Little Buddha

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Filmdaten
Deutscher Titel Little Buddha
Originaltitel Little Buddha
Produktionsland Großbritannien, Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 140 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Bernardo Bertolucci
Drehbuch Bernardo Bertolucci, Rudy Wurlitzer
Produktion Jeremy Thomas
Musik Ryuichi Sakamoto
Kamera Vittorio Storaro
Schnitt Pietro Scalia
Besetzung

Little Buddha ist ein Film von Bernardo Bertolucci aus dem Jahr 1993 mit Keanu Reeves, Bridget Fonda und Chris Isaak.

Inhaltsverzeichnis

Handlung [Bearbeiten]

Um die Reinkarnation seines großen Lehrmeisters Lama Dorje zu finden, bricht der kranke Lama Norbu auf und findet in Seattle den Jungen Jesse Conrad. Während Jesse dem Buddhismus begeistert begegnet, breitet sich bei den Eltern Dean und Lisa Conrad Skepsis aus. Sie glauben nicht an die Reinkarnation, doch ihr Junge scheint sich immer mehr in den Glauben hineinzusteigern, dass er die Wiedergeburt von Lama Dorje sei. Die Mönche eröffnen dem Vater, dass zwei weitere Kinder als Reinkarnation in Frage kommen und die Frage nur eindeutig in Bhutan zu klären sei, weshalb der Junge dahin reisen müsste. Dean lehnt dies ab, verlässt den Tempel übereilt und fährt mit Jesse nach Hause. Auf dem Weg erfährt er telefonisch, dass sein Freund und Arbeitskollege Evan gestorben ist. Er überdenkt seine Position und entscheidet mit seiner Frau, dass er nun mit Jesse nach Bhutan reisen wolle. Bei ihrem Zwischenstopp in Nepal lernen sie auch die anderen Kandidaten, den Jungen Raju und das Mädchen Gita, kennen.

Während der Rahmenhandlung des Filmes erzählt Lama Norbu die überlieferte Lebensgeschichte des historischen Buddha, Siddharta Gautama, von seiner mythischen Geburt bis zur Erleuchtung. Jesse begleitet die Geschichte interessiert und imitiert einige Details, wie das Meditieren unter einer (Gummi-)Schlange.

In der bhutanischen Klosterfestung Paro angekommen müssen die Kinder in einem Test den Hut des verstorbenen Lamas finden. Es stellt sich heraus, dass alle drei Kinder die Wiedergeburt von Lama Dorje sind. Sein Körper (Raju), seine Stimme (Gita) und sein Geist (Jesse) sind, laut Norbu, nur gemeinsam eine Einheit. Nachdem Lama Norbu diese letzte Aufgabe erfüllt hat, trennt er sich von seinen wenigen Habseligkeiten und zieht sich zur Meditation zurück, während der er friedlich in den Tod übergeht. Sein Körper wird verbrannt und die Kinder gehen wieder in ihre Heimat zurück, wo sie den ihnen mitgegebenen Teil der Asche verstreuen.

Kritiken [Bearbeiten]

  • Lexikon des Internationalen Films: Als Monumentalfilm angelegter naiver Bilderbogen mit offensichtlichen Missionierungsabsichten, dessen einfache lineare Geschichte immer wieder mit „Rückblenden“ ins Leben des Prinzen Siddharta, dem als erstem Erleuchtung zuteil ward, unterbrochen wird. Ein teurer, aber kunstgewerblerisch anmutender Film, dessen Personen unzureichend entwickelt sind.
  • „The Oxford History of World Cinema“ stellt fest, dass Bertolucci sich von den bevorzugten Themen seiner früheren Filme entfernt habe: „Ein unerwartet ruhiger, gelassener Film, aus dem Klassenkampf und verquälte Sexualität verbannt sind.[1]

Literatur [Bearbeiten]

  • Oscar Moore, Rudy Wurlitzer, Mark Peploe: Bernardo Bertolucci’s Little Buddha. Die Entstehungsgeschichte des Films. Drehbuch von Rudy Wurlitzer und Mark Peploe (Originaltitel: Little Buddha). Deutsch von Armin Gontermann. Lübbe, Bergisch Gladbach 1994, ISBN 3-404-12162-7, 414 S. (beschreibt die Entstehungsgeschichte des Films und enthält das Drehbuch)
  • Gordon McGill: Little Buddha. Roman. Zum neuen Filmepos von Bernardo Bertolucci. Deutsch von Ariane Böckler. Goldmann, München 1994, ISBN 3-442-42527-1, 187 S. (Roman zum Film)

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. The Oxford History of World Cinema. Oxford University Press, Oxford 1996, ISBN 0-19-811257-2, S. 593