Litzendorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bamberg | |
| Höhe: | 311 m ü. NN | |
| Fläche: | 25,85 km² | |
| Einwohner: |
6.005 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 232 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96123 | |
| Vorwahl: | 09505 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 71 155 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Knock 6 96123 Litzendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Möhrlein (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Litzendorf im Landkreis Bamberg | ||
Litzendorf ist auf Grund der Gebietsreform seit 1. Mai 1978 eine Einheitsgemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Litzendorf und die meisten Ortsteile liegen im Ellertal, das umgeben ist von bewaldeten Höhenzügen, mit den beiden höchsten Erhebungen des Landkreises Bamberg: Geisberg (585 m) und Stammberg (560 m).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Litzendorf hat 8 amtlich benannte Ortsteile[2]:
| Die Kunigundenruh liegt am nächsten an der Stadt Bamberg im Hauptsmoorwald, einem gemeindefreien Gebiet. | 2 Einwohner | ||
| Litzendorf, das Zentrum der Gemeinde, liegt in der Mitte des Ellertals. | 1.492 Einwohner | ||
| Lohndorf liegt wenige Kilometer östlich von Litzendorf ebenfalls im Ellertal und bildet eine eigene (katholische) Pfarrei. | 385 Einwohner | ||
| Melkendorf liegt wenige Kilometer südlich von Litzendorf außerhalb des Ellertals. | 757 Einwohner | ||
| Naisa liegt nahezu übergangslos zwischen Litzendorf und Pödeldorf. | 747 Einwohner | ||
| Pödeldorf liegt am Hauptsmoorwald und ist der Ort mit der größten Einwohnerzahl. | 1.753 Einwohner | ||
| Schammelsdorf liegt wenige Kilometer nördlich von Litzendorf außerhalb des Ellertals. | 784 Einwohner | ||
| Tiefenellern ist der östlichste Ort der Gemeinde und liegt am Anstieg zur Fränkischen Schweiz. | 210 Einwohner |
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Nachbargemeinden liegen alle im Landkreis Bamberg und sind im Uhrzeigersinn:
| Memmelsdorf | Scheßlitz | Königsfeld |
| Heiligenstadt | Strullendorf | Hauptsmoorwald (gemeindefrei) |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Herkunft des Namens Litzendorf ist unklar. Mögliche Ableitungen sind vom slawischen lyko (= Bast) oder vom germanischen Wort litzel (= klein).
Zur Zeit der Merowinger und Karolinger, als die Dörfer, die wahrscheinlich fränkischen und slawischen Ursprungs sind, entstanden, war das Ellertal noch stark bewaldet.
Zum ersten Mal erschien der Name Litzendorf im Jahr 1129 in einer Urkunde des Bamberger Bischofs Otto, in der ein Otgoz von Licindorf erwähnt wird. Otgoz gehörte dem niederen Dienstadel an und war Gerichts- und Verwaltungsbeamter des heiligen Otto, des Bischofs von Bamberg.
Litzendorf gehörte später zum Hochstift Bamberg und kam erst mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zu Bayern.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die Bevölkerungszahl ist nach einem Anstieg in den 1970er und 1980er Jahren seit etwa 2005 rückläufig. Pödeldorf wurde in diesem Zeitraum durch die Ausweisung von Neubaugebieten zur einwohnerstärksten Ortschaft der Gemeinde. Es profitiert von seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt Bamberg.
| 1970 | 1987 | 2000 | 2005 | 2007 |
| 3.507 | 4.825 | 5.907 | 6.179 | 6.045 |
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.279.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 206.000 Euro
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist seit 2004 Wolfgang Möhrlein (CSU), der 2009 mit 95,11 % der Stimmen wiedergewählt wurde. Sein Vorgänger war Otmar Konrad (SPD). Als 2. Bürgermeister fungiert Klemens Wölfel (SPD).
[Bearbeiten] Gemeinderat
| Partei | 2002 | 2008 |
|---|---|---|
| CSU | 9 Sitze | 9 Sitze |
| SPD | 5 Sitze | 4 Sitze |
| Grüne | 3 Sitze | 4 Sitze |
| Christliche Wählervereinigung | 3 Sitze | 3 Sitze |
| Gesamt | 20 Sitze | 20 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Gold und Blau; vorne ein mit einer silbernen Schrägleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe, hinten ein silberner Helm mit Nasenschutz.
Der Bamberger Löwe steht für die Herrschaft des Hochstifts Bamberg über Litzendorf. Der Helm steht für die Ministerialen von Litzendorf, die im 12. Jahrhundert tätig waren, als es noch keine Wappenschilder gab.
[Bearbeiten] Infrastruktur
[Bearbeiten] Brauereien
Auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es fünf Brauereien. Diese sind die Brauereien Hölzlein und Reh in Lohndorf, die Brauerei Knoblach in Schammelsdorf, die Brauerei Hönig in Tiefenellern und die Brauerei Winkler in Melkendorf. Bis 1978 braute noch die Brauerei Hummel in Litzendorf selbst.
[Bearbeiten] Freiwillige Feuerwehren
In den Ortsteilen Litzendorf, Lohndorf, Melkendorf, Naisa, Pödeldorf, Schammelsdorf und Tiefenellern bestehen jeweils eigene Freiwillige Feuerwehren.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
| St. Wenzeslaus | Die barocke Pfarrkirche St. Wenzeslaus in Litzendorf wurde von 1715 bis 1718 vom Baumeister Johann Dientzenhofer errichtet. Sie besteht aus leuchtend goldgelben Eisensandsteinquadern und ist schon von Weitem zu sehen. | |
| Mariä Geburt | Die Pfarrkirche Mariä Geburt in Lohndorf besteht ebenfalls aus goldgelben Eisensandsteinquadern und ist auch von Weitem zu sehen. | |
| Fränkische Straße der Skulpturen | Die Fränkische Straße der Skulpturen zwischen den Dörfern Tiefenellern, Lohndorf und Litzendorf entstand im Jahr 1994 und ist eine Ausstellung von Skulpturen inmitten der Landschaft des Ellertales. | |
| Sängerehrenmal Melkendorf | Das Sängerehrenmal Melkendorf für die Toten und Gefallenen des fränkischen Sängerbundes wurde im Jahr 1963 auf einer Anhöhe über Melkendorf errichtet. Das Denkmal besteht aus zwölf kreisrund angeordneten Kalksteinsäulen und einem altarähnlichen Sarkophag. Im Gedenkstein befinden sich Gedenkbücher mit den Namen der Verstorbenen aller Gesangvereine der damals 12, jetzt 13 Sängerkreise. | |
| Jungfernhöhle | Die Jungfernhöhle bei Tiefenellern ist eine neolithische Fundstätte. Ausgrabungen erbrachten die Belege der Nutzung der Höhle durch vier jungsteinzeitliche und beinahe alle nachfolgenden Kulturen. Der Name Jungfernhöhle rührt davon her, dass sich hier überwiegend die Überreste von weiblichen Personen fanden. | |
| Kunst- und Besinnungsweg | Der Kunst- und Besinnungsweg ist ein 3,3 km langer Skulpturenweg zwischen Litzendorf, Lohndorf und Melkendorf, an dem insgesamt 18 verschiedene Kunstwerke aufgestellt sind. | |
| Grabhügelfriedhof bei Litzendorf | An der Straße von Litzendorf nach Geisfeld befinden sich frühkeltische Hügelgräber. Die Hügelgruppe ist vollständig von Wald umgeben. Der Durchmesser der Grabhügel variiert zwischen 8 und 25 Meter. Bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert wurde Material der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit geborgen. |
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/212632&attr=OBJ&val=1123
[Bearbeiten] Weblinks
- Fränkische Schweiz
- www.litzendorf.de
- Litzendorf bei Foracheim
- Litzendorf: Wappengeschichte vom HdBG
- Litzendorf: Amtliche Statistik des LStDV
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