Lithophon

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Aus Phonolith gefertigtes Lithophon im Botanischen Garten Schellerhau
Lithophon im Schloss Freudenberg, Wiesbaden

Als Lithophon (von griechisch λιϑος „Stein“ und φωνή „Klang“) bezeichnet man Idiophone, deren Klangkörper aus Stein bestehen, z. B. hängende Klangsteine in China (bianqing), Südasien und in Südostasien, die dort weit verbreitet sind.

Im Unterschied zum Metallophon und Xylophon, die zur Tonererzeugung metallische bzw. hölzerne Stäbe benutzen, verwenden Lithophone dazu stabförmige Steine.

Die ältesten Lithophone mit 20 Klangsteinen wurden in Indien bei Sankarjang dem 2. Jahrtausend v. Chr. und die Funde von 16 länglichen Klangsteinen in China der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts zugeordnet, was auf eine frühe menschliche Verwendung dieser Musikinstrumente hindeutet.[1]

In der Provinz Sumatera Barat auf Sumatra wurde ein prähistorisches Lithophon (talempong batu) gefunden. Es besteht aus sechs Steinblöcken unterschiedlicher Größe und Klanghöhe.[2] Ein Lithophon aus Ndut Lieng Krak in Südvietnam wird der eisenzeitlichen Sa-Huynh-Kultur zugerechnet.

Ein bekanntes Lithophon ist auch das Musical Stones of Skiddaw, das von 1827 bis 1840 von dem Engländer Joseph Richardson konstruiert wurde. Es befindet sich im Keswick Museum and Art Gallery in Keswick und dürfte das älteste in Europa sein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yule, Bemmann: Klangsteine aus Orissa, S. 13
  2. Uwe Pätzold: Das talempong batu' von Talang Anau S. 279 (PDF; 389 kB)