamakanals versenkt das deutsche U-Boot U 68 den britischen Frachter SS Surrey, der mit 2.600 t Munition beladen ist, durch drei Torpedotreffer. Etwa 20 Minuten nach dem Untergang kommt es zu einer gewaltigen Unterwasserexplosion (infolge Kompression?), die das U-Boot aus dem Wasser hebt und stark beschädigt. Durch die Explosion selbst kommt niemand zu Schaden, indessen jedoch starben 12 Besatzungsangehörige des Frachters bei der Torpedierung des Schiffes. 12 Tote [11]
Explosion des Schlachtschiffs Mutsu 08. Juni 1943 Suō-Ōshima, Yamaguchi, Japan Unfall Explosion im achteren Magazin der Hauptgeschütze des Schlachtschiffes Mutsu, 1.121 Menschen, darunter der Kommandant und einige Besucher, kamen ums Leben 1121 Tote [12]
Bombay-Katastrophe 14. April 1944 Mumbai, Indien Unfall (Brand) Zirka 1500 t Sprengstoff und Munition, davon 300 t TNT, explodierten an Bord des Frachters Fort Stikine im Hafen von Bombay (heute Mumbai) aufgrund eines Brandes an Bord. In der Folge kam es in Bombay zu einer Feuersbrunst. Die letzten Brände wurden erst nach vier Tagen gelöscht. Bis zu 1500 Menschen starben, 3000 wurden verletzt. 13 Schiffe wurden zerstört, der Gesamtschaden betrug etwa 1 Milliarde US-Dollar. 1.500 Tote, 3.000 Verletzte Bombay-Docks-aftermath1.png
SS Paul Hamilton 20. April 1944 Mittelmeer, nördlich Algier, Algerien Krieg Ein deutscher Torpedobomber versenkt den amerikanischen Munitions- und Truppentransporter SS Paul Hamilton nördlich von Algier. Der Torpedotreffer bringt die Ladung, 1600 t Munition und Bomben, zur Explosion. Eine 400 Meter hohe Stichflamme entsteht, Trümmer werden zwei Kilometer weit geschleudert. Alle 580 Menschen an Bord des Schiffes, zumeist Soldaten, werden getötet. 580 Tote
Munitionsexplosion in Bergen 20. April 1944 Bergen, Norwegen Unfall Im Hafen von Bergen explodiert der in deutschen Diensten stehende und mit 126 Tonnen Munition beladene niederländische Frachter Voorbode. Die Explosion richtet schwere Schäden im gesamten Stadtgebiet an, 5.000 Personen werden obdachlos. Neun weitere Schiffe im Hafen werden versenkt oder schwer beschädigt. Die Katastrophe fordert 150 Todesopfer und mehr als 600 Verletzte. 150 Tote, 600 Verletzte Bundesarchiv Bild 101I-117-0353-29, Norwegen, Bergen, Motorschiff "Rogaland".jpg
Port-Chicago-Katastrophe 17. Juli 1944 Port Chicago, Kalifornien, USA Unfall Zirka 5000 t Munition und Sprengstoff explodierten bei der Verladung auf das Frachtschiff E. A. Bryan. Ursache war vermutlich Unachtsamkeit im Umgang mit einem Torpedo. 320 Menschen starben, darunter 202 afroamerikanische Ladesoldaten. Als die überlebenden Ladesoldaten nach der Katastrophe ihre gefährliche Arbeit nicht wieder aufnehmen wollten, kam es zu einer berühmt gewordenen Meuterei. 320 Tote Portchicago2.jpg
Gas- und Tanklagerexplosion in Cleveland, Ohio 20. Oktober 1944 Cleveland, Ohio, USA Unfall Explosion von ausgetretenem Erdgas in der städtischen Kanalisation, nachfolgend Tanklagerexplosion. Mehr als 300 Tote. 300 Tote
USS Mount Hood 10. November 1944 Manus, Admiralitätsinseln (heute Papua Neuguinea) ungeklärt Im Hafen der Insel Manus explodierten aus ungeklärten Gründen 3800 t Munition an Bord des Munitions-Transporters USS Mount Hood. 13 kleinere Hafenfahrzeuge sanken, 35 weitere Schiffe wurden beschädigt. 432 Menschen kamen ums Leben. 432 Tote USS Mount Hood (AE-11) explosion.jpg
Explosion im RAF-Munitionslager Fauld 27. November 1944 Fauld, Staffordshire, Vereinigtes Königreich Unfall Zirka 3500 t Bomben sowie 500 Millionen Schuss Gewehrmunition explodierten im RAF-Munitionslager Fauld. Ursache war vermutlich ein unsachgemäßer Umgang mit Bombenzündern. Ein über 200 Meter langer Krater entstand. 75 bis 90 Menschen kamen ums Leben. 75 Tote
Vorbereitung des Trinity-Tests 07. Mai 1945 White Sands Missile Range, New Mexico, USA Test In Vorbereitung auf den eigentlichen Kernwaffentest werden 100 t TNT gesprengt, um die Messgeräte zu kalibrieren. Keine Toten [13]
Texas-City-Explosion 16. April 1947 Texas City, Texas, USA Unfall (Brand) Zirka 2300 t Ammoniumnitrat explodierten an Bord des Frachters SS Grandcamp im Hafen von Texas City. Zuvor entwickelte sich aus ungeklärten Gründen ein Brand an Bord. 15 Stunden später explodierte auch der mit 900 t Ammoniumnitrat beladene Frachter SS High Flyer am Pier. 581 Menschen starben. Auch das Monsanto-Chemiewerk wurde in Mitleidenschaft gezogen. 581 Tote
Sprengung von Bunkeranlagen auf Helgoland 18. April 1947 Helgoland, Deutschland Abriss Zirka 6700 t unterschiedlicher Sprengstoffe wurden von britischen Pionieren gezündet, um deutsche Bunkeranlagen auf der Insel zu zerstören. Keine Toten [14]
Explosion eines Munitionsdepots in Mitholz 19. Dezember 1947 Kandergrund, Schweiz Unfall Im Munitions-Depot „Fluh“ im Ortsteil Mitholz explodierten aus ungeklärter Ursache 7000 t Munition. Neun Menschen starben. Der Schaden wurde mit 100 Millionen SFr. beziffert. 9 Tote
Kesselwagenexplosion in der BASF 28. Juli 1948 Ludwigshafen am Rhein, Deutschland Unfall Explosion eines Kesselwagen, der mit ca. 30 t Dimethylether befüllt war. Durch die Katastrophe starben 207 Menschen, es gab 3818 Verletzte, 3122 Gebäude wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden belief sich allein in der BASF auf 80 Mio. DM. 207 Tote, 3818 Verletzte
Explosionskatastrophe in Prüm 15. Juli 1949 Prüm, Deutschland ungeklärt 500 t Sprengstoff, mit dem Teile des Westwalls gesprengt werden sollten, explodierten in einem Bergstollen. Es starben 12 Menschen, 15 wurden verletzt. 12 Tote, 15 Verletzte Bundesarchiv Bild 183-R78214, Prüm, Zerstörung nach Explosion.jpg [15]
Tanklagerexplosion bei Niederstedem 23. September 1954 Niederstedem, Deutschland ungeklärt Explosion eines NATO-Tanklagers nahe der Bitburg Air Base 29 Tote [16]
Cali Explosion 1956 07. August 1956 Cali, Valle del Cauca, Kolumbien Unfall In Cali explodierten sieben geparkte Lastwagen, die mit zirka 40 t Dynamit beladen waren. Es entstand ein Krater von 60 Meter Durchmesser. Rund 1000 Menschen kamen zu Tode. 1.000 Tote
Sprengung des Ripple Rock 05. April 1958 vor Vancouver Island, Kanada Gewässerausbau Mit 1270 t Nitramex wurden 11 Meter einer Bergkuppe eines Unterwasser-Felsens gesprengt, der eine gefährliche Untiefe vor der Küste Kanadas bildete. Keine Toten
Nedelin-Katastrophe 24. Oktober 1960 Baikonur, Kasachstan Unfall 124 t Raketentreibstoff (UDMH und Salpetersäure) explodierten, als eine R-16-Rakete auf dem Startplatz zerbrach. 126 Menschen kamen ums Leben. 126 Tote
Bau des Damms bei Medeo 14. April 1967 Medeo, Almaty, Kasachstan Baumaßnahme Beim Bau des Medeo-Damms, der Almaty vor Murenabgängen schützen soll, werden im Rahmen einer letzten Baumaßnahme 3900 t Ammoniumnitrat zur Explosion gebracht, die die notwendigen Erdaufwürfe erschaffen. Keine Toten
Eisenbahnunfall von Langenweddingen 06. Juli 1967 Langenweddingen, Deutsche Demokratische Republik (heute Deutschland) Unfall Ein mit 15.000 Litern Benzin beladener Tanklastwagen wird von einem Personenzug erfasst und explodiert in der Folge. 94 Menschen kommen ums Leben. 94 Tote Bundesarchiv Bild 183-F0706-0042-001, Langenweddingen, Eisenbahnunglück-2.jpg [17]
Explosion in Sprengstoff-Fabrik 08. April 1969 Dottikon, Schweiz Unfall Ein TNT/Dinitrotoluol-Gemisch explodiert; 18 Tote, 30 Verletzte 18 Tote, 30 Verletzte [18]
Explosion einer N1-Rakete 03. Juli 1969 Baikonur, Kasachstan Unfall Aufgrund eines technischen Defekts stürzte eine sowjetische N1-Mondrakete kurz nach dem Abheben zurück auf die Startrampe und zerbrach. 2600 t Raketen-Treibstoff explodierten. Die komplette Startrampe wurde zerstört. Keine Toten
Explosion in Chemie-Fabrik 19. Juli 1974 Záluží, Tschechoslowakei (heute Tschechien) Unfall Durch ein Leck in einer Gasleitung explodiert die Spiritusproduktionsanlage der Chemiefabrik ZZR der CHZ ČSSP. 17 Menschen kommen ums Leben. 17 Tote, 112 Verletzte [19]
Raketenkatastrophe von Dannenwalde 14. August 1977 Gransee, Deutsche Demokratische Republik (heute Deutschland) Blitzschlag Aufgrund eines Blitzeinschlages verursachte Explosion in einem Munitionslager, bei der Hunderte von Katjuscha-Raketen gezündet wurden und in der näheren Umgebung niedergingen. unbekannt
Explosion des Tankers Spyros, Singapur 12. Oktober 1978 Jurong-Werft, Singapur Unfall Der Tanker S.T. Spyros explodiert bei Reparaturen in einem Dock. 76 Tote, 69 Verletzte. 76 Tote, 69 Verletzte [20]
Explosion des Tankers Betelgeuse, Irland 08. Januar 1979 Whiddy Island, Irland Unfall Der Tanker Betelgeuse explodiert am Terminal. 51 Tote. 51 Tote
Mehlstaubexplosion in der Rolandmühle 06. Februar 1979 Bremen, Deutschland Unfall Ein Kabelbrand führt zu einer gewaltigen Mehlstaubexplosion in der Bremer Rolandmühle. 17 Menschen sterben und es entsteht ein Sachschaden von 112 Mio. Euro. 17 Tote
Gasexplosion im PKO-Rundbau, Warschau 15. Februar 1979 Warschau, Polen Unfall Gasexplosion im PKO-Rundbau in Warschau. Das Gebäude wird zu 70 Prozent zerstört. 49 Tote, 110 Verletzte. 49 Tote, 110 Verletzte
Gasexplosion in Ortuella 23. Oktober 1980 Ortuella, Spanien Unfall Gasexplosion in einer Schule in Ortuella, Spanien. 49 Tote. 49 Tote
Tanklagerexplosion Danaciobasi 24. November 1980 Danaciobasi, Türkei Explosion eines Tanklagers. 105 Tote. 105 Tote
Tankexplosion in Tacao 19. Dezember 1982 Tacao, Venezuela Explosion eines Treibstofftanks auf einem Kraftwerks-Areal. Mehr als 150 Tote. 150 Tote [21]
San-Juanico-Katastrophe 19. November 1984 San Juanico, Mexiko-Stadt, Mexiko Unfall Infolge eines Rohrbruches explodierte ein Flüssiggas-Tank. Zwölf weitere Tanks wurden durch die Hitze nach und nach zur Explosion gebracht (BLEVE). Insgesamt verbrannten rund 12.000 Kubikmeter Flüssiggas. 600 Menschen starben, schätzungsweise wurden mehr als 7000 verletzt. San Juanico wurde weitgehend zerstört. Gemessen an der Zahl der Opfer gilt die Katastrophe als eines der schwersten Industrieunglücke aller Zeiten. 600 Tote, 7000 Verletzte [22]
Gasexplosion in Tiflis 02. Dezember 1984 Tiflis, Georgien Gasexplosion in einem Wohnhaus in Tiflis. Mehr als 100 Tote. 100 Tote
Minor Scale 27. Juni 1985 White Sands Missile Range, USA Test 4744 t ANFO wurden zur Explosion gebracht, um die Explosion einer Nuklearwaffe zu simulieren. Keine Toten Minor Scale test explosion.jpg
Misty Picture 14. Mai 1987 White Sands Missile Range, USA Test 4675 t ANFO wurden zur Explosion gebracht, um die Explosion einer Nuklearwaffe zu simulieren. Keine Toten
Chemieunfall bei PEPCON 04. Mai 1988 nahe Henderson (Nevada), USA Unfall 4000 t Ammoniumperchlorat explodierten in einer Fabrik für Treibstoffe. Das Areal konnte rechtzeitig geräumt werden, bevor es durch zwei gewaltige Explosionen vollständig zerstört wurde. Zwei Menschen starben. 2 Tote Pepcon mushroom.jpg
Eisenbahnunfall bei Ufa 04. Juni 1989 Ufa, Russland Unfall Flüssiggas-Pipeline-Unglück: Das austretende Gas einer geborstenen Leitung sammelte sich in einer Bodensenke und entzündete sich durch Funkenflug. Schätzungen zufolge entsprach die Explosionskraft 1000 t TNT. 575 Menschen starben in zwei nahe vorbeifahrenden Zügen der Transsib. 575 Tote
Unglück von Guadalajara 1992 22. April 1992 Guadalajara, Mexiko Unfall Aus einer unterirdischen Leitung ausgetretenes Benzin sammelte sich über Tage hinweg in der Kanalisation und bildete dort ein explosives Gasgemisch. Durch Wartungsarbeiten kam es schließlich zu mehreren Explosionen, die ein komplettes Stadtviertel zerstörten. Mindestens 206 Menschen starben, 15.000 wurden obdachlos. 206 Tote
Explosion eines Tanklasters in Chennai 12. März 1995 Chennai, Indien Explosion eines Tanklastwagens in Chennai, Indien. 110 Tote. 110 Tote
Gasexplosion in Danzig 17. April 1995 Danzig, Polen Unfall Explosion in einem 11-stöckigen Wohnhaus nach Bruch einer Gashauptleitung. 27 Tote. 27 Tote
Explosion der Feuerwerksfabrik von Enschede 13. Mai 2000 Enschede, Niederlande Unfall 177 t Feuerwerkskörper entzündeten sich aus unbekannten Gründen. Bei der Explosion starben 22 Menschen, 1250 Menschen wurden obdachlos. 22 Tote Ramp enschede.jpg
Explosion in Toulouse 21. September 2001 Toulouse, Frankreich Unfall In einer zu TotalFinaElf gehörenden Fabrik für Düngemittel explodierten aus ungeklärten Gründen zwischen 40 und 300 t Ammoniumnitrat. Die Explosion forderte 29 Tote und 782 Verletzte. Die Schäden werden auf über 1,5 Milliarden Euro beziffert. 29 Tote, 782 Verletzte
Ikeja-Katastrophe 27. Januar 2002 Ikeja, Nigeria Unfall Explosion eines Munitionsdepots mit zirka 700 Toten 700 Tote [23]
Gasexplosion von Chuandongbei 25. Dezember 2003 Chuandongbei, China Unfall Explosion einer Gasquelle. Durch die in der Folge austretenden Gase starben 191 Menschen. 4000 bis 5000 erlitten Verätzungen. 191 Tote, 4.000 Verletzte
Zugunglück von Ryongchŏn 22. April 2004 Ryongchŏn, Nordkorea Unfall Explosion von zwei mit Ammoniumnitrat beladenen Waggons. Nach einem Rangierfehler kollidierte ein Waggon mit einem Strommast und riss diesen um. Die Oberleitung entzündete die Ladung. Mindestens 161 Personen starben, möglicherweise mehr. mindestens 161 Tote
Gasexplosion in Ghislenghien 03. November 2004 Ghislenghien, Belgien Unfall Bei Bauarbeiten wurde eine Erdgas-Fernleitung der Firma Fluxys beschädigt. Das austretende Gas entzündete sich und verursachte mehrere schwere Explosionen. 24 Tote 132 Verletzte. 24 Tote, 132 Verletzte [24]
Feuerwerksfabrik-Explosion von Seest 03. November 2004 Kolding, Dänemark Unfall Explosion von knapp 300 t Feuerwerkskörpern durch einen Unfall in der N. P. Johnsens Fyrværkerifabrik in Seest, einem Vorort von Kolding. Ein Feuerwehrmann kam ums Leben, etwa 80 Personen wurden verletzt. Über 2000 Häuser wurden beschädigt. Der Schaden wird auf über 120 Millionen Euro beziffert. 1 Toter, 80 Verletzte Kolding-Seest3.jpg [25]
Munitionsexplosion von Gërdec 15. März 2008 Gërdec, Albanien Unfall Über 1000 t Munition explodierten in einem Armeelager. 26 Personen starben und über 300 wurden verletzt. Die Ursache war vermutlich ein Verkehrsunfall, der einen Brand auslöste, der schließlich auf das Munitionsdepot übergriff und die Explosion auslöste. 26 Tote, 300 Verletzte VoraGerdecAlbaniaExplosions.jpg [26]
Eisenbahnunfall von Viareggio 30. Juni 2009 Viareggio, Italien Unfall Nach der Entgleisung eines Zuges entwich Butangas aus Kesselwagen, entzündete sich und explodierte. 22 Tote und 27 Verletzte waren die Folge. Mehrere Gebäude stürzten ein. 22 Tote, 27 Verletzte 2009 Viareggio train accident fire men.jpg
Tanklager-Explosionen von Catano 24. Oktober 2009 Catano, Puerto Rico Unfall (Brand) Elf Tanks eines Öl- und Benzinlagers gerieten in Brand. Das Feuer führte schließlich zu einer Explosion bei der insgesamt 30 Tanks zerstört wurden. Die Erschütterungen entsprachen einem Erdbeben der Stärke 2,8 auf der Richterskala. Die Flammen schlugen bis zu 30 Meter hoch. unbekannt 2009 Catano refinery explosion.jpg [27][28]
Munitionsexplosion auf der Marinebasis Evangelos Florakis 11. Juli 2011 Marinebasis Evangelos Florakis, Zypern Unfall 98 mit Munitionsgrundstoffen gefüllte Schiffscontainer, einer nach UN Res. 1747 beschlagnahmten Waffenlieferung Iran-Syrien, die unter freiem Himmel unsachgemäß gelagert wurden, explodierten. 12 Tote, 60 Verletzte. Eines von drei zypriotischen Kraftwerken wurde zerstört. 12 Tote, 60 Verletzte [29]
Munitionsexplosion in Chorramabad 12. November 2011 Chorramabad, Iran Unfall Munitionsexplosion durch unsachgemäßen Umgang in der kleinen Ortschaft Bid Ganeh, 20 km westliche von Teheran. 17 Tote, 23 Verletzte. 17 Tote, 23 Verletzte [30]
Explosion eines Munitionsdepots in Brazzaville 04. März 2012 Brazzaville, Republik Kongo Unfall Explosionen mehrerer Munitionsdepots in der kongolesischen Hauptstadt Brazzaville. Mindestens 150 Tote und mehr als 1500 Verletzte. 250 Tote, 2300 Verletzte [31]
Explosion in der West Fertilizer Company 17. April 2013 West, Texas, USA unbekannt Explosion einer Düngemittelfabrik. 15 Tote, mindestens 200 Verletzte. 15 Tote, 200 Verletzte West Explosion Aerial.jpg [32]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zeno.org
  2. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal II - Das 18. Jahrhundert bis 1790. Kiesel Verlag, Salzburg 1983, S. 75-77.
  3. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Graz, Wien 2000 S. 10-15.
  4. The Blasting of Flood Rock (1885). nygeschichte.blogspot.de. 9. Juni 2010. Abgerufen am 26. November 2013.
  5. Toni Whitt: The East River is Cleaner Now. The Water Birds Say So.. In: The New York Times, 2. Juni 2006. Abgerufen am 26. November 2013. 
  6. Courte description de l'évènement (Version vom 9. Juli 2012 im Internet Archive) (Académie de Lille)
  7. Lochnagar Crater - The Official Site
  8. Andreas Ruppert: Der „Ehrenhain“ an der Blomberger Straße in Detmold. Internet-Portal „Westfälische Geschichte“. 1. Februar 2009. Abgerufen am 26. November 2013.
  9. The Orcadian, July 11, 2002: Research puts Vanguard loss at 843 (Version vom 27. Oktober 2010 im Internet Archive)
  10. Vor 80 Jahren – Der 21. September 1921. Explosionsunglück bei BASF.. landeshauptarchiv.de. Abgerufen am 26. November 2013.
  11. Surrey (British Steam merchant). uboat.net. Abgerufen am 26. November 2013.
  12. R. A. Burt: Japanese Battleships 1897-1945. Arms and Armour Press, ISBN 0-85368-758-7
  13. Trinity (englisch) nuclearweaponarchive.org. Abgerufen am 26. November 2013.
  14. Bild der Insel nach der Sprengung Historisches Bildarchiv der Wasserstraßen
  15. Vor 50 Jahren – Der 15. Juli 1949. Die Explosionskatastrophe in Prüm.. landeshauptarchiv.de. Abgerufen am 26. November 2013.
  16. Vor 50 Jahren – Der 27. September 1954. Trauerfeier für die Explosionsopfer in Niederstedem.. landeshauptarchiv.de. Abgerufen am 26. November 2013.
  17. Das Zugunglück von Langenweddingen. kondero.de. Abgerufen am 26. November 2013.
  18. NOK: Steckdose vom August 1994
  19. Výbuch v chemičce v Záluží 19.7.1974. litvinov.sator.eu. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  20. Spyros accident, infopedia.nl.sg
  21. El Incendio De Tacoa 19/12/1982. farahnna.wordpress.com. 21. Oktober 2006. Abgerufen am 26. November 2013.
  22.  MEXIKO: Praktisch ausradiert. In: Der Spiegel. Nr. 48, 1984, S. 135 (26. November 1984, online).
  23. Ikeja bomb blast: 8 years after – Written by Muda Oyeniran, Akin Adewakun and Lekan Olabulo (Version vom 13. September 2012 im Webarchiv Archive.today) 28. Januar 2010
  24. Freispruch nach Katastrophe
  25. Danes stunned by fireworks blaze. In: BBC, 5. November 2004. Abgerufen am 26. November 2013. 
  26. Thomas Roser: Explosionskatastrophe von Gerdec: „Jeder hat davon gewusst“. DiePresse.com. 21. April 2008. Abgerufen am 26. November 2013.
  27. Großbrand nach Explosion in Tanklager in Puerto Rico. In: SZ-Online, 23. Oktober 2009. Abgerufen am 26. November 2013. 
  28. Evacuation from Puerto Rico fire. In: BBC, 24. Oktober 2009. Abgerufen am 26. November 2013. 
  29. Bericht vom 11. Juli 2011 auf der Seite des BBC (engl., mit Luftfoto aus Google Maps), abgerufen am 17. März 2013
  30. Explosion in Munitionslager fordert 17 Todesopfer, Spiegel Online, 12. November 2011
  31. Brazzaville munitions dump blasts 'kill scores' BBC, 4. März 2012
  32. Sabrina Fritz: Bilder wie im Irak. tagesschau.de, abgerufen am 18. April 2013.