Liste lateinischer Phrasen/N

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Nascentes[Bearbeiten]

Nascentes morimur finisque ab origine pendet.
Schon wenn wir geboren werden, sterben wir, und das Ende beginnt mit dem Anfang.
(Manilius, Astronomica) 4,16

Natura[Bearbeiten]

Natura abhorret vacuum.
„Die Natur schreckt vor der Leere zurück.“: Die Hypothese geht auf Aristoteles zurück und wurde noch von Galileo Galilei bekräftigt. Davon abgeleitet ist der Begriff Horror vacui.
Natura artis magistra.
„Die Natur ist die Meisterin [oder Lehrerin] der Kunst.“
Natura fundit ingenium, provehit usus.
„Die Natur begründet die Begabung, der Gebrauch fördert sie.“
Natura naturans
„Die schaffende Natur“
Natura naturata
„Die geschaffene Natur“
Natura nihil frustra facit.
Der Satz lautet bei Thomas von Aquin[1] vollständig: „natura nihil facit frustra neque deficit in necessariis“ („Die Natur tut nichts Überflüssiges und bleibt hinter dem Notwendigen nicht zurück“).
Das ist die Übersetzung eines Satzes von Aristoteles[2]: ἡ φύσις μήτε ποιεῖ μάτην μηθὲν μήτε ἀπολείπει τι τῶν ἀναγκαίων (he physis mete poiei maten methen mete apoleipei ti ton anankaion). Dies ergibt sich aus seiner Vorstellung von der Teleologie.
Natura non facit saltus
„Die Natur macht keine Sprünge“: Das Axiom ist schon antik, diese Formulierung stammt jedoch von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné, der mit diesem Satz ausdrückte, dass sich Veränderungen in der Natur nicht sprunghaft vollziehen, sondern stetig. Eine andere Version ist:
„Natura in operationibus suis non facit saltum.“
(„Die Natur macht in ihren Verrichtungen keinen Sprung.“)
Das Axiom geht auf den griechischen Spruch Ἡ φύσις οὐδὲν ποιεῖ ἅλματα zurück
Natura plus trahit quam septem boves.
„Die Natur zieht mehr als sieben Ochsen.“
Natura sanat, medicus curat.
„Die Natur heilt, der Arzt behandelt.“
Natura semina nobis scientiae dedit, scientiam non dedit.
„Die Natur gab uns den Samen des Wissens, das Wissen (selbst) gab sie nicht.“

Naturae[Bearbeiten]

Naturae convenienter vive.
„Lebe der Natur gemäß!“

Naturalia[Bearbeiten]

Naturalia non sunt turpia.
„Natürliches ist keine Schande.“ – Ursprünglich ein Zitat des griechischen Dichters Euripides („Ouk aischron ouden tôn anankaiôn brotois.“).

Naturam[Bearbeiten]

Naturam expelles furca, tamen usque recurret.
„Auch wenn du die Natur mit der Gabel austreibst, wird sie immer zurückkehren.“ – Zitat aus den Briefen des Dichters Horaz (1, 10, 24).

Navigare[Bearbeiten]

Navigare necesse est.
„Seefahren ist notwendig.“: Dieses Diktum geht auf den griechischen Spruch Πλεῖν ἀνάγκη, ζῆν οὐκ ἀνάγκη. zurück und lautet vollständig: „Navigare necesse est, vivere non est necesse.“ („Seefahrt tut not, Leben tut nicht not.“) NAVIGARE NECESSE EST ist die Randinschrift der 3 und 5 RM-Gedenkmünzen von 1927 zur Hundertjahrfeier von Bremerhaven. Traditionell wird auch der Stapellauf eines Schiffes von diesem Spruch begleitet.

Naviget[Bearbeiten]

Naviget Anticyram
„Er soll nach Antikyra fahren.“: Die ehemalige Stadt Antikyra im Golf von Korinth war berühmt für ihren Nieswurz, ein Kraut, mit dem man angeblich Wahnsinn kurieren konnte. Die griechische Redewendung πλεῖν εἴς Ἀντικυρας wurde häufig als Anspielung auf jemandes Geisteszustand benutzt.

Navita[Bearbeiten]

Navita de ventis, de tauris narrat arator, enumerat miles vulnera, pastor oves.
„Der Seemann erzählt von Winden, von Stieren der Pflüger, seine Wunden zählt der Soldat auf, der Hirte die Schafe.“ – Zitat aus den Elegien des Dichters Properz, das beschreibt, dass jeder von dem spricht, was ihn am meisten beschäftigt.

Ne[Bearbeiten]

Ne bis in idem
„Nicht zweimal in derselben Sache“ – Römischer Rechtsgrundsatz, dem zufolge nicht zwei Mal in derselben Sache geklagt werden darf.
Ne ignem gladio fodias.
„Nicht mit dem Schwert im Feuer stochern“, gemeint ist: Nicht mit dem Feuer spielen – Aus der Adagia
Motto des Campbell-Clans
Ne obliviscaris.
„Du sollst nicht vergessen.“ – Motto des schottischen Clans Campbell
Ne quid nimis
„Nichts zuviel“ – Im Sinne von „nichts übertreiben“. Griechisch Μηδὲν ἄγαν am Apollon-Tempel in Delphi.
Ne sutor ultra crepidam.
„Schuster, bleib bei deinem Leisten!“ – Das geflügelte Wort „Schuster, bleib bei deinem Leisten“ geht auf eine Anekdote über Apelles zurück, der sich gerne hinter seinen Bildern versteckte, um den Betrachtern zu lauschen. Einst habe ein Schuster bemängelt, die gemalten Schuhe hätten eine Öse zu wenig. Apelles habe das Bild korrigiert. Doch nun habe der Schuster auch etwas an den Schenkeln auszusetzen gehabt. Darauf habe Apelles ihm entgegnet: „Was über dem Schuh ist, kann der Schuster nicht beurteilen.“ („Ne sutor ultra crepidam.“ (wohl die häufigste Variante) oder „Sutor, ne ultra crepidam!“)
Ne te quaesiveris extra.
„Suche dich nicht außerhalb deiner selbst“ – Ralph Waldo Emerson in Anlehnung an Augustinus

Nec[Bearbeiten]

Erinnerungstafel in San Bernardo alle Terme mit Galens Wahlspruch: „Nec laudibus nec timore
Nec aspera terrent
„Auch Schwierigkeiten schrecken uns nicht.“ – Wahlspruch der Welfen, Minentaucher und der 1. Panzerdivision (Bundeswehr)
Nec concupisces uxorem proximi tui.
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.“ – Neuntes Gebot.
Nec desiderabis domum proximi tui, non agrum, non servum, non ancillam, non bovem, non asinum et universa, quae illius sunt.
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, seinen Acker, seinen Sklaven, seine Magd, sein Rind, seinen Esel und alles, was ihm gehört.“ – Zehntes Gebot.
Nec laudibus nec timore
„Weder Menschenlob noch Menschenfurcht [soll uns bewegen]“ – Wahlspruch des Bischofs von Münster Clemens August Graf von Galen während der Nazizeit, Versprechen des Weihekandidaten aus der Liturgie der Bischofsweihe.
Nec loqueris contra proximum tuum falsum testimonium.
„Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinem Nächsten.“ – Achtes Gebot
Nec mors humano subiacet arbitrio.
Und der Tod ist dem Willen der Menschen nicht unterworfen.
(Maximianus, Elegiae 1,114)
Nec pluribus impar
„Auch einer Überzahl nicht unterlegen“
Wahlspruch Ludwigs XIV. Auch Motto des 1. Kavallerieregiments der Fremdenlegion
Wappen der Stadt Danzig mit dem Motto „Nec temere nec timide
Nec temere nec timide
„Weder unbesonnen noch furchtsam“: Wahlspruch der Hansestadt Danzig

Necessitas[Bearbeiten]

Necessitas non habet legem.
„Not kennt kein Gebot.“

Nemine[Bearbeiten]

Nemine contradicente (nem. con.)
„Ohne dass jemand widerspricht“: „Ohne Widerspruch“; wird besonders bei Konferenzen gebraucht, wenn ein Antrag nem. con. angenommen wird.
Neminem time, neminem laede
„Fürchte niemanden, verletze niemanden!“

Nemo[Bearbeiten]

Nemo dat, quod non habet.
„Niemand gibt, was er nicht hat.“: Niemand kann Besitzrechte weitergeben, über die er selbst nicht verfügt.
Nemo ante mortem beatus est.
„Niemand ist vor seinem Tode glücklich.“: Sprichwort nach Ovid, Metamorphosen III, 136 f.
Nemo contra deum nisi deus ipse.
„Niemand darf Gott in Frage stellen außer Gott selbst.“: Satz nach Goethe zum Widerstreit des Göttlichen mit sich selbst.
Nemo inmature moritur, qui moritur miser.
Zu früh stirbt niemand, der im Unglück stirbt.
(Publilius Syrus, Sententiae N 44)
Nemo ita pauper vivit quam natus est.
„Niemand lebt so arm, wie er geboren wird.“
Distelorden: Nemo me impune lacessit.
Nemo me impune lacessit.
„Niemand reizt mich ungestraft.“: Motto des schottischen Distelordens.
Nemo plus iuris ad alium transferre potest quam ipse habet
„Niemand kann mehr Rechte auf einen anderen übertragen, als er selbst hat“: Römischer Rechtsgrundsatz nach Ulpian.
Nemo nascitur sapiens, sed fit.
„Niemand wird weise geboren, sondern man wird es erst.“ (Seneca) – Soviel wie: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Nemo potest personam diu ferre, ficta cito in naturam suam recidunt.
„Niemand kann lange (auf Dauer) eine Maske tragen. Vorgespieltes (Verstellung) sinkt schnell in seine wahre Natur zurück.“ (Seneca, De clementia I,1,6 an Kaiser Nero)
Nemo scit praeter me, ubi me soccus premat.
Niemand außer mir weiß, wo mich der Schuh drückt (Jovian)
Nemo solus satis sapit.
„Niemand ist allein klug genug.“ Plautus, Miles Gloriosus 885.
Nemo tenetur se ipsum accusare
„Niemand ist gehalten, sich selbst zu belasten“: Rechtsgrundsatz, dessen Ausprägung das Selbstbelastungsverbot im Strafverfahren ist.

Neque[Bearbeiten]

Neque caro est neque piscis.
„Es ist weder Fleisch noch Fisch.“
Der Spruch, der auf Erasmus von Rotterdam zurückgeht, bezieht sich auf das kirchliche Verbot, an Freitagen und in der Fastenzeit Fleisch zu essen, und bedeutet allgemein: Etwas ist uneindeutig, nicht bestimmbar.
Neque mel neque apes
„Kein Honig, keine Bienen“
Neque moechaberis.
„Du sollst nicht ehebrechen.“: Sechstes Gebot.
Neque semper arcum / tendit Apollo.
„Apollon spannt nicht immer seinen Bogen.“
Horaz[3] will damit sagen, dass der Gott Apollon statt zum Bogen auch zur Cithara greift, also nicht immer mit Verderben droht. Der Dichter denkt da wohl an eine Begebenheit in Homers Ilias[4], wo Apollos Pfeile den Griechen den Tod bringen.

Nervi[Bearbeiten]

Nervi belli, pecunia infinita.
„Die Nerven des Krieges sind unendlich viel Geld.“ – Zitat aus den Werken des Staatsmanns Cicero.
Nervi rei publicae
„Die Nerven des Staates“ – Laut Cicero die Steuereinkünfte

Nervis[Bearbeiten]

Nervis alienis mobile lignum
„Von fremden Kräften bewegte Holzpuppe“ – Zitat aus den Sermones („Gesprächen“) des Dichters Horaz (II 7,82), wo es heißt „duceris ut nervis alienis mobile lignum“ („führen lassen musst du dich wie eine Marionette“).

Nervus[Bearbeiten]

Nervus rerum
„Der Nerv der Dinge“ – Das Wesentliche der Sache – oft das Geld. Eine Wendung, die sich – wie die beiden vorhergehenden Wendungen – vom griechischen νεῦρα τῶν πραγμάτων (neura tōn pragmatōn) herleitet.

Nihil[Bearbeiten]

Nihil enim lacrima citius arescit.
„Denn nichts trocknet schneller als eine Träne.“ Auctor ad Herennium 2,50.
Als Begründung in der Rhetorik für die Anweisung, sich in der Gerichtsrede nicht allzu lange bei der Erregung von Mitgefühl aufzuhalten.
Auch bei Cicero (de inventione 1,349) findet sich der Satz: „Lacrima nihil citius arescit.“
Nihil enim minus in nostra est potestatem quam animus.
„Nichts ist nämlich weniger in unserer Macht als unser Geist.“ – Der Philosoph und Theologe Peter Abaelard in einem Brief an seine frühere Geliebte Heloisa
Nihil est in intellectu, quod non sit prius in sensu.
„Nichts ist im Verstand/Geist, was nicht zuvor in den Sinnen war.“ – Der Ausspruch wird unter anderem Aristoteles „De anima“, Thomas von Aquin „De verit. II, 3“ und John Locke zugeschrieben.
Nihil nisi punctum petebat Archimedes, quod esset firmum et immobile, ut integram terram loco dimoveret.
„Archimedes forderte nichts als einen Punkt, der fest und unbeweglich sei, um die ganze Erde von ihrem Ort wegzubewegen.“ – Beschreibung der Hebelgesetze des Archimedes. Griechisch wird diese Forderung folgendermaßen zitiert: „Δῶς μοι πᾶ στῶ καὶ τὰν γᾶν κινάσω.(„Gebt mir einen festen Punkt und ich werde die Erde bewegen“.)
Nihil nocere
„Nicht schaden“ – Grundsatz in der Medizin, dass man dem Patienten nicht schaden darf. „Primum nil nocere“ („zuerst einmal nicht schaden“), ist ein Grundsatz der hippokratischen Tradition.
Nihil novi
„Nichts Neues“ – Verfassung des polnischen Reichstags zu Radom 1505, in der König Alexander von Polen der Landbotenkammer das Recht auf Gesetzgebung zuerkannte. Die Konstitution Nihil novi legalisierte den Sejm als Zweikammerversammlung.
Nihil novi sub sole
„Nichts Neues unter der Sonne“ – Aus der Vulgata, Prediger (Ecclesiastes) 1, 10.
Kirchliche Imprimatur durch den Erzbischof von New York
Nihil obstat
„Es spricht nichts dagegen.“ – Ein Vermerk, gewöhnlich auf einer Titelseite, der besagt, dass ein katholischer Zensor ein Werk durchgesehen und nichts dem Glauben Widersprechendes oder moralisch Anstößiges in seinem Inhalt gefunden hat. Siehe auch Imprimatur
Nihil per os (n. p. o.)
„Nichts zur Einnahme durch den Mund“ – Anweisung bei ärztlichen Verschreibungen
Nihil petere, nihil recusare
„Nichts anstreben, nichts ausschlagen“ – Einer der Leitsätze des ehemaligen österreichischen Vizekanzlers Hermann Withalm
Nihil sine deo
„Nichts ohne Gott“ – Devise der Hohenzollern als Könige von Rumänien
Nihil solidum nisi solum
„Nichts ist beständig ausser Grund und Boden“ – Leitspruch des Kaspar Jodok von Stockalper (1609–1691).
Nihil sub sole novum
„Nichts Neues unter der Sonne“ – „History repeating“, „alles wiederholt sich in der Geschichte“. Aus der Vulgata, Prediger (Ecclesiastes) 1, 10. Zitiert in verschiedenen Variationen, wie „nihil (nil) novi sub sole“ etc.
Nihil verum nisi mors
„Nichts ist wahr, außer dem Tode“

Nil[Bearbeiten]

Nil admirari
„Nichts bewundern“: Nach Pythagoras.
Nil dictum, quod non dictum prius.
„Nichts ist gesagt, was nicht früher gesagt worden ist.“
Nil fit, quod Deus non vult.
„Nichts geschieht, was Gott nicht will.“
Nil nisi bene
„Nichts außer gut“ Vgl. „De mortuis nil nisi bene“.
Nil nocere
„Nichts schaden“
Nil similius insano quam ebrius.
„Nichts ist einem Wahnsinnigen ähnlicher als ein Betrunkener.“
Siegel des US-Bundesstaates Colorado mit dem Motto „Nil sine numine“
Nil sine numine
„Nichts ohne Gottes Willen“: Motto des US-Bundesstaates Colorado.
Nil sole et sale utilius.
„Nichts ist nützlicher als Sonne und Salz.“
Nil superest mali.
„Kein Übel ist ausgespart.“ Seneca, Hercules Oetaeus 171.
Nil supra / deos lacesso.
„Um weiter nichts bitte ich die Götter.“ Horaz, carmen 2,18, 11 f.
Nil volenti difficile.
„Nichts ist dem Wollenden schwierig.“

Nisi[Bearbeiten]

Nisi Dominus frustra.
„Ohne den Herrn [ist alles] umsonst.“: Nach Psalm 127: „Nisi Dominus aedificaverit domum, in vanum laborant, qui aedificant eam. Nisi Dominus custodierit civitatem, frustra vigilat, qui custodit eam.“ Motto der Stadt Edinburgh. Angebracht an vielen historischen Gebäuden, z. B. am Renaissanceportal in Braunschweig, Gördelingerstraße/Bartholomäustwete aus dem Jahre 1584.

Nocere[Bearbeiten]

Nocere facile est, prodesse difficile.
„Schaden ist leicht, nützen schwierig.“ – Zitat aus den Werken des Quintilian.

Nocet[Bearbeiten]

Nocet empta dolore voluptas.
„Ein mit Schmerz erkauftes Vergnügen schadet.“ – Zitat aus den Werken des Dichters Horaz.

Nolens[Bearbeiten]

Nolens (aut) volens
„Nicht wollend oder wollend“ – Im Sinne von „gewollt oder ungewollt“, „unfreiwillig“, „wohl oder übel“, „notgedrungen“, „zwangsläufig“ verwendet.

Noli[Bearbeiten]

Noli equi dentes inspicere donati.
„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“
Rückseite der Flagge des US-Bundesstaates Alabama
Noli me tangere
„Rühr mich nicht an!“ – Nach dem Johannes-Evangelium die Worte Christi an Maria Magdalena nach seiner Auferstehung am Ostermorgen. Motto des US-Bundesstaates Alabama.
Noli turbare circulos meos.
„Störe meine Kreise nicht!“ – Ausruf des Mathematikers Archimedes von Syrakus, als ein römischer Soldat bei der Eroberung Syrakus' ihn beim Zeichnen im Staub störte.

Nolle[Bearbeiten]

Nolle in causa est, non posse praetenditur.
„Nicht wollen ist der Grund, nicht können der Vorwand.“
Nolle prosequi
„Auf ein Strafverfahren verzichten“ – Im englischen Rechtssystem der Antrag des Staatsanwaltes oder eines Klägers auf Einstellung des Verfahrens, gewöhnlich zum Zwecke einer außergerichtlichen Einigung.

Nolo[Bearbeiten]

Nolo episcopari.
„Ich will nicht Bischof werden.“ – Bescheidenheitsäußerung bei der Bischofsweihe.
Der Codex Iustinianus (I 3,30,4 f;) sah als Procedere vor, „dass der Bischof nicht durch einen Kaufpreis, sondern durch Bitten bestellt werde: Er muss von der Amtserschleichung so weit entfernt sein, dass man ihn frägt als einen, der gezwungen werden muss, dass er, gebeten, sich weigert und dass er, aufgefordert, sich entzieht. […] Denn in der Tat geeignet für das Weiheamt ist nur, wer gegen seinen Willen bestellt wird.“[5]

Nomen[Bearbeiten]

Nomen est omen.
„Der Name hat Bedeutung.“
Nomen nescio/Nomen nominandum (N. N.)
„Ich weiß den Namen nicht.“ – „Name unbekannt“/„noch zu nennender Name“, beispielsweise als Platzhalter in Namenslisten.

Nomina[Bearbeiten]

Nomina si nescis, perit et cognitio rerum.
„Wenn du die Namen nicht kennst, verliert sich auch die Kenntnis der Dinge.“ – Feststellung des schwedischen Naturwissenschaftlers Carl von Linné, der die Grundlagen der modernen Taxonomie, die sprachwissenschaftliche Klassifikation aller Lebewesen, entwickelte.
Nomina stultorum semper parietibus haerent.
„Die Namen der Dummen haften immer an den Wänden.“: Antikes Graffito, das in etwa dem deutschen „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ entspricht.
Nomina sunt odiosa.
„Namen sind verpönt.“ – Das heißt, die Namen werden besser nicht genannt. D. h. es ist oft schon schlimm, nur den Namen zu nennen. Bei Ovid handelte es sich um eine Aufzählung verhasster Orte. Cicero spricht in seiner Rede „pro Roscio Amer.“ (16, 47):
Homines notos sumere odiosum est, cum et illud incertum sit, velintne hi sese nominari.
„Angesehene Leute nennen, ist eine heikle Sache, da es auch zweifelhaft ist, ob sie selbst genannt werden wollen.“

Non[Bearbeiten]

Non bene pro toto libertas venditur auro.
„Nicht für alles Gold wird die Freiheit teuer genug verkauft.“
Dieser Vers (Hexameter) des kroatischen Dichters Ivan Gundulić wurde zum Wahlspruch der Republik Ragusa bzw. der Stadt Dubrovnik.
Non causa pro causa
„Nicht-Ursache anstelle der Ursache“: Ein logischer Fehlschluss.
Non cedit umbra soli.
„Der Schatten weicht nicht der Sonne.“
Wahlspruch des Grafen Joachim von Ortenburg, mit dem er ausdrückte, dass er in seiner Grafschaft unnachgiebig gegen Herzog Albrecht V. von Bayern am Protestantismus festhielt.
Non compos mentis oder Non compos sui
„Nicht Herr seiner Sinne/seiner selbst“
Non decipitur, qui scit se decipi
„Wer sich bewusst betrügen lässt, wird nicht betrogen.“
Non est in medico semper, relevetur ut aeger,
interdum docta plus valet arte malum.
„Es liegt nicht immer in der Hand des Arztes, dass der Kranke genest,
zuweilen ist das Übel stärker als seine gelehrte Kunst.“ (Ovid, Pont. 1,3,17−18)
Non habebis deos alienos in conspectu meo.
„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“: Erstes Gebot.
Non licet omnibus Corinthum adire.
„Nicht allen ist es erlaubt, Korinth anzulaufen“ – Vereinfacht aus dem Horazvers „Non cuivis homini contingit adire Corinthum“: „Nicht jedermann gelingt es, nach Corinth zu kommen.“ (Epistulae I,17,36)
Non mihi solum
„Nicht für mich allein“
Non multa, sed multum.
„Nicht vielerlei, sondern viel!“: Nicht vielerlei treiben, sondern eine Sache intensiv und genau.
Non nobis solum nati sumus.
„Wir sind nicht für uns allein geboren.“ (Cicero, De officiis 1,22)
Non obstante veredicto
„Ungeachtet des Urteils“: Antrag an das Gericht, das Urteil der Geschworenen zu ignorieren, fälschlich oft „Non obstante verdicto“.
Non occides.
„Du sollst nicht töten.“: Fünftes Gebot.
Non omnia possumus omnes. (Vergil, Eklogen, 8, 64)
„Wir können nicht alle alles.“
Non omnis moriar.
„Ich werde nicht ganz sterben.“
Non plus ultra.
„Bis hierher und nicht weiter!“
Non possumus.
„Wir können nicht.“: Kirchliche Ablehnungsformel gegenüber Forderungen der weltlichen Macht, die den Glaubensgrundsätzen widersprechen; auf die Weigerung der Märtyrer der heiligen Bücher, auf Gottesdienst und Abendmahlsfeier zu verzichten, sowie auf die Weigerung der Apostel, auf die Predigt und Lehre im Namen Jesu zu verzichten (siehe Apg 4,20 VUL) zurückgeführt.
Non quia difficilia sunt, non audemus, sed quia non audemus, difficilia sunt.
„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“: Seneca.
Non vitae, sed scholae discimus.
„Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“: Senecas Meinung über das römische Schul- und Bildungssystem (Epistulae morales 106,12).
Non scholae, sed vitae discimus
„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“: Umkehrung der Klage Senecas in den Epistulae morales 106,12.
Non sequitur
„Es folgt nicht daraus“: eine Folgerung, die auf fehlerhafter Logik gründet.
Non serviam
„Ich werde nicht dienen.“: Trotzige Antwort des Teufels an Gott.
Non soli cedit
„Er weicht nicht vor der Sonne.“ – Er läßt sich nicht blenden. Von König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeführtes Motto über dem Adler auf den Fahnen der Armee. Der Satz war gegen den Sonnenkönig Ludwig XIV. von Frankreich gerichtet.
Non testatum
„Nicht bestätigt“ (gemeint: von einem weiteren Gewährsmann)
Als „n. t.“ abgekürzt angebliche Herkunft des Wortes von der Zeitungsente.
Non usurpabis nomen Domini Dei tui frustra
„Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.“: Zweites Gebot.
Non ut edam vivo, sed ut vivam edo
„Nicht um zu essen, lebe ich, sondern um zu leben, esse ich.“: Zitat aus den Werken des Quintilian.

Nosce[Bearbeiten]

Nosce te ipsum.
„Erkenne dich selbst!“ – Übersetzung der griechischen Inschrift Gnothi seauton (Γνῶθι σεαυτόν) am Apollotempel im Heiligtum von Delphi ins Lateinische.
Auf diesen Ursprung weist z. B. Cicero[6] hin: „Iubet igitur nos Pythius Apollo noscere nosmet ipsos“ („So befiehlt uns also der Apollo von Delphi, uns selbst zu erkennen“).

Noscitur[Bearbeiten]

Noscitur ex socio, qui non cognoscitur ex se.
„An seinem Gefährten lässt sich erkennen, wer nicht aus sich selbst erkannt wird.“ – Thomasius.

Nosse[Bearbeiten]

Nosse suos morbos, haec est via prima salutis.
„Seine Krankheiten zu erkennen, das ist der erste Weg der Heilung.“ – Thomasius.

Nota[Bearbeiten]

Nota bene (n. b.)
„Merke wohl!“ – „Bitte beachten“, „wichtiger Hinweis“. Der Plural der Floskel ist „notate bene“.

Notus[Bearbeiten]

Notus a vespere solis ad ortus
„Bekannt von der Abendsonne bis zum Aufgang“ – Zitat aus den Werken des Dichters Ovid

Novissima[Bearbeiten]

Novissima verba
„Die letzten Worte“ – Die letzten Worte eines Sterbenden.

Novum[Bearbeiten]

Novum Testamentum in Vetere latet, et in Novo Vetus patet.
„Das Neue Testament liegt im Alten verborgen, das Alte wird im Neuen aufgedeckt.“ – Vom Kirchenlehrer Augustinus von Hippo (Quaestiones in Heptateuchum 2, 73) geprägter und von den Reformatoren wieder aufgegriffener Satz, der besagt, dass Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz bereits im Alten Testament angedeutet werden.

Novus[Bearbeiten]

Novus ordo seclorum
„Neue Folge der Weltalter“ – Neue Weltordnung; Motto auf dem Großen Siegel der USA; Vergil bezeichnete so die augusteische Regierungszeit.
Novus rex, nova lex
„Neuer König, neues Gesetz“ – Wird auch verwendet, wenn jemand ein neues Amt antritt und neue Regeln einführt.

Nulla[Bearbeiten]

Nulla dies sine linea.
Dieser Satz geht auf eine Anekdote über den Maler Apelles zurück, die Plinius der Ältere erzählt[7]: „Apelli fuit alioqui perpetua consuetudo numquam tam occupatum diem agendi, ut non lineam ducendo exerceret artem, quod ab eo in proverbium venit.“ („Apelles hatte übrigens die ständige Gewohnheit, keinen Tag so beschäftigt zu verbringen, dass er nicht mit dem Ziehen einer Linie seine Kunst ausübte, was von daher ins Sprichwort einging.“)
Nulla poena sine culpa
„Keine Strafe ohne Schuld“ – Rechtsgrundsatz, demzufolge niemand für eine Tat bestraft werden darf, wenn ihn keine Schuld trifft (Schuldprinzip).
Nulla poena sine lege
„Keine Strafe ohne Gesetz“ – Rechtsgrundsatz, der als Rückwirkungsverbot im Strafrecht bezeichnet wird. Der Begriff wurde als römische Rechtsregel bereits von Ulpian im 2. Jahrhundert zitiert. Danach kann eine Kriminalstrafe nur dann die wirksame Rechtsfolge eines Sachverhalts sein, wenn dieser als bestimmter, nicht bloß bestimmbarer Tatbestand in einem förmlichen Gesetz fixiert ist.
Nulla salus bello.
„Kein Heil gibt es durch Krieg.“ – Das Zitat aus der Aeneis des römischen Dichters Vergil lautet vollständig:
Nulla salus bello, pacem te poscimus omnes.
Kein Heil ist im Krieg, Frieden fordern wir alle von dir.
„Nulla unda tam profunda quam vis amoris furibunda.
„Keine Quelle, so tief und schnelle … Als der Liebe reißend’ Welle.“

Nullam[Bearbeiten]

Nullam rem natam
„Kein geborenes Ding“ – „Nichts“ (Akkusativ)

Numerantur[Bearbeiten]

Numerantur sententiae, non ponderantur.
„Stimmen werden gezählt, nicht gewichtet.“

Numerus[Bearbeiten]

Numerus clausus
„Begrenzte Anzahl“ – Allgemein gebräuchlich zur Bezeichnung von Begrenzungen einer Anzahl.

Numquam[Bearbeiten]

Numquam accedo, quin abs te abeam doctior.
„Niemals gehe ich zu dir, ohne dass ich dich gelehrter verlasse.“ Terenz, Eunuchus 791
Numquam enim non sunt angeli.
„Niemals sind keine Engel anwesend.“ Erasmus von Rotterdam.
Numquam nos verecundiores esse debemus quam cum de diis agitur.
„Nie müssen wir ehrfürchtiger sein, als wenn von Göttern die Rede ist.“ – Seneca, Naturales quaestiones[8]
Numquam periculum sine periculo vincitur.
„Niemals wird Gefahr ohne Gefahr besiegt.“
Numquam quale sit illud, de quo disputabitur, intellegi poterit, nisi, quod sit, fuerit intellectum prius.
„Man wird nie die Eigenschaft eines Diskussionsgegenstandes verstehen können, wenn man nicht vorher begriffen hat, worin er besteht.“ Cicero, de re publica 1,38.
Voraussetzung einer gelingenden Diskussion ist die von allen akzeptierte Definition des Gegenstandes der Diskussion.
Numquam retro
„Niemals zurück!“: Leitspruch des Österreichischen Jagdkommandos.
Numquam retrorsum.
„Niemals zurück!“: Der Wiener Kardinal Innitzer begrüßte die Ausschaltung des Parlaments im März 1933 als „Anbruch einer neuen Zeit“, die er mit dem Zeitalter der Gegenreformation verglich. Den von Taras Borodajkewycz organisierten Katholikentag im Oktober 1933 stellte er unter das Motto Numquam retrorsum.
Numquam Stygias fertur ad umbras / inclita virtus.
„Niemals wird zu den Stygischen Schatten rühmenswerte Tugend gebracht.“ Seneca (Hercules Oetaeus 1983 f).
Dort heißt es: „Niemals eilt zu den stygischen Schatten ruhmreiches Heldentum: Seid im Leben tapfer, dann wird euch nicht der jähe Tod durch Lethes Ströme schleppen, sondern wenn das letzte Stündlein schlägt am Ende euerer Tage, öffnet der Ruhm den Weg nach oben.“ Entsprechend der griechischen Sage stellt der Fluss Styx die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich Hades dar. Lethe ist in der griechischen Mythologie einer der Flüsse in der Unterwelt. Man glaubte, dass derjenige, der Wasser aus dem Lethe trinkt, seine Erinnerungen vergisst.

Nunc[Bearbeiten]

Michelin-Logo mit Bibendum
Nunc est bibendum!!.. c'est à dire: // "à Votre Santé // le pneu Michelin // boit l'obstacle!."
Nunc est bibendum.
„Nun muss getrunken werden.“: Trinkspruch in Studentenverbindungen, nach Horaz, Carmina 1,37: „Nunc est bibendum, nunc pede libero pulsanda tellus.“ („Nun heißt es trinken, nun mit dem freien Fuße den Boden stampfen.“) Das Michelin-Männchen Bibendum (kurz Bib) ist die Werbefigur des Reifenherstellers Michelin. Auf der Weltausstellung 1894 in Lyon fiel dem Firmengründer Édouard Michelin ein Stapel Autoreifen verschiedener Größen auf, die in weiße Stoffhüllen verpackt waren. Er machte seinen Bruder André darauf aufmerksam: „Wenn er Arme hätte, sähe er fast wie ein Mensch aus.“ Dann fiel ihm ein Plakat ein, das einen dicken Bayern mit einer Maß Bier und dem lateinischen Spruch „Nunc est bibendum!“ („Nun muss getrunken werden!“) zeigte. Daraufhin ließen die Brüder ein Plakat mit einem Reifenmann entwerfen, der eine mit Glassplittern und Nägeln gefüllte Schale hochhebt und der Inschrift: „Nunc est bibendum! À votre santé! Le pneu Michelin boit l’obstacle!“ („Nun wird getrunken! Auf Ihr Wohl! Der Michelin-Reifen verschluckt die Hindernisse!“)
Nunc totus Graiias nostrasque habet orbis Athenas.
„Jetzt besitzt die ganze Welt das griechische und unser Athen.“ Juvenal, Satire 15,110.[9]
Dieser Vers drückt mit einigem Stolz aus, dass sich griechisch-römische Bildung über den ganzen Erdkreis ausbreitet.
Nunc tuum ferrum in igne est.
„Jetzt ist dein Eisen im Feuer.“ – Mach was draus, solange es noch geht.

Nunquam[Bearbeiten]

Nunquam otiosus.
„Niemals müßig.“
Wahlspruch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Nusquam[Bearbeiten]

Nusquam est, qui ubique est.
„Nirgends ist, wer überall ist.“ – Seneca, Epistulae morales 2,2
Nusquam melius morimur homines, quam ubi libenter viximus.
„Nirgends sterben wir Menschen besser als dort, wo wir gerne gelebt haben.“ – Publilius Syrus, Sententiae N 9

Nutrimentum[Bearbeiten]

Berlin - Alte Bibliothek 5 Nutrimentum.jpg
Nutrimentum spiritus
„Nahrung des Geistes“ – Spruch unter dem Architrav am Hauptportal der Alten Bibliothek am Bebelplatz in Berlin, erbaut 1775–1780.

Nutrisco[Bearbeiten]

Nutrisco et extinguo
„Ich nähre mich davon und lösche es“
Devise über dem Symbol des französischen Königs Franz I., einem gekrönten Feuersalamander, der nach mittelalterlicher Vorstellung Elementargeist des Feuers ist.

Nutrit[Bearbeiten]

Nutrit pax Cererem, pacis amica Ceres.
„Der Frieden nährt die Ceres, Freundin des Friedens ist Ceres.“ – Ceres ist eine römische Göttin vor allem des Ackerbaus.

Nutritur[Bearbeiten]

Nutritur vento, vento restinguitur ignis.
„Wind facht an das Feuer und Wind kanns wieder verlöschen“: Ovid, Remedia amoris 807, über die Liebesglut.

Nux[Bearbeiten]

Nux cassa
„Taube Nuss“ – Bezeichnung für einen wertlosen Gegenstand[10] oder Kritik an einem Menschen[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 3 anim. 14 i
  2. de anima 3,432 b
  3. carmina 2,10,19 f.
  4. 1,380 ff.
  5. „[…] non pretio, sed precibus ordinetur antistes. tantum ab ambitu debet esse sepositus, ut quaeratur cogendus, rogatus recedat, invitatus effugiat. […] Profecto enim inignus est sacerdotio, nisi fuerit ordinatus invitus.“
  6. de finibus bonorum et malorum 5,44
  7. Naturalis historia 35,84
  8. 7,29,3. Seneca zitiert hier Aristoteles.
  9. http://www.thelatinlibrary.com/juvenal/15.shtml
  10. z. B. Horaz, Satiren 2,5,36
  11. z. B. Plautus, Pseudolus 371