Liste von Sehenswürdigkeiten in Potsdam

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Historische Stadtansicht mit Garnisonkirche, Stadtschloss und St. Nikolaikirche 1871

Die folgende Liste enthält Sehenswürdigkeiten der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam

Park Sanssouci[Bearbeiten]

Schloss Sanssouci mit Weinberg.

Die historische Parkanlage Sanssouci umfasst eine Fläche von etwa 290 ha und ist damit die größte und wohl bekannteste in der Mark Brandenburg. Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm IV. prägten im 18. und 19. Jahrhundert die Anlage in den zeitgenössischen Stilen des Rokoko und Klassizismus und ließen ein Gesamtkunstwerk aus Architektur und Gartengestaltung errichten, dessen Herzstück die Weinbergterrassen mit dem bekrönenden Schloss Sanssouci sind.

Neuer Garten[Bearbeiten]

Der Neue Garten ist ein rund 100 ha großes Parkgelände, das im Norden Potsdams an den Heiligen See und den Jungfernsee grenzt. Friedrich Wilhelm II. ließ ab 1787 auf diesem Areal einen neuen Garten anlegen, daher der Name. Der Park sollte sich nach dem Zeitgeschmack des englischen Gartens bewusst von den überholten Formen des barocken Zier- und Nutzgartens Sanssouci abheben.

Park Babelsberg[Bearbeiten]

Schloss Babelsberg vor der Havel.

Angrenzend an den Tiefen See der Havel liegt der 114 ha große Park Babelsberg. Im Auftrag des Prinzen Wilhelm, später Kaiser Wilhelm I. und seiner Gemahlin Augusta gestalteten ab 1833 die Gartenkünstler Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau das zum See abfallende, hügelige Gelände in eine Parklandschaft.

Weitere Gartenanlagen[Bearbeiten]

Freundschaftsinsel

Schlösser[Bearbeiten]

Für eine Übersicht aller Schlösser siehe Schlösser in Potsdam

Kirchen[Bearbeiten]

Die in der Stadt unübersehbare preußische Toleranz kommt auch in Potsdams Kirchen zum Ausdruck: Mitten im protestantischen Potsdam steht eine große katholische Kirche, auch die älteste russisch-orthodoxe Kirche Deutschlands hat hier ihren Platz. Gotteshäuser wurden für Kolonisten aus den verschiedensten Ecken Europas gebaut: Schweizer, Franzosen, Böhmen…

Für eine Übersicht aller Kirchen siehe Liste von Kirchen in Potsdam

Stadttore[Bearbeiten]

Als Garnisonstadt verfügte Potsdam über eine Stadtmauer mit mehreren Stadttoren. Diese dienten mit ihren aufwendigen Baustilen aber eher der Repräsentanz als der Verteidigung. Von den Stadttoren sind nur noch drei erhalten geblieben.

Stadtviertel und Ensembles[Bearbeiten]

Stadtviertel[Bearbeiten]

Anlagen und Plätze[Bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten]

Museen und Ausstellungen[Bearbeiten]

Villen[Bearbeiten]

Löwenvilla
Villa Gericke
Villa Stülpnagel
Villa Lademann

Seit den 1990er Jahren wurden viele architektonisch interessante Villen wieder restauriert:

  • Villenkolonie Neubabelsberg
  • Villa Ingenheim
  • Villa Liegnitz
  • Villa von Diringshofen
  • Villa Kampffmeyer an der Glienicker Brücke
  • Villa Schöningen an der Glienicker Brücke
  • Villa Heydert
  • Villa Rohn oder auch Löwenwilla, benannt nach den Löwen vor der Fassade. Seit 1941 im Besitz der Familie von Fritz von der Lancken, einem Widerstandskämpfer des Dritten Reiches.
  • Herbertshof, benannt nach Herbert Gutmann, mit dem Zimmer Arabicum
  • Palais der Gräfin Lichtenau, am Heiligen See
  • Villa Bach, Spitzweggasse
  • Villa Ernst von Bergmann, Berliner Straße
  • Villa Gericke, Puschkinallee
  • Villa Gutmann (nur zum kleinen Teil saniert)
  • Villa Kellermann[1]
  • Villa Kutscherhaus, Persiusstr.
  • Villa General Ladental
  • Villa Mendelssohn, nach dem jüdischen Fabrikanten Otto von Mendelssohn Bartholdy
  • Villa Mosler
  • Villa Rumpf
  • Villa Sarna mit Löwenfries
  • Villa Spillner; bestandsgeschützt, Böcklinstraße/Tizianstraße
  • Villa Starke (Potsdam-Babelsberg)
  • Villa Stülpnagel, Hegelallee 5, mit prunkvoller Kassettentür; im Kaminzimmer große historische Landkarte Berlins in russischer Schrift.
  • Villa Wiener, 1934 wohnte hier K. Adenauer
  • Villa Lademann, hier wohnte während Dreharbeiten Heinz Rühmann, erbaut wurde das Haus vom Bruder Otto Lilienthals, Gustav Lilienthal
  • Villa Alfred Zeisler, von Marika Röckk

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Die Stadt Potsdam verfügt über eine Vielfalt an Bildender Kunst in Form von Skulpturen und Gemälden. Die Gemälde verteilen sich hauptsächlich auf die Gebäude im Park Sanssouci, das Potsdam-Museum und die Kirchen der Stadt. Die Skulpturen sind hauptsächlich in den Parks verteilt, vor allem im Park Sanssouci. Ein Lapidarium stellt einige die Originale der Statuen aus.

Gewässer[Bearbeiten]

Verlorene Bauwerke[Bearbeiten]

  • Potsdamer Stadtschloss, im Zweiten Weltkrieg beschädigt, später gesprengt und schliesslich als Brandenburgisches Landtagsgebäude äußerlich rekonstruiert.
  • Garnisonkirche, im Zweiten Weltkrieg beschädigt, später gesprengt. Der Wiederaufbau ist geplant.
  • Das Königliche Schauspielhaus, Am Kanal 8 (im Volksmund „Kanaloper“). Das Gebäude wurde am 25. April 1945 durch Artilleriebeschuss zerstört. Die noch erhaltene Fassade ist 1966 abgebrochen worden.
  • Acht Ecken, erhalten blieb nur eines von vier barocken Eckhäusern.
  • Die Gloriette am Bassinplatz, nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen und durch einen sowjetischen Friedhof ersetzt.
  • Weite Teile des Französischen Viertels, erhalten blieb die Französische Kirche.
  • Berliner Tor, erhalten ist nur ein Seitenflügel.
  • Neustädter Tor, erhalten ist nur ein einzelner Obelisk.
  • Der Lange Stall, 1945 abgebrannt, nur die aufwendige Frontfassade blieb erhalten.
  • Der Stadtkanal mit seinen zahlreichen Brücken, wurde bis 1965 zugeschüttet, er soll vollständig rekonstruiert werden.
  • Heilig-Geist-Kirche, 1945 stark beschädigt, 1960 Abbruch der Kirchenschiffruine, 1974 Sprengung des Turmstumpfes. 1997 erfolgte ein Neubau in den Umrissen der Kirche als Seniorenresidenz.
  • Bethlehemkirche auf dem Neuendorfer Anger, 1945 schwer zerstört, 1952 gesprengt.
  • Synagoge, 1938 geplündert, 1945 zerstört.
  • Zahlreiche weitere Einzelhäuser, unter anderem der Palast Barberini und das Palasthotel an der Havel sowie weite Teile der Breiten Straße.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Kitschke: Die Potsdamer Kirchen. Kunstverlag Peda, Passau 2001, ISBN 3-89643-530-2.
  •  Potsdamer Schlösser in Geschichte und Kunst. 4. Auflage. VEB F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1984, ISBN 3-325-00030-4 (Hrsg: Staatliche Archivverwaltung der DDR, Staatliche Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Potsdam – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Babelsberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Erbach: Clärchens Ballhaus gekauft, Villa Kellermann ersteigert Kürzlich hatte Hans-Joachim Sander das Berliner Tanzlokal erworben, jetzt sicherte er sich die Immobilie am Heiligen See in Potsdam, 19. Februar 2005