Listertalsperre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Listertalsperre
Überlauf der Listertalsperre im Januar 2012
Überlauf der Listertalsperre im Januar 2012
Lage: Kreis Olpe und Märkischer Kreis (Nordrhein-Westfalen)
Zuflüsse: Lister, Beche und Herpeler Bach
Abflüsse: Lister
Größere Orte in der Nähe: Meinerzhagen, Attendorn
Listertalsperre (Nordrhein-Westfalen)
Listertalsperre
Koordinaten 51° 5′ 38″ N, 7° 50′ 15″ O51.0938888888897.8375Koordinaten: 51° 5′ 38″ N, 7° 50′ 15″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1909–1912
Höhe des Absperrbauwerks: 42 m
Kronenlänge: 264 m
Kronenbreite: 7,25 m
Basisbreite: 31,5 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 319,52 m ü. NN
Wasseroberfläche 1,68 km²
Stauseelänge 4,5 km
Stauseebreite 400 m
Speicherraum 21,60 Mio. m³

Die Listertalsperre ist ein Stausee im Kreis Olpe und im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Listertalsperre liegt im südlichen Sauerland zwischen den Städten Attendorn, Drolshagen und Meinerzhagen. Der See erstreckt sich etwa im Zentrum des Naturparks Ebbegebirge. Neben zahlreichen namenlosen kleineren Zuflüssen wird der See von den drei großen Zuläufen Lister, Beche und Herpeler Bach gespeist, wobei die Lister Namensgeber der Talsperre ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Listertalsperre wurde vom 13. September 1909 bis 2. Oktober 1912 erbaut. Die nach dem Intze-Prinzip gebaute Talsperre staut den Fluss Lister bei Hunswinkel auf. Der britische Luftangriff auf die Staumauer im Rahmen der Operation Chastise in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 war nicht erfolgreich.

Daten[Bearbeiten]

Heute ist die Listertalsperre ein Seitenarm der 1965 gebauten Biggetalsperre. Sie hat einen Stauinhalt von 21,6 Mio. Kubikmetern bei einer maximalen Wassertiefe von 33,90 Metern. Im Listerkraftwerk werden jährlich etwa 4,6 Mio. kWh Strom mittels einer Kaplanturbine erzeugt. Die Listertalsperre ist 2500 Meter lang und bis zu 400 Meter breit, was eine Wasserfläche von 169 Hektar ergibt. Der Fischbestand ist sehr unterschiedlich und reicht von Aalen bis Zandern. Häufigste Fische sind neben den Weißfischen die Hechte und Maränen. Aber auch Forellen sind vertreten. In letzter Zeit ist auch der Karpfenbestand gewachsen.

Nutzungen[Bearbeiten]

Neben Stromerzeugung und Niedrigwasseraufhöhung der Ruhr dient der Stausee der Freizeitgestaltung. Schwimmen sowie Wassersport (seit 2010 auch Tauchen) sind erlaubt. Rund um die Listertalsperre laden Campingplätze und Ferienwohnungen zu gemütlichen Urlauben ein.

Sanierung der Staumauer[Bearbeiten]

Von Mitte 2007 bis Anfang 2009 wurde die Staumauer grundlegend saniert. Es galt unter anderem Risse und Fugen im Mauerwerk auszubessern, Fahrbahn und Geländer zu erneuern sowie die Gewölbebögen der Hochwasserentlastung instand zu setzen. Für die Dauer der Arbeiten waren Mauerkrone, Parkplatz an der Staumauer und Toilettenanlage für Besucher gesperrt. Durch die Sanierungsarbeiten insbesondere an Geländer und Gewölbebögen hat sich das Erscheinungsbild der Staumauer nachhaltig verändert.[1]

Am See gelegene Orte[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Zimmer: Die Listertalsperre bei Attendorn. Mit vier Illustrationen nach photoghraphischen Originalaufnahmen. In: Reclams Universum 28.2 (1912), S. 831-834.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/datum/2007/05/30/sanierung-der-listerstaumauer/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Listertalsperre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien