Liste ehemaliger Lübecker Bauwerke

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Die Liste ehemaliger Lübecker Bauwerke enthält Bauten Lübecks, vorrangig der Lübecker Altstadt, die nicht mehr existieren. Bei den ältesten Ansichten handelt es sich um Holz- und Kupferstiche. Im 19. Jahrhundert hielt Carl Julius Milde viele Lübecker Bauwerke mit dem Zeichenstift fest. Die erste systematische fotografische Stadtbildaufnahme Lübecks begann um 1843 durch den Fotopionier Joseph Wilhelm Pero. Sein Werk setzte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts der bis 1903 aktiv tätige Johannes Nöhring fort.

Die Bauwerke sind nach Straßennamen und Hausnummern geordnet, wobei – außer in Ausnahmefällen – die heutige Straßeneinteilung und das 1884 eingeführte heute verwendete Hausnummernsystem zugrundegelegt werden. Das vorherige, seit 1796 verwendete Schema der Hausnummern ist mit dem heutigen nicht kompatibel und auch nicht übertragbar, da es auf einer völlig anderen Zählweise basierte.

Inhaltsverzeichnis

Bauten ohne Straßenzuordnung [Bearbeiten]

Bezeichnung Standort Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Behnturm Lübeck-Schlutup, am Traveabschnitt Breitling östlich der Mecklenburger Straße 1900 1963 Der Aussichtsturm wurde zu Ehren Heinrich Theodor Behns errichtet und wegen Baufälligkeit vom Bundesgrenzschutz gesprengt.
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Bellevue Nordende der Wallhalbinsel, auf der ehemaligen Bastion Bellevue bzw. Teufelsort 1851 1885 Die beliebte Gartenwirtschaft verschwand, als die Reste der Bastion für den Hafenausbau abgetragen wurden.
WP Burgtor-Bellevue.jpg
Litfaßsäulen 2012 Im März 2012 wurden fast sämtliche Litfaßsäulen in der Stadt ersatzlos entfernt. Die an der Moltkebrücke wurde ersetzt. Die hintere wurde entfernt, die vordere war ihr Ersatz.

Mittlerweile wurden aber fast alle entfernten Litfaßsäulen nach Abschluss eines neuen Vertrags durch Litfaßsäulen der nächsten Generation ersetzt, so dass die Stadt wieder reichhaltig mit diesen Werbeträgern ausgestattet ist und der Eintrag hinfällig wird.
HL Damals - Litfaßsäule.jpg
Dammannsturm Wallhalbinsel, Bastion Dammannsturm (auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes gegenüber der Musik- und Kongreßhalle) 1854 1893 Das Erdreich, das beim Bau der Bahnanlagen ab 1850 angefallen war, hatte man auf der Bastion Dammannsturm aufgehäuft. Die so entstandene künstliche Anhöhe von 103,5 Fuß Höhe über dem mittleren Travepegel wurde in Lennés Gestaltung der Wallanlagen einbezogen und erhielt auf ihrem höchsten Punkt diesen 37 Fuß hohen Aussichtsturm aus Eisenbahnschwellen. Die offizielle Bezeichnung des Turmes hieß Schwellenturm, wurde aber in Dammansturm geändert. Der amtliche Name des Hügels lautete Eisenbahnhöhe, doch in Lübeck wurde er nur als Chimborasso bezeichnet. Dieser war zwar nicht so hoch wie sein echter Namensvetter, dennoch genoß man von ihm aus einen Überblick über die westliche Hälfte Lübecks. Der Aussicht wegen war es ein vielbesuchter Ort der Lübecker sowie Fremden. 1885 erfolgte eine teilweise Beseitigung des Chimborasso zugunsten des Hafenausbaus, aber der Rest mitsamt dem in Lübeck sehr beliebten Schwellenturm wurde erst 1893 mit der gesamten Bastion Dammannsturm abgetragen. In Ludwig Ewers' Lübeck-Roman Die Großvaterstadt taucht der Dammannsturm mehrmals als Handlungsort auf. Mit dem Fall der Wälle, und somit des Turmes, suchte der Lübecker Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs einen Ersatz für diesen. Erst Jahre später wurde dieser auf dem Turm der Petrikirche geschaffen.
HL Damals - Dammans-Turm.jpg
Priwall-Hütte des Touristenvereins "Die Naturfreunde", Ortsgruppe Lübeck e.V. Priwall, Lübeck-Travemünde 1923 1939 Die Lübecker Ortsgruppe der Naturfreunde errichtete ihr erstes Haus auf dem Priwall in Eigenleistung 1923. 1939 wurden Grundstück und Gebäude enteignet, da der gesamte Priwall als militärisches Sperrgebiet an die Erprobungsstelle See fiel, das Haus wurde abgebrochen.
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Seetempel Südende des Brodtener Ufers in Lübeck-Travemünde 1820 1872 Der Pavillon am Rand der Steilküste findet Erwähnung in Thomas Manns Roman Buddenbrooks. Das Bauwerk wurde beim Ostseesturmhochwasser 1872 zerstört.
WP Seetempel Travemuende.jpg
Olausburg Unklar; vermutlich am Hüxterdamm vor 1329 nach 1534 Die Burganlage mit Graben, Zugbrücke und Turm lag 1560 in Ruinen und ist in der Folgezeit völlig abgetragen worden; bislang wurden keinerlei Überreste aufgefunden. Ihr genauer Standort ist nicht bekannt.
WP Mögliche Orte der Olausburg.jpg

Aegidienstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Aegidienstraße 1, Butterbuden Klingenberg 678 JohQ. 1882 Größtes Fachwerkhaus Lübecks
WP Aegidienstraße 1.jpg

Alfstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Alfstraße 11 Alfstraße 54 MQ. spätes 14. Jahrhundert 1942
WP Alfstraße 11.jpg
Alfstraße 22, 24 und 26 (von rechts) Alfstraße 38, 37 und 36 MQ. 22 und 26 um 1600, 24 um 1700 1942 Argentinisches Konsulat (Alfstraße 26)
WP Alfstraße 22-24-26.jpg
Alfstraße 29 Alfstraße 63 MQ. Gotik 1942
WP Alfstraße 29.jpg
Alfstraße 35 Alfstraße 67 MQ. 1652 1942
WP Alfstraße 35.jpg

Am Bahnhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Am Bahnhof 1-3, Postamt 2 1960/61 2001 Das Postamt 2 am Hauptbahnhof (wegen seiner Lage oft fälschlich als Hauptpost bezeichnet, obwohl Lübeck nie ein Hauptpostamt besaß) wurde 1963 durch Aufstockung erweitert und stand seit 1994 ungenutzt leer.

Am Brink [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Am Brink 9, Wilhelm-Theater An dem Kienräucherhofe, Vorstadt St. Jürgen 1867 1960er Jahre
WP Wilhelm-Theater außen.jpg

Am Dorfteich [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Synagoge Moisling 1827 1873
WP Synagoge Moisling 1827.jpg

An der Mauer [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
An der Mauer 17, Aalhof-Bunker 1941 2010 Der Hochbunker war in einer Form errichtet worden, die an die 1874 abgerissene Brauerwasserkunst am Hüxterdamm angelehnt war. Zur weiteren dementsprechenden Angleichung des Äußeren und besseren Einpassung in das Stadtbild war wie bei einigen anderen Lübecker Luftschutzbunkern eine Verklinkerung mit Backsteinen vorgesehen, die aber während des Zweiten Weltkriegs nicht mehr zur Ausführung kam und später nicht nachgeholt wurde.
Aalhof-Bunker 2010-09-11.jpg
An der Mauer 51a, Badeanstalt Krähenteich 1900 1954 Das Freibad am Krähenteich (der Teil der Wakenitz ist) bestand aus einem langen Holzsteg, der beide Ufer verband; an diesem Steg befanden sich die als Pfahlbauten ausgeführten hölzernen Gebäude über dem Wasser. 1954 wurden bei einer umfassenden Renovierung des Freibads die maroden alten Gebäude abgebrochen und durch zeitgemäße Neubauten am altstadtseitigen Ufer ersetzt; der die Ufer verbindende Steg blieb jedoch bis in die 1980er Jahre erhalten, als auch er wegen Baufälligkeit entfernt und nicht wieder neu errichtet wurde.
WP Badeanstalt Krähenteich.jpg
An der Mauer 57 An der Mauer 767 JacQ. 1822 1898 Das Haus wurde anstelle der Neuen Zollbude errichtet, die an die Ostseite des inneren Mühlentors anschloss und die von der Stadt 1821 verkauft wurde. Der Standort entspricht wegen einer mittlerweile in diesem Bereich leicht verschobenen Grundstückszählung nicht dem heutigen Gebäude mit der Nummer 57, sondern eher dem Eckhaus Mühlenbrücke 1.
WP An der Mauer 57 - 1858.jpg

An der Obertrave [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
An der Obertrave 16 462 MarQ. 1803-1804 1984 1803-04 prägender Umbau durch Joseph Christian Lillie für den späteren Lübecker Bürgermeister Wunderlich. Abbruch zugunsten des Konzertsaals der Musikhochschule.
An der Obertrave 20, Im Reinfeld An der Trave 598 MarQ. 17./18. Jahrhundert 1938 Das Wohnhaus mit der für Lübeck untypischen Holzgalerie befand sich auf einem Grundstück, das ursprünglich im Besitz des Klosters Reinfeld war. Nach dem Abbruch wurde an gleicher Stelle ein Luftschutzbunker errichtet, dessen äußere Gestalt sich an die Formen des abgerissenen Gebäudes anlehnt.
WP An der Obertrave 20 (2).jpg

An der Untertrave [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Bäumerhaus 761 MMQ. 1851 Das Gebäude unterhalb der Kleinen Altefähre, schon zu Anfang des 17. Jahrhunderts erwähnt, befand sich unmittelbar am Ufer der Trave und diente ursprünglich einem Reitendiener, der den Wasserbaum öffnete und schloss, als Dienstwohnung, später einem ehemaligen Schiffer, der das Amt des Zolleinnehmers bekleidete. 1851 wurde es bei der Erweiterung des Hafens abgebrochen.
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An der Untertrave 1, Seemannsheim 1913 1966/67
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An der Untertrave 1, Seemannsheim 1966-1967 / 1977 (Erweiterungsbau) 2012 Abbruch für den Bau des Europäischen Hansemuseums
WP Seemannsheim Lübeck.jpg
An der Untertrave 1a, Luftschutzbunker 1941 2012 Der während des Zweiten Weltkriegs erbaute Bunker wurde 1966/67 baulich in den Neubau des Seemannsheims integriert. Von 1975 bis Ende 2008 beherbergte er den Jazzclub Dr. Jazz. Abbruch für den Bau des Europäischen Hansemuseums
WP An der Untertrave 1a.jpg
Arsenal 760 MMQ. 1625 1857 Das schlichte, groß dimensionerte Bauwerk war der Nachfolgebau eines zwischen 1334 und 1337 errichteten Lagerhauses, in dem unter anderem auch Schiffsgeschütze eingelagert waren, wovon sich der Name des Gebäudes herleitete. 1857 wurde der Bau im Zuge einer Verbreiterung des Hafengeländes abgebrochen.
WP Arsenal Lübeck.jpg
An der Untertrave 2, Arsenal 760 MMQ. 1858 1912 Anstelle des alten Arsenals wurde ein Neubau errichtet, das die Bezeichnung seines Vorgängers erbte und als Magazin der Hafenverwaltung und für andere untergeordnete Zwecke. Es wurde 1912 für den Bau des Seemannsheims niedergelegt.
WP Arsenal Lübeck 1858.jpg
Blauer Turm 277 MMQ. 1452 1853
Blauer Turm.jpg
An der Untertrave 56, Speicher Der Elephant 479 MMQ. 18. Jahrhundert 1972 Abbruch für den Neubau des Zollamtes
An der Untertrave 57 478 MMQ. 17. Jahrhundert mit schlichter Putzfassade von ca. 1800 1972 Abbruch für den Neubau des Zollamtes
An der Untertrave 75, Altdeutsche Weinstube 298 MMQ. 1289 1942
LübeckerWeinstube17Jh.JPG
deren Schnitzereien machten sie zu einem Gegenstück des Fredenhagen-Zimmers, das sich heute im Haus der Kaufmannschaft befindet. Seit dem 18. Jh. besaß das Haus die Weinkranzberechtigung, es hieß damals auch Weinkranz oder kurzweg Der Kranz. Badstube bis 1327, danach der Marienkirche vermacht - die es aber rasch wieder verkaufte. Die Inneneinrichtung der Weinstube wurde 1904 an das Thaulow-Museum verkauft und befindet sich heute im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf.
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An der Untertrave 100, Logenhaus 72 MMQ. 1857 1942 ab 1910 Logenhaus des Guttemplerordens
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An der Untertrave 104, Hotel Kaiserhof 1887 1942 Das Gebäude wurde am 19. November 1918 von der Stadt erworben und nach Umbau als Arbeitsamt genutzt.
WP Hotel Kaiserhof.jpg

Außenallee (Travemünde) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Außenallee 10, Kurhaus bzw. Gesellschaftshaus oder Speisehaus Im Badegarten 178 1802 1912 Das erste Kurhaus Travemündes entstand nach einem Entwurf Joseph Christian Lillies. Das ursprünglich kleinere Gebäude wurde im Verlauf des 19. Jahrhunderts zweimal erweitert, womit der bauliche Zustand erreicht war, der bis zum Abriss zugunsten eines Neubaus bestand hatte.
WP Altes Kurhaus Travemünde.jpg
Chinesischer Pavillon Im Badegarten 176 1802 1835 Der Pavillon neben dem Kurhaus wurde gleichfalls von Joseph Christian Lillie entworfen.
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Arkadenhaus Im Badegarten 176 1836 1960 Das Gebäude neben dem Kurhaus trat an die Stelle von Lillies Chinesischem Pavillon und beherbergte eine Konditorei, ein Lesezimmer, ein Billardzimmer sowie im Obergeschoss Gästezimmer. Es wurde abgebrochen, um Platz für den Bau des neuen Kursaals zu schaffen.
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Musikpavillon 1824 1903 Der Musikpavillon vor dem Kurhaus diente den Konzerten der Kurkapelle. Am 3. Februar 1903 wurde der Abbruch zugunsten eines erheblich größeren Neubaus beschlossen
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Musikpavillon 1903 1962 Der zweite Musikpavillon (links im Bild), errichtet am selben Ort wie sein Vorgänger. 1962 abgerissen und ersetzt durch einen Nachfolgebau, der dichter am Meer im Brügmanngarten steht.
WP Travemünde vor 1912.jpg

Balauerfohr [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Balauerfohr 18 Balauerfohr 173 JohQ. 1942
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Balauerfohr 27, Backhaus im Balauerfohr Balauerfohr 183 JohQ. 1942 Vorklassizistischer Bau an der Ecke Krähenstraße/Balauerfohr
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Balauerfohr 29 Balauerfohr 182 JohQ. 17. Jahrhundert, im Kern sicher älter 1907 Das links anschließende Reihenhaus lag in der Krähenstraße (Nr. 2-6)
WP Balauerfohr 29.jpg

Beckergrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Breite Straße 36-40 / Beckergrube 1-9 1965 2008 Das Gebäude der Landesbank.
Abriss Landesbank Lübeck.jpg
Beckergrube 5 1910 1942 Das Erdgeschoss füllt der Laden und Hausflur. Das Hausteinerdgeschoß weist drei wuchtige, an den Ecken abgeschrägte Pfeiler mit angedeuteten Kapitäl auf. Diese tragen ein kräftiges Gebälk, das gegen die Stockwerke mit stark profiliertem Sims abschließt. Der Mittelpfeiler, welcher Tür und Schaufenster trennt, dient zugleich als augenfällige Mittelstütze des Gebälks. Kräftig profilierte Voluten sind über die Eckpfeiler gelagert. Das erste Stockwerk ist als eine Art Mezzanin zwar nicht auffallend niedriger, aber durch die besondere Anordnung der zwei breiten Fenster gekennzeichnet. Den zweiten und dritten Stock beherrscht ein flacher Erker. Das Erkerdach dient dem dritten Stock als Balkon. An dem querliegenden Halbsteildach setzt ein breiter Dacherker die Fassade fort mit gedrücktbogigem Giebelfeld. An dessen Wurzel wiederholen sich die flach gehaltenen Voluten des Unterbaus noch schärfer profiliert als bloße Verzierung. Sonst zeigt die Fassade an Schmuck nur noch Ziegelsteinornamentik auf Verputzgrund. Der Architekt entwarf auch das heute nach stehende Haus in der ::Großen Burgstraße 36.
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Beckergrube 10 Beckergrube 158 MMQ. 1752 1857 Erstes öffentliches Theater Lübecks, das Ebbe'sche Theater. Entstand durch Umbau des Lüneburger Hofs.
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Beckergrube 10-14 Beckergrube 158, 159, 160 MMQ. 1857 1907 Zweites Lübecker Theater, das sogenannte Casino-Theater, errichtet am Standort des Vorgängerbaus und auf den hinzuerworbenen Grundstücken Nr. 12 und Nr. 14
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Beckergrube 11, Die Biene 18. Jahrhundert 1942 Einer der größten Handelswaren-Speicher Lübecks
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Beckergrube 22 Beckergrube 165 MMQ. 1805 1942 Klassizistischer Neubau des Architekten Joseph Christian Lillie für den Kaufmann und Reeder Simon Hasse (1771–1860).
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Beckergrube 29 18. Jahrhundert 1942
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Beckergrube 35 Beckergrube 136 MMQ. 1942 Auf dem Foto rechts im Bild
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Beckergrube 40 Beckergrube 197 MMQ. 16. Jahrhundert 1902 Das Geburtshaus Emil Possehls, abgerissen zugunsten des neuen Possehl-Kontors
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Beckergrube 40 1902 1942 Vom Architekten Christoph Hehl für die Firma L. Possehl & Co. errichtet
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Beckergrube 51 1582 1942
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Beckergrube 52 Beckergrube 203 MMQ. 1881 1942 Elternhaus der Brüder Heinrich und Thomas Mann, um 1910 Französisches Konsulat
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Beidendorfer Hauptstraße (Stadtbezirk Beidendorf) [Bearbeiten]

Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Beidendorfer Hauptstraße, Haus Harms 1785 oder früher 1928
WP Haus Harms.jpg

Bochstraße (Stadtbezirk Dänischburg) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Bochstraße 1, Villeroy & Boch-Werk 1906 2012 Die bereits stillgelegten Anlagen des Villeroy-&-Boch-Zweigwerks wurden 2012 abgebrochen, um Platz für ein neues Ikea-Haus zu schaffen.
WP Villeroy&Boch Lübeck 1931.jpg

Braunstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Braunstraße 4 1549 1878 Die Fassaden-Terrakotten von Statius von Düren wurden beim Abbruch abgenommen und an der Fassade des Hauses Musterbahn Nr. 3 angebracht.
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Braunstraße 9 14. Jahrhundert 1942
WP Braunstraße 9.jpg
Braunstraße 11 spätes 18. Jahrhundert 1942
WP Braunstraße 11.jpg

Breite Straße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Breite Straße 1 Breite Straße 770 JacQ. 16. Jahrhundert 1907 Niedergelegt für das neue Gebäude der Lübecker Bäckerei Junge
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Breite Straße 3 Breite Straße 771 JacQ. 1907 Niedergelegt für das neue Gebäude der Lübecker Bäckerei Junge
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Breite Straße 4 (rechte Hälfte) Breite Straße 798 MMQ. 1882 Das Gebäude wurde abgerissen und, angeglichen an die Fassade des links daneben stehenden klassizistischen Hauses (Nr. 799) von 1852, neu errichtet und mit diesem zu einem einzigen Bau verbunden.
WP Breite Straße 4.jpg
Breite Straße 5 Breite Straße 772 JacQ. 1907 Niedergelegt für das neue Gebäude der Lübecker Bäckerei Junge
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Breite Straße 10 Breite Straße 802 MMQ. 16. Jahrhundert 1846
WP Breite Straße 10.jpg
Breite Straße 16 1892 1942 Von der Gemeinnützigen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der hier angesiedelten, 1817 gegründeten Spar- und Anleihe-Kasse zu Lübeck im Neorenaissance-Stil errichtet
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Breite Straße 18 Breite Straße 806 MMQ. Zwischen 1500 und 1550 1910 Abgerissen für den Neubau der Sparkasse
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Breite Straße 18 1911/12 1967 Neues und altes Betriebshaus der Spar- und Anleihekasse zu Lübeck. Abgerissen für den zweiten Erweiterungsbau der Sparkasse
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Breite Straße 24 Breite Straße 809 MMQ. 1965 1909–1911 beherbergte das Gebäude das Kino Reform-Theater. Abgerissen für den ersten Erweiterungsbau der Sparkasse
WP Lübeck - Breite Straße 24.jpg
Breite Straße 36-40 / Beckergrube 1-9 1965 2008 Das Gebäude der Landesbank; der gläserne Kubus im Vordergrund war nicht Teil des Gebäudes.
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Breite Straße 38 Breite Straße 816 MMQ. 1788 1904 Wohnhaus der Familie Mann ab 1872 und Geburtshaus von Thomas Mann
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Breite Straße 38 1904 1942
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Breite Straße 39 zweite Hälfte 18. Jahrhundert 1904 Weingroßhandlung Massmann & Nissen
MassmannNissen.jpg
Breite Straße 40 Breite Straße 817 MMQ. 1914 Auf dem Bild am linken Rand
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Breite Straße 40 1914 1942 Erbaut vom Lübecker Baumeister Carl Heinrich Friedrich Blunck, dem Vater Erich Bluncks. Ab 1914 Sitz der Bank für Handel und Gewerbe
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Breite Straße 44 Breite Straße 819 MMQ. Renaissance 1903 Von 1605 an Wohnhaus des Johann Füchting und nach seinem Tod bis 1662 im Besitz seiner Erben. Die Fassade ist nur in einem einzigen Foto erkennbar überliefert.
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Breite Straße 44 1903 1942
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Breite Straße 48 Breite Straße 821 MMQ. 1805 (prägend) 1942 Auf dem Foto rechts. Umbau mit Fassadenneugestaltung durch den Architekten Joseph Christian Lillie (um 1805) für den Lübecker Arzt Jacob August Schetelig. Fassade im Erdgeschoss 1920 durch den Einbau großer Schaufenster zu beiden Seiten der Eingangstür erheblich verändert.
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Breite Straße 50, Haus Böse Breite Straße 822 MMQ. 1821 1942 Klassizistischer Neubau auf asymmetrischem Grundstück durch Joseph Christian Lillie für den Protonotar Christian Heinrich Lembke. Das Haus diente bis zur Zerstörung als Geschäftsstelle der Nordischen Gesellschaft.
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Breite Straße 51 Breite Straße 795 JacQ. 1942 1906/07 Sitz von Diercks Hansa-Kinematographen, Lübecks erstem Lichtspielhaus
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Breite Straße 54 Breite Straße 824 MMQ. 1925 Ab 1869 Wohnhaus der Familie Mann und Geburtshaus von Heinrich Mann, woran eine Gedenktafel am heutigen Bankgebäude der Commerzbank AG erinnert. Das Gebäude wurde 1925 einem so umfangreichen Umbau unterzogen, dass es einem Neubau nahekam.
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Breite Straße 54 1925 1942 Seit 1919 befand sich das Gebäude in Besitz der Commerz- und Privatbank, die das Haus 1925 durch die Architekten Schöß und Redelstorff so umfassend umbauen und aufstocken ließ, dass es einem Neubau nahekam. Augenfällig wurde dies insbesondere durch die Putzfassade, die expressionistische Elemente mit der Formensprache alter Lübecker Giebel kombinierte.
Breite Straße 55, Ratsapotheke Breite Straße 797 JacQ. 1582 1855
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Breite Straße 55 Breite Straße 797 JacQ. 1855 1942 Von 1863 bis 1910 Sitz der Commerzbank in Lübeck
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Breite Straße 59 Breite Straße 969 JohQ. 1906 Abgebrochen für den Bau des Karstadt-Kaufhauses
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Breite Straße 59-61, Karstadt-Kaufhaus 1906 1942 Auf den Grundstücken Breite Straße 59-61 sowie Johannisstraße 2-8 errichtetes Jugendstil-Kaufhaus, 1913 erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg an gleicher Stelle neu erbaut und 1995–96 nochmals durch zwei Neubauten ersetzt.
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Breite Straße 60, Düffckes Hotel Breite Straße 827 MMQ. 1855 1942 Das vom Gastwirt Johann Carl August Düffcke erbaute Hotel wurde anstelle zweier älterer Häuser errichtet. Das Gebäude an der Ecke zur Mengstraße, das dem Neubau weichen musste, war einst im Besitz des Buchdruckers Johann Balhorn gewesen und hatte Bürgermeister Friedrich Nölting gehört, dessen Witwe es für 32.000 Lübische Mark an Düffcke veräußerte.
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Breite Straße 61a Alter Schrangen 963 JohQ. 1855 1928 Das Spritzenhaus war bis 1906 in Betrieb, als die Feuerwehr ihre neu erbaute Wache Bei St. Johannis Nr. 3 bezog, wo sie bis 1988 beheimatet war. Durch den Abriss des Spritzenhauses und der rückwärtig anschließenden Bauten wurden die Gassen Alter Schrangen und Kleiner Schrangen zum heutigen Schrangen zusammengelegt
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Breite Straße 67, Der Große Lobben Breite Straße 958 JohQ. 1557 1889 Der sogenannte Große Lobben war von 1557 bis 1802 der Schütting der Bergenfahrer.
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Breite Straße 85-87 1888 1942 1888 von der Firma Karstadt als erstes Kaufhaus Lübecks errichtet und bis zum Umzug in den Neubau 1906 genutzt. Von 1906 bis 1921 Sitz des Kinos Metropol, danach Bankhaus.
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Breite Straße 89, Haus Niedegger Breite Straße 947 JohQ. kurz vor 1806 1942 Stammhaus der Firma Niederegger; errichtet anstelle eines älteren Giebelhauses
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Breite Straße 93, Zum König von England Breite Straße 945 JohQ. frühes 17. Jahrhundert 1942
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Breite Straße 95 Breite Straße 945/944 JohQ. um 1800 um 1890
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Breite Straße 97 Breite Straße 944 JohQ. 2. H. 18. Jh. 1942 Eines der wenigen Rokoko-Palais der Stadt. Von 1814 bis 1818 Sitz der Ratskanzlei.
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Breite Straße 103, Everssches Haus Breite Straße 940 JohQ. um 1580 um 1889 Heute nicht mehr vergebene Hausnummer an der Ecke Breite Straße und Wahmstraße; die früher sehr schmale Wahmstraße wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach 1945 erheblich verbreitert.
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Breite Straße 103 um 1889 1942 Heute nicht mehr vergebene Hausnummer an der Ecke Breite Straße und Wahmstraße; die früher sehr schmale Wahmstraße wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach 1945 erheblich verbreitert.
WP Breite Straße 103 - 1903.jpg

Burgfeld [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Reserve-Lazarett III (Postalische Anschrift nach 1920: "Auf dem Burgfeld (Baracken)") 1914 1952 (letzte verbliebene Baracken) Im August 1914 entstand auf dem bis dahin unbebauten Burgfeld das größte Barackenlazarett Norddeutschlands mit insgesamt 38 Baracken; es erfüllte seine Funktion als Militärlazarett bis 1919. 1920 gingen die Gebäude aus Reichsbesitz in städtisches Eigentum über. Ein Teil der Baracken wurde abgebrochen, um das Burgfeld wieder als Freifläche herzustellen. Die verbliebenen Baracken am Rand wurden wegen der Wohnungsnot umgebaut, so dass 107 einfache Wohnungen entstanden, die nur als Provisorien gedacht waren. Nicht mehr benötigte Baracken wurden nach und nach abgerissen, und 1939 war die Beseitigung der letzten Gebäude vorgesehen, die aber wegen des Kriegsausbruchs nicht stattfand. In der erneuten Wohnungsknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die letzten Baracken bis 1952 bewohnt, als sie schließlich im Rahmen des Brackenräumungsprogramms überflüssig wurden.
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Burgtorbrücke [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Burgtorwache 1767 1878
Burgtorwache Lübeck.jpg
Leichenhaus des Marstallgefängnisses 1882 1928 Die Leichenhalle des Marstallgefängnisses befand sich auf der Feldseite des Burgtors und wurde abgebrochen, um einen weiteren Fußgängerdurchgang zu schaffen.
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Große Burgstraße 595 JacQ. 1806 zwischen 1880 und 1882 Das kleine Gebäude auf der Feldseite des Burgtors war 1806 als Lusthaus an der Straßenseite des Brauergartens, der den Vorstehern der Brauerwasserkunst vor dem Burgtor zur Verfügung stand, errichtet worden. Später beherbergte es eine Gartenwirtschaft, die 1880 noch existierte. Das kurze Straßenstück vor dem Burgtor wurde zu jener Zeit noch zur Großen Burgstraße gezählt.
WP Große Burgstraße 595 JacQ.jpg
Große Burgstraße 1a und 3 1a: 1899/1900; 3: zwischen 1882 und 1899 1908 An die Stelle des alten Brauergartenhauses trat zunächst das unmittelbar an die Stadtmauer gesetzte Wohnhaus Große Burgstraße 3. Die auffallende feldseitige fensterlose Brandmauer ist noch auf Fotos zu erkennen, auf denen die Brückenbauwerke über den Elbe-Lübeck-Kanal schon existieren, also muss sich das Gebäude bis 1899 in diesem Zustand befunden haben. Aus Anlass der Kanaleröffnung 1900 herausgegebene Postkarten hingegen zeigen bereits das angebaute Haus 1a, das somit 1899/1900 entstanden sein muss (die Hausnummer 1 ohne jeden Zusatz existierte seltsamerweise nicht). Die massiven Wohnhäuser unmittelbar vor dem historischen Stadttor galten als Schandfleck; 1906 wurden sie vom Lübecker Staat erworben und 1908 abgebrochen. Das kurze Straßenstück vor dem Burgtor wurde zu jener Zeit noch zur Großen Burgstraße gezählt.
WP Burgtor Lübeck Nöhring.jpg
WP Große Burgstraße 1a-3 vor 1907.jpg

Clemensstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Clemensstraße 2-4, St.-Clemens-Kirche Clemenstwiete 292 MMQ. 13. Jahrhundert 1899
WP St Clemens.jpg

Dankwartsgrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Dankwartsgrube 6-18 verschiedene Jahrhunderte 1942 Das Haus Nr. 18 befindet sich auf dem Bild links vorn.
WP Dankwartsgrube 6-18.jpg
Dankwartsgrube 36-38 1929 Das Haus Nr. 36 befindet sich auf dem Bild rechts.
WP Dankwartsgrube 36-38.jpg

Domkirchhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Domkirchhof 851, 850 und 849 MQ. (im Bild von links nach rechts) 1857 Das Häuser vor der Westfassade des Doms, dem Mühlendamm zugewandt, dienten Bediensteten des Doms als Wohnungen. Das Kirchdienerhaus (Nr. 852), das als vorderstes Gebäude der Reihe am dichtesten zum Mühlendamm lag, war bereits 1844 abgerissen worden. Nach dem Abbruch wurden auf dem Grundstück keine neuen Bauten errichtet, so dass auch keine heutigen Hausnummern zugeordnet werden können.
WP Domkirchhof 851-850-849.jpg
Kirchdienerhaus Domkirchhof 852 MQ. 1846 Das Wohnhaus des Domkirchdieners befand sich vor der Westfassade des Doms, dem Mühlendamm zugewandt. Carl Julius Milde bildete es in seinem Lübecker ABC ab, doch nur als Staffage für die Darstellung der städtischen Nachtwächter. Nach dem Abbruch wurde auf dem Grundstück kein neuer Bau errichtet, so dass auch keine heutige Hausnummer zugeordnet werden kann.
WP Milde - Kirchdienerhaus.jpg
Domkirchhof 2-6, Bischofshof Domkirchhof 856 MQ. 14. und 15. Jahrhundert 1819 (letzte Reste 1887)
BischofshofLübeck.jpg
Domkirchhof 7, Waisenhaus Domkirchhof 854 MQ. 1574 erbaut, 1806 klassizistisch umgebaut 1942
HL Damals – Das Waisenhaus.jpg

Dr.-Julius-Leber-Straße (ehem. Johannisstraße) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Johannisstraße 8 13. Jahrhundert 1837 Giebelhaus in romanisch-gotischem Übergangsstil
WP Johannisstraße 8.jpg
Johannisstraße 20 Johannisstraße 692 JohQ. 1903 Nöltingsches Haus; 1829 erworben durch Konsul Christian Adolf Nölting; das Innere des Hauses wurde unter Wahrung der gotischen Fassade 1835 von Carl Julius Milde modernisiert; ein Zimmer kam 1903 als Milde-Zimmer in das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe.
WP Johannisstraße 20.jpg
Johannisstraße 20 1904 1913 Abgerissen für die Erweiterung des Karstadt-Kaufhauses
WP Johannisstraße 20 (2).jpg
Johannisstraße 73; St.-Johannis-Kloster, Torhaus und Konventualinnenhäuser 1805-1808 1902 Der 1805–1808 erbaute Komplex am Ende der damaligen Johannisstraße wurde abgerissen, als die Straße durch das Klostergelände hindurch zum Elbe-Lübeck-Kanal verlängert wurde.
WP Johannis-Kloster Torhaus.jpg

Einsiedelstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Einsiedelstraße 48 2011 Fabrikanlage eines holzverarbeitenden Unternehmens
HL Damals – Einsiedelstraße.jpg

Engelswisch [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Engelswisch 43-45 16. Jahrhundert oder früher 1904 Die Besonderheit dieses altertümlichen Hauses war, wie die Vaterstädtischen Blätter im März 1904 explizit hervorhoben, dass es über zwei Eingänge verfügte.
WP Engelswisch 43-45.jpg

Enger Krambuden [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Enger Krambuden 1 Enger Krambuden 255 MQ. spätes 15. Jahrhundert 1942
WP Enger Krambuden 1.jpg

Fackenburger Allee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Fackenburger Allee 2b, Hotel Schützenhof 1990er Jahre Das Gebäude beherbergte zuletzt ein Bordell. In dem Hotel unmittelbar neben den Gleisanlagen des Hauptbahnhofs zog einst Franz Kafka bei seinem Zwischenstop in der Stadt im Jahr 1914. In seinen Aufzeichnungen gab er es fälschlich als Hotel Schützenhaus an. Er zog jedoch am gleichen Tag um in das Hotel Stadt Hamburg.
WP Hotel Schützenhof 1926.jpg
Fackenburger Allee 5, Bürgerschützenhof Bürger-Schützenhof, Vorstadt St. Lorenz 1836 1903 Seit Gründung 1558 mehrfach neu errichtet. Für den Bau des neuen Hauptbahnhofs abgebrochen.
WP Bürgerschützenhof Lübeck.jpg
Fackenburger Allee 7-9 1870 1905 Die spätklassizistische Villa war vom seinerzeitigen Lübecker Stararchitekten Julius Grube für Ludwig Possehl errichtet worden und war später Residenz von Emil Possehl. 1905 musste das Gebäude dem Bau des neuen Hauptbahnhofs weichen.
WP Fackenburger Allee 9.jpg
Fackenburger Allee 10a 18. Jahrhundert 1942
HL Damals – Fackenburger Allee.jpg
Fackenburger Allee 31-43 Alte Kaserne 1869 1976 Die erste Kaserne Lübecks, vom Norddeutschen Bund errichtet für die Unterbringung des III. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 76 und ab 1897, als Lübeck sein eigenes Regiment erhielt, dessen II. Bataillon. Das I. musste bis 1899 auf der grünen Wiese campieren.
Kaserne InfRgt 162 II. Btl.jpg
Fackenburger Allee 40-42 Konzerthaus Lübeck 1942
WP Konzerthaus Lübeck.jpg

Feenwiese (Stadtbezirk Strecknitz) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Feenwiese 20, Rettungshaus Rettungshaus auf dem Dritten Fischerbuden 1846/47 1901 An Stelle des alten Dritten Fischerbudens, einer verfallenen Fischerkate an der Wakenitz, wurde das Rettungshaus nach dem Vorbild des Rauhen Hauses als Rettungshaus (Heim) für verwahrloste Kinder und Jugendliche errichtet. Das Gebäude brannte 1901 durch Brandstiftung eines Zöglings ab. An gleicher Stelle entstand ein Neubau, der heute zum Kinder- und Jugendheim Wakenitzhof gehört.
WP Rettungshaus 3 Fischerbuden.jpg

Fischergrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Fischergrube 19 Fischergrube 335 MMQ. 18. Jahrhundert (1747 im Giebel) 1938 Glaserei Starcky, abgerissen für einen Erweiterungsbau des Stadttheaters
Fischergrube 19.jpg
Fischergrube 62 Fischergrube 409 MMQ. um 1750 (Fassade) 1942
WP Fischergrube 62.jpg
Fischergrube 68-70 Fischergrube 412-413 MMQ. 1869 (Nr. 68); Renaissance Nr. 70) 1942 Das Haus Nr. 68 (auf dem Foto rechts) wurde 1869 als Speicher von der Weinhandlung Lorenz Harms & Söhne anstelle eines älteren Gebäudes neu errichtet; 1872 kaufte die Firma das Nachbarhaus Nr. 70 (links) hinzu.
WP Fischergrube 68-70.jpg
Fischergrube 76 Fischergrube 457 MMQ. Gotik, Giebel im Barock umgestaltet 1942
WP Fischergrube 76.jpg
Fischergrube 88 Fischergrube 463 MMQ. spätes 16. Jahrhundert 1942
WP Fischergrube 88.jpg

Fischstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Fischstraße 7-9 Fischstraße 97-98 Zwischen 1772 und 1782 1942
WP Fischstraße 7-9.jpg
Fischstraße 11 18. Jahrhundert 1942 Das Gebäude hinter der Barockfassade war älteren Ursprungs.
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Fischstraße 19 um 1400 1942 Durch Bombentreffer weitgehend zerstört. Die erhaltene Fassade wurde 1955 in die Mengstraße 6 versetzt, um dort vor einem Neubau die Baulücke neben dem Buddenbrookhaus zu füllen.
WP Fischstraße 19.jpg
Fischstraße 25, Geibelhaus Fischstraße 106 MQ. 1613 1942 Das Geburtshaus Emanuel Geibels
WP Fischstraße 25.jpg
Fischstraße 27 Fischstraße 107 MQ. um 1600 1942
Fischstr27HL.JPG
Fischstraße 33 14./15. Jahrhundert 1942
WP Fischstraße 33.jpg
Fischstraße 34 um 1550 1942 Im Juli 1912 beschloss der Bürgerausschuss, dass der Senat auf Anregung der Baudeputation und des Konservators der Lübeckischen Bau- und Kulturdenkmäler aus öffentlichen Mitteln für die Wiederherstellung des dem Verfall preisgegebenen Giebels Geld bereitzustellen hat. Der Eigentümer Behrmann war bereit, dafür den Giebel weder dem Verfall preiszugeben, zu vernichten noch zu übertünchen. Es war ein kunsthistorisch wertvoller Giebel, der für den Ruf Lübecks als nordisches Nürnberg von Bedeutung war.

In der abgebildeten Gestalt wurde er zwischen 1586 und 1612 von Johann Glandorp bewohnt. Die reiche architektonische Gliederung, zahlreiche Steinskulpturen und Verwendung von fast durchgängigen Glasursteinen ließen erkennen, dass der Erbauer einst reiche Mittel für die Schaffung des Giebels verwandte. Über der Haustür befand sich eine in Stein ausgehauene bildliche Darstellung der Hausmarke sowie die Inschrift: „Mortalium negotia. Fortuna versat.“

Nur das Renaissanceportal überstand den Bombenangriff und wurde in das neue Schabbelhaus in der Mengstraße 50 integriert.

HL Damals – Fischstraße 34.jpg

Fleischhauerstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Fleischhauerstraße 13 1942 Über viele Jahre Sitz des Cafés Wintergarten
Fleischhauerstraße 13.jpg
Fleischhauerstraße 19 1920 1942 Erweiterungsbau zum Gebäude des Vorschuß- und Sparvereins zu Lübeck
WP Fleischhauerstraße 17.jpg
Fleischhauerstraße 19 1890 1942 Betriebshaus des Vorschuß- und Sparvereins zu Lübeck
HL Damals – Vorschuss- und Sparverein.jpg

Fünfhausen [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Fünfhausen 8 Fünfhausen 30 MMQ. Renaissance 1942
WP Fünfhausen 8.jpg
Fünfhausen 23-25 Fünfhausen 15 MMQ. 16. Jahrhundert 1942
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Fünfhausen 27 Fünfhausen 14 MMQ. Im Kern gotisch 1905 Abgebrochen für den Neubau von Schmidt-Römhilds Verlagsgebäuden im folgenden Jahr
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Geniner Straße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Geniner Straße 54, Voss-Haus und Villa Kunterbunt 19. Jahrhundert KW 34 2010 Einst als Gaststätte „Voss-Haus“ bekannt. Unmittelbar am Berliner Platz stehend, war es, da es zuletzt eine weithin populäre Gaststätte dieses Namens beherbergte, in Lübeck nahezu ausschließlich unter dem Synonym Villa Kunterbunt bekannt.
HL Damals – Voss-Haus.jpg

Gertrudenstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Gertrudenstraße 3 1820er Jahre Winter 1904/05 Das ehemalige Sommerhaus des Senators Georg Heinrich Nölting
WP Sommerhaus Nölting.jpg
Gertrudenstraße 5 um 1820 Winter 1904/05 Das ehemalige Sommerhaus des Ratsherrn Röttger Ganslandt
WP Sommerhaus Ganslandt.jpg

Glockengießerstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Glockengießerstraße 58, Storms Gang Glockengießerstraße 223 JacQ. 1633 (erstmalige Erwähnung) 1972 Das Vorderhaus war Nr. 60; den Namen erhielt der Gang 1803 vom neuen Besitzer des Vorderhauses, J. D. Storm. Zuvor lautete seine Bezeichnung Pfundwurstgang nach dem Krugnamen des Vorderhauses, Zum Pfundwurst
WP Storms Gang.jpg

Große Burgstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Große Burgstraße 595 JacQ. 1806 nach 1880 Das kleine Gebäude auf der Feldseite des Burgtors war 1806 als Lusthaus an der Straßenseite des Brauergartens, der den Vorstehern der Brauerwasserkunst vor dem Burgtor zur Verfügung stand, errichtet worden. Später beherbergte es eine Gartenwirtschaft, die 1880 noch existierte. Das kurze Straßenstück vor dem Burgtor, heute zur Burgtorbrücke gehörig, wurde zu jener Zeit noch zur Großen Burgstraße gezählt.
WP Große Burgstraße 595 JacQ.jpg
Große Burgstraße 1a und 3 1a: 1899/1900; 3: zwischen 1882 und 1899 1908 An die Stelle des alten Brauergartenhauses trat zunächst das unmittelbar an die Stadtmauer gesetzte Wohnhaus Große Burgstraße 3. Die auffallende feldseitige fensterlose Brandmauer ist noch auf Fotos zu erkennen, auf denen die Brückenbauwerke über den Elbe-Lübeck-Kanal schon existieren, also muss sich das Gebäude bis 1899 in diesem Zustand befunden haben. Aus Anlass der Kanaleröffnung 1900 herausgegebene Postkarten hingegen zeigen bereits das angebaute Haus 1a, das somit 1899/1900 entstanden sein muss (die Hausnummer 1 ohne jeden Zusatz existierte seltsamerweise nicht). Die massiven Wohnhäuser unmittelbar vor dem historischen Stadttor galten als Schandfleck; 1906 wurden sie vom Lübecker Staat erworben und 1908 abgebrochen. Das kurze Straßenstück vor dem Burgtor wurde zu jener Zeit noch zur Großen Burgstraße gezählt.
WP Burgtor Lübeck Nöhring.jpg
WP Große Burgstraße 1a-3 vor 1907.jpg
Gr. Burgstraße 4 Große Burgstraße 592 15. Jahrhundert 1894 Das doppelgieblige Gebäude war das Vorderhaus der Marstallschmiede und wurde, nach einer letzten Renovierung 1882, für den Bau des Gerichtsgebäudes abgebrochen.
RenaissanceBurgstr4HL.JPG
Gr. Burgstraße 6-12 Große Burgstraße 731 b-e 13. Jahrhundert 1894 Das an der Burgstraße stehende Brauhaus des Burgklosters wurde 1894 für den Neubau des Gerichtsgebäudes abgerissen; die eigentlichen Brauereigebäude waren bereits 1805 abgebrochen worden, das zur Straße gerichtete Vorderhaus folgte als letztes Überbleibsel 1894.
BrauereiBurgklosterHL.JPG
Gr. Burgstraße 14, Burgkloster 1276 1818 Die St.-Maria-Magdalena-Kirche war eine dreischiffige Backsteinbasilika, die zum aufgehobenen Dominikanerkloster gehörte. Die Ostwand des Chors bildete den Abschluss zur Großen Burgstraße. Der Abbruch erfolgte nach dem Einsturz eines Pfeilers wegen Baufälligkeit. Das Grundstück an der Ecke Hinter der Burg wurde später mit dem heute noch vorhandenen neugotischen Schulgebäude und dem Hofraum zum Gerichtsgebäude überplant.
EhemMagdalenkircheHL.JPG
Gr. Burgstraße 36 Große Burgstraße ? vor 1700 1910 Das dem Abbruch verfallene Haus trug bis 1704 die Bezeichnung Die Krone
Lübeck Große Burgstraße 36.jpg

Großer Bauhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Großer Bauhof o. Nr.
St. Johann auf dem Sande
1165 1652 Die erste Kirche auf der Lübecker Altstadtinsel. Nach teilweisem Einsturz 1648 im Jahr 1652 abgebrochen. Darstellung (grau eingefärbt) in Elias Diebels Lübeck-Panoramabild von 1552.
St. Johann auf dem Sande
Großer Bauhof 12-13 Großer Bauhof 840 MMQ. 16. Jahrhundert 1942 Das Fachwerkhaus direkt gegenüber vom Dom wurde während des Bombenangriffes durch die herabstürzenden brennenden Turmhelme der Kirche vernichtet.
WP Großer Bauhof 12-13.jpg

Große Gröpelgrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Große Gröpelgrube 25 Große Gröpelgrube 468 JacQ. 16. Jahrhundert 1903 Seit alters her ein Backhaus; im 19. Jahrhundert Sitz der Bäckerei Kliefoth
WP Große Gröpelgrube 25 - 1900.jpg

Große Petersgrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Große Petersgrube 1-3 Große Petersgrube 418-419 MQ. 1942 An der Stelle des im Krieg vernichteten historischen Traufenhauses und der angrenzenden Giebelhäuser der Schmiedestraße befindet sich heute ein in den 1970er Jahren errichtetes Parkhaus.
WP Große Petersgrube 1-3.jpg

Helldahl (Travemünde) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Standort Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Helldahl 12, Restaurant-Café Seetempel Brodtener Ufer in Lübeck-Travemünde 1898/1905 1930 Das Lokal am Ende der heutigen Straße Helldahl wurde 1889 als kleiner Fachwerkpavillon erbaut, 1900 um Veranda und Kaffeegarten ergänzt und bei einem grundlegenden Umbau 1905 abermals erweitert. Am 3. Februar 1930 brannte das Gebäude innerhalb von nur 20 Minuten vollständig ab.
WP Seetempel Travemünde 1903.jpg
Helldahl 12, Restaurant-Café Seetempel Brodtener Ufer in Lübeck-Travemünde 1930 1987 Der noch 1930 errichtete Nachfolgebau des Seetempels, ein von Willy Glogner und Paul Vermehren entworfenes Klinkergebäude im Stil der neuen Sachlichkeit, musste 1987 der Errichtung von Appartementhäusern weichen.
WP Seetempel 1930.jpg

Hermannshöhe (Travemünde) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Standort Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hermannshöhe 1, Restaurant Hermannshöhe Brodtener Ufer in Lübeck-Travemünde 1915, mehrfach erweitert und umgebaut 2011

Das Ausflugslokal wurde abgebrochen, weil der Sanierungsbedarf zu groß war, der Ersatzbau wurde am 1. Mai 2012 eingeweiht und am 20. Mai für den regulären Betrieb eröffnet.

Die Adresse lautet tatsächlich Hermannshöhe 1; der Zufahrtsweg war 1974 unter demselben Namen wie das Restaurant als Straße gewidmet worden.

Brodten Hermannshöhe.jpg

Holstenstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Holstenstraße 1 Holstenstraße 296 16. Jahrhundert 1883 Das heutige Grundstück Holstenstraße 1 befindet sich nicht präzise an der gleichen Stelle, da die Einmündung der Schmiedestraße in die Holstenstraße nach dem Zweiten Weltkrieg geringfügig verlagert wurde.
WP Holstenstraße 296.jpg
Holstenstraße 11 20. Jahrhundert 1942 Tabak, Cigarren, Pfeifen und Kurzwaren
HL Damals – Holstenstraße 11.jpg
Holstenstraße 15, Behrens Hôtel Holstenstraße 303 MQ. 1873 1942
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Holstenstraße 20 1942
HL Damals – Holstenstraße 20.jpg
Holstenstraße 19-21 Holstenstraße 310-311 MQ. 1804/1805 1905 Abgerissen für die Verbreiterung der Holstenstraße
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Holstenstraße 23 Holstenstraße 312 MQ. 18. Jahrhundert 1877 Auf dem Foto in Bildmitte, an der Ecke zum Kolk; am linken Bildrand das Haus Holstenstraße 19-21
WP Holstenstraße 19-23.jpg
Holstenstraße 25 Holstenstraße 321 MQ. 1877 1906 Abgerissen für den Bau des Holstenhauses
WP Holstenstraße 25.jpg
Holstenstraße 25-33, Holstenhaus 1907 1942 errichtet als Kaufhaus der Leo Leibholz & Co, die auch Eigentümer des Hauses war, vom seinerzeit bekannten Düsseldorfer Kaufhausarchitekten Otto Engler (1861–1940). Ab 1909 wurde es von der Kaufhaus Holstenhaus G.m.b.H. genutzt.
HL Damals – Holstenstraße.jpg
Holstenstraße 39 16. Jahrhundert 1905
WP Holstenstraße 39.jpg
Holstenstraße 41 Holstenstraße 163 MQ. 1601 1905 Das Haus an der Ecke zur Untertrave flankierte gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Gebäude Nr. 42 die Einfahrt zur Holstenstraße. Beide Gebäude wurden für die Verbreiterung der Straße abgerbrochen.
WP Holstenstraße 41.jpg
Holstenstraße 42 Holstenstraße 330 MQ. 16. Jahrhundert 1905 Das Haus an der Ecke zur Obertrave flankierte gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Gebäude Nr. 41 die Einfahrt zur Holstenstraße. Beide Gebäude wurden für die Verbreiterung der Straße abgebrochen.
WP Holstenstraße 42.jpg

Holstentorplatz [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Alter Hauptbahnhof Am Wall a. MQ. 1851 1934 Erster Bahnhof Lübecks, in Betrieb 1853–1908. Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen wurde der klar außerhalb der Stadt gelegene Bahnhof dennoch zum Marien Quartier der Altstadt gezählt.
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Äußeres Holstentor 1585 1853 Stadttor im Renaissance-Stil, für den Bau der Eisenbahn abgerissen
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Zöllnerhaus, auch Feuerwärterhaus genannt 17. Jahrhundert 1831 Das Zöllnerhaus des Holstentors stand neben der Holstenbrücke am Ufer der Trave und wurde im Mai 1831 abgebrochen.
WP Zöllnerhaus.jpg
Buden am Holstentor Holstenbrücke 346-349 MQ. 1853 Eine der Buden, die den Umbauten von 1853/54 weichen mussten, war bis 1831 die Dienstwohnung des Zingelschließers.
WP Holstentor-Buden.jpg
WP Holstentor-Buden 2.jpg
Holstenbrücke 1516 1853 1854 durch einen Neubau ersetzt, der in stark überformter Gestalt noch heute existiert
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Hundestraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hundestraße 96 Hundestraße 58 JacQ. 15./16. Jahrhundert 1905 Ursprünglich mit Nr. 98 Doppelhaus unter gemeinsamem Dach; Nr. 98 existiert noch heute.
WP Hundestraße 96.jpg

Hüxstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hüxstraße 7 Hüxstraße 315 JohQ. 16. Jahrhundert 1861
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Hüxstraße 122, Kindts Gang Hüxstraße 376 JohQ. 1476 (erstmalige Erwähnung) 1942 Das Vorderhaus des Gangs war Nr. 120
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Hüxstraße 123

Amtshaus der Ratzeburger Böter

Hüxstraße 258 JohQ. 15. oder 16. Jh. 1905 Einst legten diese in der Binnenwakenitz in Höhe der Hüxtertorbrücke an. Deren Pakete wurden ins Böteramtshaus gebracht. Dieses, welches bis 1293 der Stadt gehörte, hieß früher Der gelbe Hirsch und wurde als Dienstwohnung der auf der Hüxtermühle arbeitenden Gesellen genutzt.

Zahlreiche in die nach der Vorstadtseite gekehrte Front eingedrungene Kanonenkugeln wiesen darauf hin, dass das Haus bei der Beschießung der Stadt durch die Franzosen (Schlacht bei Lübeck) von Marli aus ein Zielobjekt war. Im Giebel unter den obersten Fenstern zeugten zwei französische Kanonenkugeln von dem 1806er Ereignis.

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Hüxstraße 126 Hüxstraße 378 JohQ. 16. Jahrhundert 1900
WP Hüxstraße 126 - 1900.jpg

Hüxterdamm [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hüxterdamm 2, Hüxtermühle Mauer beim Hüxterthor 385 um 1290 1874
Hüxtermühle Lübeck.jpg
Brauerwasserkunst Hüxterthorbrücke 381 1540 1874 Im Stil der Backsteinrenaissance errichteter Wasserturm
WP Brauerwasserkunst 1874.jpg
Bürgerwasserkunst Hüxterthorbrücke 380 1533 1874 Im Stil der Backsteinrenaissance errichteter Wasserturm
WP Bürgerwasserkunst 1874.jpg

Hüxtertorallee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hüxtertorallee 26, Mühlentor-Pavillon vermutlich 1894 1955 Das Fachwerkhäuschen an der Straßenbahnhaltestelle beherbergte öffentliche Toiletten und war vermutlich im Zuge der Elektrifizierung der Strecke 1894 errichtet worden. 1955 wurde es abgebrochen und ein Nachfolgebau im Stil der 1950er Jahre errichtet, der sich dort bis heute befindet.
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Jakobikirchhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Jakobikirchhof 5 Jakobikirchhof 702 um 1400 1907 Das Wohnhaus der Hauptpastoren der Jakobikirche
WP Jakobikirchhof 5.jpg

Jerusalemsberg [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Jerusalemsberg 1-3, Pockenhof um 1820 1965 Die Ausflugswirtschaft hatte ihren Namen nicht etwa von einem Siechenhaus, sondern von einem alten Hof mit dem niederdeutschen Namen Poggenhof, wobei Poggen so viel wie Kröten bedeutet. 1965 wurde der Pockenhof abgebrochen, um Platz für den Bau der 1970 fertiggestellten berufsbildenden Dorothea-Schlözer-Schule zu schaffen.
WP Pockenhof.jpg

Kapitelstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Kapitelstraße 8 Pfaffenstraße bei der Parade 917 MQ. 17. Jahrhundert, Keller 14. Jahrhundert 1942 Bis 1803 Domherrenkurie, im 19. Jahrhundert Gewerbeschule, dann Malschule Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburgs, Keller und Schuppen erhalten
Kapitelstr8HLca1890.JPG

Kleine Burgstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Kleine Burgstraße 24-26, Bernstorffsche Kurien 1706 1901 Für den Bau der Ernestinenschule abgerissen
WP Kleine Burgstraße 24-26.jpg

Kleiner Bauhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Kleiner Bauhof 2, 3, 4, 5, 6 und 7 Nr 2-6: Budenreihenhäuser mit gemeinsamem Dach, mindestens aus dem 16. Jahrhundert; Nr. 7: 1877 1942 Die Nummerierung entspricht nicht mehr der heutigen; bis zur Zerstörung der Bebauung 1942 wurden die Wohnhäuser auf der Südseite des Kleinen Bauhofs durchgängig gezählt. Das Haus vorne links befindet sich an der Ecke zur Effengrube und trägt die Nummer 2. Das sehr schlichte dreigeschossige Doppelhaus (Nr. 8 und 9) ganz hinten existiert noch heute.
WP Kleiner Bauhof um 1910.jpg
Kleiner Bauhof 15 Kleiner Bauhof 811-809 MQ. 1942 u. a. Haupt-Baubureau des Elbe-Trave-Kanals (1897)
HL Damals – ETK-Büro.jpg

Klingenberg [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Hotel Stadt Hamburg, Klingenberg 1 Klingenberg 966-967 MQ. 1840 1942 Die beiden Löwen am Eingangsportal des Luxushotels überstanden den Bombenangriff und stehen seit 1949 vor dem Holstentor.
WP Klingenberg 1.jpg
Klingenberg 8-9 Klingenberg 935 MQ. 1372 1888
WP Klingenberg 8-9.jpg
Siegesbrunnen 1875 1935 Errichtet als Denkmal für den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg
WP Siegesbrunnen.jpg

Koberg [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Koberg 4 Kuhberg 794 MMQ. 1694 1867 Das Gebäude ist nur in einer einzigen Abbildung dokumentiert, die eine Visitenkarte der dort ansässigen Firma schmückte. Ohne diese Illustration wäre keinerlei Information über das Aussehen des Hauses überliefert.
WP Koberg 4.jpg
Bauernrecht 1636 1840 Die Gerichtslaube wurde abgebrochen, als ein Besuch des dänischen Königs Christian VIII. im Sommer 1840 anstand und man sich des verfallenen Bauwerks so sehr schämte, dass die Bürgerschaft seinen raschen Abriss beschloss.
WP Bauernrecht.jpg
Kobergwache vor 1614 1932 Abgerissen für den Bau einer ähnlich gestalteten Straßenbahn-Wartehalle
WP Kobergwache.jpg

Kohlmarkt [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Kohlmarkt 1/Sandstraße 2 Kohlmarkt 262/Sandstraße 1011 MarQ. 1867 1942
WP Kohlmarkt 1 - Sandstraße 2.jpg
Kohlmarkt 7 Kohlmarkt 273 MarQ. Nachweisbar seit dem 13. Jahrhundert; Fassade des 18. Jahrhunderts 1909 Abgerissen für die Errichtung des Bankhauses am Kohlmarkt
WP Kohlmarkt No 7.jpg
Kohlmarkt 9 Kohlmarkt 274 MarQ. 1886 1909 Erbaut vom seinerzeitigen Lübecker Stararchitekten Julius Grube; abgerissen für die Errichtung des Bankhauses am Kohlmarkt
WP Kohlmarkt 9.jpg
Kohlmarkt 12 Kohlmarkt 268 MarQ. 15. Jahrhundert 1942
WP Kohlmarkt 12.jpg
Kohlmarkt 13 Kohlmarkt 276 um 1580 1942 Proportionen und Formen des Hauses dienten als Vorlage bei der Fassadengestaltung des benachbarten Bankhauses am Kohlmarkt. Die mit Terrakottafriesen von Statius von Düren gegliederte Fassade des durch Bombentreffer weitgehend zerstörten Hauses war erhalten geblieben, wurde jedoch 1959 abgetragen. Das Renaissance-Portal wurde zunächst eingelagert und Teile dann am Haerder-Gebäude Sandstr. 17-23 eingebaut (seinerseits abgebrochen 2009)
WP Kohlmarkt 13.jpg
Kohlmarkt 14 1886 1942 Erbaut vom seinerzeitigen Lübecker Stararchitekten Julius Grube; das Eckhaus am Ende des sogenannten Südriegels flankierte zusammen mit dem gegenüberstehenden Postgebäude die Zufahrt zum Markt.
WP Kohlmarkt 14.jpg
Kohlmarkt 15 Kohlmarkt 277 1843 1942
WP Kohlmarkt 15.jpg
Kohlmarkt 17 Kohlmarkt 278 1826 1942
WP Kohlmarkt 17.jpg
Kohlmarkt 19 Kohlmarkt 279 14. Jahrhundert 1942 Sitz der Bäckerei Schabbel
WP Kohlmarkt 19.jpg
Kohlmarkt 21 Kohlmarkt 280 15. Jahrhundert 1880
WP Kohlmarkt 21.jpg

Königstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Königstraße 24/Pfaffenstraße 20-22 Königstraße 671 JacQ./Pfaffenstraße 672 JacQ. 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts 1910 Das Giebelhaus Königstraße 24 bildete eine bauliche Einheit unter einem gemeinsamen Dach mit dem rechts anschließenden Reihenhaus Pfaffenstraße 20-22
WP Königstraße 24 - Pfaffenstraße 20-22.jpg
Königstraße 27 Königstraße 651 JacQ. mittelalterlich? 1873 Haus des Kustos, Pförtnerhaus des Katharinenklosters/Katharineums
WP Kustoshaus.jpg
Königstraße 27 Königstraße 652-653 JacQ. im Kern gotisch, mit neugotischen Fassaden von 1837/38 1880 Flügel des Katharinenklosters, für die Erweiterung des Katharineums abgebrochen
WP Katharineum Lübeck.jpg
Königstraße 29 Königstraße 654 JacQ. spätes 18. Jahrhundert 1886 Geschäftshaus der Steindruckerei von 1835 bis 15. April 1886. 1824 Wohnhaus des Theaterdirektors Graf Carl Hahn-Neuhaus. Das klassizistische Haus wurde für die Erweiterung des Katharineums abgebrochen.
HL Damals – Königstraße 29.jpg
Königstraße 31, Adreßhaus Königstraße 655 JacQ. um 1250 1886 Geschäftshaus der Lübeckischen Anzeigen von 1807 bis 29. März 1886. Das spätromanische Giebelhaus mit Barock-Fassade wurde für die Erweiterung des Katharineums abgebrochen.
HL Damals – Königstraße 31.jpg
Königstraße 33, 35, 37 und 39 (auf dem Foto von links nach rechts, mit dem Treppengiebelhaus beginnend) Königstraße 656, 657, 657a, 658 JacQ. Verschiedene Jahrhunderte 1942 Das Haus Nr. 33 an der Ecke zur Hundestraße war in Erwartung einer geplanten Straßenverbreiterung Ende des 19. Jahrhunderts zurückversetzt und mit einem gründerzeitlichen Giebel versehen worden; die anderen drei Häuser blieben unverändert. 1930 wurde die Straßenverbreiterung doch noch umgesetzt: Die Häuser Nr. 35, 37 und 39 wurden auf die Baulinie des Eckhauses zurückverlegt und erhielten neue Fassaden: Nr. 35 verputzt, in Anlehnung an die Vorgängerfassade von 1799, und Nr. 37 und 39 mit Backstein verklinkert. Zugleich erhielt das Eckhaus Nr. 33 eine neue Fassade mit Backstein-Treppengiebel.
WP Königstraße 33-39.jpg
Königstraße 42 1752 1892 Das Rokoko-Palais wurde für den Bau des Reichsbank-Gebäudes abgebrochen.
Königstr42HLvor1892.jpg
Königstraße 44-46 18. Jahrhundert 1942 Die Gebäude hinter den spätbarocken Fassaden waren älteren Ursprungs.
Königstr44+46HL.JPG
Königstraße 46 18. Jahrhundert 1942 Geschäftshaus der Lübeckischen Anzeigen in der Königstraße No. 46 seit dem 29. März 1886 bis zu deren Verschmelzung mit dem Lübecker General-Anzeiger in den 30ern. Die Gebäude hinter den spätbarocken Fassaden waren älteren Ursprungs.
HL Damals – Königstraße 46.jpg
Königstraße 50 1576 1928 Das Haus mit dem Renaissance-Treppengiebel lag zwischen den Gassen Alter Schrangen und Kleiner Schrangen; es wurde bei der Zusammenlegung zum heutigen Schrangen abgerissen.
HL Damals – Königstraße 50.jpg
Königstraße 59 (? - möglicherweise unzutreffend) Königstraße 876 JohQ. 16. Jahrhundert 1866 Das Haus des Senators Johann Heinrich Gaedertz
Koenigstraße 59 Luebeck Milde.jpg
Königstraße 59, 61 und 63
WP Königstraße 59-61-63.jpg
15.-18. Jahrhundert 1942
Koenigstraße 59 Luebeck Milde.jpg
Königstraße 76 Nr. 894 deutlich vor 1939 Hier verlebte Friedrich Overbeck seine Jugendjahre. Es galt lange als das Geburtshaus Overbecks, bis aktenmäßig festgestellt werden konnte, dass er in der Sandstraße geboren sei. In einer Publikation des Jahres 1939 wurde das Gebäude als längst abgerissen bezeichnet.
HL Damals – Königstraße 76.jpg
Königstraße 91, Schrödersches Haus 18. Jahrhundert um 1900 Eckhaus zur Wahmstraße; abgerissen für den Bau eines heute noch bestehenden Geschäfts- und Wohnhauses
WP Königstraße 91.jpg
Königstraße 95 spätestens 1942 Aufnahme entstand zum 25-jährigen Bestehen der Privatschule von Heinrich Vietig (Vietig'sche Schule)
HL Damals – PS Vietig.jpg
Königstraße 102, 104 und 106 (auf dem Foto von rechts nach links) Königstraße 906, 907 und 908 JohQ. 1942
WP Königstraße 102-104-106.jpg
Königstraße 108 / Aegidienstraße 15 1885 (Umbau 1938) 1942 Das gründerzeitliche Gebäude (oberes Foto) wurde nach dem Erwerb durch die Bank der Deutschen Arbeit 1938/39 erheblich umgebaut, um es in das historische Straßenbild einzupassen (unteres Foto)
WP Königstraße 108 vor 1938.jpg
WP Königstraße 108 nach 1938.jpg

Konrad-Adenauer-Straße (bis 1967 Bahnhofstraße) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Konrad-Adenauer-Straße (Bahnhofstraße) 1 1909 1980er Jahre Obst- und Gemüse-Handel; zuletzt ein China-Restaurant und ein Sexshop.
HL Damals – Am Bahnhof 1.jpg

Krähenstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Krähenstraße 5 Krähenstraße 418 JohQ. 1645 1942 Das Vorderhaus zum Gang Kocks Hof
WP Krähenstraße 1-8.jpg
Krähenstraße 12, 10 und 8 Krähenstraße 518, 517 und 516 JohQ. Gotik 1942
WP Krähenstraße 12-10-8.jpg
Krähenstraße 11, 13 und 15 (auf dem Foto von links nach rechts) Krähenstraße 413, 412 und 411 JohQ. verschiedene Jahrhunderte 1942/1955 Das zurückgesetzte Haus Nr. 13 wurde um 1900 in Erwartung einer baldigen Straßenverbreiterung anstelle eines Vorgängerbaus errichtet; die Straßenverbreiterung fand jedoch nicht statt. Das Haus überstand den Luftangriff von 1942, wurde aber 1955 abgebrochen, als im Rahmen des Wiederaufbaus die Krähenstraße tatsächlich breiter als zuvor angelegt wurde und das Gebäude nicht mehr in die neue Bauflucht passte. Die Nachbarhäuser 11 und 15 hingegen wurden 1942 zu stark beschädigt und ihre Ruinen später beseitigt.
WP Buildings in Lübeck Old Town 01.jpg
Krähenstraße 19 Krähenstraße 408 JohQ. Renaissance 1942 Das Geburtshaus Johann Heinrich Thöls; Vorderhaus von Rudolfs Gang (Nr. 21).
Krähenstr19HL.JPG
Krähenstraße 21, Rudolfs Gang Krähenstraße 404 JohQ. 1663 (erstmalige Erwähnung, als Diedrich Meyers Gang) 1942 Vorderhaus des Gangs war Nr. 19
WP Rudolfs Gang.jpg

Krempelsdorfer Allee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Krempelsdorfer Allee ? Tätowierter Schuppen in Krempelsdorf um 1911
HL Damals – Krempelsdorfer Allee x.jpg

Krog (Lübeck-Vorrade) [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Krog 2 1755 1926 Die Fachwerkscheune, errichtet von Johann Iwe (laut Inschrift über dem Tor Iohann Iwee), gehörte zum alten Gehöft Iwe
WP Scheune Vorrade.jpg

Lastadie [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Dröge Lastadie 359 1678 1873-1886 Abgerissen wegen Baufälligkeit und wegen Hafenausbaus
WP Dröge Lübeck.jpg
Gießhaus Lastadie 362 1666 1886 Abgerissen wegen Hafenausbaus
WP Gießhaus Lübeck 1.jpg

Lindenplatz [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Holstentorwache 1782 1881 Errichtet vom Ratsbaumeister Johann Franz Soherr
WP Holstentorwache.jpg
Lindenplatz 7, Café Lindenpavillion Vorstadt St. Lorenz am Wege nach Nebenhof 19. Jahrhundert 1960 Das Gebäude befand sich ursprünglich als Wohnhaus in Besitz von Johann Carl Joseph von Melle (1782-1860), Pastor an St. Lorenz, und war nach seinem Tod Wohnsitz siner Witwe. Später gelangte es in Besitz eines Lehrers namens Hupe, bei dem Thomas Mann vermutlich im Frühjahr und Sommer 1892 zur Untermiete wohnte. Nach der gastronomischen Nutzung in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts beherbergte das Haus nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschäftsstelle und das Archiv der Landsmannschaft Westpreußen in Lübeck, bis es für den Bau eines Postamts abgebrochen wurde.
WP Linden-Pavillon.jpg

Marienkirchhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Marienkirchhof 4-5, Altes Marienwerkhaus Marienkirchhof 217 MQ. mittelalterlich 1903 Für einen Neubau durch Willy Glogner abgebrochen
HL Werkhaus – alt.jpg

Markt [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Markt 234 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 234.jpg
Markt 235 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 235.jpg
Markt 236 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 236.jpg
Baeyer's Hotel Markt 237 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 237.jpg
Baeyer's Hotel Markt 238 MQ. 18. Jahrhundert (Giebel) 1882 Vermutlich zuletzt der älteste Giebel des Westriegels. Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 238.jpg
Markt 239 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 239.jpg
Zum Holländer Markt 240 MQ. 1882 Abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes
WP Markt 240.jpg
Markt 241 (links, mit Treppengiebel) und 242 (rechts daneben) MQ. 1872 Abgerissen für den Bau des Telegrafenamtes
WP Markt 241-242.jpg
Markt 1, Telegraphenamt Markt 241 MQ. 1874/75 1882 Das anstelle dreier älterer Häuser neu errichtete Telegraphenamt wurde bereits sieben Jahre später zusammen mit der gesamten übrigen Bebauung des südlichen Marktrandes abgerissen, um Platz für das neue Hauptpostamt zu schaffen.
WP Markt 1 Telegraphenamt.jpg
Markt 1, Hauptpostamt 1882 2002 Ursprünglich errichtet in neobacksteingotischem Stil, wurde das Äußere in den 1950er Jahren erheblich vereinfacht und mit einer komplett neuen, schlichten Ziegelfassade versehen (auf dem unteren Bild im Hintergrund). Abgerissen für den Bau eines Kaufhauses
HL – Post.jpg
Bundesarchiv B 145 Bild-F021006-0037, Bundestagswahlkampfreise Bundeskanzler Erhard.jpg
Markt 4 Markt 267 MQ. 1805/06 1942 Klassizistisches Wohn- und Geschäftshaus, aufgeführt wohl von dem Architekten Joseph Christian Lillie für den Seidenhändler Georg Heinrich Lücke
WP Markt 4.jpg
Markt 268 MQ. mittelalterlich um 1880 Großes Fachwerkhaus, abgerissen für den Neubau eines gründerzeitlichen Geschäftshauses
WP Markt 268.jpg
Markt 5 Markt 268 MQ. um 1880 1942 Gründerzeitliches Geschäftshaus, 1937 erheblich umgestaltet
WP Markt 5.jpg
Markt 8, Die Glocke Markt 266 MQ. 1658 1942
WP Markt 8.jpg
Marktbrunnen 1873 1934 Entworfen vom Architekten Hugo Schneider
WP Marktbrunnen.jpg

Markttwiete [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Markttwiete 4 Markttwiete 222 MQ. 16. Jahrhundert 1942 Über Jahrzehnte der Sitz einer Heringshandlung mit dem Spitznamen Lord Heringtonn
WP Markttwiete 4.jpg
Markttwiete 2-4 (Schüsselbuden 15) Stadthaus, eigentlich Verwaltungsgebäude II 1955-57 2003 Der aufgrund eklatanter Baumängel nicht mehr renovierungsfähige Verwaltungsbau des Rathauses wurde zusammen mit dem Postamt am Markt abgebrochen.
WP Stadthaus Lübeck.jpg

Marlesgrube [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Marlesgrube 22/24/26 Marlesgrube 528/527/526 MQ. verschiedene Jahrhunderte 1904 (Nr. 22); 1942 (Nr. 24 und 26) Nr. 22 war das Haus mit dem Treppengiebel (Gasthof zum Holsteinischen Hause) und wurde bereits 1904 zugunsten eines Neubaus abgebrochen, der 1942 vernichtet wurde. Nr. 24 befindet sich auf dem Foto links daneben, Nr. 26 ganz am linken Rand des Bildes.
WP Marlesgrube 22-24-26.jpg

Mengstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Bäckerbuden Megstraße 205 a-k MQ. verschiedene Jahrhunderte 1834 Die Verkaufsbuden der Bäcker, zwischen Kanzleigebäude und Maria am Stegel, galten als „die Stadt verunzierend“ und wurden daher zur Verschönerung des Stadtbildes von der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit aufgekauft und abgebrochen.
WP Mengstraße Bäckerbuden.jpg
Mengstraße 1, Maria am Stegel 1425 1967 Die ehemalige Kapelle stand, nachdem sie 1942 während des Bombenangriffes ausgebrannt war, noch 25 Jahre als Ruine, ehe sie nach Sturmschäden endgültig abgerissen wurde. Die Sockelsteine wurden leicht versetzt wieder in den Boden eingelassen. Die Hausnummer 1 wurde, wie auch die 3, nach dem Krieg Neubauten der unteren Mengstraße jenseits des Schüsselbuden zugeordnet.
Maria am Stegel.jpg
Mengstraße 3 Mengstraße 1 MQ. 1908 Das Haus an der Ecke zum Schüsselbuden war direkt an die Kapelle Maria am Stegel angebaut.
WP Mengstraße 3 vor 1908.jpg
Mengstraße 3 1908 1942 Das Haus beherbergte von 1936 bis zur Zerstörung Geschäft und Werkstatt des Uhrmachers Paul Behrens, der 1967 die neue Astronomische Uhr der Marienkirche baute, nachdem die mittelalterliche Originaluhr im Krieg vernichtet worden war. Die Hausnummer 3 wurde, wie auch die 1, nach dem Krieg Neubauten der unteren Mengstraße jenseits des Schüsselbuden zugeordnet.
WP Mengstraße 3 1908.jpg
Mengstraße 6 Mengstraße 3 MMQ. 18. Jahrhundert 1942 Das Gebäude wurde im Krieg zerstört; der an seiner Stelle errichtete Neubau wurde mit der erhaltenen Fassade des gleichfalls vernichteten Hauses Fischstraße 19 versehen (siehe auch Mengstraße 6).
WP Mengstraße 6 (2).jpg
Mengstraße 7-11, Logenhaus der Loge zur Weltkugel <1914 1942 Gewachsenes Gebäude der Lübecker Loge zur Weltkugel. Nachdem die Loge aufgelöst wurde (1933), vermachte sie ihr Logenhaus den Lübecker Kirchen, die es fortan als Gemeindehaus nutzten.
HL Damals – FL zur Weltkugel.jpg
Mengstraße 8, Seniorat 1530 1942 Das Wohnhaus im Innenhof der Wehde (deren Vordergebäude erhalten sind) diente über Jahrhunderte als Wohnsitz der Superintendenten.
WP Wehde-Seniorat.jpg
Mengstraße 10 Mengstraße 5 MMQ. 18. Jahrhundert 1942 Ehemalige Adler-Apotheke
WP Mengstraße 10.jpg
Mengstraße 16 Mengstraße 11 MMQ. um 1580 1912 Der Sitz des Verlags Schmidt-Römhild wurde abgerissen und durch einen Backstein-Neubau im Heimatschutzstil ersetzt, dessen Erscheinungsbild an das Aussehen des Renaissance-Giebelhauses angelehnt war. Nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte in den 1960er Jahren ein Wiederaufbau, der im Aussehen nahezu vollständig identisch war mit dem Bauwerk von 1912/13.
WP Mengstraße 16.jpg
Mengstraße 18 Mengstraße 43 MMQ. vor 1620 1886 Schütting der Schonenfahrer in Lübeck; nach 1799 vollständig klassizistisch umgebaut. Nur eine einzige bildliche Darstellung des Gebäudes ist bekannt.
SchonenfahrerSchüttingMengstr18.JPG
Mengstraße 18, Café Central 1888 1910 Im Café ließ sich das Vorbild von Heinrich Manns Professor Rath oft sehen.
WP Schüsselbuden 18 - Cafe Central.jpg
Mengstraße 18 1910 1942 Errichtet als Zentrale der Kreditbank Lübeck
WP Mengstraße 18 - Kreditbank Lübeck.jpg
Mengstraße 28 1803 1942 Als völliger Neubau für den Weinhändler Bonaventura Winckler errichtet; 1854 von der Stadt erworben, 1861–64 umgebaut und um eine Etage aufgestockt, 1864–96 als Gerichtsgebäude genutzt, danach Sitz verschiedener städtischer Behörden
WP Mengstraße 28.jpg
Mengstraße 35 um 1761 um 1880 Im 18. Jahrhundert zusammen mit dem Nachbarhaus Nr. 33 durch Umbau älterer Gebäude entstanden; um 1880 für den Bau des heute dort befindlichen klassizistischen Hauses abgebrochen
WP Mengstraße 35.jpg
Mengstraße 36, Schabbelhaus um 1590 1942 Von 1908 bis zur Zerstörung 1942 ursprünglicher Sitz des Schabbelhauses, das seit 1955 in der Mengstraße 48-50 beheimatet ist
Altes Lübecker Schabbelhaus.jpg
Mengstraße 42 Mengstraße 72 MMQ. 1587 1858 Geburtshaus von Johann Wilhelm Cordes; ersetzt durch einen bis heute bestehenden spätklassizistischen Neubau
WP Mengstraße 42.jpg
Mengstraße 66 spätes 18. Jahrhundert 1942
WP Mengstraße 66.jpg

Moislinger Allee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Moislinger Allee 18, Reuterkrug Vorstadt St. Lorenz auf dem Reuterkruge 1655 1904
WP Reuterkrug.jpg
Moislinger Allee 18, Holstentor-Lichtspiele 1906 1980 1906 in Jugendstilformen als Operettentheater Hansa-Theater errichtet, 1925 zum Kino Hansatheater-Lichtspiele umgebaut, 1929 in Delta-Palast umbenannt und von 1952 bis zur Schließung 1980 Holstentor-Lichtspiele
WP Hansatheater 1927.jpg

Mühlenbrücke [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Mühlenbrücke 9 771 JohQ. 1876 1904 Abgerissen für den Bau der Stadthalle
WP Mühlenbrücke 9.jpg
Mühlenbrücke 11-13, Concordia-Garten 771a JohQ. 1903 Restaurant, abgerissen für den Bau der Stadthalle
WP Concordia-Garten Lübeck.jpg

Mühlenstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Mühlenstraße 19 Mühlenstraße 915 JohQ. wohl 1903 Die steuerliche Werttaxierung für das Haus Mühlenstraße 19 wurde 1904 um mehr als das Doppelte angehoben. Daher dürfte das auf dem Foto sichtbare alte Gebäude 1903 abgebrochen und durch den Neubau ersetzt worden sein, der dort bis heute steht.
WP Mühlenstraße 19 - 1902.jpg
Mühlenstraße 37 Mühlenstraße 828 JohQ. um 1400 1893
WP Mühlenstraße 37.jpg
Mühlenstraße 41, Derliens Gang Mühlenstraße 825 JohQ. 17. Jahrhundert 1942 Derliens Gang war nur der letzte Name des Wohngangs, der mehrfach die Bezeichnung wechselte. Das Vorderhaus (Nr. 43) war älter (Renaissancegiebel straßenseitig, gotischer Giebel rückseitig). An der Stelle des Ganges verläuft heute der Pergamentmachergang
WP Nöhring - Derliens Gang.jpg
Mühlenstraße 52 Mühlenstraße 882 MarQ. 19. Jh. 1902
HL Damals – Mühlenstraße 52.jpg

Musterbahn [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Musterbahn 8, Domkloster 13. bis 15. Jahrhundert 1889 Die Reste des ehemaligen Domklosters an der Südseite des Doms wurden größtenteils für den Bau des Museums am Dom abgetragen, einzelne Elemente wurden in den Neubau integriert.
WP Domkloster Lübeck.jpg
Musterbahn 8, Museum am Dom 1892 1942 Das von Adolf Schwiening entworfene Museum in neugotischem Stil vereinte die bis dahin an mehreren Orten verstreuten Sammlungen der Stadt; seine zeitgenössische Adresse war Domkirchhof Nr. 2. An seiner Stelle befindet sich heute der Nachkriegsbau des Museums für Natur und Umwelt.
LUEBECK DOM & MUSEUM.jpg

Nebenhofstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Nebenhofstraße 9-9a, Konzerthaus Flora 1942
WP Nebenhofstraße 9-9a.jpg

Parade [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Parade 4 Parade 955 MarQ. 1902 Ehemalige Domherrenkurie, 1902 für den Bau des Pfarrhauses der katholischen Herz-Jesu-Kirche abgebrochen
WP Parade 4.jpg
Parade 7, Domkirchhof-Bunker 2011
WP Domkirchhof-Bunker.jpg
Parade 8 Parade 953 MarQ. 15./16. Jahrhundert 1906 Das Gebäude, zuletzt Sitz der Lübecker Genossenschaftsmeierei, wurde für den Bau des Katholischen Gesellenhauses abgerissen.
WP Parade 8.jpg
Parade 12, Hauptwache 1748 1878 Das Gebäude war die Hauptwache des Lübecker Militärs.
WP Parade 12.jpg

Petrikirchhof [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Leichenhalle der Petrikirche 1600 1942 Die ehemalige Leichenhalle wurde seit 1882 als Werkhaus der Petrikirche genutzt.
WP Leichenhalle - Petrikirche.jpg

Pfaffenstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Pfaffenstraße 20-22/Königstraße 24 Pfaffenstraße 672 JacQ./Königstraße 671 JacQ. 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts 1910 Das Giebelhaus Königstraße 24 bildete eine bauliche Einheit unter einem gemeinsamen Dach mit dem rechts anschließenden Reihenhaus Pfaffenstraße 20-22
WP Königstraße 24 - Pfaffenstraße 20-22.jpg

Pferdemarkt [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Pferdemarkt 2 1861 1942 Frühes Beispiel eines neugotischen Wohnhauses in Lübeck
WP Pferdemarkt 2.jpg
Pferdemarkt 8

Schlegelstiftung (Privatfrauenkrankenhaus)

1905 1942? Aus der bisherigen Privatklinik des Herrn Dr. Uter am Pferdemarkt 8 ist mit Hilfe einer Deutsch-Amerikanerin, die im Andenken an ihren auf einer Besuchsreise in die Heimat verstorbenen Gemahl Herrn Dr. Uter eine größere Summe zwecks Ausgestaltung der bisher nicht genügenden Räume zur Verfügung gestellt hatte, das am 12. Februar 1905 in feierlicher Weise eingeweihte Gebäude entstanden.
HL Damals - Schlegelstiftung.jpg

Possehlstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Wachhaus des Eisenbahntors 1854 nach 1934 Das Wachhaus stand nahe der heutigen Wielandbrücke an der für den Bau des Bahndamms (seit 1920 Possehlstraße) durchschnittenen Bastion Commis
WP Eisenbahntor.jpg

Ratzeburger Allee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Ratzeburger Allee 29, Weißer Engel Auf dem weißen Engel, Vorstadt St. Jürgen 1910 Der Weiße Engel war eines der ältesten Krughäuser Lübecks und seit dem Spätmittelalter nachweisbar; sein frühester dokumentierter Name ist Taterkrug (Zigeunerkrug), um 1800 hieß er Blauer Engel und ab 1828 (mit einer Unterbrechung im Jahre 1911, als er kurzzeitig Heinrichshof benannt war) bis zur Schließung des Lokals 1966 Weißer Engel. Die Gaststätte war ab 1910 in einem Neubau ansässig, der bis heute existiert.
WP Weißer Engel.jpg
Ratzeburger Allee 75, Zum Weinberg Auf dem großen Weinberg, Vorstadt St. Jürgen Frühe 1980er Jahre Die frühere Ausflugsgaststätte existiert nicht mehr, doch die nach ihr benannte angrenzende Weinbergstraße hat ihren Namen behalten
WP Weinberg Lübeck.jpg

Rosengarten [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Rosengarten 14-16 Rosengarten 39-38 JohQ. 15. Jahrhundert 1910 Die zwei Giebelhäuser (rechts auf dem Bild: Nr. 14) wurden abgebrochen, um Platz für einen Neubau zu schaffen, der heute Sitz der Lübecker Musikschule ist.
WP Rosenstraße 14-16.jpg

Sandstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Sandstraße 1-3 Sandstraße 939-938 18. Jahrhundert um 1890 Abgerissen für den Bau des Kaufhauses der Firma August Haerder & Co.
WP Sandstraße 1-3.jpg
Sandstraße 1-5, Kaufhaus Haerder Kernbau Ecke Sandstraße/Wahmstraße: 1950; Erweiterungsbau Ecke Wahmstraße/Königstraße: 1954; Haerder-Brücke (mit Restaurant und Verkaufsräumen versehene dreistöckige verglaste Verbindungsbrücke zum Gebäude Breite Straße 99): 1956 2006 (Haerder-Brücke); 2007 (Gebäudekomplex) Der Nachkriegskomplex des Kaufhauses Haerder (Sandstraße 1-5, Wahmstraße 2-20 und Königstraße 84-96) nahm einen halben Baublock ein.
Abriss des Haerder-Kaufhauses in Lübeck.jpg
Sandstraße 2/Kohlmarkt 1 Sandstraße 1011/Kohlmarkt 262 MarQ. 1867 1942
WP Kohlmarkt 1 - Sandstraße 2.jpg
Sandstraße 4 18. Jahrhundert 1942
WP Sandstraße 4.jpg
Sandstraße 11 Barockgiebelhaus 1942 ? seit 1707 Weinhaus, Stammlokal der Protagonisten in Ludwig Ewers Lübeckroman: Die Großvaterstadt Metzger-Mappe 60/189
Sandstraße 13 Im 15. Jahrhundert Wohnhaus des Andreas Geverdes, siehe Der erwürgte Bürge, dort in der Anmerkung.
Sandstraße 15 1824 (prägend) 1942 1824 Umbau des Hauses (damals noch Klingenberg Nr. 932) im klassizistischen Stil durch den Architekten Joseph Christian Lillie für den Seidenkaufmann Gustav Boldemann. Spätere Eigentümer August Haerder (1860), Goldschmied Heinrich Hermann Sack (1877)
Sandstraße 16, Die Halbmond-Apotheke Mai 1911 Barock
HL Damals – aHalbmondapotheke.jpg
Sandstraße 16, Die neue Halbmondapotheke 1912 1942 Architekt Peter Sönnichsen; nur ein Teil der Fassade überlebte 1942
HL Damals – nHalbmondapotheke.jpg
Sandstraße 24 15. Jahrhundert 1928 Die im 18. Jahrhundert neu errichtete Fassade stand unter Denkmalschutz; dennoch wurde für den Bau des Kaufhauses am Klingenberg die Abrissgenehmigung erteilt. Während des Ersten Weltkriegs war in ihm das Ersatz Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 84 untergebracht
WP Sandstraße 24.jpg
Sandstraße 28 Klingenberg 998 MQ. 1856 1928 Errichtet vom Glasermeister Johann Jacob Achelius; abgerissen für den Bau des Kaufhauses am Klingenberg
WP Sandstraße 28.jpg

Schmiedestraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Schmiedestraße 5 Schmiedestraße 970-971 MQ. 1942
WP Schmiedestraße 5.jpg
Schmiedestraße 7 Schmiedestraße 972 MQ. spätes 15. Jahrhundert 1942
WP Schmiedestraße 7.jpg
Schmiedestraße 7-15, Gesundheitsamt 1958/59 (erster Bauabschnitt); 1962 (zweiter Bauabschnitt) 2007
WP Gesundheitsamt Schmiedestraße.jpg
Schmiedestraße 26 Schmiedestraße 985 MQ. <1535 1942
HL Denkmal – Moltke.jpg
Ehemaliges Amtshaus der Schmiede. Im Besitz des Amts von 1535 bis 1865. Oberhalb der Haustür das Amtsemblem. In der Schmiedestraße 24/26 wurde von Johann Jürgen Hübner das Moltkemedaillon gegossen und vor seiner Enthüllung ausgestellt.
HL Damals – Schmiedestraße 26.jpg

Schrangen [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Schrangen 20 (rechts) und 22-24 (links) 1935 1975 Die Häuser bildeten eine Einheit mit den Gebäuden Fleischhauerstraße 15 und 17, mit denen sie Rücken an Rücken standen.
WP Schrangen 20-24.jpg

Schüsselbuden [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Schüsselbuden 2 Schüsselbuden 201 MQ. 1832 1942 1832 unter Einbeziehung einiger Teile des Vorgängerbaus neu errichtet. Gotischer Gewölbekeller und Wandmalerei an Südwand des Erdgeschosses von 1331/38 erhalten und in Neubau von 1958 integriert[1]
WP Schüsselbuden 2.jpg
Schüsselbuden 8, 6 und 4 (von links) Schüsselbuden 200, 199 und 198 MQ. 18. Jahrhundert (die Häuser hinter den Giebeln älter) 1942
HL - Schüsselbuden 2-8.jpg
Schüsselbuden 12 Schüsselbuden 196 MQ. 16. Jahrhundert 1902 Von 1687 bis 1853 Schütting der Nowgorodfahrer; für die Errichtung des Central-Hotels abgerissen
WP Schüsselbuden 12.jpg
Schüsselbuden 15, Pflugsches Haus Schüsselbuden 221 MQ. 1720 1942 1805 von Joseph Christian Lillie für den Eigentümer Konrad Platzmann umgebaut. Das Gebäude stammte bis auf das später aufgebaute oberste Stockwerk aus den Anfängen des Rokoko. Eine Stuckplatte im Kellergeschoß trug das Datum 1720. Ab 1909 verfiel es zusehends, bis im Jahre 1919 die Zweigstelle der Lübecker Disconto-Gesellschaft in der einstigen Pluegschen Weinhandlung eingerichtet wurde.
HL Damals – Pfluegsche Haus.jpg
Markttwiete 2-4 (Schüsselbuden 15) Stadthaus, eigentlich Verwaltungsgebäude II 1955-57 2003 Der aufgrund eklatanter Baumängel nicht mehr renovierungsfähige Verwaltungsbau des Rathauses wurde zusammen mit dem Postamt am Markt abgebrochen.
WP Stadthaus Lübeck.jpg
Schüsselbuden 20 Schüsselbuden 192 MQ. 1764 1942 seit 1892 Betriebshaus der Privatbank in Lübeck, ab 1927 Deutsche Bank Filiale Lübeck
HL Damals – Luebecker Privatbank.jpg
Schüsselbuden 22, Spethmann's Hôtel Schüsselbuden 191 MQ. 18. Jahrhundert 1904 seit 1884 Hotel; 1904 für den Bau des Paketpostamtes abgebrochen
WP Schüsselbuden 22 - 1903.jpg
Schüsselbuden 24 Schüsselbuden 190 MQ. 1587 1904 Haus der Krämerkompanie bis 1868. Abgerissen für den Neubau des Paketpostamtes; das Renaissance-Portal wurde in die Braunstraße 1-3 versetzt
HL – Braunstraße.jpg
Schüsselbuden 32 Schüsselbuden 186 MQ. um 1550 1869
WP Schüsselbuden 32.jpg
Schüsselbuden 34 Schüsselbuden 183-185 MQ. 1860 1942 Das Geschäftshaus der Firma H. H. Kahl & Sohn ab 1882
HL Damals – Schüsselbuden 34.jpg
Schüsselbuden 232 MQ. 1752 1882 Das Geschäftshaus der Firma H. H. Kahl & Sohn an der Ecke zum Kohlmarkt; zusammen mit den übrigen Häusern auf der Nordseite des Schüsselbuden bis zur Markttwiete abgerissen für den Bau des neuen Hauptpostamtes.
HL Damals – Schüsselbuden 1882.jpg

Schwartauer Allee [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Schwartauer Allee 50 (Ecke Matthäistraße), Kühlhaus Lübeck AG 1912/13 1987 Die Kühlhaus Lübeck AG existiert heute noch als Teil der Nordfrost-Gruppe, und ihre Lübecker Kühlhäuser befinden sich noch immer auf dem Gelände an der Schwartauer Allee. Allerdings ist das Teilgrundstück an der Ecke zur Matthäistraße mittlerweile mit einem Supermarkt bebaut, und die gegenwärtige Adresse des Kühlhaus-Komplexes bezieht sich auf die Katharinenstraße, die das Gelände auf der gegenüberliegenden Seite begrenzt.
WP Kühlhaus Lübeck 1931.jpg

Travemünder Allee [Bearbeiten]

Bezeichnung Standort Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Galgen Vor dem Burgtor am nördlichen Ende des Burgfelds rechts der heutigen Travemünder Allee, bei der Einmündung der Adolfstraße Mittelalter 1750 Der mittelalterliche Galgen, ein massives Backsteinbauwerk mit fünf Türmen, wurde 1750 abgebrochen und durch einen einfacher ausgeführten Neubau ersetzt. 1794 wurde die Richtstätte an die heutige Rabenstraße verlegt.
WP Lübecker Galgen.jpg

Wahmstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Wahmstraße 76-86, Birgittenhof Wahmstraße 504 JohQ. 1480 Vorderhaus 1942 schwer beschädigt, nach dem Krieg abgebrochen Ehemals Niederlassung des Birgittenordens aus Marienwohlde
HL Marienwohld – Brigittenhof.jpg

Wakenitzmauer [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Wakenitzmauer 1, Tivoli Kaiserstraße 600 1837 1893 Das Tivoli, ein Sommertheater mit großer Gartenwirtschaft, die bis an das damalige Wakenitz-Ufer reichte, musste den Vorbereitungen zum Bau des Elbe-Lübeck-Kanals weichen. Das Grundstück wurde vor 1884 zur Kaiserstraße gezählt.
WP Tivoli.jpg

Wallstraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Wallstraße 40, Sternwarte der Seefahrtschule Lübeck Am Wall, Navigations-Schule 1860 1925 Die Sternwarte der Seefahrtschule stand auf der Wallkrone dicht neben dem Kaisertor und musste der Erweiterung der Schule weichen.
WP Sternwarte Lübeck.jpg

Weiter Krambuden [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Weiter Krambuden 1 Weiter Krambuden 246 MQ. um 1565 1942
WP Weiter Krambuden 1.jpg
Weiter Krambuden 2 Weiter Krambuden 216 MQ. 18. Jahrhundert 1942
WP Weiter Krambuden 2.jpg
Weiter Krambuden 4 Weiter Krambuden 245 MQ. 18. Jahrhundert 1942
WP Weiter Krambuden 4.jpg
Weiter Krambuden 6 Weiter Krambuden 243 MQ. um 1800 1902 Das klassizistische Gebäude, auf dem Foto (Bildmitte) noch in seiner ursprünglichen Gestalt, wurde um 1902 abgebrochen und durch ein Haus mit dem Aussehen eines Treppengiebelhauses im Stil der Neo-Backsteinrenaissance mit Fachwerk-Eckerker ersetzt.
WP Weiter Krambuden 6.jpg
Weiter Krambuden 6 1902 1942
WP Weiter Krambuden 6 (nach 1902).jpg

Wisbystraße [Bearbeiten]

Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen Abbildung
Wisbystraße 2, Bahnhofskaserne 1912 1994 Eigentlich die Stallungshalle des Nutz- und Zuchtviehmarktes; Architekt: Carl Mühlenpfordt. Während des Ersten Weltkriegs Rekrutierungskaserne des Infanterie-Regiments Nr. 84. Bis 1979 Viehmarkthalle, dann bis 1984 Wache der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt und schließlich bis zur Zerstörung durch ein Feuer am 23. Juli 1994 Lager des Amtes für Vor- und Frühgeschichte.
WP Bahnhofskaserne Lübeck 2.jpg

Literatur [Bearbeiten]

  • Wilhelm Brehmer: Beiträge zur Baugeschichte Lübecks. In: ZVLGA
  • Wilhelm Brehmer: Lübeckische Häusernamen. Lübeck 1890
  • F.[riedrich] Bruns: Lübeck. Ein Führer durch die freie und Hansestadt und ihre nähere Umgebung. Mit Zeichnungen von Otto Ubbelohde. Lübeck o. J.
  • Ilsabe von Bülow: Joseph Christian Lillie (1760-1827). Berlin 2008. ISBN 9783422066106
  • Theodor Hach: Die Anfänge der Renaissance in Lübeck. Lübeck 1889
  • Adolf Holm: Lübeck, die freie und Hansestadt. Bielefeld und Leipzig 1900
  • Gustav Lindtke: Alte Lübecker Stadtansichten. Katalog der Blätter des St.-Annen-Museums bis 1914. Lübecker Museumshefte, Heft 7, Lübeck 1968
  • Willibald Leo von Lütgendorff-Leinburg: Lübeck zur Zeit unserer Großväter. Lübeck 1906.
  • Max Metzger: Die alte Profanarchitektur Lübecks. 424 Abbildungen auf 120 Tafeln und 83 Textbilder. Verlag von Charles Coleman in Lübeck, o. J. (1911)
  • Rudolf Struck: Das alte bürgerliche Wohnhaus in Lübeck. Lübeck 1908
  • ohne Verfasserangabe: Führer durch Lübeck. B.[ernhard] Nöhring, Lübeck o. J.
  • Vaterstädtische Blätter; einstige illustrierte Beilage des Lübeckischen Anzeigen
  • Von Lübecks Türmen; einstiges illustrierte Beilage des Lübecker General-Anzeigers

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Die Heiligen Drei Könige hinter Glas, in: Bürgernachrichten der BIRL, Nr. 109, Frühjahr 2012, S. 16 (Digitalisat), siehe auch Beschreibung auf Lübecker Wandmalerei