Little Angels

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Little Angels
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock
Gründung 1984
Auflösung 1994
Neugründung 2006
Gründungsmitglieder
Toby Jepson
Bruce John Dickinson
Mark Plunkett
Dave Hopper (bis 1988)
Jimmy Dickinson
Aktuelle Besetzung
Gesang; Gitarre
Toby Jepson
Gitarre
Bruce John Dickinson
Bass
Mark Plunkett
Schlagzeug
Mark Richardson (1991–1994)
Keyboard
Jimmy Dickinson
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Michael Lee (1988–1991)
„The Big Bad Horns“
„Big“ Dave Kemp
Frank Mizen
Grant Kirkhope

Little Angels war eine britische Hard-Rock-Gruppe aus Scarborough.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1984 gründete sich in Scarborough die Gruppe Mr. Thrud. Zu den Gründungsmitglieder gehörten Toby Jepson (Gesang), Mark Plunkett (Bass), Dave Hopper (Schlagzeug) und die Geschwister Bruce John (Gitarre) und Jimmy Dickinson (Keyboards). Nach einigen Jahren der Zusammenarbeit änderten sie ihren Namen in Little Angels und veröffentlichten die EP The 1987 EP. Danach verließ Hopper die Band und Michael Lee stieg ein. Nachdem sie in ihrem Heimatort bekannt wurden, erreichten sie auch im restlichen Vereinigten Königreich Anerkennung und konnten sogar im Londoner Marquee Club als Headliner auftreten und den Club ausverkaufen. 1988 konnten sie einen Plattenvertrag mit dem Major-Label Polydor abschließen. Eine US-Tour im Vorprogramm von Yngwie Malmsteen und eine UK-Tour mit Cinderella folgte. 1989 erschien die Big Bad EP und konnte in Großbritannien eine Chartplatzierung in den Top 75 erreichen.[1]

Das Debütalbum Don’t Prey for Me erschien noch im gleichen Jahr und konnte gute Kritiken erreichen, der Durchbruch gelang aber erst mit dem Nachfolger Young Gods (1990), welches Platz 17 der britischen Charts erreichte.[2] Die Versuche auf der anderen Seite des Atlantiks an den Erfolg in ihrem Heimatland anzuknüpfen scheiterten jedoch.[3] Die Single-Veröffentlichung Boneyard stand unter einem schlechten Stern, da gerade der Zweite Golfkrieg ausbrach und die BBC die Single absetzte.

Nach der anschließenden Tour musste Michael Lee die Gruppe verlassen, da er hinter dem Rücken der anderen Bandmitglieder eine Audition mit The Cult abgehalten hatte. Er spielte daraufhin etwa ein Jahr mit dieser Gruppe. Sein Ersatz wurde Mark Richardson.

Das 1993er Album Jam erreichte die Top-Position in den englischen Charts und erreichte in Großbritannien eine Silberne Schallplatte.[2] [4] In der Folge tritt Little Angeles mit den Größen des Hard-Rock-Genres, wie Van Halen und Bon Jovi auf. Roger Daltrey hat bei einem Konzert im Hammersmith Apollo einen Gastauftritt mit der Band.

1994 erschienen das Album Little of the Past und die MCD Too Posh to Mosh, Too Good to Last die mit den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben. Beide erreichten zwar die Top 20 der britischen Charts,[2] der ersehnte Durchbruch in Amerika blieb aber aus. Insbesondere die Plattenfirma war von den Verkaufszahlen unbeeindruckt und setzten die Gruppe unter Druck. Am 2. Juli 1994 spielten sie ihren letzten Gig in der Royal Albert Hall und lösen sich anschließend auf.

Nach den Little Angels[Bearbeiten]

Sänger Toby Jepson machte als Solokünstler von sich reden und versuchte sich als Schauspieler. Michael Lee spielte nach The Cult unter anderem mit Page & Plant und Thin Lizzy. Er verstarb am 24. November 2008 an den Folgen eines epileptischen Anfalls.[5] Die beiden Dickinson-Brüder gründeten zusammen mit Mark Richardson die Band b.l.o.w., die bis 2000 existiert. Mark Richardson steigt anschließend bei Skunk Anansie ein. Mark Plunkett verdingt sich nach dem Ende von den Little Angels als Manager und betreute unter anderem Boyzone und Ronan Keating. Bruce John Dickinson leitet heute seine eigene Musikschule.

Musikstil[Bearbeiten]

Die Little Angels spielten klassischen Hard Rock der 1980er und konnten im Fahrwasser der Guns N’ Roses, bei denen sie bereits 1987 im Vorprogramm spielten, einige Erfolge in Großbritannien verbuchen. Ihr eher poppig angehauchter Rock hatte vor allem US-amerikanische Elemente, die bei den dortigen Top-Acts wie Aerosmith, Van Halen und Bon Jovi auch zu finden waren. Als Besonderheit ist die sogenannte „The Big Bad Horns“ zu nennen, eine Brass-Abteilung, die die Gruppe bei Livekonzerten unterstützte und für Abwechslung sorgte.

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Young Gods
  UK 17 02.03.1991 ( 6 Wo.)
JAM
  UK 1 06.02.1993 ( 5 Wo.)
Little of the Past
  UK 20 23.04.1994 ( 2 Wo.)
Too Posh to Mosh, Too Good to Last
  UK 18 02.07.1994 ( 2 Wo.)
Singles
Big Bad EP
  UK 74 04.03.1989 ( 2 Wo.)
Do You Wanna Riot
  UK 91 28.10.1989 ( 1 Wo.)
Don’t Pray for Me
  UK 93 02.12.1989 ( 1 Wo.)
Kicking up Dust
  UK 46 24.02.1990 ( 4 Wo.)
Radical Your Lover
  UK 34 05.1990
She’s a Little Angel
  UK 21 04.08.1990 ( 3 Wo.)
Boneyard
  UK 33 02.02.1991 ( 4 Wo.)
Product of the Working Class
  UK 40 30.03.1991 ( 2 Wo.)
Young Gods
  UK 34 01.06.1991 ( 2 Wo.)
I Ain’t Gonna Cry
  UK 26 20.07.1991 ( 3 Wo.)
Too Much Too Young
  UK 22 07.11.1992 ( 3 Wo.)
Womankind
  UK 12 09.01.1993 ( 5 Wo.)
Soapbox
  UK 33 24.04.1993 ( 4 Wo.)
Sail Away
  UK 45 25.09.1993 ( 3 Wo.)
Ten Miles High
  UK 18 09.04.1994 ( 3 Wo.)

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Don’t Prey for Me (1989)
  • Young Gods (1991)
  • JAM (1993)
  • Little of the Past (1994)

Singles & EPs[Bearbeiten]

  • The 1987 EP (1987)
  • Too Posh To Mosh EP (1988)
  • 90 In The Shade (1988)
  • Big Bad EP (in Japan als Big Bad World mit Bonustracks, 1989)
  • Do You Wanna Riot (1989)
  • Don’t Pray for Me (1989)
  • Kicking up Dust (1990)
  • Radical Your Lover (1990)
  • She’s a Little Angel (1990)
  • Boneyard (1991)
  • Product of the Working Class (1991)
  • Young Gods (1991)
  • I Ain’t Gonna Cry (1991)
  • Too Much Too Young (1992)
  • Womankind (1993)
  • Soapbox (1993)
  • Sail Away (1993)
  • Ten Miles High (1994)
  • Too Posh to Mosh, Too Good to Last (MCD, 1995)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Little-Angels-Fansite
  2. a b c Suchanfrage auf Everyhit.com
  3. Little Angels im All Music Guide
  4. Suchanfrage auf der offiziellen Website der British Phonographic Industry
  5. Lauren Pyrah: Guitar legend at funeral of drummer im Northern Echo vom 4. Dezember 2008