Liste deutscher Erfinder und Entdecker

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Die Liste deutscher Erfinder und Entdecker ist eine Liste von Erfindern und Entdeckern aus Deutschland in alphabetischer Reihenfolge des Familiennamens.

Liste[Bearbeiten]

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A[Bearbeiten]

Manfred von Ardenne als junger Mann

B[Bearbeiten]

  • Walter Baade: Deutscher Astrophysiker, 1944 gelang Baade erstmals die Auflösung der Kernregion des Andromedanebels in einzelne Sterne. 1952 stellte Baade fest, dass die Entfernungen zu den Galaxien mindestens doppelt so groß waren, wie bis dahin angenommen wurde. Damit verdoppelten sich der Maßstab und das Alter des Universums. Gemeinsam mit dem Schweizer Fritz Zwicky entwickelte er die Theorie, dass Supernovae Neutronensterne erzeugen könnten.
Wernher von Braun (rechts) zusammen mit Walt Disney (links).

C[Bearbeiten]

D[Bearbeiten]

E[Bearbeiten]

  • Paul Ehrlich: Arzt und Nobelpreisträger; ermöglichte die Diagnose zahlreicher Blutkrankheiten, entwickelte als Erster eine medikamentöse Behandlung der Syphilis und begründete damit die Chemotherapie
  • Manfred Eigen: (Nobelpreis) - Anerkennung seiner Arbeiten zur Geschwindigkeitsmessung von schnellen chemischen Reaktionen verliehen.

F[Bearbeiten]

G[Bearbeiten]

Carl Friedrich Gauß
Brüder Grimm
  • Otto von Guericke: Politiker, Jurist, Naturwissenschaftler, Physiker, Erfinder und auch Bürgermeister; u. a. erfand er die Vakuumpumpe
  • Beno Gutenberg: Mitentwickler der Gutenberg-Richter-Skala, meist jedoch nur als Richter-Skala bezeichnet.
  • Johannes Gutenberg: Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern (Mobilletterndruck) und der Druckerpresse. 1997 wurde Gutenbergs Buchdruck vom US-Magazin Time-Life zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt, und 1999 kürte das amerikanische A&E Network den Mainzer zum „Mann des Jahrtausends“. Ausgerechnet in England wurde der Deutsche Gutenberg zum wichtigsten Erfinder des Jahrtausends gewählt. [2]

H[Bearbeiten]

Otto Hahn, 1938
Heinrich Hertz
  • Alexander von Humboldt: Naturforscher, weit über die Grenzen Europas hinausreichendes Wirkungsfeld. In seinem über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten sich entfaltenden Gesamtwerk schuf er „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“ und wurde zum Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft.
  • Wilhelm von Humboldt: Gelehrter, Staatsmann und Mitgründer der Universität Berlin; u. a. Begründer der vergleichenden Sprachforschung und -wissenschaft

I[Bearbeiten]

  • Otmar Issing: Ökonom und ehemaliger Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB); 1998 maßgeblich am Entwurf der geldpolitischen Strategie der EZB beteiligt; führender Vertreter der Theorierichtung des Monetarismus in Deutschland.

J[Bearbeiten]

K[Bearbeiten]

L[Bearbeiten]

Gottfried Wilhelm Leibniz, um 1700

M[Bearbeiten]

  • Ernst Mach: Physiker, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker; er ist heute vor allem durch die nach ihm benannte Mach-Zahl bekannt, welche die Geschwindigkeit im Verhältnis zur Schallgeschwindigkeit beschreibt; Mach-Zahl
  • Georg Hans Madelung: Ingenieur, Professor und Flugzeugbauer; Experte für alle Arbeitsgebiete der Forschungsanstalt Graf Zeppelin. Ferner arbeitete er für das Raketenprogramm von Wernher von Braun. Madelung befasste sich mit der Konstruktion von Bomben, Torpedostabilisierung, Unterwasserdetonationen, Konstruktion von Flugzeug-Katapulten sowie Fallschirmen zur Verzögerung von Flugzeugen und Bergung von Flugkörpern. Letztere Entwicklungen fanden auch in der Raumfahrt breite Anwendung.
  • Bernhard Markwitz: Erfinder, der nach dem Beinahe-Ertrinken seiner Tochter Annette eine neuartige Schwimmhilfe für Kinder, die „Schwimmflügel“, entwickelte und mit seiner Firma „BEMA“ weltweit zum Verkaufsschlager machte.
  • Peter-Paul Mauser: Waffenkonstrukteur, M71, M71/84 (das erste reichsdeutsche Militär-Repetiergewehr) und das Mauser System 98
  • Wilhelm Mauser: Waffenkonstrukteur, Mauser-Gewehr Modell 71
  • Wilhelm Maybach: Autokonstrukteur und Unternehmer, als technischer Direktor der Daimler-Motoren-Gesellschaft hatte er maßgeblichen Anteil an der Automobilentwicklung; erfand u. a. den Bienenwabenkühler, das Zahnradgetriebe und den Vergaser mit Schwimmerkammer (Spritzdüsenvergaser)
  • Ottomar von Mayenburg: Erfinder von „Chlorodont“, der ersten käuflichen Zahnpasta
  • Georg Meissner Entdecker des Plexus submucosus und gemeinsam mit Rudolf Wagner des Meissner-Körperchen
  • Lise Meitner: lieferte zusammen mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten.
  • Gregor Mendel: Erfindungen im Bereich der Genetik
  • Ottmar Mergenthaler: Erfinder; Linotype (Zeilensetz- und Gießmaschine)
  • Maria Sibylla Merian: Naturforscherin, Wegbereiterin der Insektenkunde
  • Friedrich Merkel: Entdecker der Merkel-Zelle
  • Hermann von Meyer: er beschrieb und benannte Plateosaurus, eine Gattung prosauropoder Dinosaurier und, nach dem Fund einer fossilen Feder im Lithographenschiefer von Solnhofen, 1861 die Gattung Archaeopteryx, der bis heute stammesgeschichtlich älteste bekannte Vogel.
  • Otto Fritz Meyerhof: Forschungen über den Stoffwechsel im Muskel
  • Ludwig Meyn (1820-1876): Geologe, Pionier der Erdölförderung, 1856
  • Hartwig Michels, Erfinder von Luftkissentransportern und Unternehmer
  • Rudolf Mößbauer: Entdecker des Mößbauer-Effekts

N[Bearbeiten]

O[Bearbeiten]

  • Hermann Oberth: Pionier der Raketen-Wissenschaft, er gilt als einer der Begründer der wissenschaftlichen Raketentechnik und Astronautik sowie als prophetischer Initiator der Raumfahrt und der Weltraummedizin, siehe Oberth-Effekt; in der Science Fiction-Serie Star Trek gibt es Raumschiffe der Oberth-Klasse
  • August Oetker: Unternehmer, Gründer des Nahrungsmittelunternehmens „Dr. August Oetker“ (1891) und Erfinder eines Backpulvers, das er erfolgreich als Markenprodukt vertrieb.
  • Hans Joachim Pabst von Ohain: Erfinder des modernen Düsenantriebs (1933), Patent 1936. Frank Whittle hatte unabhängig davon ein ähnliches Konzept bereits in den Jahren 1928/1929 entwickelt.

P[Bearbeiten]

Max Planck, etwa 1930
  • Max Planck: Erfinder der Quantentheorie und einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte
  • Robert Wichard Pohl: 1938 konstruierte Pohl zusammen mit Rudolf Hilsch einen der ersten funktionierenden Halbleiterverstärker; Pohl leistete Wesentliches für die Vermittlung von physikalischem Grundwissen und bei der Erfindung von physikalischen Schauversuchen. Viele seiner Geräte werden heute in physikalischen Praktika und Vorlesungen eingesetzt. Eines seiner bekanntesten Geräte ist vermutlich das nach ihm benannte Pohlsche Rad, ein Drehpendel mit elektrisch variierbarer Wirbelstromdämpfung.
  • Ludwig Prandtl: Er lieferte bedeutende Beiträge zum grundlegenden Verständnis der Strömungsmechanik und entwickelte die Grenzschichttheorie. Auf ihn geht die Prandtl-Zahl zurück.


R[Bearbeiten]

Wilhelm Conrad Röntgen
  • Adolf Rambold: Erfinder des modernen Teebeutels mit Zweikammersystem (1929), Teebeutelpackmaschine
  • Fritz Reiche: Physiker und Erforscher der Quantentheorie; von 1915 bis 1918 war er Assistent bei Max Planck als Nachfolger von Lise Meitner; in den VSA unterrichtete er Theoretische Physik, Wellenmechanik und Thermodynamik.
  • Karl von Reichenbach: Paraffin 1830, Kreosot 1832
  • Johann Philipp Reis: Erfinder des ersten Telefons (1861); auch der Begriff Telefon / Telephon stammt von Reis
  • Ralf Reski: Professor für Pflanzenbiotechnologie; mit über 140 wissenschaftlichen Veröffentlichungen hat er maßgeblich daran mitgewirkt, dass Moose als Modellorganismen der biologischen Forschung weltweite Beachtung finden; Moosbioreaktor (1998)
  • Bernhard Riemann: Mathematiker, der auf vielen Gebieten der Analysis, Differentialgeometrie, mathematischen Physik und der analytischen Zahlentheorie bahnbrechend wirkte.
  • Adam Ries: gilt allgemein als der „Vater des modernen Rechnens”. Er hat mit seinen Werken entscheidend dazu beigetragen, dass die römische Zahlendarstellung als in der Praxis unhandlich erkannt und weitgehend durch die nach dem Stellenwertsystem strukturierten indisch-arabischen Zahlzeichen ersetzt wurde.
  • Johann Wilhelm Ritter: Entdecker der Ultraviolettstrahlung
  • Wilhelm Conrad Röntgen: Physiker; entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; erhielt 1901 hierfür als Erster einen Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität.
  • Arthur Rudolph: Raketeningenieur
  • Friedlieb Ferdinand Runge: er isolierte, charakterisierte und benannte Substanzen aus dem Steinkohlenteer, die wichtigsten darunter Kyanol (Anilin), Pyrrol, Leukol (Chinolin), Carbolsäure (Phenol) und Rosolsäure (Aurin).
  • Ernst Ruska: Elektroingenieur und Erfinder des Elektronenmikroskops

S[Bearbeiten]

Werner von Siemens

T[Bearbeiten]

U[Bearbeiten]

V[Bearbeiten]

Rudolf Virchow

W[Bearbeiten]

Wilhelm Eduard Weber, 1856
Gustav Weißkopf
  • Johann Philipp Wagner: Wagnerscher Hammer
  • Paul Walden: Entdecker der Walden-Umkehr
  • Otto Wallach: Entdecker mehrerer Reaktionen zum Aufbau heterozyklischer Verbindungen und von Farbstoffen. Wallach hat in der Terpenchemie grundlegende Arbeiten zur Strukturaufklärung und der Synthese dieser Stoffklasse geleistet.
  • Hellmuth Walter: Erfinder und U-Boot-Entwickler; Gasturbine als Antrieb für U-Boote (Walter-Antrieb). Walter entwickelte auch Raketenantriebe (zum Beispiel für die Messerschmitt Me 163 und die Heinkel He 176), Starthilfsraketen und Torpedoantriebe.
  • Felix Wankel: Maschinenbauingenieur und Erfinder des nach ihm benannten Wankelmotors
  • Otto Warburg: Nobelpreis für die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments
  • Max Weber: Soziologe, Jurist, National- und Sozialökonom; Er gilt als einer der Klassiker der Soziologie sowie der gesamten Kultur- und Sozialwissenschaften. Begründer der Herrschaftssoziologie und neben Émile Durkheim Begründer der Religionssoziologie. Auch zählt er neben Karl Marx und Georg Simmel zu den bedeutenden Klassikern der Wirtschaftssoziologie.
  • Alfred Wegener: Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler; wichtigster Beitrag zur Wissenschaft gilt seine erst posthum anerkannte Theorie der Kontinentalverschiebung, die zu einer wesentlichen Grundlage für das heutige Modell der Plattentektonik geworden ist. Zu seinen Lebzeiten war Wegener vor allem für seine Verdienste in der Meteorologie und als Pionier der Polarforschung bekannt.
  • Wilhelm Eduard Weber: Physiker. Die SI-Einheit „Weber“ (abgekürzt Wb) des magnetischen Flusses ist nach ihm benannt. Konstruierte zusammen mit Carl Friedrich Gauß (1833) den ersten elektromagnetischen Telegraphen
  • Karl Weierstraß: Mathematiker, logisch fundierte Aufarbeitung der Analysis, verschiedene Analysis-Sätze
  • Wilhelm Weinberg: Biologe, Mitentwickler des Hardy-Weinberg-Gleichgewichts
  • August Weismann: Biologe, Begründer des Neodarwinismus
  • Carl Wernicke: Entdecker des Wernicke-Zentrum im Gehirn
  • Gottlob Widmann: moderner Filterkafeeautomat, den Wigomat
  • Wilhelm Wien: Entdeckungen betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung, Wiensches Verschiebungsgesetz (Nobelpreis)
  • Johan Carl Wilcke: Entdeckung der dielektrischen Polarisation
  • Richard Willstätter (Nobelpreis): für seine Untersuchungen der Farbstoffe im Pflanzenreich, vor allem des Chlorophylls
  • Hugo Winckler: Entdecker der hethitischen Hauptstadt Hattuša
  • Clemens Alexander Winkler: Chemiker; Entdecker des chemischen Elements Germanium (1886)
  • Johann Georg Wirsung: Entdecker des Wirsung-Gang der Bauchspeicheldrüse
  • August Wöhler: Ingenieur; erforschte die Werkstoffe Stahl und Eisen. Die nach ihm benannte Wöhlerlinie stellt für einen Werkstoff unter Schwingbelastung den Zusammenhang zwischen Bruchlastspielzahl und Ausschlagsspannung dar.
  • Friedrich Wöhler: Chemiker; Wöhler gilt als Pionier der organischen Chemie wegen seiner Synthese von Oxalsäure durch Hydrolyse von Dicyan (1824) und von Harnstoff aus Ammoniumcyanat im Jahre 1828.
  • Heinrich Wöhlk: Kontaktlinsen aus Plexiglas
  • Alois Wolfmüller: Pionier des Motorradbaus
  • Wilhelm Wundt: gilt als Begründer der Psychologie als eigenständiger Wissenschaft und als Mitbegründer der Völkerpsychologie (Kulturpsychologie)

Z[Bearbeiten]

Konrad Zuse (1992)

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Lung: Deutsche Erfindungen. (Eckartschrift 197). Österreichische Landsmannschaft, Wien, 2009, ISBN 978-3-902350-34-3
  • Willy Andreas/Wilhelm von Scholz (Hrsg.): Die großen Deutschen. Neue deutsche Biographie. Vier Bände, Propyläen-Verlag, Berlin, 1936
  • Hermann Heimpel/Theodor Heuss/Benno Reifenberg (Hrsg.): Die großen Deutschen. Deutsche Biographie. Fünf Bände, Prisma Verlag, Gütersloh, 1978 [Nachdruck der überarbeiteten Ausgabe von 1966 des 1956 neu aufgelegten gleichnamigen Werkes von Willy Andreas/Wilhelm von Scholz aus dem Jahr 1936 - Auswahl der Persönlichkeiten usw. BRD-korrekt]
  • Heimpel, Heuss, Reifenberg: Genius der Deutschen. Die großen Forscher / Erfinder / Ärzte. Propyläen Berlin o. J., Berlin/Darmstadt/Wien, 1966

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Patent
  2. BBC-Presseartikel