Liste von Afrikaforschern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Afrikanische Kunst: Weiße Dame von Auahouret

Als Afrikaforscher bezeichnet man heute Forscher und Entdecker, die nach neuen afrikaspezifischen Erkenntnissen suchen und in der Regel im wissenschaftlichen Rahmen arbeiten.

Das erworbene menschliche Wissen über Afrika ist ebenso Gegenstand der Forschung wie Ergebnisse der Forschung als Tätigkeit des Erwerbs von Wissen über „Afrika“.

Große Unterschiede in der Darstellung und dem Verständnis der Afrikaforschung sowie ihres Forschungsgegenstandes zeigen sich anhand des gesellschaftlichen, historischen und institutionellen Rahmens, in dem diese organisiert und betrieben wird. Diese Rahmenbedingungen bestimmen auch die sehr unterschiedlichen Lehrmeinungen und Interessen der Forscher selbst.

Differenzieren lässt sich die Forschung dabei sowohl nach Epochen, gesellschaftlicher und nationaler Herkunft und Interessen der Forscher, dem Forschungsgegenstand und der wissenschaftlichen Disziplin.

Methodischer Überblick[Bearbeiten]

Je nach der wissenschaftlichen Doktrin (Doxa) in ihrer Zeit und ihren Rahmenbedingungen wird der Forschungsgegenstand sowohl aus unterschiedlichen Blickwinkeln und vor dem Hintergrund divergierender Interessen betrachtet. Daraus ergibt sich für die „Afrikaforscher“ auch ein unterschiedlich kritisches oder affirmatives Verhältnis zum Forschungsgegenstand. So wird in den African Studies, in den modernen Kulturwissenschaften und in den Geisteswissenschaften allgemein „Afrika“ als theoretisches und eurozentristisches Konstrukt behandelt, das in seiner universalistischen und auch exklusionistischen Perspektive als undifferenziert angesehen wird. Forscher aus dem Bereich der African Studies behandeln heute die geschichtlichen, sozialen und kulturellen Gesichtspunkte sehr ausdifferenziert. Sie reichen von der afrikanischen Diaspora, über die Einflüsse „Afrikas“ auf andere Gesellschaften bis hin zu speziellen historischen, regionalen und gesellschaftlichen Unterschieden innerhalb des Kontinents Afrika.

Geschichtlicher Überblick[Bearbeiten]

Afrikaforscher im Kolonialismus[Bearbeiten]

Zeitgenössische Illustration des Treffens von Stanley und Livingstone

Schon im 15. Jahrhundert erkundeten portugiesische Seefahrer die Küsten Afrikas. Mit der Unabhängigkeit Nordamerikas und der zunehmenden Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs Europas Interesse an Afrika und seinen Ressourcen. Die Entdeckungsreisen vor allem europäischer Afrikaforscher, insbesondere in das Innere des Kontinents, dienten nicht nur dem geographischem Interesse, sondern waren häufig auch Vorbereitungen für die Kolonisierung des Kontinents im Zuge des „Neuen Imperialismus“. Viele der fast ausschließlich männlichen Entdecker reisten im Auftrag so genannter Afrikanischer Gesellschaften. Die Entdeckung Afrikas schloss Henry Morton Stanley 1877 im Wesentlichen ab. Der politische Wettlauf um Afrika begann um 1882 und endete 1898.

Afrikaforscher aus dieser Epoche sind heute Gegenstand der Forschung. Dazu zählt vor allem auch die Rekonstruktion der gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Rahmenbedingungen des von ihnen erworbenen Wissens. Vor dem Hintergrund militärischer Aktivitäten und wirtschaftlicher Interessen dieser Afrikaforscher reduzierte sich das wissenschaftliche Interesse ihrer Forschung oft auf geographische Fragen. Eine alternative Bezeichnung ist je nach Darstellungszusammenhang der Begriff „Afrikareisende“. Ihre Tätigkeiten, wie auch Expeditionen, bedurften oft einer staatlichen Legitimation und waren an politische Interessen und Aufträge gebunden.

Unabhängig von einer nationalen Herkunft[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Institutionen

Medien

  • IRIN humanitarian news and analysis UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UN)[1]
  • Channel Africa - The Voice of the African Renaissance (Hörfunk)[2]
  • AllAfrica Global Media[3]

Archive / Portale

  • MondeBerbère.com (Tankra Tamazight) Geschichte und Kultur der Imazighen[4]
  • AlgeriaInfo.com - Internetportal zu Algerien[5]
  • Africultures - Le site et la revue de référence des cultures africaines. Ausstellungen, Kulturgeschehen, historischer und gesellschaftlicher Salon[6]
  • WoYaa! Africa on the Internet (Englische Version). Afrikaspezifische Suchmaschine im Internet.[7]

Aus afrikanischen Ländern[Bearbeiten]

Kwame Nkrumah Memorial in Ghanas Hauptstadt Accra.

Institutionen

Medien / Portale

Forscher

Aus Martinique[Bearbeiten]

Amerikanischer Panzer im befreiten Paris. Viele afrikanische und afroamerikanische oder afrokaribische Résistance-Kämpfer wie Frantz Fanon beeinflussten die postkoloniale Politik und Afrikaforschung

Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz[Bearbeiten]

Institutionen


Forschungsjournale / Medien

Forscher

Deutsche Kolonialromantik: Titelvignette der „Reisen in Central-Afrika – von Mungo Park bis auf Dr. Barth u. Dr. Vogel (1859)

Aus Frankreich[Bearbeiten]

Institutionen

  • Groupe de Recherche 1118 CNRS (Histoire de l'Afrique: Mémoires et Identités)[32]
  • Institut d'Etudes Africaines, Aix-en-Provence[33]
  • Centre d'Etude d'Afrique Noire - CEAN. Bordeaux[34]
  • Littérature Africaine Francophone - LITAF, Bordeaux[35]
  • Llacan - Langage, Langues et Cultures d'Afrique Noire. Villejuif (Frankreich)[36]

Journale / Medien

  • MANDENKAN Bulletin d'études linguistiques Mande / Lexique Bisa-Français. Bettie Vanhoudt.[37]
  • Méga-Tchad. Réseau international de recherches pluridisciplinaires dans le bassin du lac Tchad. Université Nanterre[38]
  • AdmiNet Africa. Herausgegeben von Christian Scherer u.a., Paris[39]
  • Mission Archéologique et Ethnoarchéologique Suisse en Afrique de l'Ouest, Université de Genève[40]
  • Integrated Regional Information Network - IRIN, Réseau d'Information Régional Intégré (UN)[41]

Archive / Portale

  • Afrique Francophone - Lehman College, City University of New York, Department of Languages & Literatures; CUNY Graduierten Programm in Frankreich.[42]
  • IMAGES DE LA FRANCE D'AUTREFOIS, Kolonialphotographien (siehe dort: „Pays du Monde“)[43]
  • Le Hall de la Chanson / Les Africains de la chanson francophone - Portal zu französischsprachigen Musik in Afrika[44]
  • Afrique Index - Ein Internetwegweise zum Thema Afrika von Nathan Yetna, Paris.[45]

Forscher

Michel Adanson.

Aus Großbritannien[Bearbeiten]

Institutionen

Medien

  • African Journals Online (AJOL) - International Network for the Availability of Scientific Publications. Oxford[48]

Forscher

Aus den Niederlanden und Belgien[Bearbeiten]

Institutionen

Forscher

Aus Portugal[Bearbeiten]

Duarte Pacheco Pereira, der Forscher als Ritter

Institutionen[Bearbeiten]

  • Instituto de Investigação Científica Tropical, Lissabon
  • Sociedade de Geografia de Lisboa
  • Centro de Estudos Africanos/ISCTE-Instituto Universitário de Lisboa
  • Centro de Estudos Africanos/Faculdade de Letras/Universidade do Porto
  • Centro de Estudos sobre África/Faculdade de Economia/Universidade Técnica de Lisboa
  • Centro de Estudos Africanos(Faculdade de Letras/Universidade de Lisboa)

Entdecker[Bearbeiten]

Aus Italien[Bearbeiten]

Pierre Savorgnan de Brazza

Aus Schweden[Bearbeiten]

Aus Slowenien[Bearbeiten]

Aus Marokko[Bearbeiten]

Aus Griechenland[Bearbeiten]

Aus Rumänien[Bearbeiten]

Aus Norwegen[Bearbeiten]

Portale / Medien

Aus den Vereinigten Staaten[Bearbeiten]

Die Gesellschaft der Vereinigten Staaten wurde neben Europa vor allem durch Afrika kulturell beeinflusst. Im Mittelpunkt der Afrikaforscher stehen auch Forschungsbereiche wie die Biographieforschung, die in der europäischen und insbesondere in der deutschen Forschung noch sehr randständig sind. Geschichtlicher Hintergrund ist hier vor allem die Sklaverei, die für die Forscher Fragen nach der Afrika spezifischen kulturellen und gesellschaftlichen Herkunft und Perspektive aufwarf und noch heute aufwirft. Anstöße zur Forschung und Forscher selbst kommen daher spezifischer als in einigen europäischen Ländern aus der Bürgerrechtsbewegung. Einen speziellen Zweig der Afrikaforschung bilden dabei die African American studies.

Institutionen

Olaudah Equiano Bürgerrechtler und Forschungsreisender.

Medien

Archive / Portale

Afroamerikanische Biographie-Forschung[Bearbeiten]

Misshandelter Sklave, Südstaaten

Afroamerikanische Autorinnen[Bearbeiten]

Archive / Portale

Autorinnen

Andere Forscher[Bearbeiten]

Aus Kanada[Bearbeiten]

Aus Australien[Bearbeiten]

Institutionen

  • African Studies Association of Australasia and the Pacific (AFSAAP)[103]
  • African Studies Resources by Students, Adelaide[104]

Forscher

Weitere internationale wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungsgruppen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IRIN humanitarian news and analysis UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs [1]
  2. Channel Africa - The Voice of the African Renaissance (Hörfunk) [2]
  3. AllAfrica Global Media [3]
  4. MondeBerbère.com [4]
  5. AlgeriaInfo.com [5]
  6. Africultures - Le site et la revue de référence des cultures africaines [6]
  7. WoYaa! Africa on the Internet [7]
  8. nstitut de Recherche sur le Maghreb Contemporain [8]
  9. Sudanese Online Research Association [9]
  10. Liberian Collections Project [10]
  11. Weaver Press Zimbabwe [11]
  12. Selbstdarstellung [12]
  13. AfrikInfo.com [13]
  14. Littératures du Maghreb – LIMAG [14]
  15. Marweb – Annuaire et Moteur de recherche du Maghreb Arabe [15]
  16.  James Fairhead, Tim Geysbeek, Svend E. Holsoe, Melissa Leach: African-American exploration in West Africa: four nineteenth-century diaries. Indiana University Press, Bloomington (IN) 2003, ISBN 0-253-21450-5, S. 493.
  17. Buata Malela: Aime Cesaire : Clés d’entrée dans l’univers du nègre fondamental [16]
  18. Selbstdarstellung ZIAF [17]
  19. Selbstdarstellung IAS [18]
  20. Selbstdarstellung [19]
  21. ZASB Online [20]
  22. Selbstdarstellung SAGW [21]
  23. GUR [22]
  24. UCLA Hausa. Wien [23]
  25. Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland (VAD) [24]
  26. Gesellschaft für Überseegeschichte e.V. (GÜSG) [25]
  27. Congregatio Ottiliensis O.S.B.
  28. h-soz-kult [26]
  29. Vgl. Chadic Newsletter, New Series No. 1 (23), January 2001 [27]
  30. Erich Sommerauer, Uni Wien [28]
  31. Afro-Presse [29]
  32. CNRS (Histoire de l'Afrique: Mémoires et Identités)[30]
  33. Vgl. Ministère de la Recherche / Action Concertée Incitative. Archives BREUIL Entre préhistoire européenne et africanisme, un univers intellectuel et institutionnel au XXe siècle [31]
  34. Centre d'Etude d'Afrique Noire - CEAN. [32]
  35. Littérature Africaine Francophone - LITAF [33]
  36. Llacan - Langage, Langues et Cultures d'Afrique Noire [34]
  37. Bulletin d'études linguistiques [35]
  38. MÉGA-TCHAD [36]
  39. AdmiNet Africa [37]
  40. Mission Archéologique et Ethnoarchéologique Suisse en Afrique de l'Ouest, Université de Genève [38]
  41. Vgl. IRIN humanitarian news and analysis UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs [39]
  42. Afrique Francophone [40]
  43. Images de la France d'autrefois [41]
  44. Les Africains de la chanson francophone [42]
  45. Afrique Index [43]
  46. African Studies Association of the UK (ASAUK)[44]
  47. School of Oriental and African Studies SOAS [45]
  48. African Journals Online (AJOL) - International Network for the Availability of Scientific Publications [46]
  49. Language and Popular Culture in Africa [47]
  50. Vgl. Ausgabe Nr. 8 Ukumbusho von Dr. Achille Mutombo [48]
  51. Afrika-Studiecentrum, Leiden [49]
  52. Index on Africa - The Norwegian Council for Africa [50]
  53. African Studies Association [51]
  54. African Languages, University of Florida Online [52]
  55. Center for African Studies, University of Florida [53]
  56. Center for African Studies. University of Illinois, Urbana-Champaign [54]
  57. Afroasiatic Index Project [55]
  58. Comparative Bantu Dictionary, Berkeley [56]
  59. African Studies Center, University of Pennsylvania [57]
  60. The New York African Sudies Association (NYASA) [58]
  61. African Studies Association - American Council of Learned Societies ACLS, Rutgers University [59]
  62. International Directory of African Studies Scholars - IDASS, African Studies Librarian [60]
  63. Department of African American Studies, Western Illinois University [61]
  64. Francophone Africa Research Group/ Groupe de Recherches sur l'Afrique Francophone (GRAF) [62]
  65. The W.E.B. Du Bois Virtual University: [63]
  66. Equiano Foundation Online: [64]
  67. Africa South of the Sahara Internet Resources [65]
  68. JALA — the Journal of the African Literature Association. Auf: AFRICAN LITERATURE ASSOCIATION [66]
  69. SORAC - Society of Research on African Cultures [67]
  70. Habari Newsletter [68]
  71. African Studies Internet Resources Columbia University [69]
  72. An A-Z of African Studies on the Internet „A Directory of Africa & African Studies“'. Von Peter Limb (Afrikanistik, MSU) und Ibra Sene (Geschichte, MSU) [70]
  73. Africa Web Links. Annotierte Liste von Ali Dinar, University of Pennsylvania [71]
  74. Africana Collection. Betreut von Dan Reboussin, University of Florida, Gainesville [72]
  75. African Studies Resources page, Princeton University [73]
  76. Africatime.Com - New York, USA und Abidjan, Côte d'Ivoire [74]
  77. H-Africa [75]
  78. Kabissa - Space on the Internet for the African Non-Profit Sector [76]
  79. Sonja Haynes Stone Center for Black Culture and History [77]
  80. Biographie Projekt Afroamerikanische Autorinnen, Columbia University [78]
  81. Schomburg Center for Research in Black Culture: [79]
  82. American Slave Narratives: An Online Anthology: [80]
  83. Vgl. ihr Werk: The house of bondage, or, Charlotte Brooks and other slaves. [81]
  84. Vgl. ihr Werk: Twenty year's [!] experience of a missionary [82]
  85. Columbia University [83] Homespun heroines
  86. Columbia University [84] Biography of an American Bondman
  87. Columbia University [85] Memories of childhood's slavery days
  88. Columbia University [86] From the darkness cometh the light
  89. Columbia University [87] A Brand Plucked From the Fire
  90. Columbia University [88] Incidents in the life of a slave girl
  91. Columbia University [89] Behind the Scenes
  92. Columbia University [90] Religious Experience
  93. Columbia University [91] Louisa Picquet, the Octoroon
  94. Columbia University [92] Essays
  95. Columbia University [93] The History of Mary Prince, a West Indian slave Nancy Prince. A narrative of the life and travels of Mrs. Nancy Prince
  96. Columbia University [94] Life and Public Services of Martin R. Delany
  97. Columbia University [95] An autobiograpy
  98. Columbia University [96] Productions
  99. Columbia University [97] Reminiscences of my life in camp
  100. Columbia University [98] Narrative of Sojourner Truth
  101. Columbia University [99] The Narrative of Bethany Veney, slave woman
  102. Nicholas David [100]
  103. African Studies Association of Australasia and the Pacific (AFSAAP) [101]
  104. African Studies Resources by Students, Adelaide [102]
  105. CNRS (Histoire de l'Afrique: Mémoires et Identités)[103]

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Adu Boahen: Britain, the Sahara and the Western Sudan 1788–1861. Oxford 1964 (wichtige Arbeit zur ersten Epoche der wissenschaftlichen Afrikaforschung, von einem der führenden schwarzafrikanischen Historiker des 20. Jahrhunderts)
  • Cornelia Essner: Deutsche Afrikareisende im neunzehnten Jahrhundert. Zur Sozialgeschichte des Reisens. Stuttgart 1985 (versucht u. a. die Motive der Afrikaforscher zu analysieren)
  • Peter Kremer: Der schwarze Erdtheil. Afrika im Spiegel alter Bücher 1484–1884. Köln 1984 (bislang einzige Bibliografie zur Geschichte der deutschen Afrikaforschung im vorkolonialen Zeitalter)
  • Frank McLynn: Hearts of Darkness: The European Exploration of Africa. London 1992 (leicht irreführender Titel, denn es handelt sich weitgehend um die Geschichte der britischen Afrikaforschung)
  • Paul Kainbacher: Die Erforschung Afrikas. Die Afrika-Literatur über Geographie und Reisen von 1486-1945. Eine Bibliographie von A-Z. 4. Auflage, Baden 2010 (Online-Version) – ca. 3800 Autoren, 7500 deutschsprachige Werke